Dienstag, 21. Oktober 2014

[Rezension] Dr. Dr. Michael Despheghel - 2 Tage Diät sind genug

riva
broschierte Ausgabe (14.8.13): KLICK - 9,99 € - 202 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Sachbuch / Diätratgeber

Der Autor:
Dr. Dr. Michael Despeghel hat seit rund 25 Jahren Erfahrung als Referent. Er hält europaweit Vorträge zu Fitness-, Präventions- und Gesundheitsthemen und ist Autor zahlreicher Bücher zu diesen Themen.
Der Sportwissenschaftler und Gesundheitsexperte ist Spezialist für nachhaltige Lebensstiländerung und gesunde Lebensführung.
Er doziert er an der Justus Liebig Universität Gießen im Fachbereich Sportmedizin. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für präventive Männermedizin e. V. 2006 und 2008 wurde Dr. Dr. Michael Despeghel mit dem Award Speaker of the Year ausgezeichnet.
Dr. Dr. Michael Despeghel ist bekannt durch eine FOCUS-Serie und  Fernsehauftritte. Den Erfolg seiner Konzepte weisen wissenschaftliche Studien der Sporthochschule Köln und der Universität Gießen nach.


Inhalt:
Dieses Buch ist eigentlich weder eine strenge Diät, noch eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Vielmehr zeigt es Menschen, die weder das eine noch das andere dauerhaft schaffen, eine Alternative, sein Gewicht trotzdem zu reduzieren. Und zwar ohne den massiven Stress, den beide Formen mit sich bringen können.


Meine Meinung:
Mal vorab, dies ist wirklich wie es dort steht - Meine Meinung. Ob sie richtig oder falsch ist, will ich hier nicht diskutieren und ich möchte auch keine Belehrungen. Es ist einfach meine Meinung. Jeder darf sich gern seine eigene bilden und auch selbstständig eine Bewertung abgeben, dies muss er nicht in einem Kommentar zu meiner Rezension tun! - Danke :)

In diesem Buch führt der Autor Sachen auf, die den meisten diäterprobten  Menschen nicht unbekannt sind. Dass Radikaldiäten immer nur so lange wirken, wie sie angewendet werden, dann meist ein Jojo-Effekt folgt, dass theoretisch nur lebenslange vernünftige Ernährungsumstellungen etwas bringen - UND .. das die meisten das einfach nicht schaffen. Danke. Bingo .. genau so ist es. Theoretisch bin ich perfekt und müsste auch die perfekte Ernährung leben ... praktisch versage ich auch immer wieder, es gibt einfach zu viel, was lecker ist und in größeren Dosen einfach nicht mehr ernährungsbewusst ist. Ich weiß das .. aber ... :)

Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Grob umrissen empfiehlt der Autor in unserer Überflussgesellschaft einfach, eine etwas andere Routine in seine Essgewohnheiten zu bringen. Dem Körper Ruhephasen zu geben, um den Überfluss verarbeiten zu können und gibt einem ein Prinzip an die Hand, was auf Dauer vielleicht leichter durchzuhalten ist, als 100%iger Verzicht. Doch auch hier spielt natürlich der Wille eine große Rolle. Was will ich wirklich ... will ich weiter das fortführen, was ich derzeit habe - das ständige Gefühl mir etwas zu verkneifen und ständig doch zu versagen und dadurch immer etwas zuviel mitzuschleppen, oder mich an 2 von 7 Tagen zusammen zu reißen - um dann 5 Tage frei von Zwängen zu sein ...

Diese 2 Tage sind nicht, wie ich im Vorfeld dachte - Fastentage. Es gibt schon etwas zu essen, aber sehr sehr reduziert. Dafür aber gibt es im Buch sehr viele Rezeptvorschläge, so dass es gar nicht schwer ist, das einzuhalten. Mit etwas Routine denke ich, sehr einfach auch in den Alltag einzubauen. Denn an diesen 2 Tagen gibt es nur eine Mahlzeit - und ob die Mittags oder Abends eingenommen wird, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, aus was sie besteht und wieviele Kalorien sie hat. An den anderen 5 Tagen kann man ganz normal essen ... auch wenn hier 5 Tage Sahnetorte garantiert kontraproduktiv sind, verboten wäre sie jedenfalls nicht. Aber mal ehrlich, wer macht das schon... ich denke, die wenigsten. Aber an den 5 Tagen muss man weder auf Kohlehydrate verzichten, noch auf Fett oder auf Süßes, sich nicht an bestimmte Zusammenstellungen der Mahlzeiten halten oder irgendwas zählen. Wir könnten also 5 von 7 Tagen ohne Zwänge leben, die es ja eigentlich sind, die uns stressen. Ich finde, das klingt auf Dauer umsetzbar. Es ist auch egal, ob man die 2 Tage Verzicht hintereinander oder auseinander gelegt macht - aber .. sie sollten immer am gleichen Tag sein. Warum, das erläutert der Autor in seinem Buch sehr glaubhaft, ich denke, er könnte damit gar nicht so unrecht haben.

Aber er vermittelt im Buch noch vieles mehr, was ich teilweise sehr interessant fand, was für mich teilweise aber auch nur Wiederholungen darstellte, da ich in dem Bereich halt schon vieles gelesen habe - aber, zur Umsetzung seines Prinzips muss man denke ich auch nicht zwangsläufig alles lesen, sofern man das Wichtige sieht.

Achso .. ja .. und er empfiehlt natürlich auch wieder etwas Bewegung, allerdings auch in Maßen und auch nicht zwanghaft! ... sehr nett, wenn die Entscheidung bei mir bleibt. Danke.

Ob diese Diät etwas bringt - weiß ich nicht. Bislang hab ich sie nur theoretisch verinnerlicht. Aber ich werde sie nach dem Urlaub starten und sehen, ob ich es wirklich so mühelos in den Alltag integrieren kann, wie es sich anhört und vor allem, ob es was bringt. Der Autor verspricht im Prinzip pro Woche ein halbes Kilo Gewichtsverlust, je nachdem, was man an den 5 Tagen anstellt. Also eine langsame, aber stetige Reduktion, die langfristig - wie man ja weiß - die Beste ist.

Sollte ich durchhalten, werde ich ein Update geben... vielleicht im Monatsrhythmus .. mal sehen ..

