Montag, 13. Juni 2011

[Rezension] Beth Fantaskey - Der Vampir, den ich liebte

Arena
ISBN: 978-3-401-06150-4
434 Seiten - Taschenbuch


Die Autorin:
Lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Pennsylvania. Sie studierte Journalismus und unterrichtet heue an der Universität. Mit Texten kennt sie sich bestens aus: Von Reden über Zeitungsartikel bis hin zu Kurzgeschichten hat sie schon alles verfaßt. "Der Vampir, den ich liebte" ist ihr erster Roman.

Inhalt:
Jessica ist ein typischer amerikanischer Teenager, sie geht zur Highschool, ist verliebt in Jake und hat Freunde. Doch dann taucht Lucius auf und behauptet, sie wäre eine Vampirprinzessin und er ihr Verlobter und es wäre Zeit, den bei ihrer Geburt geschlossenen Pakt zu erfüllen. Jessica schwankt lange Zeit zwischen Unglauben und Unbehagen. Sie hält Lucius für verwirrt, Vampire, so etwas gibt es doch gar nicht. Auch ihre Eltern, die seine Geschichte unterstützen, können Jess nicht überzeugen. Und Lucius mit seiner arroganten, selbstherrlichen Art geht ihr mächtig auf den Geist. Daß er sich auch noch auf der Farm ihrer Eltern breitgemacht hat, ärgert sie am meisten. Doch als sich Lucius dann der eingebildeten Faith zuwendet, scheint dies auch nicht richtig zu sein. Doch nicht nur von diesem biestigen Mädchen scheint eine Gefahr auszugehen, sondern auch von Lucius Familie.

Meine Meinung:
Dieses Buch bringt einen nicht in große Aufregung, es herrscht keine ununterbrochene Spannung, man klammert sich nicht Seite für Seite mit Herzklopfen an ihm fest, es nimmt einen nicht den Atem. Und doch mag man es einfach nicht aus der Hand legen.

Es ist ein bißchen wie Entspannung. Der Schreibstil ist leicht, läßt einen dahintreiben, man verfolgt aufmerksam Seite für Seite, wie es fortschreitet. Ich war gebannt, wie sich die Charaktäre von Jess und Lucius im Laufe des Buches wandelten, veränderten. Und genau aus diesen Gründen ließ mich das Buch nicht los, packte mich, saugte mich ein. Es hat so eine leichte und doch so eine eindringliche Art. Ohne unterbrechen zu wollen verfolgt man die Kämpfe zwischen Jess und Lucius, den Kampf sein Leben so weiterzuführen wie es war, keine Veränderung zu wollen, ja nicht mal an sie glauben zu können. Während Jess fassungslos über die Geschichten ist, die Lucius ihr auftischt, kann Lucius es seinerseits kaum glauben, was er da kennenlernt. Dieser amerikanische Teenie der den Clan der Dagomirs anführen soll? Die sich verspotten läßt, die unsicher ist und meint einen Bauern zu lieben.

Ich habe einige Male herzlich schmunzeln können über Lucius Empörung über Jess. Und auch Jess steht keinen Schritt dahinter in ihrer Art, wie ihr Lucius auf die Nerven geht. Und trotz allem meint man zu spüren, wie sehr diese beiden Menschen eigentlich zusammengehören, auch wenn beide dies nicht erkennen. Doch wie es scheint, scheinen hier viel zu viele Gründe gegen eine Vereinigung zu sprechen und so kommt es, wie es kommen muß, als sich Lucius von Jess abwendet.

Witzig fand ich an diesem Buch, daß alle "untypischen" Handlungen der Vampire so selbstverständlich, ohne jede Erklärung geschildert wurden. Sie stolzieren im Sonnenlicht, Essen und scheinen kein bißchen blutrünstig zu sein. Das war irgendwie mal eine angenehme Art über Vampire zu lesen, ohne lange Erklärungen, warum das hier grad mal wieder so ist und nicht anders :)

Dies Buch ist der Debütroman der Autorin, doch ich kann nur hoffen, daß es nicht ihr letzter war!

Fazit: Ein wirklich wunderschönes Buch wie ich finde. Mit viel Gefühl, und trotzdem nicht kitschig oder übertrieben. Es nistet sich beim Lesen in einen ein und verbreitet ein Empfinden, das man nicht missen möchte. Ich kann es nur empfehlen!

Meine Wertung:


Kommentare:

  1. Auf das Buch kann ich mich auch noch freuen, liegt auf meinem SUB.

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  2. Das Buch ist echt klasse. Es wird auch einen zweiten Teil geben.

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