Sonntag, 5. Juni 2011

[Rezension] Lena Avanzini - Tod in Innsbruck

emons:
ISBN: 978-3-89705-840-8
254 Seiten - Taschenbuch


Die Autorin:
Lebt als Autorin und Musikerin in der Nähe von Innsbruck. Sie liest und schreibt gern spannende Geschichten. Tod in Innsbruck ist ihr erster Kriminalroman.

Der Inhalt:
Vera studiert im 4. Semester Medizin, als sie vom Tod ihrer 16-jährigen Schwester erfährt. Beladen mit Schuldgefühlen, sich nicht genügend gekümmert zu haben, fährt sie nach Innsbruck um ihrer Schwester beim letzten Weg geleit zu geben. Doch einmal dort, will sie nicht wieder weg. Sie muß herausfinden, was ihre Schwester so gequält hat und schließlich zu derem Tod führte. Und schon bald ist sie gefangen in einem Strudel von Verdächtigen. Wer steckt dahinter? Als dann noch schreckliche Morde begangen werden und Vera auf Kripochef Heisenberg trifft, gerät sie selbst in Gefahr.

Meine Meinung:
Das Buch wird aus unterschiedlichen Ansichten geschrieben. Zum einen erleben wir Vera, eine junge Studentin, die vom Tode ihrer jüngeren Schwester überrascht wird. Wir begleiten sie auf ihrem Weg, den Schuldigen für den Tod ihrer Schwester zu finden und treffen dabei auf eine Anzahl von unterschiedlichen Charaktären. Zum einen Robert, einen Arzt, dem Vera näher kommt, den sie aber trotzdem auf Abstand hält. Dann auf Künstler der unterschiedlichsten Genre wie Jazzmusiker, Maler und hochbegabte Kinder.

Und dann gibt es da eine weitere Geschichte, die erzählt wird. In der Ich-Form. Wir wissen nicht, wer diese Person ist. Anfangs ist es leicht verwirrend, weil es so völlig ohne Zusammenhang mit dem Buch steht. Doch gerade das bringt die Spannung. Denn nach und nach steigern sich die Erzählungen, werden älter, werden detaillierter und man beginnt zu erahnen, um wen es sich dabei handelt. Ich gebe zu, bei manchen der Erzählungen - gerade am Anfang im Keller - ist mir wirklich eine Gänsehaut über die Arme gelaufen. Ich bin sowieso nicht der Freund von dunklen Kellern, aber hier zeigt sich wieder einmal, daß ich damit nicht allein bin.

Die Geschichte gewinnt im Laufe des Buches immer mehr an Spannung, die beiden parallelen Erzählungen rücken immer näher zusammen. Man ist sich sicher, den Täter zu kennen, wird geschickt auf eine Spur geleitet - und liegt dann doch wieder falsch. Und so wendet man sich dem nächsten zu, wieder dirigiert und wieder ist es doch nicht die richtige. Das fand ich wirklich klasse. Ich wäre bis ziemlich zum Ende nicht darauf gekommen, wer der Täter war. So etwas mag ich. Es war nicht vorhersehbar und trotzdem sehr logisch.

Ich hatte von der Autorin bislang noch nichts gehört oder gelesen und bin absolut positiv überrascht. Ich würde ohne zu zögern jederzeit wieder zu einem Buch von ihr greifen.

Was mich doch sehr schmunzeln lies, war im Laufe der Geschichte ein Vergleich, daß es zugeht wie in einem Roman von Sebastian Fitzek. Näher kann ich darauf nicht eingehen, um nichts zu verraten, aber das gefiel mir wirklich gut!

Fazit: Ein genialer Krimi. Den ich fast schon zu den Thrillern zählen möchte. Die Spannung ergreift einen ziemlich schnell, die Ereignisse überstürzen sich und es kommt immer wieder zu Momenten die einem zeigen, daß man mal wieder auf der falschen Fährte war.

Und so vergebe ich:

Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich bei der Autorin Lena Avanzini für das Buch und das tolle Magnet-Lesezeichen!

Kommentare:

  1. Danke! Ja eine Rezi vor Ende mache ich sehr selten aber hier hatte ich einfach das Bedürfnis eine zu schreiben bevor ich zu viel verrate oder sie einfach zuuuuuuu lang wird. LG Jessi

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  2. Klasse Rezi. Hört sich wieder nach einem total spannenden Buch an. Ich mag es ja immer gerne, wenn aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und das am Ende dann zusammenkommt.

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  3. Dieses Buch klingt ja sehr spannend und vielversprechend. VOn dieser Autorin habe ich noch gar nichts gehört, aber das muss ja auch nichts heißen.

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  4. Hallo,
    ich hab dir zwei Awards verliehen! ;)

    http://cleesbuecherwelt.wordpress.com/2011/06/05/zwei-neue-awards/

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