Es gibt übrigens auch noch ein Rezeptbuch, aber in diesem Buch hier sind für den Anfang so viele leckere Rezepte enthalten, dass ich zu Beginn davon abraten würde - bei Durchhalten sicherlich ergänzend ganz toll!

Fazit: 
Wer (mal wieder wie ich) nach etwas sucht, das langfristig das Gewicht reduziert, dem könnte es mit diesem Buch gelingen. Zumindest theoretisch klingt es für mich umsetzbar. Es vermittelt viel interessantes, für diäterprobte sicherlich nichts bahnbrechend neues, dennoch gut zusammengestellt und für den kleinen Preis durchaus ein Ratgeber, den ich empfehlen möchte. Ob es wirkt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gern ergänzen .. wenn ich es denn durchhalte ;)

Meine Wertung:


Sonntag, 19. Oktober 2014

[Rezension] Nicholas Sparks - Kein Ort ohne Dich

Heyne
gebunden (25.11.13): KLICK - 19,99 € - 544 Seiten
ebook: KLICK - 15,99 €
Hörbuch (gekürzte Ausgabe): KLICK - 19,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Der Autor:
Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt zusammen mit seiner Frau und den gemeinsamen fünf Kindern in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 47 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt „Kein Ort ohne dich”.






Inhalt:
Dies ist die Geschichte zweier Paare, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen die von Ira und seiner Frau Ruth. Ira lässt am Ende seines Lebens angekommen noch einmal sein Leben Revue passieren, während Ruth aufpasst, dass er nichts vergisst zu erzählen. Zum anderen haben wir da Sophia und Luke, eine Studentin und ein Rodeo-Reiter. Zwei Welten, die eigentlich nicht passen und dennoch fühlen sich die Beiden zueinander hingezogen. Doch Luke verschweigt Sophia etwas ganz entscheidendes und als sie es erfährt, ist nichts mehr, wie es war. Doch so unterschiedlich die beiden Geschichten sein mögen, sie haben dennoch etwas gemeinsam und etwas, das sie zusammen führt.

Meine Meinung:
Es ist lange her, dass ich mein letztes Sparks Buch gelesen habe. Und beim Lesen musste ich mich dann ernsthaft fragen, warum eigentlich. Wer das Genre mag, der muss diesen Autor einfach lieben. Denn er hat eine Art, Gefühle der Protagonisten zu beschreiben, die so voller greifbarer Emotionen ist, dass man das knistern förmlich spürt. Ich habe selten einen männlichen Autor gelesen, der so wundervoll spüren lässt, was Liebe ist. Und in meinen Augen schafft er das auch völlig kitschfrei und auch ohne sich ständig wiederholenden Klischees zu bedienen.

Wie bereits in der Inhaltsangabe zu lesen, geht es hier eigentlich um zwei Geschichten. Und man weiß nicht wirklich, welche einem besser gefällt, denn sie sind so völlig unterschiedlich. Ira, der Kriege erlebte, der als Jude auch die Judenverfolgung miterlebte, hat ein schweres und dennoch erfülltes Leben hinter sich, denn er ist bereits 93 Jahre alt, als er beginnt zu erzählen. Und dies birgt natürlich eine ganz andere Geschichte, als die von Sophia und Luke - die übrigens zusätzlich noch wechselnd aus den Perspektiven der Beiden geschildert wird.

Jedes Mal, wenn die Geschichte wieder zur anderen wechselt, denkt man, nein, ich will dort weiterlesen .. um gleich darauf wieder versunken in die andere Geschichte zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass man so mühelos zwischen so unterschiedlichen Geschichten wechseln kann.

Wer jetzt Angst hat, dass Iras Geschichte nur vom Krieg handelt, den kann ich beruhigen, es streift die Geschichte nur am Rande. Vielmehr erinnert sich Ira an ein Leben mit Ruth, voller Liebe und Hingabe. Es ist so schön, wie tief Iras Gefühle sind .. fast unbeschreiblich.

Lange Zeit hab ich mich gefragt, warum diese zwei Geschichten so erzählt werden, konnte nicht verstehen, was sie miteinander zu tun haben und wurde so am Ende relativ überrascht, aber auch im positiven Sinne.

Es wäre kein echter Sparks, wäre man nicht wenigstens einmal zu Tränen gerührt, mich erwischte es mehrfach ..

Fazit:
Wer den Autor kennt und mag, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Hier vereinigt Sparks direkt 2 wundervolle Liebesgeschichten in einer und ich kann nur hoffen, dass auch dieses Buch eines Tages verfilmt wird.

Meine Wertung:



Mittwoch, 15. Oktober 2014

[Rezension] Jennifer Benkau - Marmorkuss

script5

gebundene Ausgabe (14.10.14): KLICK - 18,95 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Fantasy

Die Autorin:
Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und zwei Hunden im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr.








Inhalt:
Jarno träumt nur von einem, einen, Job, eine Lehrstelle, bei der er das machen kann, was er liebt: Fotografieren. Jetzt ist er nur ein Foto von diesem Traum entfernt. Ein Foto, das alles zeigen muss, was in ihm steckt, das besondere. Doch nichts ist gut genug, er ist rastlos, verzweifelt und als ihm dann auch noch das wichtigste genommen wird, hat er eigentlich schon aufgegeben. Doch dann sieht er sie, aus weißem Marmor, sie berührt ihn, ohne dass er weiß warum. Magisch zu ihr hingezogen gibt er ihr das einzige, was ihm richtig erscheint .. einen Kuss .. und erweckt sie damit zum Leben. Auch wenn er das anfangs nicht wirklich glauben mag. Doch wer ist sie, die so anders ist, als alles, was er kennt. Die seine Welt nicht kennt und mit großen, erschrockenen Augen ihre neue Realität betrachtet. Und noch viel wichtiger, wie wurde sie zu dem, was sie war und ist eine Gefahr jemals vorbei?

Meine Meinung:
Ich gebe zu, Anfangs war ich absolut verwirrt von dem Buch, wusste gar nicht so recht, was mir hier eigentlich erzählt wird. Ob es daran lag, dass es mitten in der Nacht war, als ich mit dem Buch begann und ich schon müde war, oder ob ich mich nicht genug darauf einließ, ich weiß es nicht. Als es mir später klar wurde, war es so logisch, dass ich mir am liebsten vor den Kopf gehauen hätte.

Die Autorin benutzt in diesem Buch eine sehr schöne Art der Geschichtenerzählung. Ständig wechselnde Perspektiven von zwei Charakteren - oder auch der beiden Protagonisten. In dem ein Erzählstrang mitten im Satz übergeht zu dem anderen .. sehr ungewöhnlich, aber sehr toll, wenn man ihn mal durchblickt hat. Für mich war es anfangs nämlich eher so, als hätte man eine neue Realität, vermischt aus Vergangenheit und Zukunft *lach* .. was es natürlich überhaupt nicht war.

Der Erzählstrang, der von Klara handelt, wird aus der Ich-Perspektive erzählt, der von Jarno nicht. Trotzdem hatte ich das Gefühl, es ist seine Geschichte. Er war mir immer näher als sie, die so unwirklich scheint. Für mich blieb sie immer irgendwie eine Erscheinung, auch wenn sie völlig real war, blieb sie für mich eine Art Illlusion.

Die Geschichte ist irgendwie so neu, so schön, dass es einem sehr schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen. Es beschäftigte einen danach weiter, weil man wissen wollte, was war, was ist und was sein wird. Und so dauerte es nicht lang, bis ich es ein zweites und letztes Mal in die Hand nahm. Es ist wirklich eine tolle Geschichte, die ich bestimmt auch nicht so leicht vergessen werde, weil sie anders war. Und dennoch hab ich immer das Gefühl gehabt, das letzte i-tüpfelchen fehlt mir, ohne dass ich beschreiben könnte, was es war. Vielleicht, weil ich das Gefühl hatte, nur als Zuschauer am Rande dabei zu sein, aber wirklich sicher bin ich mir nicht.

Und ich habe tatsächlich noch etwas gelernt aus dem Buch, was ich vorher gar nicht kannte. Das sogenannte Lehrerinnenzölibat. Ich bin immer wieder erstaunt, was es alles so gab. Und ich fand es toll, wie die Autorin dieses Thema, aber auch brisante Themen der Neuzeit mit in das Buch einfließen ließ, so dass es trotz seiner ganzen Märchen-Magie real war. Ohne, dass man das Gefühl hatte, man wird belehrt. Das war sehr informativ, verpackt in einer zauberhaften Hülle.

Fazit:
Eine ungewöhnliche Geschichte, verpackt in eine ungewöhnliche Art des Erzählens. Und genau das macht es zu etwas besonderem. Zwei Charaktere, die ich beide mochte, doch  mich nicht von der Autorin leiten ließ, was die Nähe zu ihnen angeht. Ein Buch, was man sicherlich nicht so schnell vergessen wird.

Meine Wertung:








Samstag, 4. Oktober 2014

[Rezension] Christoph Zachariae - Öldland #1 - Der Keller

Dies ist der erste Band der Reihe

ebook (16.12.13): KLICK - 2,99 € - 257 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Dystopie

Der Autor:
Christoph Zachariae wird 1972 als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Lehrerin in Bremen geboren. Vom Vater übernimmt er die Begeisterung für Technik und Raumfahrt, von der Mutter die für Kunst und Museen. Im Alter von 12 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte. Ab 1993 studiert er Filmwissenschaften und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und realisiert Fotoausstellungen. Aus eigenen Drehbüchern entstehen Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals laufen. 1996 wechselt er an die Filmakademie Ludwigsburg und schließt ein Regiestudium ab.
Seine Leidenschaft gehört der Phantastik und der dunklen Seite der menschlichen Seele. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Hier entstehen u.a. die Hörbücher für die mehrfach preisgekrönte Thriller-Serie DARKSIDE PARK. Neben Drehbüchern für Kinofilme schreibt Christoph Zachariae für deutsche TV-Serien und produziert eigene Kurzfilme.
Webseite: KLICK 


Herzlichen Dank, Christoph, dass Du mir Dein Buch anvertraut hast, auch wenn es  mich hier und da leider verwirrt zurück ließ ...


Inhalt:
Vierzig Jahre ist es her, seit die Welt unterging. Die wenigen Überlebenden leben versteckt voreinander in Enklaven. Hunger und Entbehrungen zeichnen ihren Alltag - genau so wie der Krieg um die letzten Nahrungsmittel und Waffen. In einer Enklave, im Keller, lebt Mega. Sie kam zu ihnen, als sie sechs war. Niemand weiß woher, doch niemand traut ihr hundertprozentig. Doch Mega selbst weiß auch nicht, was davor war. Doch sie weiß, sie will raus aus dem Keller. Und als sich ihr die Gelegenheit bietet, greift sie zu. Doch das, was sie im Ödland erwartet, ist nicht das, was sie sich ersehnte.

Meine Meinung:
Ich bin ein bisschen zweigeteilt. Auf der einen Seite haben wir eine dystopische Geschichte, die wirklich düster und hoffnungslos ist. Sie reißt einen mit, in ihren Erzählungen. Leicht sind sich Leute und Gegebenheiten vorzustellen. Fast kann man das aussichtslose Gefühl greifen, fühlt die Enge des Kellers, versteht Megas Sehnsucht nach außen und fürchtet sich gleichzeitig davor.

Auf der anderen Seite gibt es da noch eine zweite Geschichte. Die von Hagen. Ein Kämpfer, ein Führer, ein Mörder. Skrupellos führt er seine Truppen. Tod und Angst verbreitend holen sie sich alles, was sie haben wollen. Dieser Teil der Geschichte gefällt mir nicht so gut, zu brutal ist mir, was sie anstellen, zu gewissenlos. Hier geht es nicht ums Überleben, diese Menschen sind einfach von Grund auf schlecht. Das an sich wäre aber noch nicht mal das schlimme gewesen.

Viel irritierender ist, dass man den Zusammenhang zwischen den Geschichten erst nach und nach versteht .. oder zumindest erahnt. Lange dauert es, bis ich begreife, dass Hagens Geschichte lange vor der aktuellen von Mega spielt und dennoch mit ihr zusammenhängt, verstehe aber nicht die Erinnerungen von Mega jetzt an ihre Zeit, seit sie im Keller ist und das was davor geschah. Es bleibt mir auch bis zum Ende ein Rätsel. Dafür braucht es wahrscheinlich den nächsten Teil. Doch bin ich mir nicht sicher, ob ich den wirklich lesen möchte. Was, wenn ich es dann immer noch nicht verstehe? Wenn ich auch noch den dritten und vierten Teil brauche, nur um zu verstehen, in welcher Reihenfolge hier was erzählt wird ...

