Samstag, 17. Dezember 2011

[Rezension] Isabel Beto - Die Buch des grünen Mondes

rororo
ISBN: 9783499257018
542 Seiten - Taschenbuch - 9,99 Euro

Die Autorin:
Isabel Beto arbeitete als Malerin, bevor sie anfing zu schreiben. Die Farben Südamerikas haben sie schon immer besonders fasziniert, und sie liebt es, ganz in ihre Geschichten und Bilder einzutauchen und so fremde, exotische Welten erleben zu können.

Inhalt:
Ende des 19. Jahrhunderts muß die junge Amely auf Wunsch ihres Vaters von Berlin in das Amazonasgebiet reisen, um dort den reichen Kautschukbaron Kilian zu heiraten. Da sich dies nicht ändern läßt, versucht sie das Beste daraus zu machen. Doch so sehr sie das Land lieben lernt, ihren Mann dagegen lernt sie zu hassen. Doch als sie durch ein dramatisches Erlebnis den Indianer Aymaho kennenlernt, lernt sie erst, was wahre Liebe ist. Doch es ist nicht nur Kilian, der ihrer Liebe im Weg steht. Aymaho hat auch noch ein Geheimnis, was alles erschwert.

Meine Meinung:
Ich bin nicht wirklich sicher, wie meine Meinung über dieses Buch ist. Der Schreibstil der Autorin hat mich große Teile des Buches festhalten können. Er ist sehr bildreich und ermöglicht einem, ziemlich genaue Bilder von dem Land, der Vegetation und den Menschen machen zu können. Die Geschichte, die die Autorin hier beschreibt ist ebenfalls eine sehr schöne und hat mich teilweise auch in ihren Bann ziehen können.

Schwierig fand ich einige langatmige Abschnitte, bei denen ich mich manchmal fragte, ob sie das Buch einfach nur verlängern sollten, oder ob mich einfach persönlich dieser Teil nicht so ansprach. Und genau so schwierig fand ich es, mir die vielen indianischen Namen zu merken, wer nun zu wem gehört. Das liegt aber wahrscheinlich daran, daß einem solche Namen nicht geläufig sind. Genau so störte es mich, so viele Worte in der einheimischen Sprache lesen zu müssen. Sicher, es gehört in das Land und gerade auch in den Dschungel, von dem hier viel die Rede ist. Aber ich persönlich finde es etwas ermüdend.

Etwas irritiert hat es mich auch, daß die Autorin schon mal 2 Monate in der Geschichte zurückspringt. Und das nicht nur einmal. Einfach um einen anderen Handlungsstrang zu erzählen. Dies wird auch durch die Kapitalüberschriften verdeutlicht. Aber im nächsten Kapitel laufen die Stränge dann auf einmal wieder in der vorherigen Gegenwart. Das fand ich etwas verwirrend.

Trotzdem im Großen und Ganzen gesehen, war es ein schönes Buch, das ich auch bis zum Ende lesen mußte. Ich mußte einfach erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Und mir persönlich hat das Ende sehr gut gefallen und mich wieder für einiges entschädigt.

Was ich zusätzlich noch betonen möchte ist, daß ich finde, daß die Buchgestaltung wirklich wundervoll gelungen ist. Die Schnittkanten an allen drei Seiten zieren grüne Ranken und auch vorne drauf ist ein Stück schwarze Ranke zu sehen - die sogar verschmiert aussieht, das soll aber wohl so sein. Innen im Cover geht die Landschaft von der Vorderseite weiter und am Ende des Buches findet sich im Innencover sogar eine Karte wieder. Sehr schade, daß ich diese erst am Ende des Buches entdeckt habe.

Fazit: Ein netter historischer Roman, der einen in die Tiefen des Amazonas führt. Ein paar weniger Seiten hätten dem Buch vielleicht gut getan. Dennoch läßt es sich gut lesen!

Ich bedanke mich noch einmal bei der Autorin, die mir dieses Buch zukommen ließ! Es wird sicher nicht mein letztes Buch von ihr sein, sofern sie ein weiteres Buch herausbringen wird.

Meine Wertung:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen