Mittwoch, 27. August 2014

[Rezension] Patrycja Spychalski - Bevor die Nacht geht

cbt

Taschenbuch (28.7.14): KLICK - 14,99 € - 285 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Roman / Jugendbuch

Die Autorin:
Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman Ich würde dich so gerne küssen verfasste.





Inhalt:
Was wäre wenn .. Du einfach mal jemand wildfremden ansprechen und 24 Stunden mit ihm verbringen würdest, um dann einfach wieder zu gehen. Was würdest du tun, kannst Du Dir das vorstellen? Kim ist schon immer ein bisschen anders. Sie lächelt die Menschen an, sie sieht sie, nimmt sie wahr und sie mag die Menschen. Als ihr an diesem Samstag Morgen im Zug ein Junge gegenüber sitzt, der nicht in seinem Smartphone rumspielt, nimmt sie sich ein Herz und spricht ihn an, lockt ihn aus dem Zug und aus einer spontanen Idee werden unvergessliche Stunden und ein langer Abschied, denn Jacob wird am nächsten Tag die Stadt für lange Zeit verlassen. Doch heute wollen sie nur den Tag genießen, nicht wissend, wohin er sie führen wird.

Meine Meinung:
Es ist ein Buch, das mich zum lächeln bringt. Ganz ehrlich, das beginnt mit dem wunderschönen Cover und endet auch nicht, als ich das Buch schon lange zugeschlagen habe. Immer wieder frage ich mich .. gibt es so was, sind wir einfach nur nicht mutig genug? Sollten wir nicht wirklich einfach mal über unsere Schatten springen und einen Menschen ansprechen, der uns warum auch immer spontan berührt? So wie Kim es hier mit Jacob macht. Ohne zu wissen, woher er kommt, wohin  er geht und wer er ist.

Ich fand es toll, die zwei bei ihren so ganz harmlosen alltäglichen Dingen zu begleiten und zu sehen, wie 24 Stunden vorbeirauschen können. Dass die Zeit einfach nicht anhält, egal wie sehr man es möchte. Zu erleben, wie man sich näher kommt, ohne dass man etwas konkretes dafür tut, wie man Abgründe überbrücken kann und es egal ist, wer man ist, oder was man hat.

Ich fand Kims Art einfach unglaublich liebenswert und erfrischend. Ihre Art, die Dinge anzupacken, auszusprechen. Ihren Mut, immer offen und freundlich auf alle Menschen zuzugehen, egal ob sie alt oder jung sind, arm oder reich. Ihre Ideen, das, was sie an kleinen Dingen so schön fand und wie sie es schaffte, davon nicht nur Jacob, sondern auch mich als Leser zu überzeugen.

Ich war erst einmal in Berlin und ich mag Berlin nicht .. das ist halt so, entweder man mag etwas oder nicht, ohne das konkret beschreiben zu können. Doch ich glaube, gäbe es Kim wirklich, ich würde versuchen mit ihr einen Tag in Berlin zu verbringen um die Stadt mit ihren Augen zu sehen ... wer weiß, wie ich danach darüber denken würde.

Aber auch Jacob mochte ich wirklich gern. Seine sanfte, ruhige Art. Seine Freude, die er durch Kims ganze Art hat .. und seine wirklich menschlichen Regungen in bestimmten Situationen, die mich ebenfalls zum schmunzeln brachten.

Mir gefiel es ausgesprochen gut, dass das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von Kim und Jacob geschrieben ist. So ist man viel näher dran, sieht und versteht viel mehr ... und Jacobs Gedanken sind oft so schön .. wie das hier:

"... Dort riecht es sehr intensiv. Nach was eigentlich? Ich kann es schwer beschreiben. Nach Kim eben. Nach Sonne wahrscheinlich und nach Pfirsich und Seife und nach noch etwas, das ich nicht einordnen kann. Unglaublich. ..."

Und wenn Ihr glaubt, ein Buch, dessen Ende Ihr scheinbar schon im Vorfeld durch den Klappentext kennt, nicht lesen zu wollen, so glaubt mir, das spielt keine Rolle. Hier ist nicht Anfang und Ende wichtig, sondern das dazwischen ... das ist es, was einen berührt auf ganz leise, sanfte Art und zum lächeln bringt.

Fazit:
Ich kann Euch dieses Buch nur ans Herz legen. Auf leise, sanfte Art zeigt es einem, wie leicht es sein kann, durch einen einzigen Schritt, alles zu verändern. Es zeigt, dass es egal ist, wer man ist und was man hat, solange man nur die Augen aufmacht und sieht ... möglichst mit dem Herzen ... dann kann man nicht anders, als das Buch mit einem Lächeln zu beginnen und es damit auch enden zu lassen.

Meine Wertung:



Sonntag, 24. August 2014

[Rezension] Michael Northrop - Räudiges Pack

Loewe 

Taschenbuch (11.8.14): KLICK - 8,95 € - 272 Seiten
Altersangabe: 13-16 Jahre
Genre: Jugendbuch

Der Autor:
Michael Northrop wuchs in einer kleinen Stadt in den Berkshire Mountains auf. Viele Jahre später zog er nach New York, dem er seitdem treu geblieben ist. Dort arbeitete er als Stand-up-Comedian und Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften, bis er 2009 seinen ersten Jugendroman veröffentlichte, der auf der Stelle zum Erfolg wurde. Seither heimst er eine Auszeichnung nach der anderen ein und hat das Schreiben zum Beruf gemacht.





Inhalt:
Ein Jugendlicher mit krimineller Vorgeschichte und ein "Kampfhund" mit Vorgeschichte. Wenn diese beiden Welten aufeinandertreffen, kann sich hieraus eine Freundschaft entwickeln? Schafft es einer von beiden den Schritt zu wagen, um dem anderen zu vertrauen? Als Jimmer nach einem langen Sommer nach Hause kommt, hat ein Hund sein Zuhause erobert. Johnny Rotten. Er ist groß, furchterregend und ein absoluter Feigling. Jimmer weiß nicht so recht, wie er auf den Hund reagieren soll und nähert sich nur vorsichtig an. Gleichzeitig versucht er, bei seinen Freunden zu verheimlichen, was er den Sommer über getrieben hat. Um von sich abzulenken, stellt er Johnny in den Mittelpunkt, doch die Geschichte geht nach hinten los, als Johnny einen seiner Freunde beißt und seine Eltern die große Kohle wittern. Denn Johnny soll eingeschläfert werden, doch Jimmer tut alles, um das zu verhindern.


Meine Meinung:
Dass der Autor einen recht eigenen Schreibstil hat, konnte man schon bei Kälte merken. Und auch hier muss ich mich erst wieder damit anfreunden. Ohne große Vorreden werde ich in eine Geschichte geschmissen, in der ich mich erst einmal zurecht finden muss. Für mein Empfinden greift er hier zwar ein sehr heikles Thema auf, durch seine aber eher neutrale Art zu schreiben, wird es nicht zu emotional. Ich finde seinen Schreibstil auf der einen Seite sehr sachlich, auf der anderen aber auch sehr jugendlich. Denn er lässt die Charaktere so reden, wie man es von Jugendlichen erwartet, die zudem auch noch ein bisschen auf der schiefen Bahn sind oder in nicht so tollen Verhältnissen aufwachsen. Nicht übertrieben, so dass es nervig würde, aber sehr passend. Das macht das Ganze zu einem etwas anderen Buch, was sehr interessant zu lesen ist.

In diesem Buch sieht man mal wieder, wie Menschen mit Tieren umgehen ... unverantwortlich, nachlässig, nicht so, als würden sie mit einem Lebewesen umgehen. Und man sieht, wie Menschen mit Vorurteilen gefüllt sind und im Notfall die Grenzen gerne mal übertreten, um sie zu bestätigen.

Trotzdem hätte ich mir gern etwas mehr Tiefgang bei dem Buch gewünscht. Hätte gern mehr über Johnnys Vorgeschichte bekommen, aber auch über Jimmers. So wurde man irgendwie nicht richtig warm mit den Hauptpersonen des Buches. Das brachte dann wahrscheinlich auch mit sich, dass man nicht wirklich emotional an dem beteiligt war, was man hier las. Es war eher ein oberflächlicher Unterhaltungsroman mit traurigem Inhalt. Schwer zu erklären.

Trotzdem ließ sich das Buch leicht lesen, schnell kam man vorwärts und als man einmal in der Geschichte drin war, mochte man das Buch auch nicht mehr zur Seite legen. Ich denke, das nicht so tiefe Eindringen in die Vorgeschichten ist ausgelegt auf die Zielgruppe, für die das Buch sein soll. Und insofern passt es dann auch dazu.

Fazit:
Ein gutes Buch, das zeigt, wie schnell sich Vorurteile in Tatsachen umwandeln können und dass es immer Menschen gibt, die bereit sind, auch über das Leid von Tieren zu Geld zu kommen. Es lässt sich gut lesen und verbirgt auch noch die Botschaft in sich, nicht jedes Vorurteil hinzunehmen, sondern mal hinter die Fassaden zu schauen.

Meine Wertung:





Dienstag, 19. August 2014

Kajsa Arnold - Kieran - Der Duft von Leidenschaft

Oldigor

Taschenbuch (29.8.14): KLICK - 7,99 € - 140 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Geboren wurde Kajsa Arnold im Ruhrgebiet. Nach mehr als 11 beruflich bedingten Umzügen lebt sie wieder in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt Unterhaltungsromane unter diesen Pseudonym und »Reservierung for Lucky One« war ihre erste Publikation. Unter anderem Namen hat sie schon mehrere Romane veröffentlicht.





Herzlichen Dank Kajsa, dass ich auch dies Buch wieder lesen durfte!



Inhalt:
Salome hat schon oft von ihrem Onkel eine Einladung nach Neuseeland erhalten und nie angenommen, doch instinktiv ahnt sie, dass es diesmal etwas anderes ist, etwas wichtiges. Völlig erschlagen kommt sie an und wird an das Bett ihres sterbenden Onkels geführt, der sie bittet, sein Geschäft weiterzuführen. Doch, eine bitte ist es schon gar nicht mehr. Sal bleibt, doch mit ungutem Gefühl, denn sie ist sich nicht sicher, wie sie dem Geschäftspartner ihres Onkels gegenüber steht .. Kieran, für den Frauen scheinbar nur Spielzeug sind. Doch ausgerechnet mit ihm muss sie sich arrangieren, wenn sie den letzten Willen ihres Onkels erfüllen will.


Meine Meinung:
Huuh was ein Kitsch .. nein ich korrigiere, was ein herrlicher Kitsch. Ernsthaft, man muss so was mögen und ich mag es. Es ist vorhersehbar und trotzdem immer wieder schön und ich hab es mit einem wusch verschlungen. Klar, bei der geringen Seitenzahl natürlich auch keine große Kunst. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt, wie die Autorin es schafft, mich trotz all dem vorhersehbaren nicht zu langweilen. Es sind einfach kleine Geschichten, in die man mühelos abtauchen kann, mal für eine Stunde die Umwelt abschalten kann, um dann mit einem hach daraus wieder aufzutauchen und sich der Realität zu stellen .. in der es wohl nie so tolle Helden geben wird ;-)


Natürlich kommt hier auch eine große Portion Erotik ins Programm, auch das sollte man im Vorfeld wissen .. aber schön formuliert und nicht in übertriebenen Dosen, so dass es perfekt abrundet. Obwohl die Story so vorhersehbar war, hat mich die Autorin an einer Stelle dann doch noch überrascht, aber dazu verrate ich jetzt hier nichts .. ich musste jedenfalls über mich selbst schmunzeln, weil ich einfach keine Überraschung erwartet hätte.


Viel kann ich zu der Geschichte sonst nicht sagen, außer, dass mir sowohl die beiden Hauptcharaktere, aber auch einige der Nebendarsteller sehr gut gefallen haben. Es war eine harmonische Mischung, die Abwechslung brachte.


Fazit:
Eine vorhersehbare und dennoch wirklich schön zu lesende Geschichte. Kit, aber herrlicher Kitsch, der einem eine Stunde Abtauchen aus der Realität ermöglichte! Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, kann man perfekt genießen!







Sonntag, 17. August 2014

[Rezension] Kirsty Wark - Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

KNAUR

Taschenbuch (2.5.14): KLICK - 9,99 € - 448 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Hörbuch: KLICK - 18,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin und gehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" ist ihr erster Roman.







Dies ist eine Gast-Rezension von Petra Molitor. Die nachfolgende Rezension spiegelt daher ihre Meinung wider!


Klappentext: 

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Überraschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran gemacht.  


Mein Leseeindruck:  
Der obige Klappentext weckte mein Interesse an diesem Buch. Seit meiner Kindheit bin ich ein glühender Schottland-Fan und verschlinge alles, was es an Literatur, Filmen, Fotografien etc. über dieses atemberaubend schöne Land zu bekommen gibt. Mittlerweile war ich ca. 7 Wochen quer in meinem Traumland unterwegs und werde nie müde zu betonen, dass es - nicht nur für mich - das schönste Land der Welt ist. Kirsty Wark schildert in zwei Handlungssträngen Leben und Charaktere der beiden Hauptfiguren, Elizabeth Pringle und Martha Morrison - Pringles in der Vergangenheit, denn sie ist am Anfang des Buches bereits verstorben, Marthas in der Gegenwart. 

Erscheint die Beziehung der beiden Frauen am Anfang eher aus einem Zufall geschuldet, ergeben sich im Verlauf des Buches einige gemeinsame Berührungspunkte. Elizabeth berichtet in einer Art Tagebuch von ihrem Leben. Ihre Geburtsinsel Arran hat sie nie wirklich verlassen. Nach einer Kindheit, die nach dem Verlust des eigenen Grund und Bodens und dem folgenden Soldatentod ihres Vaters, jegliche Unbeschwertheit und Unbekümmertheit verliert, lebt Elizabeth alleine mit ihrer Mutter in dem kleinen Cottage, das zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung wird. Das Zusammenleben ist nicht nur von Freude geprägt, denn Isabel Pringle konnte ihrem Mann nie verzeihen, dass er sich freiwillig in den Krieg gemeldet und sie und ihre kleine Tochter in ihren Augen im Stich gelassen hat. Nachdem auch die Mutter stirbt, opfert Elizabeth aus Heimatverbundenheit ihre große Liebe, es ist ihr nicht möglich, mit ihm in Australien, fernab von Schottland, ein neues Leben zu führen. Sie arbeitet als Lehrerin, dieser Beruf gibt ihr Kraft und Freude und lenkt sie ab vom großen Geheimnis ihres Lebens, an dem sie schwer zu tragen hat. Als sie merkt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, bringt ein guter Freund sie dazu, sich allen Kummer von der Seele zu schreiben. Sie entschließt sich zum Umzug in ein Pflegeheim und vererbt ihr Cottage an die Mutter von Martha Morrison, einer Arran-Touristin, die einmal Interesse an dem Haus gezeigt hatte.  

Anna Morrison kann das Erbe leider nicht mehr selbst antreten, sie leidet an fortschreitender Demenz und verliert sich immer mehr im Niemandsland der Erinnerungen. Sie hat bei den ersten Anzeichen der Erkrankung einer ihrer beiden Töchter, Martha, die Handlungsvollmacht übertragen - so wird Martha legitime Eigentümerin von Homlea. Da diese eine schwere Zeit durchmacht: die Sorgen um die Mutter und die Trennung von ihrem Ex-Freund, flüchtet sie in die schottische Idylle. Sie lernt Land und Leute kennen und lieben, findet Freunde und einen Mann, der in ihr ungeahnte Gefühle weckt. Sie erkundet Elizabeths Leben und findet dadurch auch immer mehr zu sich selbst. 


Leider kann das Buch meine Erwartungen nur in beschränktem Maße erfüllen. Die Geschichte ist leicht zu lesen, ohne immense Höhen und Tiefen in der Handlung. Personen und Landschaft sind gut beschrieben, man kann sich selbst gedanklich nach Arran versetzen. Oder kann nur ich das, weil ich Schottland schon mehrfach besucht habe? Ich habe mir definitiv mehr versprochen. Schlussendlich ist das Buch ein schöner Sommerroman und unterhaltsame Frauenlektüre, aber nicht mehr. 

Das Cover finde ich wunderbar gestaltet, der maritime Einschlag gefällt mir sehr gut.








Donnerstag, 14. August 2014

[Rezension] Elvira Zeissler - Stern der Macht 2 - Salomons Fluch

Achtung: Band 2 der Reihe Stern der Macht

Taschenbuch (13.8.14): KLICK - 8,91 € - 288 Seiten

ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: ? ab 16 Jahren
Genre: Paranormal / Fantasy

Die Autorin:

Elvira Zeißler (Jahrgang 1980) hat nach dem Abitur BWL an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Copenhagen Business School studiert. Derzeit wohnt sie mit ihrer Familie im malerischen Bergischen Land und schreibt vor allem Fantasy und Mystery Romance, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Lassen Sie sich verzaubern von fantastischen Geschichten voll Abenteuer, Spannung, Gefühl und Magie. 





Vielen Dank Elvira, dass ich auch diesen Teil lesen durfte!




Inhalt:
Daniel geht es immer schlechter. Verzweifelt machen er und Erin sich auf die Suche nach dem Amulett der Heilung, in der Hoffnung den Fluch damit brechen zu können. Ihre Reise führt sie nach Wales, wo der angeblich letzte Besitzer des Amuletts vor Jahrzehnten verschwunden ist. Doch so sehr sich Erin und Daniel bemühen, sie kommen in ihrer Suche einfach nicht voran. Gareth, ein junger Student hilft ihnen, ahnungslos, worum es überhaupt geht. Doch je mehr sich Erin auf seine Hilfe einlässt, desto mehr zieht sich Daniel zurück. Immer öfter kommt es zu Auseinandersetzungen. Und dabei ist das nicht mal die Größte Gefahr, die sie bedroht, denn ihre Verfolger sind ihnen auf der Spur.

Meine Meinung:
Zuerst zögerte ich doch sehr, das Buch in die Hand zu nehmen, weil mir so viel aus dem ersten Teil entfallen war.  Nicht das wesentlich, aber viele der Details, rund um die Amulette, ihre besonderen Kräfte und die Prophezeiungen. Doch direkt am Anfang nimm einen die Autorin an die Hand, erklärt kurz noch einmal die wichtigsten Details, so dass es überhaupt kein Problem war, in den zweiten Teil der Geschichte einzusteigen. Vielen Dank dafür, das war wirklich toll.

Es ist eine spannende Reise, auf die sich die zwei begeben. Die Rätsel, denen sie folgen, die sie zum Teil lösen können, nehmen den Leser in seinen Bann und führen ihn Seite um Seite vorwärts in dem Bestreben, den Ausgang zu erfahren. Man leidet mit den Beiden, mit Erin um den Verlust den sie spürt, wenn Daniel immer unnahbarer wird und mit Daniel in seinem Bemühen, immer wieder auf die Füße zu kommen und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Aus Gareth, der hier eine nicht unwesentliche Rolle spielt, bin ich zunächst nicht schlau geworden. Ich wusste einfach nicht, wie ich den jungen Mann, der sich selbst als Barde bezeichnet, einordnen soll .. wir leben schließlich in der Neuzeit, wie passt denn das dort hin, bitte? Doch er trägt alles so mühelos, so leicht irgendwie, dass es nach und nach selbstverständlich wird und ganz natürlich. Auch, als er von seiner Familie berichtet, die im weiteren Verlauf dann auch noch eine Rolle spielt .. doch mehr möchte ich hier nicht verraten.

Es ist wieder eine  Mischung aus Realität und etwas, das sein könnte, an das wir eigentlich nicht glauben, das wir aber nicht nicht  wirklich widerlegen können. Und so macht es einfach Spaß, dem Geschehen zu folgen.
Auch wenn das Buch gut zu lesen war, für mich fühlte es sich hier und da wie ein Bindeglied zwischen Anfangsband und Endband an. Es gab hier und da Stellen, da dachte ich, dass die Suche nun aber langsam mal zu ihrem Ende kommen könnte. Es waren keine großen Momente, aber ich war dann doch froh, als es zum Schluss ging, auch wenn es wieder mit einem großen Cliffhanger endete, aus dem eigentlich alles werden kann und der einen in keine konkrete Richtung weist.

Was ich gerne noch erwähnen möchte, sind die tollen Beschreibungen der Autorin über die Landschaft. Nicht zu viel, aber genug, um mich so neugierig zu machen, dass ich zwischenzeitlich tatsächlich nach dem ein oder anderen im Internet suchte – mit mehr oder weniger Erfolg .. aber das erzählt die Autorin dann sogar selbst in einem Nachwort ;-)

Fazit:
Ein durchaus spannender zweiter Teil, der wieder Realität mit Fantasie vereint, so dass man nicht weiß, wo das eine beginnt und das andere endet. Mit Rätseln die gelöst werden und welchen, die offen bleiben und mit einem ziemlichen Cliffhanger, der den Wunsch weckt, sofort den nächsten Band lesen zu wollen – hoffen wir, wir müssen nicht allzu lang warten!


Meine Wertung:





ACHTUNG: Zur Veröffentlichung des 2. Teiles gibt es eine Sonderaktion der Autorin:


Jeder, der seine Freunde zu dieser Veranstaltung einlädt und es hier kommentiert, nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil:
1. Preis: 10€ Amazon-Gutschein
2.+3. Preis: ein „Stern der Macht“-BookCharm
Also teilt, ladet fleißig ein und kommentiert  !!!
Teilnahme möglich bis 16.08. 21:00Uhr, ausgelost wird am 18.08.


HIER kommt Ihr zur Veranstaltung: KLICK



Montag, 11. August 2014

[Rezension] Stephanie Madea - Auge um Auge - Moonbow #1

bookshouse

broschiert (20.12.13): KLICK - 13,99 € - 323 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ? - Ab 16 Jahre
Genre: Paranormal, Romance

Die Autorin:
Stephanie Madea erblickte 1977 in Norddeutschland das Licht der Welt.
Nach drei staatlichen Abschlüssen, mehrjähriger und vielfältiger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und erfüllte sich damit ihren lang gehegten Traum.
Neben ihrem Hauptberuf arbeitet sie als freie Schriftstellerin und lebt mit ihrem Siberian Husky, ihrem Pointer-Mix und ihren vier Katzen in einem kleinen Dorf in den Bergen Zyperns. Stephanie Madea schreibt mit Herzblut Paranormal Romance und Romantic Thrill-Romane.
Mehr unter: www.stephanie-madea.com und www.stephaniemadea.blogspot.com




Liebe Stephanie, danke, dass Du mir Dein Buch gegeben hast, es hat mir richtig gut gefallen und ich war erstaunt über tolle neue Ideen!


Inhalt:
Stell Dir vor, Du weißt, dass ein Blick in Deine Augen die Menschen erblinden lässt. Wirst du dann nicht alles machen, um diesen Fluch zu heilen? Und wenn Du dafür gefangen in einem Labor sitzt. In der Hoffnung, dass irgendwann etwas Dir helfen wird und Du wieder sehen darfst. Bis dahin schützt Du alle um Dich herum, in dem Du in Isolation und Dunkelheit lebst. Doch was machst Du, wenn Dir jemand die Hand reicht und die Sterne verspricht. Gehst Du mit ihm? Nur, um für einen Augenblick zu vergessen und wieder etwas von der Schönheit der Welt zu sehen. Dann geht es Dir wie View. Und obwohl sie ihn nicht kennt, vertraut sie Zac vom ersten Moment und folgt ihm. Doch kann sie wirklich glauben, was er ihr versucht zu erklären? Zu tief sitzt das, was View in den letzten vier Jahren im Labor eingetrichtert bekam. Und nach wie vor kann sie nicht vergessen, dass durch ihre Schuld ein Mensch erblindete. Doch nach und nach erfährt sie von dem, was in der Welt geschieht, während sie geschützt hinter Mauern ihr Leben verbringt. Mehr und mehr Menschen erblinden - soll das alles Views Schuld sein? Zu gerne würde sie Zac ganz vertrauen, doch instinktiv spürt sie, dass er etwas vor ihr verbirgt - doch noch weiß sie nicht, wie alles entscheidend dieses Geheimnis ist. Bis es zu spät ist.