Megas Reise an sich finde ich mitreißend und spannend .. und dennoch gibt es Teile, die mir nicht gefallen. Muss ich als Leser wirklich jeden einzelnen Handgriff wissen, den es braucht, um ein Gefährt zu zerlegen? Dass Mega es wissen muss ist klar, aber ich als Leser? Das sind Momente wo ich abschweife ... genau wie, wenn ich wieder mal bei Hagen bin. Ich mag Hagen nicht und seine Leute noch viel weniger. Ich mag die Folterungen nicht, die er vollzieht und kann seine bruchstückhaften Erinnerungen an Mega nicht verstehen ... es ist und bleibt verwirrend für mich.

Trotzdem lese ich immer weiter in der Hoffnung, Klarheit zu bekommen, dass sich etwas wandelt. Ich mag Mega und begleite sie gern. Auch wenn es Situationen gibt, wo ich auch sie nicht wirklich verstehe, wo auch hier eine Erklärung fehlt, die vielleicht noch folgt, vielleicht auch nicht.

Doch obwohl es so viel verwirrendes gab, gefiel mir der Schreibstil des Autors ausgesprochen gut. Er ließ mich nicht los, ich wollte immer wissen, wie es weiter ging. Doch meiner Meinung nach hätte es hier und da vielleicht etwas weniger mysteriös besser getan, damit man wirklich überzeugt ist, nun zum zweiten Teil greifen zu wollen. Derzeit bin ich ehrlich gesagt unschlüssig und warte, ob ich neugierig genug bin, es zu tun, oder ob sich das Quentchen Neugier in der Zeit verliert ..

Fazit:
Eine düstere Atmosphäre, die wirklich mal eine abwechslungsreiche Dystopie bringt. Eine mitreißende Geschichte einer Protagonistin. Leider vermischt mit einer zweiten Geschichte, die mir persönlich oft zu wirr war und zu grausam. Das lässt mich etwas gespalten zurück, ob mir das Buch gefällt oder nicht. Ich würde aufgrund des mitreißenden Schreibstils des Autors zu 3,5 tendieren - muss jedoch runden - für 4 reicht es mir einfach nicht, daher vergebe ich nur eine 3.


Es gibt auch einen tollen Trailer, der mich überhaupt dazu brachte, das Buch zu lesen:




Meine Wertung:



Freitag, 3. Oktober 2014

[Rezension] Kajsa Arnold - Jaden - Kissing the real love - #4

Achtung: Teil 4 der Reihe (und letzter)

Verlag: Oldigor
Taschenbuch (12.9.14): KLICK - 9,90 € - 150 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Geboren wurde Kajsa Arnold im Ruhrgebiet. Nach mehr als 11 beruflich bedingten Umzügen lebt sie wieder in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt Unterhaltungsromane unter diesen Pseudonym und »Reservierung for Lucky One« ist ihre erste Publikation. Unter anderem Namen hat sie schon mehrere Romane veröffentlicht.








Herzlichen Dank Kajsa, dass ich auch den letzten Teil lesen durfte!




ACHTUNG: Spoiler zu den bisherigen Teilen!!


Inhalt:
Avas Gefühle scheinen eingefroren zu sein, ihr ganzes Handeln und Denken drehen sich um ihren Sohn, der im Koma liegt. Und so ist die zarte Verbindung zu Jaden dem Untergang geweiht, denn mehr als Streitgespräche und Schuldzuweisungen scheint es nicht zu geben, zu schwer wiegt die Sorge um Jace. Doch Jaden ist nicht bereit aufzugeben, nicht noch einmal …


Meine Meinung:
Ich bin ein bisschen zweigeteilt, wenn ich ehrlich bin. Zum einen wurde diese Geschichte abgeschlossen und ja, mir gefällt das Ende. Doch ehrlich gesagt, fand ich diesen vierten Teil etwas dürftig für einen alleinstehenden Teil.


Es gab ein paar Sachen, die mich im Lauf der Geschichte gestört haben. Da war zum einen das, was Ava mit ihren Lesern erlebt. Wenn man so ein Thema aufgreift, hätte es gut ausführlicher sein können. Hier war immer nur etwas angerissen, was als wirklich schwerwiegend dargestellt wurde, was so nur Fragen aufwarf. Andeutungen und Verläufe, die der Fantasie des Lesers überlassen werden, passen einfach nicht zu  dieser Geschichte. Auch der Auftritt einer Leserin war für mich eher verwirrend als spannend.


Ein bisschen Probleme hatte ich allerdings auch mit Avas Ausbruch aus der Krankenhausroutine… sicherlich ist es schwer, wenn sein Kind im Koma liegt – aber verlässt man es dann wirklich für Tage? Ich war noch nie in der Situation und möchte hier auf keinen Fall urteilen – aber für mich klang es sehr unrealistisch .. auch das,  was dann weiter geschah .. sorry, da hätte ich wohl keinen Kopf für gehabt.


Trotzdem kam auch in diesem Buch wieder ein bisschen Gefühl rüber, das, was man am Schreibstil der Autorin so liebt .. und was man an Jaden auch so liebt. Ich hätte mir nur für diesen Abschluss, auf den wir so lange hingefiebert haben, ein bisschen mehr gewünscht. Ein Ende, das einen noch länger festgehalten hätte.


Fazit:
Ein rundes Ende mit kleinen Höhen und Tiefen. Mit einer Randgeschichte, die für mich entweder hätte nicht sein müssen, oder ausführlicher, um zu berühren. Und leider alles in allem viel zu kurz, das hätte gut noch in den dritten Teil gepasst. Meine Wertung liegt zwischen 3 und 4 .. es war sehr schwer, doch ich entscheide mich aufgrund der aufgeführten Punkte für 3.


Meine Wertung:







Mittwoch, 1. Oktober 2014

[Rezension] Dorothea Stiller - Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno

nur als ebook erhältlich

Verlag: Forever
ebook (11.7.14): KLICK - 3,49 € - 272 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Dorothea Stiller, 39, arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Englisch und schreibt, wann immer sie dazu Zeit findet. Die verheiratete Mutter von zwei kleinen Kindern lebt mit ihrer Familie und Katze Schnappi am Rande des Ruhrgebiets, fühlt sich aber auch in Großbritannien zuhause, wo sie ein Jahr als Assistant Teacher verbrachte. Die Autorin liebt Finnland, Desert Rock und ist ein Serien-Junkie. 









Vielen Dank Dorothea, dass Du mir Dein Buch anvertraut hast!



Inhalt:
Stell Dir vor, Du bist Lehrerin und hast nebenbei Dein erstes Buch geschrieben – absolut nicht jugendfrei, sondern heiß und schlüpfrig – was liegt da näher, als sich ein Pseudonym zu wählen, damit nicht jede Welt sofort weiß, es ist von Dir. Was Conny hier aber geschieht, ist wie eine Lawine, die sich nicht mehr stoppen lässt. Nicht genug, dass sie ein Pseudonym gewählt hat, nein, der Verlag meint, es braucht dafür ein Gesicht – ein männliches. Dieser sonnt sich im Rampenlicht von Connys einschlagendem Roman und Connys Wut steigt von Auftritt zu Auftritt des Playboys. Doch sie hat sich auf das Spiel eingelassen und kann jetzt nicht mehr zurück. Wenigstens können sie die Emails, die sie mit einem Autorenkollegen schreibt, immer wieder etwas beruhigen, auch wenn sie ihr immer mehr Herzklopfen bereiten. Doch dann bekommt Conny auch noch Drohbriefe und so langsam wird es zuviel für die alleinerziehende Mutter. Gut, dass wenigstens ihre Freundinnen immer zur Stelle sind.

Meine Meinung:
Das war ein wirklich schönes, unterhaltsames Buch. Auch wenn mir sehr sehr schnell klar war, worauf das alles hinauslaufen würde und ich damit auch ins Schwarze getroffen habe, minderte es nicht den  Lesespaß.

Es war eine Mischung aus wirklich netten Charakteren – Conny und ihre Freundinnen fand ich wirklich klasse, da hätte ich mich das ein oder andere Mal gern dazu gesellt. Die Männer blieben präsent, aber mehr im Hintergrund. Sie spielten wichtige Rollen, jedoch ging es vorrangig um Conny und ihr Leben.

Mir persönlich gefiel auch sehr gut, als sich Conny auf der Buchmesse tummelte – wie gut erinnere ich mich ans letztes Jahr, wo ich nämlich genau das gleiche machte, reißaus nehmen vor Bobbele und denen, die dort hinströmten *lach* .. es ist immer so nett, sich irgendwo wiederzuerkennen. Es war ein bisschen, als könnte ich in Grundzügen nochmal die letzte Buchmesse erleben, das fand ich sehr schön. Für alle Nichtinteressierten, es war nur ein kurzes Kapital, und überaus kurzweilig durch Connys unauffälligen Auftritt *schmunzel*

Sicherlich ist es ein sehr leichtes Buch für ein paar vergnügliche Stunden, nichts tiefschürfendes. Aber es war irgendwie so aus dem Leben gegriffen, dass es nicht unglaubwürdig war. So konnte man sich vergnügt mit der Protagonistin fallen lassen und die kleinen Aufs und Abs erleben. Und Chaos herrscht in Connys Leben wirklich im Überfluss :-)

Fazit:
Wer leichte, humorvoll angehauchte Unterhaltung mag, der ist hier genau richtig. Eine sympathische Geschichte mit vielen Aufs und Abs, die einem ein paar unterhaltsame Stunden bringen. Sehr empfehlenswert.


Es gibt auch einen Trailer:




Meine Wertung:





Montag, 29. September 2014

[Rezension] Catherine Shepherd - Auf den Flügeln der Angst - #4

Dies ist der 4. Band der Reihe!

Taschenbuch (26.8.14): KLICK - 9,99 € - 386 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Krimi / Zeitwechsel

Die Autorin:
Die Thriller-Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) wurde 1972 geboren und lebt mit ihrem Mann in Zons am Rhein. Catherine Shepherd ist Diplom-Ökonomin und arbeitete in einer Düsseldorfer Bank. Ihren ersten Bestseller-Thriller veröffentlichte sie im April 2012. Als E-Book erreichte "Der Puzzlemörder von Zons" bereits nach kurzer Zeit die Nr. 1 der deutschen Amazon Bestsellerliste. Ihr zweiter Kriminalroman "Der Sichelmörder von Zons" folgte im März 2013. Beide Bücher gehörten zu den Jahresbestsellern 2012 und 2013. Am 01.12.2013 folgte ihr drittes Buch mit dem Titel "Kalter Zwilling". Der Thriller erreichte ebenfalls die Nr. 1 der Kindle Charts und gewann Platz Nr. 2 des Indie-Autoren-Preises 2014 auf der Leipziger Buchmesse. Ganz neu ist der 4. Thriller "Auf den Flügeln der Angst", der Ende August 2014 erschienen ist. Weitere Bücher sind für 2014/2015 geplant. 




Vielen lieben Dank Catherine, dass ich auch den vierten Band lesen durfte ... ich bin einfach ein Fan von Bastian :-)


Inhalt:
Und wieder kehren wir zurück in die wunderschöne Stadt Zons und wieder erschüttern brutale Morde die Bevölkerung. Oliver Bergmann, der sympathische Kommissar hat alle Hände voll zu tun, das Rätsel um diese merkwürdigen Tode zu entschlüsseln. Und gleichzeitig springen wir auch wieder zurück ins 15. Jahrhundert, wo Bastian Mühlenberg ebenfalls versucht, einige Morde aufzudecken, die alle etwas gemeinsam haben. Doch während sich Oliver Bergmann völlig seinen Aufgaben stellen kann, wird Bastian Mühlenberg ein wenig abgelenkt, denn immer seltener begegnet ihm Anna und obwohl er seine Frau aufrichtig liebt, fehlt ihm diese Frau der Zukunft fast körperlich. In der Gegenwart dagegen lernen wir zusätzlich Saskia kennen, die sich einer neuen Studie unterzieht, um den Stress der alleinerziehenden Mutter besser verarbeiten zu können. Doch Saskia sieht keine Fortschritte, auch wenn der durchführende Arzt ihr sehr gefällt. Doch scheint die Studie ihr unendliche Albträume zu schenken und sie überlegt, die Studie abzubrechen. Wenn nur das viele Geld nicht wäre, das ihr am Ende winkt.


Meine Meinung:
Ich kann mich nur immer wiederholen. Ich bin wirklich kein Krimi-Fan. Aber die Krimis von Catherine Shepherd schaffen es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen mit ihren Geschichten, die durch ihren spannenden Verlauf und den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit einfach nur überzeugen.

Ich bin einfach ein Fan von den Fällen, die so erschreckende Ähnlichkeiten aufweisen zwischen dem, was im 15. Jahrhundert in Zons vor sich ging und was sich in der Gegenwart zu wiederholen scheint. Doch natürlich sind die Täter nicht die Selben - wie auch :-) .. und so hat man eigentlich 2 Krimis in einem .. und kann damit doppelt so viele Spuren verfolgen.

Sehr traurig finde ich, wie sich Bastian und Anna immer weiter von einander entfernen, auch wenn ich doch sicher bin, was die Autorin bezweckt und wo ich am Ende dieses Buches sicher bin, das nächste wird folgen - ich freue mich schon jetzt darauf und bin gespannt, wie sie die Fäden lenken wird :)

Ich könnte mich auch nicht entscheiden, welchen der beiden Handlungsstränge -Vergangenheit oder Gegenwart - ich spannender finde. Zumal ja vieles, was geschildert wird, der Realität entspringt. Die Orte, manche der Ereignisse, oder hier auch die Mixturen, die wichtige Bestandteile der Geschichte sind. Von denen ich bisher kaum etwas wusste. Und so hat man auch immer wieder etwas, was man lernt, ohne dass es einem so vor kommt. Das mag ich besonders gern.

Die Charaktere sind wie immer teils wirklich sympathisch, teils unsympathisch und auch in diesem Buch schaffte es die Autorin wieder, mich in die Irre zu führen. Auch wenn ich anfangs schon mal so einen kleinen Geistesblitz hatte, was die Lösung sein könnte, war ich letztendlich doch in der falschen Richtung unterwegs. So dass für mich viele Überraschungen warteten.

Fazit:
Auch der vierte Teil schließt nahtlos spannend und interessant an seine Vorgänger an. Wieder erleben wir mitreißende Mordermittlungen in der Vergangenheit und der Gegenwart. Und wieder gibt es Berührungen zwischen den beiden Zeiten, doch so langsam scheinen sich die Fäden aufzulösen, was ich wirklich sehr schade finde, dennoch verspricht das Ende einen weiteren Teil, den ich kaum erwarten kann :)

Meine Wertung:



Hier noch einmal alle 4 Teile:

Sonntag, 28. September 2014

[Rezension] Michelle Schrenk - Unter halbblauem Himmel

Taschenbuch (30.6.14): KLICK - 9,89 € - 340 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Michelle Schrenk wurde 1983 in Nürnberg geboren. Schon von klein auf schrieb sie mit Begeisterung Geschichten. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation arbeitete sie in einer Nürnberger Werbeagentur und konnte dort ihre Kreativität zunehmend zur Entfaltung kommen lassen. Beflügelt von allem Wundersamen, Geheimnisvollen und Fantasievollen widmete sie sich außerdem immer wieder ihrer großen Leidenschaft: dem Schreiben. Mit ihren ersten beiden Kinderbüchern „Das geheimnisvolle Nürnberg Buch“ und „Das geheimnisvolle Nürnberg-Fürth Buch“ (beide erschienen im Canim-Verlag, Nürnberg) konnte sie sich einen Traum erfüllen. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und zwei Hunden im barocken Allersberg.


Der Songwriter:
Eigentlich wollte Gabriel Profibasketballer werden, doch aufgrund einer Verletzung kam er mit der Musik in Kontakt. Nach ersten Erfahrungen in kleineren Bands, bekam er 2009 die Möglichkeit, bei der Mittelalter-Punkrockband Schelmish als Gitarrist einzusteigen. Er lernte das klassische Tourleben kennen und spielte auf großen Festivals. 2010 entschloss er sich, die Band zu verlassen, um eigene Wege zu gehen. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Thema Songwriting und begann, eigene Lieder mit deutschen Texten zu schreiben und zu singen. Mitte 2013 entschloss er sich erstmals unter dem eigenen Namen Gabriel Strack als Singer/Songwriter aufzutreten. Seitdem ist er auf den kleinen Bühnen des Landes unterwegs und arbeitet an seinem ersten Album. Im Juli veröffentlichte er zusammen mit der Nürnberger Autorin Michelle Schrenk den Roman "Unter halbblauem Himmel" und komponierte den dazugehörigen Soundtrack. Weitere Infos: www.gabriel-strack.de  -  www.youtube.com/channel/UCrLujMaEr-1djjTt5FGKzSg  -  www.facebook.com/pages/Gabriel-Strack/270932393042638?ref=hl


Liebe Michelle, herzlichen Dank, dass ich Dein Buch lesen durfte, es war wirklich unglaublich schön, vor allem in Verbindung mit Gabriels Musik - was eine geniale Idee!


Inhalt:
Große Versprechen im Sandkasten und ernstgemeinte Schwüre als Teenager und dennoch zeigt der Alltag, dass alles immer anders kommt, als man es gern vorherbestimmen möchte. Waren Lena und Robin einst beste Freunde, hat das Leben sie auseinander gerissen. Doch das, was zusammengehört scheint immer wieder zueinander zu finden. Und so treffen sich die Beiden zufällig auf einem Konzert wieder und bei langen Gesprächen vergeht eine wundervolle Nacht. Doch auch jetzt schlägt der Alltag wieder zu und Robin flüchtet zurück in sein bekanntes Leben, hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen. Doch Lena merkt, er ist nicht mehr der Mensch, den sie einst liebte. Das Leben hat ihn zu etwas gemacht, das er nie werden wollte – und zu etwas, das Lena nicht haben möchte. Und trotzdem fällt Lena in ein Loch, aus dem sie nur ihre Freundin Anna ziehen kann, doch die scheint selbst Probleme zu haben und Lena wird in einen Strudel aus Problemen, Vergangenheit und Gegenwart gezogen.


Meine Meinung:
Es ist wirklich ein wunderschönes Buch, das einem den Zauber einer Kindheit zurückbringt. An heiße Sommer mit den großen und so ernstgemeinten Schwüren von kleinen Kindern. Von Freundschaftsbändern und der ersten großen Liebe. Doch es bringt einem auch die Realität, das, was diesen Zauber endgültig zerstören kann, weil wir es einfach zulassen. Weil vieles bequemer ist, wenn wir einfach in unserer Spur weiter trotten und bloß nicht vom Weg abkommen wollen, weil das Neues und Unbekanntes mit sich bringt, von dem wir nicht wissen, ob es uns am Ende besser gefällt. Ja genau, das, was das Leben eigentlich ausmacht.

Es war schön zu verfolgen, wie man nach und nach Einblick bekam in das, was vorher war. Denn wir begegnen den Beiden – wobei ich finde, eigentlich ist es ein Buch über drei, denn Anna spielt für mich eine sehr sehr große Rolle in diesem Buch – in der Gegenwart. Und nach und nach erhalten wir Einblicke in etwas, das vor 5 Jahren war und in die früheste Kindheit, als die drei sich kennen lernten. Und es war einfach so schön zu sehen, was noch da war, was wieder entdeckt wurde und wie sie mit allem umgehen.

Obwohl gar nichts unglaublich spannendes passierte, obwohl es an sich ja eigentlich ein leichtes Thema ist, packte einen das Buch trotzdem, fast direkt auf der ersten Seite. Was bestimmt auch an dem schönen Schreibstil der Autorin liegt. Es gibt einfach so Bücher, da stimmt die Chemie direkt auf der ersten Seite und man fliegt mühelos von Seite zu Seite und will das Buch einfach nicht zur Seite legen. „Unter halbblauem Himmel“ ist so ein Buch. Neben wunderschönen Sätzen gab es hier und da auch Situationen zum Schmunzeln, zum Nachdenken, aber auch zum Tränen vergießen. Also vorsicht, wenn man – wie ich – gerade an diesen Stellen in der Öffentlichkeit sitzt – das war schon ein bisschen peinlich ;), aber die Autorin erwischte mich und ich war nicht in der Lage, an dieser Stelle das Buch wegzulegen :)

Ganz ganz toll fand ich auch die Zusammenarbeit zwischen der Autorin und dem Songwriter. Ich meine, was für eine tolle Idee, jemandem zu fragen, ob er einem einen Soundtrack zu einem Buch gestalten kann. Und wenn dabei noch so traumhaft schöne Lieder herauskommen von Inhalt, Stimme und Musik, dann kann man eigentlich nur noch träumen! Im Buch findet Ihr die Links zu den passenden Liedern und im Buch sind auch Texte mit gedruckt … das hat noch einmal zusätzlich eine ganz besondere Note gegeben!


Fazit:

Eine wundervolle Geschichte. Von Freundschaft, von Liebe, von Vergangenheit und Gegenwart. Ohne Kitsch, dafür mit viel Herz. Zum mitfiebern, lachen und weinen. Großartige Kombination auch mit dem passenden Soundtrack, was ich eine geniale Idee fand! Ich kann es Euch nur ganz dringend empfehlen!



Und hier der Song zum Titel .. unbedingt reinhören!






Und auch ein Trailer zum Buch:



Meine Wertung:



Mittwoch, 24. September 2014

[Rezension] Maggie Stiefvater - Wer die Lilie träumt

Band 2 der Reihe "Raven Boys"

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gebundene Ausgabe (15.9.14): KLICK - 18,95 € - 528 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Gerne: Fantasy

Die Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren 1981, wurde mit ihrer Nach dem Sommer-Trilogie sowie dem Roman Rot wie das Meer international bekannt und von der Presse gefeiert. Wer die Lilie träumt ist der zweite Band ihrer neuen Buchreihe, die in den USA bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Die New York Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer Familie in den Bergen Virginias. 





Inhalt:
Immer erschreckender werden Ronans Träume und immer schwieriger wird es für die Freunde, damit umzugehen. Und während sie versuchen, diese Probleme zu bereinigen, verschwindet nicht nur Noah immer mehr, sondern noch andere bisher dagewesene Sachen lassen sich nicht wiederfinden. Für Blue wird es während dessen immer schwerer Abstand zu halten, damit sie ihren dunklen Fluch nicht erfüllt. Denn während sie sich immer mehr zu Gansey hingezogen fühlt, ist er nicht der Einzige, der ihr näher kommt.



Meine Meinung:
Puh, also ich bin wirklich ein riesiger, bekennender Fan der Autorin. Aber diese Reihe bleibt mir einfach verschlossen. Bereits beim ersten Teil hatte ich Schwierigkeiten, den Gedanken der Autorin zu folgen. Konnte im wirrwarr der ganzen Personen sehr schlecht folgen. Die Personen kann ich natürlich inzwischen auseinander halten, auch wenn es gefühlt immer mehr und mehr werden, aber näher kommen sie mir leider kein Stück.

Blues Verhalten gegenüber den Jungen war mir da das erste Rätsel. Sie fühlt sich laut Inhaltsbeschreibung unendlich zu Gansey hingezogen .. was man im Buch aber nur selten zu spüren bekommt. Ab und zu glimmt hier mal etwas auf, was sich echt und tief anfühlt. Leider wird es immer wieder durch die so schwerwiegenden Geschichten drumherum erschlagen. Aber es wird auch etwas unglaubwürdig in meinen Augen durch Blues Verhalten gegenüber einem der anderen Jungs. Auch wenn sie selbst sagt, es ist nur Gansey, verstehe ich ihr Verhalten oft nicht.

Am schlimmsten finde ich Ronans Träume. Ich fand sie weniger spannend, als völlig konfus, so fantasievoll, dass sich mir Teile verschlossen, weil ich den Sinn gar nicht verstand, als würden Sätze fehlen, die hier notwendige Erklärungen brachten. Denn wenn das alles so echt ist, was Ronan aus seinen Träumen mitbringt, wie kann ich dann das Blut von jemandem mitbringen, der dann kurz darauf quicklebendig vor mir steht? Das verschließt sich dann meiner Logik total.

Ein weiterer Aspekt, der das Ganze wohl sehr spannend gestalten soll, ist der graue Mann. Immer wieder sind Kapitel ihm gewidmet, seiner Suche, seiner Aufgabe. Aber auch sein Verhalten fand ich genau so merkwürdig, oft verstand ich den Sinn hinter seinen Taten, seinen Gesprächen überhaupt nicht. Und letztendlich muss ich sagen, hatte ich ununterbrochen Momo und die grauen Herren vor Augen, was auch nicht wirklich förderlich war.

Hatte ich im ersten Teil noch gehofft, dass dieser nur ein Auftakt war und mehr Rätsel in diesem Band gelöst werden oder zumindest mehr Erklärungen Licht ins Dunkle bringen, so kann ich nur sagen, war dieser Band für mich doppelt so undurchsichtig, zäh und wäre er nicht von Maggie Stiefvater gewesen, hätte ich ihn bestimmt nach 100 Seiten abgebrochen. So aber hoffte ich immer noch, das ganze Buch durch, dass irgendwann der Knoten platzen würde, dass es mich mitreißt und überwältigt, so wie ihre vorhergehenden Bücher. Doch leider schloss ich dieses Buch genau so gelangweilt und genervt, wie ich bereits nach 100 Seiten war und muss feststellen, diese Reihe werde ich nicht fortsetzen. Mir bleibt der Zauber des Buches leider verschlossen.

Wieder einmal muss ich aber feststellen, dass der Verlag traumhaft schöne Cover erstellt ... allein die sind es wert, dieses Buch im Regal zu haben :-)

Fazit:
Für mich war dieser Band noch verwirrender als der Erste. Durch viele endlose Passagen und nicht zu verstehende Erlebnisse war es so wenig spannend, dass es wirklich nicht leicht war, bis zum Ende durchzuhalten. Da ich jedoch bekennender Fan der Autorin bin, habe ich es tatsächlich bis zum Ende geschafft, um jedoch festzustellen, dass ich diese Reihe an dieser Stelle abbrechen würde. Bestimmt wird auch diese Reihe ihre Liebhaber finden - mich konnte sie leider nicht überzeugen.

Meine Wertung:



Hier noch einmal beide Teile:

Montag, 15. September 2014

[Rezension] Ann Brashares - Wer weiß, was morgen mit uns ist

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gebundene Ausgabe (22.9.14): KLICK - 16,99 € - 320 Seiten
ebook: KLICK - 13,99 €
Altersempfehlung: ab 12 - finde ich nicht!
Genre: Zeitreise / Jugendbuch

Die Autorin:
Ann Brashares wuchs in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York, unterbrach jedoch das Studium, um in einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben. Ihre Serie »Eine Jeans für vier« über vier Freundinnen ist weltweit ein großer Erfolg. Brashares lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New York.








Inhalt:
Es ist schwer, wenn niemand wissen darf, wer du bist und wo du herkommst. Regeln beherrschen Prennas Alltag, schreiben ihr vor, mit wem sie redet und vor allem was. Integration, doch kommt bloß keinem zu Nahe! Doch so einfach, wie sie es hinstellen ist es nicht. Was wenn jemand einfach nicht aufgibt, dich kennenzulernen und was, wenn Du das eigentlich auch nicht willst, trotz all des Gehorsams, den du an den Tag legst?  Ethan bringt Prennas Gehorsam zum schwanken und doch macht es ihr gleichzeitig furchtbare Angst, denn sie erfahren alles.


Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch gelesen habe, und bevor ich anfing, diese Rezension zu schreiben, stellte ich fest, dass es schon einige Meinungen zu dem Buch gibt .. und ich muss ehrlich sagen, ich kann sie überhaupt nicht nachvollziehen. Ungeklärtes, was angeprangert wird, ist sehr wohl im Buch beschrieben. Für mich sind keinerlei Fragen offen geblieben, denn wenn man das Buch bis zum Ende aufmerksam liest, so wie ich es tat, weil es mir gefiel, dann werden auch die ganzen offenen Fragen erklärt. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, denn für mich ist schon die Aufzählung von ungeklärtem hier viel zu großes Spoilern, denn es betrifft Dinge, die erst später im Buch auftreten.

"Wer weiß, was morgen mit uns ist" ist sicherlich nicht eins der großartigsten Bücher, die ich je las, aber es schaffte, mich von Anfang bis Ende zu fesseln. Es brachte nette Ideen mit sich, die das Gehirn auch hier und dort mal beschäftigten, es brachte zwei für mich sehr sympathische Protagonisten mit sich, mit denen ich gerne meine Zeit verbrachte und es zeigte mir, dass blinder Gehorsam immer irgendwas schlechtes hat.

Ich fand es sehr witzig irgendwie zu erleben, wie sich die "Menschen aus der Zukunft" schwer taten mit alltäglichem .. ihgitt, stundenlang vor dem PC sitzen *lach* .. es wäre schön, wenn das die Zukunft wirklich wieder mit sich bringen würde, auch wenn ich selbst zu denen gehöre, die mit Freude stundenlang davor sitzt ;) ...

Ich finde dagegen überhaupt nicht, dass dieses Buch schon was für 12-Jährige ist, wie die Altersfreigabe vorsetzt. Manche Dinge fand ich etwas zu komplex .. wenn wir schon in die Vergangenheit reisen, was müssen wir ändern, damit die Zukunft anders aussieht ... in der Thematik allein fand ich, dass Fragen offen blieben, die allerdings kein Mensch beantworten könnte. Ob das aber von 12-Jährigen verstanden wird? Aber selbst wenn das nicht als Hindernis gilt, fand ich einige Szenen einfach zu gewaltätig für 12-Jährige .. möglich, dass ich mit der Meinung allein da stehe, aber ich denke, 14 wäre hier viel eher angebracht.

Erst nach dem Lesen des Buches stellte ich fest, dass ich bereits Filme der Autorin kenne - die ich ebenfalls mochte. Sie hat einen schönen, leichten Schreibstil, der es einem sehr leicht macht, dem  Buch mit Aufmerksamkeit und Freude zu folgen. Es gibt einen ganz zarten Humor, der hier und da Szenen auflockert und hier und dort findet man auch sehr schöne Gedanken. Eine gute Mischung also. Der folgende Satz hat mir zum Beispiel ausgesprochen gut gefallen:

"Die Kluft zwischen dem, was wir sagen, und dem, was wir empfinden, ist so weit und so tief, dass ich manchmal denke, ich falle in sie hinein und höre nicht mehr auf zu fallen."

Fazit:
Ein wirklich schönes Buch, das einen mit seiner Geschichte und seinen Protagonisten mitreißt. Das man gerne in einem Rutsch liest und das die Gedanken auch danach noch etwas beschäftigt. Mit etwas Herz, zartem Humor, einer Zeitreisegeschichte und sympathischen Charakteren. Sehr empfehlenswert - wenn meiner Meinung nach auch nicht für 12-Jährige.

Meine Wertung: