Dienstag, 25. Oktober 2011

[Rezension] Megan Crewe - Der Geist an meiner Seite

Oetinger
ISBN: 9783841501073
299 Seiten - Taschenbuch

Die Autorin:
Megan Crewe wurde 1980 in Toronto, Kanada, geboren und lebt dort mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen. Sie unterrichtet Kinder und Teenager mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ihre Kurzgeschichten sind in Anthologien und Zeitschriften wie "Brutarian Quarterly" und "On Spec" erschienen.

Inhalt:
Cassie hat es nicht einfach. Denn seit ihre Schwester vor vier Jahren verstarb, sieht sie Geister. Wie den von ihrer Schwester, mit dem sie sich ständig beschäftigen muß, da sie sonst niemand sieht. Aber auch an ihrer Schule sind Geister, die nur sie sieht. Dort hat sie ebenfalls einen schweren Stand, denn seit Jahren macht ihr ihre ehemals beste Freundin mit Hetzkampagnen das Leben schwer. Doch Cassie hat einen Weg gefunden, sich zu rächen. Durch die Hilfe der Geister weiß sie vieles über ihre Mitschüler, das sie eigentlich nicht wissen darf. Und so wird sie von allen gehaßt. Cassie weiß nicht, wie sie aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen kann, bis eines Tages der Schulsprecher Tim um ihre Hilfe bittet.

Meine Meinung:
Hmm, naja, sag ich mal. Die Idee des Buches an sich finde ich gar nicht mal schlecht. Allerdings ist mir Cassie doch etwas auf den Geist gegangen mit ihrer Verschlossenheit, ihrem Selbstmitleid daß keiner sie mag, ihrem Mißtrauen. Auf der einen Seite ist dies bestimmt gar nicht so abwegig, wenn man die Situation betrachtet, in der sich Cassie befindet. Andererseits wird es einem schwer gemacht, so eine Person wirklich zu mögen und damit auch ans Buch gefesselt zu sein.

Mit seinen 299 Seiten ist das Buch nicht wirklich dick, aber es hätte definitiv auch nicht dicker sein dürfen, dann hätte ich wohl aufgegeben. Es ist nicht richtig schlecht, aber es packt einen einfach nicht, fesselt nicht.

Die Abneigung gegen Cassie wird durch Tim eigentlich noch erhöht. Denn auch ihn würde ich nicht grad zu meinen Lieblings-Protagonisten zählen. Auch er neigt zum absoluten Selbstmitleid, will sich eigentlich gar nicht helfen lassen und flüchtet sich zudem noch in schlimmeres, was ich hier aber nicht weiter ausführen möchte, um nicht zuviel zu verraten.

Letztendlich hab ich die Geschichte auch zu Ende gelesen, das gehörte irgendwie dazu. Doch muß ich feststellen, daß es kein Buch ist, was ich jemals wieder lesen würde.

Fazit: Nette Idee, etwas langatmig umgesetzt. Die Protagonisten sind ziemlich depressiv und baden im Selbstmitleid.

Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Hmm. Klingt ja nicht gerade nach einer Lektüre, die die Laune hebt. Jetzt haben erstmal andere Bücher vortritt in meiner Wunschliste. Gelungene Rezension.

    Liebe Grüße, Diti

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  2. Das Buch hab ich neulich auch näher betrachtet. Aber nach der Rezi fällt es für mich eher raus.

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  3. Oh schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat,schnüff.

    vlg misa

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