Meine Meinung:
Das war mal wieder etwas völlig neues. Eine Geschichte, die man nicht direkt auf den ersten Seiten zu packen bekommt. Die nicht direkt offenbahrt, was ihr Geheimnis ist. Und so bleibt einem als Leser nichts weiter übrig, als zu vertrauen und Stück für Stück die Protagonisten zu begleiten.

View möchte man Anfangs wirklich des öfteren schütteln. Wie naiv und gutgläubig sie ist. Der Leser weiß, irgendwas kann hier nicht stimmen. Und obwohl er nicht weiß, was es ist, erahnt er es instinktiv. Im Gegensatz zu View. Bei der man irgendwie das Gefühl hat, eigentlich weiß sie gar nichts.

Und irgendwie ist es genau so mit Zac .. er weiß von sich, doch er teilt es nicht. Nicht mit View und auch nicht mit dem Leser. Nur stückchenweise, nach und nach bekommt man eine Ahnung, was ihn ausmacht, was hinter seinem Geheimnis stecken könnte. Doch als man es dann letztendlich erfährt, hätte man so nie damit gerechnet. Die Autorin schaffte es wirklich, mich bis zu diesem Punkt völlig übers Glatteis zu führen. Und so etwa mag ich wirklich gern. Wenn ich nicht weiß, was dahinter steckt.

Die Erzählweise ist für mich ein wenig ungewöhnlich gewesen. Dadurch, dass man eigentlich nicht so richtig weiß, worum es geht und erst mit den Protagonisten gemeinsam dahinter kommt, fehlt einem am Anfang der Sog, der einen mitreißt. Es ist eher so, als würde man vorsichtig beobachtend Stück für Stück einen Weg begehen und nie wissen, ob einem das, was hinter der nächsten Kurve ist, gefällt. Doch Stück für Stück wird es offener und damit auch immer mitreißender, bis ich am Ende tatsächlich das Buch zumachte und dachte .. öhhh, ich möchte jetzt sofort weiterlesen!! .. nun wie gut, dass der zweite Teil schon veröffentlicht ist, er wird wohl ganz schnell und weit oben auf meiner Leseliste landen.

Die Idee, was hinter den Protagonisten wirklich steckt, wird auch bis zum Ende nicht verraten. Das, was sie können ja, aber nicht, warum sie es haben und wofür es wirklich sein wird. Und es wird klar, View und Zac sind nicht die Einzigen ihrer Art. Übrigens hat auch Zac noch einen zweiten Namen, der seine Fähigkeit preisgibt (so wie View auch einen richtigen Namen hat), aber den sollt Ihr lieber beim Lesen erfahren ;)

Fazit:
Ihr mögt das Außergewöhnliche, das Paranormale, das nicht direkt Greifbare? Nun, dann solltet Ihr definitiv zu diesem Buch greifen. Es ist eine tolle Geschichte, die mal wieder einen ganz anderen Inhalt bringt, als man derzeit so oft antrifft. Ungewöhnliche Charaktere mit tieferer Bedeutung, Glaube, Vertrauen und Freundschaft spielen eine wichtige Rolle. Und im Verlauf des Buches wird die Geschichte mehr und mehr zu einem Pageturner!

Meine Wertung:






Es gibt übrigens auch einen tollen Trailer:







Mittwoch, 6. August 2014

[Rezension] Hannah Siebern - Zirkusmagie

impress

ebook (3.7.14): KLICK - 3,99 € - 455 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Paranormal

Die Autorin:
Hannah Siebern wurde 1986 in Münster (NRW) geboren und studiert an der Uni Dortmund Erziehungswissenschaften. Geschichten schrieb sie schon als Kind leidenschaftlich gerne. Ihre ersten Werke handelten von fiktiven Abenteuern, die sie mit ihren Freundinnen erlebte. Jahre später entdeckte sie dann ihre Liebe zu Fantasyromanen und schrieb mit 23 ihr erstes komplettes Buch. Inzwischen lebt sie mit ihrem Freund, und ihrem Hund in Coesfeld (NRW), und arbeitet an ihrem Masterstudium genauso hart, wie an ihrem nächsten Romanprojekt. http://hannahsiebern.blogspot.de/





Danke liebe Hannah, dass Du mir Dein Buch anvertraut hast!


Inhalt:
Hereinspaziert .. in die große Manege des Lebens ... der Zirkus ist in der Stadt. Jekaterina ist ein Zirkuskind. Sie war es schon immer und wird es wohl auch immer bleiben. Auch wenn sie seit einem schlimmen Vorfall nicht mehr in der Manege stehen kann. Angst beherrscht sie, Angst vor dem Publikum. Im Winter ist es leicht, dann ist sie bei ihrer Großmutter und besucht eine normale Schule. Doch im Sommer ist sie im Zirkus und in seiner eigenen Magie gefangen. Als sie Ewan trifft, ist es für sie zunächst nichts besonderes, bis sie begreift, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Doch zu diesem Zeitpunkt fühlt sie sich schon zu sehr zu ihm hingezogen, spürt, dass etwas ihrer beiden Leben verbindet, auch wenn sie nicht weiß, was es ist. Doch wo immer gute Kräfte am Werk sind, sind auch die bösen nicht weit und so muss Jekaterina bald nicht nur um ihr eigenes Leben bangen.

Meine Meinung:
Zirkus ohne Magie .. geht im realen Leben schon nicht - zumindest für das Publikum, in Büchern scheinbar erst recht nicht. Aber wo wenn nicht hier, würde es so hervorragend hinpassen. Und so ist es gar nicht verwunderlich, dass viele von Jekaterinas Familie besondere Fähigkeiten besitzen - nichts, was nicht vielleicht doch wirklich sein könnte.

Ich fand es schön, gemeinsam mit Jekaterina zu erfahren, wo ihre Gabe liegt, was sie besonders macht. Zu entdecken, was es mit Ewan und seiner Familie auf sich hat. Stück für Stück entdeckt sie mehr und der Leser mit ihr. Ganz verzaubert war ich auch von ihrem kleinen Bruder, der auch etwas ganz besonderes ist. Und gerade hier zeigt das Buch auch, das anders nicht unbedingt schlecht sein muss, sondern vielmehr liebenswert in seiner Einzigartigkeit. Genau deshalb gefiel mir Jekaterina so gut. Sie war gütig und nahm jeden so, wie er war. Entdeckte das Schöne und das Gute in jedem und war deshalb noch lange nicht naiv. Ich sage nur "Belle" :)

Auch Ewan mochte ich gerne, er brachte mich mit seiner Art nicht selten zum schmunzeln. Und auch ein paar der anderen gefielen mir ausgesprochen gut, so dass es einfach Spaß machte, seine Zeit mit ihnen zu verbringen.

Zuviel kann ich Euch nicht verraten, da ich finde, dass Ihr die Geheimnisse des Buches selbst herausfinden sollt. Doch für die Autorin möchte ich einen Satz hinterlassen ... die Erklärung, warum man manchmal Angst hat und warum einen manchmal ohne Grund Freude überkommt, fand ich sehr sehr schön .. und als ich gestern ohne Grund eine Gänsehaut bekam, musste ich daran denken und lächeln .. danke!

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der auch als Kind ein bisschen die Magie im Zirkus gesprüt hat. Aber auch denen, die heute vielleicht schon zu "Erwachsen" für das nicht greifbare sind. Vielleicht bringt Euch das Buch dazu, wieder ein bisschen innezuhalten im rationalen Denken und mal wieder mehr zu fühlen, was um Euch herum vorgeht. Und wenn es nur für die Dauer des Lesens ist.

Ich fand das Thema des Buches richtig schön, denn es war mal etwas ganz anderes .. Zirkus, seine Magie und das, was sonst noch so da ist :)

Fazit:
Meine Empfehlung für Freunde der magischen Welt und des Zirkus, aber auch an jene Zweifler und Denker, denn wer weiß, ob nicht vielleicht doch mehr hinter manchem steckt. Eine wirklich schöne Geschichte, die mir viel Freude beim Lesen, aber auch danach bereitet hat.

Meine Wertung:






Montag, 4. August 2014

[Rezension] Annika Bühnemann und Anna Fischer - Traummänner und andere Hirngespinste

Taschenbuch (20.7.14): KLICK - 9,90 € - 208 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autoren:
Annika Bühnemann: Einen Kaffee, einen Stift und ein Notizbuch - mehr braucht Annika Bühnemann nicht, um glücklich zu sein. Da ein Notizbuch allein aber nicht die Miete bezahlt, hat die 1987 geborene Optimistin zunächst Business Administration studiert und einen "ordentlichen" Beruf ergriffen, bevor sie zum Schreiben kam. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Pudel in der Wesermarsch, nördlich von Oldenburg. Mit ihren lustigen Liebesgeschichten will sie anderen Frauen Mut machen, Träume umzusetzen und für das eigene Glück zu kämpfen.

Anna Fischer: Hierzu lässt sich noch nichts finden - es ist ein Pseudonym, soviel kann ich verraten ... der Rest wird bestimmt noch kommen :-)




Vielen Dank an Annika und Anna, dass Ihr mir Euer Buch anvertraut hat. Ich bewundere es ja immer, wenn zwei zusammen schreiben können!


Inhalt:
Und wieder ist eine Beziehung in die Brüche gegangen. Fast schon wird es zur Routine für Marietta. Doch diesmal ist es klar, sie schwört den Männern ab. Dieser Vorsatz hält genau ein paar Stunden, dann trifft sie bei einer Freundin den gutaussehenden Arzt Hannes - und schon sind ihre guten Vorsätze wieder über den Haufen geworfen. Trotzdem begibt sie sich auf Rat ihrer Freundin Trudi in die Hände des Psychocoaches Paul, damit die nächste Beziehung mehr Erfolg bringen soll. Doch bevor sie überhaupt anfängt, ihr Leben zu ändern, wirft sie ein Unfall in die nächste Lebensgemeinschaft. Blöd nur, dass der nervige Mitbewohner lediglich ein Hirngespinst ist, das sich jedoch nicht rauswerfen lässt. Doch Paul verspricht ihr, wenn sich ihre Einstellung ändert zu Männern, wird auch das Hirngespinst verschwinden. Marietta allerdings findet keinen Weg in die richtige Richtung.

Meine Meinung:
Lockerer Humor bestimmt das Buch. Jedoch ist er mir persönlich hier und da etwas zu übertrieben gewesen, so dass selbst ich von dem Hirngespinst Mariettas genervt war. Es kann aber auch mit daran liegen, dass mir Marietta und ihre ganze Art nicht so wirklich sympathisch waren. Ihre scheinbare Unfähigkeit allein zu sein, ihre Selbstgespräche mit sich selbst über die gerade bestehende Partnerschaft - und ihr Verhalten, dass dann aber eine ganz andere Sprache spricht, zeugten für mich von einem Menschen, mit dem ich nicht wirklich befreundet sein möchte. Männer, Männer, Männer ist hier das große Thema. Immer auf der Suche nach der wahren Liebe und sich dabei selbst verbiegen .. wer mag solche Menschen schon.

Allerdings, und das ist das, was mich dann das Buch doch immer interessierter Lesen ließ, verändert sich Marietta im Laufe des Buch. Ein harter Kampf, den sie nicht allein geht, sondern mit Freunden und mit Paul. Mir gefielen die Abläufe, die ihre Veränderung mit sich brachte. Wie aus kleinen Dingen große wurden. Schritt für Schritt. Und es machte Spaß, Marietta dabei zu begleiten.

Paul war mir persönlich auch nicht so ganz sympathisch, aber manche Denkansätze von ihm gefielen mir dann wieder doch so gut, dass es eigentlich keine Rolle spielte.

Trudi mochte ich dagegen recht gern, doch ihre Rolle war leider verhältnismäßig klein. Überhaupt bekam man von den Protagonisten eigentlich im großen und ganzen nur die Gegenwart mit. Sicherlich wurden Vergangenheiten mal am Rande erwähnt, spielten aber keine großen Rollen. Vielleicht war das mit ein Grund, warum man den Charakteren nicht richtig nahe kam.

Zusammengenommen muss man aber sagen, dass es eine locker-leichte Geschichte war, die sich flüssig und nett lesen ließ und durch die doch geringe Seitenzahl war man auch recht schnell am Ende angelangt.

Der Humor war sehr nett, allerdings nicht so ganz meiner, so konnte ich zwar ab und an schmunzeln, aber wirklich zum Lachen brachte es mich nicht.

Fazit:
Ein leichter Roman für ein paar amüsante Stunden, der zeigt, dass sich die Menschen um einen herum erst dann verändern, wenn man es selber macht.

Meine Wertung:






Sonntag, 3. August 2014

[Rezension] Rainer Wekwerth - Das Labyrinth ist ohne Gnade - #3

Achtung: Band 3 der Trilogie - enthält Spoiler auf Teil 1 und 2!!!

ARENA
gebundene Ausgabe (Juli 14): KLICK - 16,99 € - 338 Seiten
ebook: gibt es nicht
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Genre: Fantasy / Thriller

Der Autor:
Rainer Wekwerth, Jahrgang 1959, hat zahlreiche Bücher, teilweise unter Pseudonym veröffentlicht und dafür Preise gewonnen. Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart. Mehr Infos unter www.wekwerth.com





Vielen Dank Rainer, dass ich diese Reihe kennenlernen durfte, danke für den tollen Kontakt und die interessanten Gespräche. Ich wünsche Dir allen Erfolg der Welt für diese Reihe, die es wirklich verdient hat!!

Inhalt:
Jetzt sind nur noch drei über, doch sie wissen, bald schon werden noch zwei von ihnen sterben müssen, damit der letzte es schafft, das Labyrinth zu verlassen. Doch je weiter sie kommen, desto mühevoller wird es. Ihre Kräfte sind am Ende, ihre Ängste holen sie ein und ihr Wille zum Überleben wird immer weniger. Bald schon wird jedem von ihnen klar, dass er selbst nicht überleben will oder kann, sondern unbedingt einer der anderen es sein muss - alle aus unterschiedlichen Gründen. Und so helfen sie sich, wenn irgend möglich, noch mehr als bisher schon. Ihre Freundschaft wächst ebenso wie der Zusammenhalt. Und doch, jeder hält etwas zurück, verbirgt es vor den anderen. Genau wie das Labyrinth immer gnadenloser wird, immer mehr von ihnen fordert. Es bringt sie körperlich und geistig an ihre Grenzen und doch kämpfen sie. Weiter und weiter, immer dem einen Ziel entgegen .. dem Ende des Labyrinths. Doch, was wird dahinter sein, werden sie endlich eine Erklärung bekommen? Und vor allem .. wer wird sie bekommen?

Meine Meinung:
Da ist es endlich. Der dritte Teil liegt in meinen Händen .. frisch eingetroffen und natürlich kann ich nicht anders. Ich lasse alles stehen und liegen und beginne zu lesen .. und lese und lese und lese .. bis ich am Ende bin. Obwohl, nein so ganz stimmt das nicht. Es kommt ein Moment zwischendrin, wo es ins 3. Buch wechselt (das 3. Buch hier in diesem 3. Teil). Da stocke ich, starre auf diese letzte Abtrennung, die mich vom Ende noch trennt und ich weiß nicht, wie ich den Mut finden soll, hier die Seite umzublättern. Denn ich bin sicher, ich bin der Lösung, dem Ende nah. Und damit wirklich dem Ende. Danach wird nichts mehr kommen. Und ich weiß nicht, ob ich das Labyrinth und seine Charaktere jetzt schon loslassen möchte. Und doch währt der Moment wirklich nur kurz. Denn zu groß ist meine Neugier. Ob ich Recht habe mit der Erkenntnis, die mir beim Lesen dieses Teils kam? Weiß ich wirklich, was dahinter steckt? Ahne ich das Richtige - und wenn ja, wie werden die Erklärungen sein.

Ein Zitat habe ich Euch mitgebracht, das einer der drei denkt, das jedoch auch die Geschichte so perfekt widerspiegelt:

"Vielleicht war es ja so, dass mit jedem Durchschreiten der Tore, mit jeder Annäherung an ihre wahre Welt, die Erinnerungen wiederkehrten. Es schien ihr fast, als folge sie einem Fluss zum Ursprung seiner Quelle. Je weiter sie vordrang, desto klarer wurde das Wasser."

Und so ging es mir auch. Je weiter ich kam, desto klarer war mir, was die Erklärung sein konnte, einfach sein musste ...

Und so lese ich weiter. Verliere mich im Kampf der drei noch Verbliebenen .. bzw. an dieser Stelle verliere ich mich natürlich in etwas ganz anderem, was ich hier jetzt aber nicht erwähnen darf, um Euch nicht die Spannung zu nehmen. Und ich weiß nicht, ob das, was jetzt kommt, nicht noch spannender ist, als das was war. Sofern das möglich ist.

Ich gebe ja zu, mein Lieblingscharakter - Leon - hat es nicht in diesen letzten Teil der Trilogie geschafft .. an dieser Stelle wissen das ja alle Leser bereits, ich verrate also nichts, was nicht schon bekannt ist. Und ich dachte zuerst, das wird mir etwas der Freude nehmen, die ich an dieser Reihe hatte. Doch merkwürdigerweise ist es nicht so. Auch wenn er sterben musste, damit diese Drei hier weiter kommen, so bin ich ihnen dennoch nicht böse. Vielmehr sehe ich, wie sie wachsen in ihrer Stärke und kann sehen, dass es kein unnützes Opfer war. Fasziniert beobachte ich, wie sie sich mehr und mehr erinnern, wie eins zum anderen führt. Wie sie sich mehr und mehr ihren Ängsten stellen. Dass ihre Vergangenheit näher ist, als jemals zuvor im Labyrinth. Und gleichzeitig sieht man, dass es trotz allem keine Lösung bringt. Wirklich verzwickt und raffiniert, wie die Spannung einfach nicht nachlassen will. Und so "rase" ich durch das Buch, wie die Charaktere zuvor durch das Labyrinth. Kann einfach nicht erwarten, das Ende zu erfahren.

Und dann ist es da. Das Ende. Und ich blätter wirklich vor und zurück. Ungläubig. Das war es?? Oh nein, das ist nicht mein Ende - nicht mein persönliches. Aber das ist ja immer Geschmackssache. Und stimmig ist es trotz allem. Es passt perfekt, es rundet ab ... und trotzdem fühle ich mich, als hätte ich was verloren ...

Noch ein letztes Wort zum Cover ... sieht es nicht genial aus .. für mich sieht es aus, als würde sich das Labyrinth auflösen .... von innen heraus ... mit jedem Teil ein Stück mehr...

Fazit:
Das Ende ist nah, sie sind nur noch zu dritt. Und wer die ersten zwei Teile kennt, der wird wohl nicht überlegen, auch diesen zu lesen. Und wer noch zögert, dem kann ich nur sagen: LEST ES! Es ist der perfekte Abschluss. Es bringt noch einmal atemlose Spannung und schenkt damit wieder stundenlange Lesefreude, auch wenn es unabwendbar das Ende bringt ... Wirklich eine der besten Trilogien, die ich je gelesen habe ... wenn nicht sogar die Beste!

Meine Wertung:


Und hier noch einmal alle drei Teile:



Donnerstag, 31. Juli 2014

[Rezension] Dani Atkins - Die Achse meiner Welt

KNAUR

Taschenbuch (1.8.14): KLICK - 9,99 € - 320 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersangabe: Erwachsene
Genre: Romance, Drama

Die Autorin:
Dani Atkins wurde 1958 in London geboren. Die Achse meiner Welt ist ihr Debütroman und wurde in dreizehn Sprachen übersetzt. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire.











Inhalt:
Unfassbar wie ein Augenblick ein ganzes Leben ändern kann. Fünf Jahre ist es her, seit das Unglück geschah, das Rachels Leben so unfassbar änderte. Tod, Trauer, Schmerzen gehören seitdem zu ihrem Leben. Sie hat sich damit arrangiert, übersteht einen Tag nach dem anderen. Doch was man ihr nahm, bringt eine zu große Lücke in ihr Leben um wirklich wieder glücklich zu sein. Doch dann geschieht wieder etwas unvorhersehbares und sie erwacht in der perfekten Version ihres Lebens. Zutiefst verstört versucht Rachel ihren Mitmenschen klar zu machen, dass das ein Traum sein muss, dass dies nicht ihr Leben ist, wie sie es seit fünf Jahren kennt. Doch keiner glaubt ihr wirklich. Und bald weiß Rachel selbst nicht mehr, welche Vergangenheit nun wirklich ist und welche nicht.


Meine Meinung:
Dieses Buch bekam ich als Überraschung. Ausgesucht hab ich es mir nicht. Der Klappentext las sich nett, aber packte mich nicht, auch wenn das unglaublich schöne cover für mich ein wirklicher Hingucker war. Doch da ich es nun hatte, war ich auch sehr neugierig und schlug es auf .. und nach dem ich eine Seite gelesen habe, war ich auch schon seinem Bann verfallen. Denn so war es tatsächlich .. irgendwas in mir wurde direkt zu Beginn angesprochen und ließ mich weiter und weiter lesen.

Es gibt einen Moment im Buch, wo ich dann total verwirrt war, weil ich mit dem, was auf einmal war so gar nicht mehr klar kam. Das brachte mich dann auch sehr ins stocken, aber ich war trotzdem neugierig und las weiter. An dieser Stelle war es irgendwie, als hätte man ein neues Buch angefangen, nichts, was vorher war, war noch da, das war sehr verwirrend. Doch es dauerte glücklicherweise nicht lang und auch da war man wieder gefangen.

Rachel ist eine Figur, die man irgendwie sofort ins Herz schließt. Man leidet mit ihr unter dem was geschah, wünschte, man könnte ihr irgendwie helfen und weiß doch, dass man in so einer Situation einfach nicht helfen kann. Überhaupt ist alles, was am Anfang geschieht so extrem, so viel, dass es fast zu viel zu ertragen ist, selbst als Leser. Man fragt sich, wie in einem Leben so viel schmerzhaftes Geschehen kann und wie man dabei noch weiter existieren kann.

Als es sich dann dreht und alles ganz toll ist, freut man sich auf der einen Seite. Doch gleichzeitig denkt man die ganze Zeit, dass irgend eine von beiden Realitäten eine falsche ist. Und man wartet quasi ununterbrochen darauf, was geschieht, wie es sich klärt, was passiert, wie es sein kann. Und so jagt man von Seite zu Seite, saugt den Inhalt in sich auf ..

Und irgendwann kommt man zum Ende .. und das war ein Ende, das ich so überhaupt nicht erwartet hätte, nicht mit gerechnet hätte und das mich tatsächlich zum hemmungslosen Heulen brachte .. nicht nur ein bisschen Wasser in den Augen, nein, das volle Programm ...

Fazit:
Ein unbeschreiblich emotionales Buch, das mehrfach die Richtung wechselt in dem was passiert und man nicht weiß, welche Version nun die wahre ist und das mit einem so überraschendem Ende aufwartet, dass man nicht anders kann, als hemmungslos zu weinen .. so erging es zumindest mir und ich kann es Euch nur wirklich ans Herz legen. Ein Debüt?? Ja, ein unglaubliches!

Meine Wertung: