Samstag, 26. Februar 2011

[Rezension] Darren Shan - Dämonicon 1: Das Erwachen



Darren Shan - Dämonicon 1: Das Erwachen

PAN Verlag
ISBN: 978-3-426-28354-7
520 Seiten - Taschenbuch





Der Autor:
Darren Shan ist das Pseudonym des Schriftstellers Darren O'Shaughnessy, der 1972 in London geboren wurde. 1978 zog seine Familie nach Limerick in Irland, doch seinen Londoner Akzent hat er nie verloren. Darren studierte Soziologie und Englisch und arbeitete danach einige Jahre für eine Fernsehfirma, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Der Mitternachtszirkus, erster Band einer zwölfbändigen Vamirserie (die bei PAN in vier Sammelbänden vorliegt), machte Darren Shan über Nacht berühmt und wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt. Die Serie verkaufte sich weltweit bereits über zwölf Millionen Mal. Wenn Darren Shan nicht gerade an neuen Projekten arbeitet, genießt er seine umfassende Filmsammlung, lange Spaziergänge, Fußball und Reisen.

Inhalt:
In Dämonicon 1 sind direkt 2 Teile vereint. Fürst der Schatten und Höllenkind.

Das Buch beginnt mit Fürst der Schatten. Hierin lernt Ihr Grubbs kennen. Seine Familie wird von Dämonen ausgelöscht und er zieht nach längerer Zeit in Therapie zu seinem Onkel. Doch damit ist das Böse nicht beendet, vielmehr begegnet es ihm hier wieder in noch viel geballterer Form. Und er nimmt den Kampf gegen das Böse auf um seinen Onkel und weitere Leben zu retten.

Das zweite Buch ist Höllenkind. Hier trefft Ihr nun auf Kernel. Einen Teenager, der mit Lichtern spielt, die außer ihm keiner sehen kann. Und genau das wird für ihn zur Gefahr, denn mit diesen Lichtern öffnet er Fenster zur Dämonenwelt. In diese begibt er sich letztendlich, um seinen kleinen entführten Bruder zu retten.

Meine Meinung:
Die zwei Bücher sind der Auftakt zu einer Reihe. Und somit bin ich davon ausgegangen, daß sie auch eine Art Fortsetzung darstellen. Jedoch weit gefehlt. Zwar haben sie entfernt miteinander zu tun, denn beide spielen in der gleichen Dämonenwelt, die realen Charaktäre aber haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Auch wenn wir in beiden Büchern auf eine gleiche Person - Derwish - treffen.

Was mich dabei verwirrt hat war, daß das zweite Buch - zumindest hat es den Anschein - vor dem ersten spielt. Denn wir treffen Derwish in einer jüngeren Ausgabe als im ersten Buch. Ansonsten haben die beiden Hauptprotagonisten Grubbs und Kernel eigentlich gar nichts mit einander zu tun, außer daß sie Derwish kennen. Würde Derwish die Hauptrolle in den Teilen spielen, wäre es wohl weniger verwirrend gewesen.

Beide Bücher sind, wie ich finde, ziemlich blutig und unappetitlich. Hauptinhalt beider Bücher ist der Kampf gegen Dämonen - in beiden Büchern treffen wir dieselben aber auch unterschiedliche Dämonen an.

Ich fand den Anfang des ersten Buches irgendwie sehr mühselig. Es stieg sofort mit einem unsäglichen Gemetzel bis ins kleinste Detail an und zog sich dann etwas. Dann tauchten weitere Darsteller auf mit unterschiedlichen Hintergründen. Ich möchte jetzt nicht zuviel verraten, um nicht alle Spannung wegzunehmen, jedoch fand ich manche Zusammenhänge wie zufällig gewürfelt, Fremde wurden plötzlich zu Verwandten, für die man sich bis zum Tod einsetzte und mir fehlte da ein bißchen die Realität. Allerdings sucht man diese in den Büchern eigentlich auch vergeblich. Reine Fantasy-Gebilde. Und das genau machte es mir so schwer, einen Zugang dazu zu finden, da mir Bücher lieber sind, die immer noch ein bißchen Bezug zur Realtität haben. Und so kam es auf der Cover-Beschreibung eigentlich auch rüber. Das erste Buch endete für meinen Geschmack dann am Ende auch ein bißchen zu hektisch, allerdings machte ich mir darüber noch keine Gedanken, weil ich der Meinung war, nun den zweiten Teil lesen zu können.

Das allerdings war ein Trugschluß. Die Geschichte fängt völlig unabhängig an. Und obwohl sie ja eigentlich in der Realität spielt, wird der Hauptprotagonist geschildert mit einer von jeher bestehenden Glatze, was ich jetzt doch ein bißchen realitätsfremd fand (auch wenn es so etwas krankheitsbedingt gibt, hier war zu keinem Zeitpunkt davon die Rede). Auch er stolpert dann in die Dämonenwelt hinein, erst für kurze Zeit, an die er sich nicht erinnern kann und dann für längere Zeit, wo er dann seinen entführten Bruder sucht. Hier begegnet er dann Derwish, der im Gegensatz zum ersten Teil viel jünger ist und scheinbar in der Dämonenwelt "zu Hause" ist, als eine Art Jäger. Im Verlauf dieser Geschichte wiederum ist am Ende alles nicht mehr so, wie es anfänglich begonnen hat. Auch die ganze Schilderung der Geschichte hat mich persönlich jetzt nicht wirklich gefesselt. Auch hier tobt wieder ein ziemlich blutiger und unappetitlicher Kampf.

Nun am Ende beider Bücher kann ich nur vermuten, daß die Jäger eigentlich die Hauptpersonen aller Teile darstellen und ihre Findung das eigentliche Hauptthema ist. Aber das ist nur eine Vermutung, denn es wird noch mehrere weitere Teile geben. Ich persönlich bin sicher, diese Serie hier an dieser Stelle zu beenden.

Ich weiß es gibt Blogger, die fanden dieses Buch sehr gut (es ist eine Neuauflage und die Einzelbücher gibt es schon länger) und so zeigt sich mir wieder einmal, wie unterschiedlich Geschmäcker sind. Ich glaube, ich stehe einfach mehr auf die netten Vampire, Werwölfe oder ähnliche Wesen - sogenannte Weichspül-Monster. Und somit ist diese Buchrichtung wohl weniger mein Fall. Aber ich denke, hier sollte sich wohl jeder selbst ein Urteil drüber bilden.

Ich bedanke mich jedenfalls noch einmal ganz herzlich beim Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches!


1 Kommentar:

  1. Habe bisher alle erschienenen Teile gelesen und kann daher sagen, dass es sich alles aufklärt und dann auch gar nicht mehr so wirr erscheint. Alle Protagonisten werden zusammengeführt & es wird spannend.

    Aber die Reihe "Darren Shan" finde ich tzd. wesentlich besser und ich kann sie dir nur empfehlen. Ich habe die 12 Bücher in 5 Tagen verschlungen gehabt und bis heute auch immer wieder mal gelesen. Lohnt sich aufjedenfall mehr als "Dämonicon".

    Lg
    Jessy :)

    AntwortenLöschen