Samstag, 29. Januar 2011

[Rezension] Ute Wegmann - Sommer war gestern

Ute Wegmann - Sommer war gestern - Reihe Hanser

dtv
ISBN: 978-3-423-62468-8

363 Seiten - Taschenbuch



Inhalt:
Kati und Ela sind "beste Freundinnen". Sie lieben Mode und träumen davon, selbst welche zu entwerfen. Und sie wollen aus ihrem Heimatkaff verschwinden. Aber die Mädchen sind erst 15 und so müssen sie noch einige Zeit warten, bis sie ihre Träume erfüllen können.

Während Katis Eltern in einer eigenen Welt leben und Kati dadurch ziemlich viele Freiheiten genießt, sind Elas Eltern recht streng und erlauben ihrer Tochter vieles nicht. Dadurch rebelliert Ela gern und macht heimliche Unternehmungen wie Auto fahren. An Autos heranzukommen ist für sie nicht schwer. Ihre Eltern haben eine Speditionsfirma und die Fahrer der LKWs lassen die Woche über ihre Autos und somit auch die Schlüssel in der Spedition.

Eigentlich läuft alles prima, bis Anouk auftaucht - und Kati ziemlich schnell mit ihr Freundschaft schließt. Das läßt Ela eifersüchtig und wütend werden. Zumal sich dann auch noch heraus stellt, daß Elas neuster Schwarm Lars Anouks Bruder ist.

Und während Katie immer mehr mit Anouk unternimmt, schließt Ela - getarnt als Junge - Freundschaften mit Jungen, die illegal Autorennen fahren.

Meine Meinung:

Ein sehr interessantes Buch, das größtenteils auch Realität wiederspiegelt. Die Rebellion einer vermeintlich unterdrückten Jugendlichen im Vergleich zu einem Mädchen, das viele Freiheiten genießt, dadurch aber eher verantwortungsbewußt und vorsichtig ist. Der Zusammenhalt der beiden Mädchen, trotz der Wege, die sich langsam voneinander trennen.

Mir hat in diesem Buch vor allem Kati gut gefallen, deren Persönlichkeit weit aus stabiler scheint als die von Ela. Und trotzdem hatte auch Ela meine Symphatien, denn sie wirkte oft orientierungslos in ihrem Weg und man hatte das Gefühl, ihr helfen zu wollen.

Ein paar Stellen fand ich dann aber irgendwie auch unglaubwürdig. Eltern die verlangen, daß die 15-jährige um 21.00 Uhr zu Hause ist, reden auf der anderen Seite über Anti-Baby-Pillen ohne großartige Einwände zu bringen. Eine Großmutter, die als leicht verwirrt geschildert wird, dann aber völlig klar geschildert wird. Große Lieben, die nach 2 Tagen schon wieder beendet werden. Aber auf der anderen Seite - warum nicht. Vielleicht ist genau das das Leben.

Ute Wegmann hat einen schönen flüssigen Erzählstil, der es leicht macht, dem Buch zu folgen. Ich bin sicher, daß dies nicht das letzte Buch ist, das ich von ihr gelesen habe.

Und auch hier habe ich einen Satz, der mir sehr gut gefallen hat und mich zum schmunzeln brachte:

"Elisabeth, Menschen, die nicht verlieren können, sind die größten Verlierer auf der ganzen Welt und die blödsten Spielpartner noch dazu"

Vielen Dank noch einmal an den der mir dies Buch zur Rezension zur Verfügung stellte!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen