Montag, 18. Juli 2011

[Rezension] Susan Beth Pfeffer - Die Welt wie wir sie kannten

Carlsen
ISBN: 978-3-551582188
412 Seiten - gebundene Ausgabe


Die Autorin:

Susan Beth Pfeffer wollte schon in der ersten Klasse Schriftstellerin werden und ist sehr glücklich, daß es geklappt hat. Die Welt, wie wir sie kannten erscheint als erstes ihrer Bücher auf Deutsch. Susan Beth Pfeffer liebt Eislaufen, Kino und ungesundes Essen. Sie lebt mit ihren beiden Katzen Emily und Alexander in Middletown, New York.


Inhalt:

Eigentlich sollte es eine interessante Beobachtung werden. Ein Meteorit schlägt in den Mond ein. Miranda, ihre Mutter, ihre beiden Brüder und eine liebe Freundin beobachten zusammen dieses Schauspiel. Doch was als harmlos eingestuft war, wächst sich zur größten Katastrophe aus. Der Meteorit verschiebt den Mond in Richtung Erde und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche sind die Folgen. Es gibt keine Waren mehr in den Supermärkten und der Strom fällt immer öfter und länger aus. Miranda beginnt ein Tagebuch zu schreiben und läßt uns an ihrem Leben in diesen Zeiten teilnehmen.


Meine Meinung:

Das Buch packt einen fast von Beginn an. Obwohl es so viel Schrecken und Trostlosigkeit verbreitet, ist man gefangen im Leben der Familie von Miranda. Ich fand die Vorstellung der Vorgänge so absolut deprimierend, und doch so leicht möglich. Wie oft schwirren Meteoriten durch die Gegend und wie leicht könnten sie tatsächlich den Mond einfach so ein bißchen näher an uns heranrücken. Und obwohl wir doch wissen, wie sehr der Mond die Dinge auf der Erde beeinflußt, denken wir doch nie darüber nach, was es wirklich bewirken würde, wenn er nicht mehr an dem jetztigen Platz wäre. Wieviele Dinge, die für uns in der heutigen Zeit selbstverständlich sind, wir nicht mehr hätten und wie schwer es ist, ohne diese Dinge zu überleben.

Ich mochte Miranda von Beginn an. Ihre Art etwas nüchtern, die Vorgänge in ihrem Tagebuch zu schildern, zogen mich in ihren Bann. Sie selbst wußte eigentlich nicht mal, warum sie sich die Mühe machte, all diese Vorgänge niederzuschreiben, und doch hielt sie es für wichtig und sinnvoll. Auch hätte ich nie gedacht, daß es Spaß machen kann, ein ganzes Buch zu lesen, das in Tagebuchform geführt wird. Doch die Schreibweise der Autorin ist so toll, daß man es eigentlich total vergißt im Laufe der Zeit. Man taucht immer mehr in das Leben von Mirandas Familie ein, erlebt gemeinsam mit ihnen die Höhen und Tiefen und ist eigentlich immer froh, wenn man wieder einmal den Blick vom Buch hochhebt und sieht, daß die Welt wie wir sie kennen noch so ist, wie sie sein sollte. Um sich gleich darauf wieder darin zu verlieren, wie es auch sein könnte. Um zu erleben, wie man aus Kleinigkeiten Hoffnung schöpfen kann, wie man über winzige glückliche Momente wieder Kraft schöpfen kann.

Und obwohl der Inhalt des Buches eigentlich deprimierend sein sollte, ist es das doch auch wieder nicht. Denn es vermittelt einem auf eine wundervolle Art, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und Ausdauer gerade in solchen Zeiten ist.

Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen, man sollte es wirklich lesen um wieder zu erkennen, wie leicht doch alles veränderbar ist.


Fazit: Ein Buch über die Veränderung der Welt, das unter die Haut geht. Absolut empfehlenswert!

Meine Wertung:

Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Ich war auch richtig begeistert von dem Buch! <3 Ich habe das echt an einem Tag gelesen und das soll bei mir schon was heißen! ;-) Der 2.Teil ist auch toll, aber den 1. fande ich besser. :D

    Liebe Grüße, Debbie

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  2. Das Buch steht schon auf meiner Wunschliste.

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  3. Mir hat das Buch auch so toll gefallen. Teil 2 werde ich auch demnächst lesen.
    LG
    Anja

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  4. Ui, das ist auch wieder was für mich. Wirklich tolle Rezi

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