Montag, 23. Mai 2016

[Rezension] Caroline Messingfeld - Pfote fürs Leben

Taschenbuch (19.1.16): KLICK - 9,99 € - 172 Seiten
ebook: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: ab 14 lt. Autor
Genre: Katzen(Krimi)

Die Autorin:
Caroline Mesingfeld absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und mehrere Studiengänge. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Liebesgeschichten.













Inhalt:
Snowbell ist ein junger Kater, der von der Nelly in ihr gemütliches Heim gebracht wird. Dort wächst er langsam zu einem Halbstarken Kater heran, der aus Neugier so manches Abenteuer in Angriff nimmt und nicht selten dabei eins auf die Nase bekommt – sei es wortwörtlich oder manchmal auch nur verbal. Bei seinen Erkundungstouren lernt er sowohl Zwei- als auch Vierbeiner kennen und schafft sich schnell neue Freunde. Langweilig wird es mit ihm nie.

Meine Meinung:
Es ist eine nette kleine Geschichte, die das Heranwachsen eines Katers aus seiner Perspektive erzählt. Ich fand es sehr kurzweilig und unterhaltsam, wenn auch ein wenig vorhersehbar. Das allerdings ist ja kein Nachteil.

Es gab viele Szenen, die ich sehr nett fand und einige, die mich auch zum schmunzeln brachten. Auch wenn ich selbst keine Katzen habe, so weiß auch ich, was Katzen teilweise ein arrogantes Gehabe zu Tage legen und genau das konnte man hier sehr oft erleben. Sowohl Snowbell als auch Bluebell stehen nicht selten über den Dingen und schauen leicht abschätzig auf das herab, was die Zweibeiner so tun oder von sich geben. Eigentlich gefiel mir dieser Aspekt des Buches gut. Wenn er – in meinen Augen – auch leider ab und zu mal durch Kraftausdrücke herabgesetzt wurde. Irgendwie passten diese beiden Teile so überhaupt nicht zusammen und mir hätte es besser gefallen, hätte man auf sie verzichtet.

Es wurde auch versucht, ein klein bisschen Krimi in die Geschichte zu hauchen, was ich auch ganz schön fand. Es war nett zu erleben, wie Snowbell versuchte, hinter die Geschichte zu kommen. Für mich hätte das ganze vielleicht ein wenig ausführlicher ausfallen können, um mehr Spannung hinein zu bringen, aber so blieb es passend zur Geschichte – leicht und locker zu lesen.

Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der Zweibeiner wurden nicht vergessen. Auch hier brachte es mich stellenweise zum grinsen und ich dachte .. wie oft schon habe ich gedacht, was würden die Tiere bloß denken bei dem Verhalten der Menschen … hier konnte man es aus Snowbells Sicht lesen und ich denke, das war schon ziemlich treffend. Warm geworden bin ich mit den Zweibeinern nicht wirklich, aber ich denke, das war auch nicht der Sinn der Geschichte.

Fazit:
Eine nette Geschichte für eine kurzweilige Unterhaltung zwischendurch. Die Katzensicht brachte mich immer mal wieder zum Schmunzeln und durch die verschiedenen Inhalte war das Buch recht abwechslungsreich. Wer Katzen mag, dem wird dies sicherlich sehr gut gefallen.  Ich würde dem Buch eine 3.5 geben - da es das nicht gibt, musste ich auf 3 abrunden, da mir 4 zu viel sind.

Wertung:






Montag, 16. Mai 2016

[Rezension] Michael E. Vieten - Das Eisrosenkind

Fall 2 von Christine Bernard - unabhängig lesbar!

Verlag: Abacus

Taschenbuch (7.3.16): KLICK - 12,90 € - 304 Seiten
ebook: KLICK - 5,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Krimi

Der Autor:
Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Hat danach den Großteil seines Lebens im Norden Deutschlands verbracht. Lebt und arbeitet heute im Hunsrück mit Blick auf den Hochwald. Gelernter Hotelkaufmann, später Wechsel in die IT-Branche. Gründete 2002 einen Internet-Versandhandel, den er 2011 verkauft, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind.  Schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit.




Inhalt:
Eigentlich will sich die Kommissarin Christine Bernard einen schönen Abend bei dem Konzert ihres Freundes machen, als ein Anruf ihres Kollegen ihr Erscheinen an einem Tatort unumgänglich macht. Christine ist wenig begeistert, dass das bisschen Freizeit nun auch noch gestört wird, doch das Verschwinden eines achtjährigen Mädchens hat Vorrang. Als kurz darauf die Leiche eines Kindes gefunden wird, scheint der Fall abgeschlossen. Doch bald schon wird klar, dass dies erst der Anfang und nicht das Ende ist, denn als die Identität des Kindes feststeht, glaubt Christine ihren Augen nicht zu trauen.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der zweite Fall der wirklich sympathischen Kommissarin. Und obwohl ich den ersten nicht las, macht das überhaupt nichts aus. Auch wenn man hin und wieder etwas aus Christines Privatleben mitbekommt, so spielt dies eine eher untergeordnete Rolle. Hier geht es weniger um zwischenmenschliches, als um den Fall an sich. Und der war für wirklich spannend und gut erzählt.

Am Anfang rätselt man wirklich, wo einen die Geschichte hinbringen will. Und schnell muss man erkennen, dass erste Vermutungen sich nicht bestätigten, sondern etwas ganz anderes folgte. Da man sehr lange rätselt, was hier geschieht und warum und wie die ganzen Beteiligten überhaupt damit im Zusammenhang stehen, verfliegt das Buch sehr schnell. Obwohl das Verbrechen sicherlich nicht schön ist, schafft es der Autor aber ohne allzuviel Gewalt auszukommen. Ich persönlich mach das spannende ja viel lieber, als wenn es nur um blutiges Gemetzel geht – aber   genau so sollte es ja bei einem Krimi auch sein.

Christine ist eine Protagonistin, die sehr angenehm ist. Sie wirkt sehr menschlich mit ihren Regungen und Überlegungen. Jedoch musste ich feststellen, dass man ihr als Leser auch nicht richtig nah kommt. Man ist mehr stiller Beobachter – was wohl auch daran liegt, dass das Buch nicht aus der Sicht von Christine geschrieben ist. Aber auch die engsten Kollegen lernt man nur flüchtig kennen. Eigentlich mag ich es ja lieber, wenn etwas mehr persönliches, zwischenmenschliches enthalten ist. Jedoch tut es der Geschichte hier ganz klar keinen Abbruch und wer so etwas bevorzugt, der wird hier sicherlich sehr gut unterhalten werden.

Fazit:
Ein für mich spannendes Buch, das sich leicht und schnell lesen ließ. Auch wenn es der zweite Fall der Kommissarin war, kann man dieses Buch gut auch ohne den vorherigen Band lesen – so wie ich es auch tat. Die Geschichte geht vorrangig um das Verbrechen, wenig um persönliches und zwischenmenschliches und ist in meinen Augen angenehm wenig blutrünstig.


Meine Wertung: 




Freitag, 13. Mai 2016

[Rezension] Claudia Balzer - Flying Hearts

Verlag: Forever

ebook (12.2.2016): KLICK - 3,99 € - 356 Seiten
Altersempfehlung: ? - Ab 16 Jahren 
Genre: Romance

Die Autorin:
Claudia Balzer, Jahrgang 1987, wuchs vor den Toren Dresdens auf, wo sie noch heute mit Mann, Kind und zwei Katzen lebt. Schon im zarten Alter von fünfzehn Jahren hat sie sich in den Kopf gesetzt, ein Buch zu veröffentlichen, bevor sie dreißig wird. Gesagt, getan: 2014 erschien ihr erster Roman, "Rückkehr ins Nimmerland", nun folgt mit "Burn for Love - Brennende Küsse" der Zweite. Dass sie ihr Ziel sogar deutlich vor ihrem dreißigsten Geburtstag erreicht hat, verdankt sie nicht nur einem ausgeprägten Hang zur Nachtaktivität, sondern vor allem ihrem Lieblingsgetränk: Kaffee.




Inhalt:
Olivia ist taff und erfolgreich in ihrem Job. Privat feiert sie am liebsten mit ihrer besten Freundin Jenna und nicht selten trinken die beiden Frauen dabei die Männer reihenweise unter den Tisch. Jung, erfolgreich und schön, das trifft es wohl am besten. Doch kaum einer weiß, wie es in Olivia aussieht. Denn ihr Herz ist aus Eis und sie ist nicht gewillt, es noch einmal schmelzen zu lassen. Viel zu sehr ist sie verletzt worden. Und seitdem vermeidet sie es, in ihr Heimatdorf zurückzukehren, wo die Erinnerungen so greifbar sind. Doch als ihre Schwester heiratet, bleibt ihr nichts anderes übrig. Doch es wird noch schlimmer, als sie befürchtet hatte, denn ausgerechnet mit Alex muss sie nun ein ganzes Wochenende verbringen. Dem Peter Pan ihrer Jugend, der Mann der sie so tief verletzte und dem sie nicht verzeihen kann. Doch Alex hat seine Wendy nie vergessen und verspricht sich alles von diesem Wochenende. Aber Olivias Herz ist zu sehr gebrochen, als dass sie ihm verzeihen könnte und flüchtet bei der ersten Gelegenheit, die sich ihr bietet. Doch das Schicksal scheint anderer Meinung zu sein. Und wieder führen die Wege zusammen …

Meine Meinung:
Es ist das zweite Buch der Autorin, das ich lese. Und ich war skeptisch, ob es mir so gut gefallen würde, da dies hier weit vor dem anderen erschien. Und auch der Untertitel „Rückkehr ins Nimmerland“ stieß mich anfangs etwas zurück, da ich bei so was immer befürchte, dass Geschichten zu sehr ausgereizt werden. Ich hätte mir keine Gedanken machen sollen. Das Buch packte mich sofort am Anfang und ließ mich nicht mehr aus seinen Seiten … und wieder einmal konnte ich nicht eher aufhören, als bis ich am Ende war – viel zu früh nach meinem Geschmack.

Ja, sicherlich. Es ist bestimmt eine Geschichte, die man irgendwie in die „Kitschschublade“ stecken könnte … Herzschmerz. Aber von der schönsten Sorte, wie ich finde. Hier sind große Gefühle und Dramen Hauptgegenstand. Es ist ganz klar, dass damals etwas ganz schlimmes passiert sein musste. Doch was es genau war, das findet man tatsächlich erst fast am Ende heraus. Das verlieh dem Buch eine sehr eigene Spannung, die mir gut gefiel.

Kayla oder auch Wendy ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Ich jedenfalls hätte mir gut vorstellen können, mit ihr befreundet zu sein. Ich mochte ihren Humor, der mich doch immer wieder zum lachen brachte. Doch man merkte unterschwellig auch immer ihre tiefe Verletzlichkeit, und das brachte den Leser dazu, sie am liebsten beschützen zu wollen. Was nicht wirklich notwendig war, denn sie hat in Jenna eine wirklich tolle Freundin, die man nur jedem wünschen kann.
Alex, oder auch Pan genannt .. ja was soll ich sagen … ein Traum von einem Mann. In seiner Art, Optik und seinen Gefühlen. Er versprüht so einen Charme, ein Gefühl der Sicherheit, dass es geradezu aus den Seiten heraussprudelt. Und das ist immer eine tolle Bereicherung eines Buches, wie ich finde.

Aber überhaupt hat die Autorin hier viele, sehr unterschiedliche Charaktere geschaffen, die man alle gerne noch viel näher kennengelernt hätte .. aber wer weiss .. vielleicht gibt es ja irgendwann noch mehr von diesen Personen zu lesen. Ich würde mich freuen.

Fazit:
Es ist wirklich ein leichter Zauber, als hätte Tinkerbell etwas Glitzerstaub über die Seiten verstreut. Ich mochte das Buch jedenfalls nicht aus den Händen legen. Auch wenn es vielleicht als Herzschmerz-Roman rüberkommen könnte, waren es für mich eher die ganz großen Gefühle .. im Guten wie im Schlechten. Es bringt einen zum Lächeln – und das sehr häufig aber auch zum Mitfühlen und Träumen …. So ein Stück Nimmerland und einen Hauch von Pan .. wer möchte das nicht J


Meine Wertung:


Dienstag, 10. Mai 2016

[Rezension] Susanna Ernst - Blessed - Für Dich will ich leben

ACHTUNG: Neuauflage - gleicher Titel und Inhalt wie 2013

Verlag: Knaur
Taschenbuch: KLICK - 12,99 € - 634 Seiten
ebook: KLICK - 5,99 €
Altersempfehlung: ? - ab 14 Jahren
Genre: Romance, Paranormal

Die Autorin:

Susanna Ernst wurde 1980 als Nesthäkchen einer großen Familie in Bonn geboren. Sie wuchs in Frohnhardt bei Oberpleis auf, wo sie mit ihrer Familie auch heute wieder lebt. Seit ihrer Grundschulzeit schreibt Susanna Geschichten. Von ihrem sechzehnten Lebensjahr an leitete sie bis 2012 eine eigene Musicalgruppe, schrieb die Skripte für die Bühnenaufführungen, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!




Vorwort:
Ich war eine der Glücklichen, die dieses Buch schon gelesen haben, während die Autorin noch schrieb. So kam es, dass ich es inzwischen schon dreimal gelesen habe und jedes mal hat es mich wieder gepackt, festgehalten. Hat mich zum Lachen, weinen, zum Luft anhalten gebracht. Danke Susanna, dass Du es beendet und veröffentlicht hast! Genau das hat Noah verdient!

Inhalt:
Es ist noch nicht lange her, dass Emily mit ihrem Vater und Bruder nach LA ziehen musste, damit ihr Vater seinem Job als Regisseur besser nachkommen konnte. Doch wohl fühlt sie sich nicht, sie vermisst ihre Heimat England sehr. Jetzt, nach ein paar Monaten ist sie nicht mehr die Neue und hofft, dass nun andere Dinge im Rampenlicht ihrer Schule stehen. Dieser Wunsch wird ihr auch prompt erfüllt, als das neue Schuljahr anfängt … Die Zwillinge Lucy und Adrian kehren nach langer Zeit wieder zurück und stehen im Mittelpunkt. Doch nicht nur sie, auch Noah. Zu dem sich Emily gegen jede Logik hingezogen fühlt. Denn er ist aggressiv, unberechenbar und wird von jedem gemieden. Doch Emily kommt nicht dagegen an und nähert sich Schritt für Schritt der harten Schale und erhält einen Blick darunter. Doch das, was sie sieht ist fast zu viel, um es zu ertragen. Doch Emily ist schon zu weit gegangen, ein Zurück gibt es nicht mehr. Ein Leben ohne Noah kommt für sie nicht in Frage. Doch Noah sieht dies anders …


Meine Meinung:
Ich schreibe diese Rezension (leider) erst nachdem ich das Buch bereits das dritte Mal gelesen habe. Ich wünschte, ich könnte auf meine ganz ursprünglichen Emotionen zurück greifen, als ich es das erste Mal zugeschlagen habe, denn da waren sie wohl am tiefsten. Denn dieses Buch macht wirklich süchtig. Trotz der vielen Seitenzahlen ist es wie eine Sucht weiterzulesen. Man kann nicht aufhören, will die Hauptpersonen einfach nicht allein lassen. Und das geht mir tatsächlich auch noch nach dem dritten Lesen so … und wieder habe ich es in (fast) einem Rutsch lesen müssen.

Die Geschichte, die sich hier verbirgt ist so vielseitig und so wundervoll, so tragisch, so schmerzvoll, so hoffnungsvoll und romantisch. Sie zeigt einem die tiefen Abgründe der Menschheit, aber auch, was Vertrauen, Zuversicht und Liebe bewerkstelligen können.

Emily ist ein wirklich liebenswerter Charakter. Etwas zurückhaltend, unauffällig. Dennoch auch starrköpfig und hartnäckig. Und auch lustig. Nicht selten musste ich über sie und ihre Gedanken herzhaft lachen. Ihr Hang, ihr Herz auf der Zunge zu tragen, bringt oft die komischsten Situationen mit sich. Sie versteht sich sehr gut mit Kathy, doch wirklich glücklich scheint sie erst im Kreis all ihrer Freunde zu sein. Kein Wunder aber, denn Adrian und Lucy könnten zwar unterschiedlicher nicht sein, bringen aber so wundervolle Eigenschaften mit sich, dass man immer wieder merkt, dass sie Zwillinge sind. Und während Adrian immer wieder Ruhe in Emilys Leben zu bringen scheint, ist Lucy diejenige, die sie mit ihrer quirligen Art immer wieder mitzieht.

Doch Emilys absoluter Anziehungspunkt ist Noah. Egal wie ruppig und böse er anfangs erscheint, irgendwie habe ich ihn spontan und intuitiv in mein Herz geschlossen. Und meine Intuition war genau richtig, denn nach und nach kommt man hinter diese verbitterte Fassade, ist erschrocken und fühlt mit. Es war faszinierend zu erleben, wie sich so viel immer nur um einen Punkt dreht und es trotzdem nie eintönig wird.

Das Buch bringt eine Menge Emotionen mit sich. Und selbst beim dritten Lesen musste ich immer noch lachen, lächeln und weinen .. und nicht selten abwechselnd oder auch schon mal gleichzeitig. Nicht immer muss alles traurig sein, damit einem die Tränen in die Augen schießen. Manchmal ist es auch einfach nur ein Miterleben von schönen Momenten. Und davon gibt es hier genau so viele wie die schlimmen.

Ich mag nicht allzuviel über den Inhalt verraten. Denn der ist etwas, was man definitiv selbst erleben sollte. Sich überraschen lassen sollte von den Wendungen, die es gibt. Doch egal wie, Taschentücher solltet Ihr unbedingt ausreichend zur Verfügung haben. Denn ich bin sicher, Euer Herz wird nicht immer gleichmäßig weiterschlagen.

Fazit:
Der tiefste Fall eines Menschen kann doch nicht so tief sein, dass es nicht auch für ihn irgendwo ein Licht geben mag. Und sei es nur in der Hartnäckigkeit eines Mädchens, das unbedingt hinter die Mauern schauen möchte. Ein Buch, das einen Lachen und Weinen lässt. Dem man atemlos folgt und das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ein Buch voller Emotionen, die unter die Haut gehen, sich ins Herz einschleichen, dort um sich selbst drehen und es sich dann gemütlich machen und einen begleiten bis zum Ende. Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst.

Meine Wertung:




Montag, 9. Mai 2016

[Rezension] April Nicolai - Rescue me

Verlag: feelings

Taschenbuch (8.4.16): KLICK - 12,99 € - 300 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ? - ab 16 Jahre
Genre: Romance

Die Autorin:
April Nicolai wurde 1990 geboren und stellte schon in ihrer Kindheit fest, dass Geschichten der Stoff sind, aus dem Träume gemacht werden. Schon im Alter von sieben Jahren beschloss sie, selbst Teil dieser Traumfabrik zu werden. Während ihres Studiums der Germanistik und Internationalen Literaturen nahm sie an Seminaren zum Storytelling und Kreativen Schreiben teil. Seither schreibt sie Romane für Jugendliche und junge Erwachsene.







Inhalt:
Kaja ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Ein Stalker, der sie nicht in Ruhe lässt provoziert einen Unfall, bei dem Kajas bester Freund ums Leben kommt. Verzweifelt versucht sie, alle Brücken hinter sich abzubrechen, denn auf Hilfe kann sie nicht hoffen. Die Polizei glaubt ihr nicht, da es keine Beweise gibt. Und so flüchtet Kaja auf eine Uni in eine andere Stadt und versucht, niemanden an sich heranzulassen, denn sie möchte nicht, dass noch einmal jemandem etwas passiert. Anfangs scheint auch alles gut zu gehen. Trotz ihrer Weigerung freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin Juli an und auch Noah kommt ihr immer näher. Doch auch der scheint eine dunkle Vergangenheit zu haben, was die Situation weiter kompliziert. Doch dann kommt der Tag an dem klar ist - ihr Stalker hat sie gefunden. Kaja versucht alles, um Noah auf Abstand zu halten, damit er nicht in Gefahr gerät. Doch sie hat übersehen, dass sie schon viel tiefer drin stecken, als alle geglaubt haben...

Meine Meinung:
Das war wirklich spannend zu lesen. Eine tolle Geschichte, die einen tatsächlich hier und da fürchten ließ. Dieser unbekannte Stalker, der so viel von Kaja weiß. Selbst als sie alles versucht hat, ihm zu entkommen, ihre Vergangenheit zurück zu lassen, ihre Identität versteckte - selbst da findet er sie und macht ihr das Leben zur Hölle. Er scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Und während man in dieser Situation eigentlich froh über Freunde sein könnte, muss Kaja sie eher zurückschubsen. Ich muss sagen, als Leser kann man ganz schön mit ihr leiden und sich auch ein bisschen gruseln.

Noah gefiel mir von Anfang an sehr gut, doch auch bei ihm ist schnell klar, etwas stimmt nicht. Was kommt aber erst ganz spät im Laufe des Buches heraus. Und das war es, was dem Buch auch noch einmal zusätzliche Spannung gab, da die Gedanken des Lesers wirklich in alle Richtungen gehen.

Ansonsten gab es natürlich auch noch Charaktere rundherum, die Freundschaft brachten und Kaja aus ihren drohenden Tiefpunkten immer wieder heraus rissen. Und natürlich gibt es auch fiese Charakter - ja auch neben dem Stalker. Aber das lässt ein Buch ja auch erst abwechslungsreich werden.

Ich fand den Roman sehr spannend und war erstaunt, wie leicht und locker er sich lesen ließ. Und dass er es hier und da tatsächlich schaffte, eine Gänsehaut zu verbreiten. Sicherlich, für wirkliche Thrillerfans ist das wahrscheinlich eher nichts, denn man hat irgendwie schon das Gefühl, sich eher in einem Jugendbuch zu befinden. Was mir natürlich entgegen kommt, da ich kein so großer Thrillerfan bin und es nicht mag, wenn nur ununterbrochen Blut fließt.

Was mir besonders gut gefiel war die Auflösung von allem - die ich hier natürlich nicht verrate. Ich finde, die Autorin hat sich hier etwas wirklich gutes ausgedacht und ich wäre nie auf diese Idee gekommen!

Fazit:
Ein spannender Roman mit einem durchgeknallten Stalker, der es schafft, auch mal Gänsehaut zu verbreiten. Eine sympathische Protagonistin und auch sonst interessante nette und fiese Charaktere rundherum. Und eine spannende Auflösung am Ende, die mich überraschte.

Meine Wertung:




Freitag, 6. Mai 2016

[Hörbuch-Rezension] Nicholas Sparks - Wenn Du mich siehst

Verlag: RandomHouse

gebunden (8.3.16): KLICK - 19,99 € - 576 Seiten
ebook: KLICK - 15,99€
Hörbuch-CD: KLICK - 19,99 €
Hörbuch-Download: KLICK - 27,88 € - oder audible

Der Autor:
In der Silvesternacht des Jahres 1965 kam Nicholas Sparks zur Welt. Nach einigen Umzügen wurde seine Familie schließlich 1974 in Kalifornien sesshaft. Sparks erinnert sich an eine glückliche Kindheit, obwohl um ihn herum durchaus auch Armut sichtbar war. Er war ein guter Schüler und begabter Sportler und machte 1988 ein ausgezeichnetes Examen in Betriebswirtschaft. 1989 heiratete er seine Cathy. Beruflich hat sich Sparks zunächst als Gründer einer Orthopädiefirma versucht, später u. a. als Immobilienmakler und Kellner, um schließlich auch einige Jahre Erfahrungen als Arzneimittelvertreter zu sammeln. 1997 konnte er sich dann endlich auf das konzentrieren, was ihn schon lange mehr bewegt hatte als seine Jobs: das Schreiben; der Erfolg von "Weit wie das Meer" machte es möglich.


Inhalt:
Colin ist früher oft mit dem Gesetz aneinander geraten und versucht jetzt alles, ein neues Leben zu beginnen. Eine Beziehung gehört ganz klar nicht dazu, denn er will sich von seinem Weg nicht abbringen lassen. Doch das Schicksal lässt ihn auf einer einsamen Landstraße auf Maria treffen, der er bei einer Reifenpanne hilft. Da Colin gerade von einem Kampf kommt, sieht er grauenvoll aus und Maria hält ihn ängstlich auf weitem Abstand. Doch obwohl beide froh sind, als sie wieder ihrer Wege gehen, scheint das Schicksal sie wieder zusammen zu führen. Und eigentlich können sie einander auch nicht vergessen. Doch noch während sie sich näher kommen, holt Maria ihre Vergangenheit ein und es scheint, dass die Vergangenheit nur eins im Sinn hat: Marias Leben zu beenden.

Meine Meinung:
Ich hatte das große Glück und konnte Karten für eine Lesung von Nicholas Sparks - zusammen mit dem Hörbuchsprecher Alexander Wussow ergattern. Auf alles war ich vorbereitet, nur nicht darauf, was für ein unglaublich unterhaltsames und lustiges Team die Beiden sind. Ich kann es jedem nur empfehlen, es war wirklich genial. Natürlich war dann auch klar, dass ich das Buch lesen musste - bzw. ich wollte unbedingt das Hörbuch hören, denn Wussows Stimme ist einfach sensationell für ein Hörbuch!

Sparks erzählte während der Lesung schon, dass er hier etwas ganz neues probiert hat. Und ja, das hat er. Auch wenn es im Hintergrund immer noch um Gefühle geht und um Schicksalsschläge, spielen die hier eher eine Nebenrolle. Ja, Colin und Maria entwickeln Gefühle, doch es sind für mich bei weitem nicht die großen, mitreißenden Gefühle gewesen, die ich von Sparks kenne und die ihn für mich eigentlich einzigartig und unverwechselbar machen.

Vielmehr erwartete einen hier ein Thriller - gut, vielleicht ein recht softer Thriller für hartgesottene Thriller-Fans - aber dennoch ging es überwiegend in diese Richtung. Maria wird verfolgt, immer wieder geschehen schlimme Dinge um sie herum. Man weiß anfangs nicht warum, dann wird etwas
in Marias beruflicher Vergangenheit aufgedeckt und - nein, hier kann nicht der Leser vermuten. Vielmehr rätseln die Beteiligten hier, wer es ist, entwickeln eine Spur, verfolgen diese. Dann gibts wieder neue Ereignisse, die noch mehr ans Licht bringen, weitere Personen werden mit hineingezogen und und und. Zwischendurch leidet die zarte Verbindung zwischen Colin und Maria natürlich darunter und die Art, wie sie damit umgehen .. da blitzt dann ab und an der alte Sparks durch.

Ja das Buch ist gut, ganz klar .. aber für meinen Geschmack hätte es auch jemand ganz anderes schreiben können. Vom "echten" Sparks hab ich hier nur wenig gefunden. Und obwohl es gut war, hoffe ich, dass nicht jedes Buch jetzt in die Richtung geht, denn mein Fall wäre es auf Dauer nicht. Und so kann ich das Buch auch nur eingeschränkt empfehlen: Für wirkliche Sparksfans, die nichts anderes mögen .. nun sie müssen es selbst testen, ob es ihnen zusagt. Für alle offenen und neugierigen auf jeden Fall :) Und wer bislang noch kein Hörbuch von Sparks gehört hat - die alle von Wussow gesprochen werden, dem muss ich das auf jeden Fall ans Herz legen .. eine wirklich gelungene Kombination!

Übrigens ... Maria hat mexikanische Wurzeln ... und mich verfolgte das ganze Buch lang Santanas Hit "Maria" ... sehr nett.

Fazit:
Ein sehr untypischer Sparks. Mir fehlten hier die wirklich großen Gefühle, die so typisch für Sparks sind und seine Bücher ausmachen. Dafür hat man hier mehr eine Art Thriller - soft, aber dennoch Thriller. Ich fand das Buch wirklich gut, jedoch hätte es auch jemand anders geschrieben haben  können. Mir fehlte der "echte" Sparks hier und ich hoffe, dass es nur ein einmaliges Experiment war.

Für alle interessierten .. hier ist ein Foto von Sparks und mir bei der Signatur des Buches :)



Meine Wertung:





Dienstag, 3. Mai 2016

[Rezension] Sidney Halston - Hot Fighters - Gegen alles, was uns trennt

Verlag: mtb
Taschenbuch (11.4.16): KLICK - 9,99 € - 304 Seiten
ebook: KLICK - 0,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
USA Today-Bestsellerautorin Sidney Halston führt ihr Leben nach einer einfachen Regel: „Nicht reden, einfach machen!“ Und genau das hat sie getan. Obwohl sie zuvor außer Geschäftsbriefen noch keine Zeile zu Papier gebracht hatte, griff sie sich einen Stift und verliebte sich Hals über Kopf in die Schriftstellerei. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern im Süden Floridas.









Inhalt:
Chris muss zurück in ihre Heimatstadt, um ihren Bruder aus einem Problem zu befreien. Lange ist es her, seit sie zuletzt hier war. Nach dem Tod ihres Vaters floh sie und wollte nicht zurückkehren. Doch die Vergangenheit hholt sie nicht nur in Form ihres Bruders, sondern auch durch dessen Freund Jack ein. Als Kinder lief ihnen Chris immer hinterher, war immer das lästige Anhängsel, das sie nicht dabei haben wollten. Das hat sie nicht vergessen. Doch ein Blick auf Jack genügt, damit ihr Herz erneut höher schlägt. Dass er sich auch noch zum Polizist herausgemacht hat und zusätzlich noch einen Traumkörper bekommen hat, hilft Chris nicht gerade, einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch dann stellt sich heraus, dass sowohl ihr Bruder als auch Jack in Kampfsportler verwandelt haben. Und Chris weiß, damit könnte sie nie leben.

Meine Meinung:
Das Buch hält das, was es verspricht. Harte Männer, kluge Frauen, Sex und Spannung. Wobei ich ehrlich gesagt das Buch noch sehr zurückhaltend fand. Sex war hier nicht der Hauptinhalt. Mehr ging es um die menschlichen Beziehungen, Vertrauen und einen absolut drolligen Chihuahua mit Pitbullblut, der es schafft, erwachsene Männer zum zittern zu bringen. Eine gelungene Mischung also für ein paar unbeschwerte Lesestunden, die wie im Flug vergingen.

Chrissy ist eine sympathische Protagonistin, die man gern begleitet. Sie hat in der Vergangenheit ein paar unschöne Dinge erlebt, dennoch ist sie immer noch mitfühlend und liebenswert. Wenn auch nicht wirklich bereit, Vertrauen zu schenken. Gerade was Gewalt angeht, fällt es ihr schwer, rational zu denken. Und das ist es auch, was es Jack so schwer macht, an sie heran zu kommen. Denn er hat sich nun einmal für einen Kampfsport entschieden und er liebt dieses  Hobby. Doch Chris sieht, was es bei ihrem Bruder hinterlässt und kann es einfach nicht akzeptieren. Dabei übersieht sie völlig, dass es hier um zwei absolut unterschiedliche Arten geht, wie diese beiden Männer damit umgehen.

Nach und nach im Buch kommt auch Chrissys Vergangenheit ans Tageslicht. Das ist sehr schön in das Buch eingebunden. Immer genug um interessant zu bleiben und nie zuviel auf einmal, um langweilig zu werden. Dazwischen gibts immer wieder aktuelles Geschehen, das alle drei immer wieder betrifft, vor allem Jack in seiner Rolle als Polizist muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Und ob er den Schritt wählt, seinen Freund zu verraten und ihm damit wahrscheinlich das Leben zu retten oder seinen Freund zu behalten und damit wahrscheinlich Chrissy zu vergraulen.

Und so bleibt das Buch mit vielen Wendungen immer leicht spannend. Ein bisschen prickelnde Erotik und große Gefühle dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Wer übrigens Angst hat, dass es hier um zuviel Kämpfe geht - nein definitiv nicht. Zwar spielen sie eine Rolle, beherrschen aber immer nur randläufig das Geschehen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman mit heißen Männern, starken Frauen und jeder Menge Gefühle und der passenden Prise Erotik ... und ein kleiner Chihuahua, der alle terrorisiert. Das Buch ist leicht lesbar und bringt ein paar spannende Lesestunden. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, der sich sehr schön lesen lässt.

Meine Wertung:



Mittwoch, 27. April 2016

[Rezension] Sarah Morgan - Winterzauber wider Willen

Band 1 der "Snow Crystal" Reihe

Verlag: mtb

Taschenbuch (10.10.14): KLICK - 384 Seiten - scheinbar nur noch gebraucht zu erwerben
ebook: KLICK - 9,99 € 
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Sarah Morgan steht regelmäßig auf den Bestseller-Listen der USA Today. Ihre Romances wurden weltweit über 11 Millionen mal verkauft. Drei Jahre in Folge wurde sie für den RITA Award nominiert, den sie in den Jahren 2012 und 2013 erhielt.








Inhalt:
Weihnachten, etwas schlimmeres kann sich Kayla seit ihrem 13. Geburtstag nicht vorstellen. Daher tut sie alles, um dem Fest und seinen Traditionen zu entgehen. Am liebsten in Form von arbeiten. Da kommt es ihr sehr gelegen, dass ihr neuster Kunde Jack – ein Hotelier – sie bittet, ein paar Tage in einer seiner einsamen Hütten zu verbringen. Kayla ist überzeugt, dort allem fern zu sein, was sie so abgrundtief hasst. Doch sie hat die Rechnung ohne Jacks Familie gemacht – denn um Jack zu helfen, muss sie einen Zugang zu dieser Familie finden. Nur dann gelingt es ihr vielleicht, das Familienunternehmen zu retten. Doch damit begibt sie sich direkt in einen riesigen Taumel von Weihnachtstraditionen und Liebe. Kayla schnürt es geradezu die Luft zum atmen ab, doch ganz die Geschäftsfrau versucht sie dies anfangs mit Professionalität zu überspielen. Leider hat sie dabei Jack übersehen, der ihr näher und näher kommt und Gefühle in ihr auslöst, die sie so lange versucht hat zu unterdrücken.

Meine Meinung:
Im Endeffekt hält das Buch all das, was Cover und Titel schon versprechen. Der Zauber des Winters und der Weihnacht, große Gefühle und Schicksalsschläge, die verarbeitet werden müssen. Am liebsten würde man sich beim Lesen tief in eine Decke gekuschelt vor einen Kamin setzen ... aber da die Jahreszeiten ja nicht immer passen, kann ich Euch sagen .. es tuts auch im Frühling, um sich völlig in das Buch fallen zu lassen.

Die Geschichte an sich ist schon etwas vorhersehbar. Die verletzte, widerspenstige Frau, ein toller überzeugender Mann und eine Familie wie aus dem Bilderbuch … die einen sagen sicherlich Kitsch dazu, ich persönlich mag es. Es entführt einen aus der Realität in einen Traum, der ganz große Gefühle und Helden zeigt. Einfach, um ein paar wundervolle Stunden abzuschalten.
Neben den zwei Hauptcharakteren überzeugen aber auch die vielen, so ganz unterschiedlichen Nebencharaktere. Die zwei Brüder von Jack, bei denen schnell der Gedanke aufkommt, dass sie in zukünftigen Büchern eine Rolle spielen. Jacks Familie, die aus rauhen aber liebenswerten und teilweise gefühlsüberfließenden Wesen besteht und guten Freunden, die sich nahtlos ins Geschehen einfügen. Es macht einfach Spaß, dem Ganzen seine Zeit zu widmen.

Kayla ist in den Augen des Lesers sicherlich verbittert. Und nach und nach stellt sich auch heraus, warum dies so ist. Dennoch ist sie keine Frau, die im Selbstmitleid zerfließt. Sie ist eher die Kämpferin. Doch sie hat sich so stur darin verrannt, dass sie selbst keinen Ausweg mehr findet. Sie ist einfach überzeugt, dass es das wahre Glück nur im Erfolg und im Job geben kann. Man hat wirklich Mitleid mit ihr, wie sehr sie darunter leidet, dass die Personen um sie herum ihr nach und nach näher kommen, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen kann. Ich fand Kayla wirklich super sympathisch. Und Jack .. ja was soll ich sagen .. da ist er wieder, der umwerfend schöne, unglaublich einfühlsame Held, den so ein Buch unbedingt braucht. Mir war die Geschichte viel zu schnell vorbei, doch ich werde direkt zum zweiten Band greifen und bin gespannt, was mich dort erwartet J

Fazit:
Wer ein Buch zum versinken und träumen sucht, der ist hier genau richtig. Verletzte Gefühle, harte Schalen und weiche Kerne, so präsentieren sich hier die Geschichten um die Charaktere, die nach und nach zusammen laufen. Selbst für Weihnachtsmuffel sollte diese Geschichte doch eine Bereicherung sein, denn sie zeigt, was wirklich wichtig ist.



Meine Wertung:



Freitag, 22. April 2016

[Rezension] Gabriella Engelmann - Wildrosensommer

Verlag: KNAUR
Taschenbuch (2.5.16): KLICK - 9,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Audio-CD: KLICK - 16,99 €

Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern. www.gabriella-engelmann.de







Inhalt:
Manchmal ist Flucht auch der erste Schritt in die richtige Richtung. Zwei Jahre ist es her, dass Aurelias Mann Nic spurlos verschwand. Bis heute weiß die seitdem alleinerziehende Mutter nicht, ob er jemals zurückkommen wird, oder ob ihm etwas passiert. Aber sie weiß, sie muss etwas ändern, um wieder lebendig zu werden. Fast scheint es wie ein Wink des Schicksals, als sie in einem Bildband einen Zettel entdeckt, der sie zu einem Hausboot auf der Elbe führt. Als es ihr wider Erwartens gelingt, das Hausboot zu kaufen, hält sie nichts mehr in München. Auch wenn ihre beiden Töchter mit dem Umzug nicht ganz einverstanden sind. Doch nicht nur eine neue Umgebung, auch neue Fähigkeiten verändern Aurelias Leben nach und nach. Doch obwohl alles anfangs wirklich märchenhaft erscheint, kehrt auch hier die Realität schneller zurück, als es Aurelia lieb ist.

Meine Meinung:
Ein Buch, das für mich sehr viele Facetten hat. Zunächst einmal haben wir hier ein Buch in dessen Beschreibungen von Gegenden man versinken kann. Die Autorin schafft es auch hier, wie schon in vorherigen Büchern, mein Fernweh zu wecken. Und das nach dem Norden Deutschlands, das mich eigentlich nie sonderlich interessiert. Es sind diese zauberhaften Beschreibungen, die in einem das Gefühl wecken, genau das jetzt sehen zu wollen. Hatte ich nie in Betracht gezogen, auf ein Hausboot zu ziehen, würde ich am liebsten sofort meine sieben Sachen packen und umziehen. Passend hierzu ein Zitat:

„Wusstest Du eigentlich, dass die Menschen sich so gern am Meer aufhalten, weil dort die vier lebenswichtigen Elemente vereint sind: die salzige Luft, die Sonne über dem Meer, das  Wasser und die Erde. Nur wo all diese Kräfte gemeinsam wirken, fühlt man sich vollständig.“

Und wenn man vorher noch nicht so empfand, überlegt man bei diesen Worten längere Zeit .. und irgendwie stimmt es auch … wobei ich denke, ein klarer Bergsee mit seiner klaren Luft würde hier stellvertretend auch funktionieren ;)

Während man sich also geborgen fühlt in einer wundervollen Umgebung, trifft einen auch die andere Seite des Buches. Ein eher ernstes Thema. Aurelias verschwundener Mann Nic und seine Geschichte. Und auch Aurelias Leben mit ihm.

Gleichzeitig aber erlebt man auch, was Freundschaft bedeutet. Aurelia ist ein Mensch, der es schafft, wirklich tolle Menschen an sich zu ziehen. Die zu ihr stehen, die liebenswert sind mit all ihren Eigenarten.

Ich gebe zu, dass in diesem Buch nicht eine einzige Person ist, die ich nicht mochte. Sicherlich mag man manche mehr, manche kommen einem nicht so nah, aber irgendwie schafft es die Autorin tatsächlich nur sympathische Charaktere zu vereinen. Eine schöne Abwechslung, denn meist gibt es ja auch immer Menschen, die einen wirklich stören.

Ein bisschen Angehaucht ist die Geschichte auch mit hmm Esoterik sage ich mal, ohne es abwertend zu meinen.  So erlebt man hier viel zum Thema Auren, Duftöle, die bei dem ein oder anderen Problem unterstützend helfen können und hier und da gibt es auch schon mal magische Erscheinungen. Eine sehr schöne Mischung.

Und natürlich findet man am Ende des Buches auch wieder das ein oder andere Rezept. Allein dieses Detail, was man sehr oft bei der Autorin erlebt, finde ich schon toll. Denn wie oft denkt man beim Lesen – oh, das würde ich gern probieren .. hier geht es J

Fazit:

Obwohl das Buch auch ein erstes Thema hat, überzeugt es mich doch wieder mit seinen lieblichen Schilderungen von Land und Leuten. Die Autorin schafft es immer wieder, mich für Gegenden einzunehmen, die ich vorher als völlig uninteressant abtat – oder nicht mal kannte. Und auch für Themen, die in ihren Büchern auftauchen, wie hier die Auren. Ich mag es, wenn meine Interessen hier und da solche Anreize erhalten. So erhalten Bücher auch immer einen Hauch der Besonderheit.

Meine Wertung:


[Rezension] Thomas Thiemeyer - Babylon

Verlag: KNAUR
Taschenbuch (1.3.16): KLICK - 14,99 € - 528 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Hörbuch-Download: KLICK - 20,44 € - oder bei audible

Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Thriller / Fantasy

Der Autor:
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geologie und Geographie, ehe er sich selbständig machte und eine Laufbahn als Autor und Illustrator einschlug. Mit seinen Wissenschaftsthrillern und Jugendbuchzyklen, die etliche Preise gewannen, sich über eine halbe Million Mal verkauften und in dreizehn Sprachen übersetzt wurden, ist er mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Unterhaltungsliteratur. Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart. www.thiemeyer.de





Inhalt:
Dies ist der vierte Thriller rund um Hannah Peters. Er ist zwar eigenständig zu lesen, ich würde jedoch trotzdem die Reihenfolge empfehlen.

Hannah Peters möchte nur eins: In Ruhe ihrem Job als Archäologin nachgehen und dabei ihre Familie, ihren Mann und ihre Tochter, um sich haben. Doch schon bald ist es mit der trügerischen Ruhe vorbei, als ihr Auftraggeber Stromberg mit einem neuen Auftrag auftaucht und keine Absage zulässt. Mitten in der irakischen Wüste soll ein Bauwerk entdeckt worden sein. Nicht nur, dass dieses Bauwerk alles übertrifft, was Hannah jemals sah, scheint es auch noch gegen alle Regeln zu agieren - es sendet elektromagnetische Wellen aus, und richtet damit nicht unerheblichen Schaden an. Und auch wenn sich Hannah zunächst wehrt, in dieses Bauwerk hinabzusteigen, wird bald klar, dass es keinen Weg daran vorbei gibt.

Meine Meinung:
Das Buch war für mich derzeit nicht ganz so einfach zu lesen. Es spielt im Irak und ein Teil zeigt auch einen IS-Anführer und seine Foltermethoden. Ein ganz heikles Thema zur Zeit, wie ich finde, über das ich eigentlich nicht so viele Einzelheiten wissen möchte. Doch da mich der andere Teil des Buches, der viel größere Teil, so fesselte, las ich trotzdem weiter. Und ich muss zugeben, dass das Bild, das der Autor hier von dem Anführer zeichnet einen dazu bringt, auch mal nachzudenken. Nicht über die Handlungen an sich, aber ob wirklich immer alles nur Gut oder Böse ist. Denn er zeichnet ein Bild eine doch klar denkenden, seine Handlung abschätzenden Mannes, dessen Ausführungen nicht von der  Hand zu weisen sind.

Das mal am Rande, muss ich aber sagen, dass es am Ende doch nur ein kleiner Teil des Buches ist. Der viel Größere betrifft Hannah Peters, ihre Familie und vor allem den Fund, um den es in diesem Buch geht. Und das fand ich einfach nur unglaublich faszinierend. Wieder ist es dem Autor gelungen, eine Welt zu schaffen, bei der man ganz klar sagt: Fantasie .. um im gleichen Moment leise zu fragen .. "wirklich alles nur Fantasie?". Ich finde das immer erstaunlich. Natürlich sagt der gesunde Menschenverstand, das gibts nicht. Und gleichzeitig  fragt man sich - warum nicht? Nur weil es noch keiner erlebte? Aber das Gegenteil kann ja auch keiner beweisen ... so wird es in dem Buch selbst auch beschrieben. Und das fand ich wirklich klasse. Ich möchte über den Inhalt nicht allzuviel verraten, denn ich finde, es ist genau das Unbekannte, das einen hier so in den Bann zieht. Und das sollte jeder für sich selbst entdecken, ohne vorher allzuviel davon zu wissen.

Ich fand die Kombination aus aktuellem Geschehen und dem Zauber und der Magie der Archäologie wieder einmal wirklich gelungen. Es sind so grundverschiedene Sachen und werden hier so mühelos zusammen gesetzt, dass man auch von den Teilen gefesselt ist, die einen sonst eher abschrecken oder abstoßen würden. Auch eine Fertigkeit, wie ich finde!

Ich fand es schön, wieder auf Hannah zu treffen, die mich schon in Valhalla von sich überzeugte. Ich fand es interessant zu sehen, was aus ihr und ihrem Kind wurde. Es ist immer wieder ein bisschen wie auf alte Freunde treffen, wenn man Protagonisten wieder trifft, ohne dass man zwangsläufig eine Fortsetzung lesen muss.


Fazit:
Ein sehr packender Thriller, der aktuelle Gegenwart und ihre Schrecken verbindet mit dem magischen Elementen der Archäologie. Abgerundet mit einem Wiedersehen mit der wirklich sympathischen Hannah Peters, die mich schon in Valhalla sehr von sich überzeugte.  Ein eigenständiges Buch, das ich jedoch trotzdem in der Reihenfolge empfehlen würde, wie die Bücher erschienen sind, um Hannahs Entwicklung mitzuverfolgen.

Meine Wertung:


Hier noch einmal alle Bücher der Reihe: