Freitag, 31. Oktober 2014

[Rezension] Sophia Bennett - #rausmitderdicken

Chicken House

Softcover (1.10.14): KLICK - 14,99  € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 10,99 €
Altersangabe: 12-17 Jahre
Genre: Jugendbuch / Cybermobbing

Die Autorin:
Sophia Bennett, geboren 1966, gewann mit ihrem Debüt "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2009. Schon mit 20 Jahren wollte sie Schriftstellerin werden, studierte aber zunächst Sprachen. Ihre großen Leidenschaften sind Kunst und Design, ihre vier Kinder, Modezeitschriften, Cappuccino, ihr Mann und ihr Beruf (vielleicht nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in London.





Inhalt:
Eigentlich wollten sie doch nur Spaß haben, als sie völlig durchgeknallt und verkleidet Popsongs singen und sich dabei mit ihrem Handy aufnehmen. Doch aus Spaß wird schnell ernst, als das Video ungewollt im Internet landet. Was zunächst als großer Erfolg beginnt, endet mit einer Einladung zu Killer Act. Von da an geraten die Dinge außer Kontrolle, denn die Macher wollen nicht alle der vier Mädels, denn eine fällt aus dem Rahmen und passt nicht dazu. Die Girls denken sich nichts dabei, doch bringen sie mit einer Entscheidung einen Stein ins Rollen, aus dem eine Lawine von Drohungen, Beleidigungen und Hass wird, so dass die Mädels bald nicht mehr wissen, wie sie das noch ertragen sollen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den Covertext gelesen hatte, dachte ich, ok, ein Buch, das ein bisschen die negativen Seiten von Castingshows zeigt. Oder wie schnell man im Rampenlicht steht, wie es sich anfühlt, auf einmal ein Star zu sein. Doch eigentlich ist das mehr der Hintergrund. Denn darum geht es eigentlich nicht, es ist nur der Grund, warum die Geschichte so verläuft, wie sie in dem Buch geschildert wird. Vielmehr zeigt sie, wie aus ein, zwei unbedachten Handlungen etwas wird, das so schwer wiegt, dass es Menschen regelrecht zerstören kann.

Die größte Leidtragende der Geschichte ist wohl Sasha, auch wenn es vordergründig eher so aussieht, als wäre es Rose. Rose, die Dicke, die von ihren Freundinnen ausgestoßen wird, weil sie nicht so dünn ist wie sie. Und ich wette, dass viele genau nur das beim Lesen sehen werden und nicht Sasha, die eigentlich nur Rose hatte helfen wollen. Mir taten beide leid, denn beide wurden Opfer von Manipulationen und der Masse der Menschen, die einem Wahn hinterherläuft ohne zu hinterfragen. Die sich von Medien leiten lassen, ohne wirklich zu wissen, was geschehen ist. Die vor nichts zurückschrecken in ihrem selbstgepuschten Hass auf etwas, was ihnen präsentiert wird.

Ich hätte mich stundenlang aufregen können über diese angeblichen Medienmacher, die Geschichten so drehten, dass sie etwas ganz anderes zeigten, als das, was wirklich war. Die sogenannten Fans, die wie die Hyänen auf wehrlose Mädchen einhackten, weil sie sich nicht mal für fünf Minuten ihr Hirn eingeschaltet haben, um zu überlegen, ob wirklich alles so war. Und ich war zu Tränen betrübt über die Verzweiflung, die Mutlosigkeit, die Hilflosigkeit der Mädchen, die einfach aus dieser scheinbaren Endlosschleife nicht mehr herauskamen.

Ich fand es unglaublich, wie die Autorin genau das schilderte, was tagtäglich im Kleinen und Großen abläuft. Mobbing. Ob nun die Öffentlichkeit dahintersteht oder nicht ... es reicht, wenn einer ein Gerücht verbreitet und schon stürzen sich alle wie die Aasgeier darauf. Geleitet aus Sensationsgier und dem Machtgefühl, das es bereitet, einen eh schon am Boden liegenden aus dem Schutz einer Gruppe heraus noch einmal zu treten. Unter dem Deckmantel der Anonymität. Wie oft habe ich mir in dem Buch gewünscht, sie würden einmal innehalten und denken ... aber genau wie in der Realität, geschah es nie.

Fazit:
Dieses Buch ist für mich eine großartige Möglichkeit, gerade den Kids wieder einmal aufzuführen, wie schnell sich das Blatt drehen kann. Wer heute beliebt ist, ist das morgen nicht mit Sicherheit auch noch. Daher sollte man immer darüber nachdenken, was man macht, wen man verurteilt und ob Dinge wirklich so sind, wie sie scheinen. Und dafür hat die Autorin meiner Meinung nach eine großartige Geschichte gesponnen, die einfach mitreißt. Die einen zum Lächeln bringt über die Verrücktheit der Mädels, die einem zeigt, was Freundschaft wert ist und die einen zu Tränen rührt, weil es einfach weh tut, wie schnell alles vorbei sein kann und nur noch Traurigkeit und Mutlosigkeit herrscht. Absolut empfehlenswert!


Meine Wertung:






Donnerstag, 30. Oktober 2014

[Rezension] Robyn Carr - Endlich bei dir in Virgin River # 10

Achtung, dies ist Band 10 der Reihe!

MIRA

Taschenbuch (Dezember 12): KLICK - 7,99 € - 352 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Als Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.




Inhalt:
Sean ist ein Frauenheld. Doch auch die kommen irgendwann an den Punkt, wo sie ruhiger werden. Doch ein Kostverächter ist er nicht und so nutzt er seine freie Zeit beim Besuch seines Bruders, um durch die Bars zu ziehen, auf der Suche nach schönen Frauen. Und schon bald sieht er eine, die ihn umwirft, denn es ist keine Unbekannte, sondern die Frau, die er vor vier Jahren aus Dummheit verlor und nicht wiederfinden konnte. Doch Franci ist alles andere als begeistert, ihn wiederzusehen und tut alles, um ihm fern zu halten, schon allein ihrer kleinen Tochter zuliebe. Doch wieder kommen ihr Zweifel, ob sie Sean vorenthalten darf, dass auch er eine Tochter hat und so gewährt sie ihm Zugang zu ihr. Sean begreift, was für einen Fehler er wirklich gemacht hat, doch Franci will sich nicht zurückerobern lassen.

Meine Meinung:
Und wieder komme ich nach Hause - so fühlt ich irgendwie jeder Band dieser Reihe an, egal wieviel Zeit seit dem letzten vergangen ist. Wieder treffe ich alte Freunde und gewinne neue hinzu - nunja, zumindest ein bisschen davon ;-). Denn es ist wirklich egal, wieviel Zeit vergangen ist, man ist sofort wieder in der Geschichte dieses wundervollen Ortes, den es in der Realität leider nicht gibt, ansonsten gäbe es wohl unendlich viele Pilgerreisen dorthin. Ein Ort, wo jeder für den anderen da ist, wo Vorurteile nicht gelten, der eine so enge Gemeinschaft ist, wie eine Familie nur selten ist. Jaja, es ist eine Fiktion, schon klar, aber eine wundervolle :-)

Und auch in diesem Band haben wir es wieder. Liebe, Leidenschaft, Probleme und viel Herz vermischen sich zu einer wundervollen Geschichte, die wie geschaffen ist für gemütliche Stunden Lesefreude. Mein Männe würde sagen kitsch ... ich sage, eine "hach"-Geschichte. Denn wie immer sind die Protagonisten umwerfende Personen - Männer wie Frauen. Schön, begehrenswert, liebenswert, freundlich und man findet bestimmt noch unzählige Beschreibungen.

Eine der Bewohnerinnen bringt es selbst sehr gut auf den Punkt:

"Alle sind so wunderbar zu uns. Wie können sie so wunderbar sein?" Er lächelte. "Wahrscheinlich üben sie jeden Tag."

Francis wurde von Sean unendlich enttäuscht, in dem er ihr vor vier Jahren klar machte, dass die Beziehung so unverbindlich alles ist, was er zu bieten hat. Zu einem Zeitpunkt, als Francis klar wurde, dass sie schwanger war. Aus falschem Stolz unterschlug sie es ihm und musste dann mit den Scherben leben, in die ihr Leben zerbrach. Jetzt, wo sie ihr Leben im Griff hat, taucht er wieder auf und lässt keine Ruhe. Alte Wunden werden aufgerissen, Gefühle, die man für vergraben hielt, kommen wieder hoch. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, wie schwer so etwas ist. Lässt man sich darauf noch mal ein, kann man den Schmerz vergessen, oder wird er immer zwischen einem stehen. Kann man vertrauen oder ist das für immer gestört? All diese Dinge machen Franci sehr menschlich und man ist hin und her gerissen, ob man sie warnen oder ermuten möchte.

Aber nicht nur diese beiden neuen Hauptcharaktere treffen wir, sondern auch wieder alle die, die wir bereits kennen und lieben lernten. Das ist ja das schöne an einer Reihe, man erfährt auch immer etwas von denen, deren Geschichte man bereits kennt .. und kann auch schon den Inhalt von zukünftigen erahnen ...

Fazit:
Wieder ein weiterer wundervoller Teil der Reihe, der uns zurück bringt in diesen Ort voller Zauber. Wo Menschen füreinander da sind, wo es keine Vorurteile, keine Verurteilungen gibt und jeder auch eine zweite Chance erhält. Wo man sich zu Hause fühlt ...

Meine Wertung:





Und hier noch einmal alle bisherigen Teile:



Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Natalie Luca - Unter goldenen Schwingen #1

Band 1

impress
ebook (8.8.13): KLICK - 3,99 € - 355 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Paranormal / Engel

Die Autorin:
Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit früher Jugend. Auf ausgedehnten Reisen lässt sie sich für ihre Fantasygeschichten inspirieren. "Unter goldenen Schwingen" war ihr erster Roman und bald schon so beliebt, dass Nathaniel und Victoria zu einer ganzen Reihe angewachsen sind. 
Website: www.natalieluca.wordpress.com 
Facebook Fanseite: https://www.facebook.com/pages/Natalie-Luca/505842096155479
http://fan-lounge.carlsen.de/natalie-luca




Inhalt:
Victoria leidet noch immer unter dem Tod ihrer Mutter. Als wäre das nicht schlimm genug, lässt ihr Vater sie aus beruflichen Gründen ständig allein. So auch an ihrem 18. Geburtstag. Darüber kann sie auch sein großzügiges Geschenk, ein Auto nicht hinwegtrösten. Kurzerhand setzt sie sich erstmals seit dem Tode ihrer Mutter selbst ans Steuer, um noch rechtzeitig vor Schließung auf den Friedhof zu kommen. Doch Regen und ihre tiefe Verzweiflung lassen sie unaufmerksam werden und sie gerät ins Schleudern. Mit voller Wucht rast sie vor die Friedhofsmauer, doch merkwürdigerweise passiert ihr nichts .. im Gegenteil ... plötzlich fühlt sie sich geborgen, verliert die Trostlosigkeit, die sie mehr und mehr umgibt und sieht dann in das schönste Gesicht, dass sie je sah. Doch kaum tauchen die Rettungswagen auf, ist er verschwunden und Victoria setzt alles dran, ihn wiederzufinden. Doch, ob das wirklich ihre beste Entscheidung war? Denn als sie ihn findet, findet sie auch Dinge, die sie lieber nie hätte sehen wollen.

Meine Meinung:
Das ist eins der Bücher, das schon ewig auf meinem SUB schlummert, ausgewählt habe ich es jetzt total zufällig im Losverfahren und war ab der ersten Seite völlig gefangen in der Geschichte, in den Protagonisten und dem schönen Schreibstil der beides verbindet. Als ich begann, wusste ich nicht mal, wovon es handelt, auch wenn mir bei dem Titel zumindest eine Ahnung vorlag, die sich auch als richtig herausstellt.

Die Geschichte - ein Schutzengel, wobei, das umschreibt es nicht mal Ansatzweise, gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich zunächst dachte, eine Engelgeschichte könnte langweilig sein, was soll es da schon neues geben. Doch die Autorin verarbeitet so viele tolle Ideen mit gut und böse, mit dem was wir sehen oder was wir vor unseren Augen verschließen, dass es eine wirkliche Freude war, der Geschichte zu folgen.

Victoria war mir zunächst hmm unsympathisch wäre übertrieben .. nennen wir es gleichgültig .. jaja, Mutter tot, schlimme Geschichte ohne Frage, doch hatten wir schon dutzende mal und ich kann dieses deprimierende Verhalten langsam nicht mehr ertragen. Doch so schlimm war es gar nicht und schnell wurde einem klar, dass sie gar nicht jammert, sondern eher eine Kämpfernatur ist und dass da was ganz anderes hintersteckte, wie man im Laufe des Buches erfuhr, brachte dann auch noch einmal eine ziemliche Wendung. Vielmehr überzeugte sie mich im Laufe des Buches mehr und mehr von ihrer Selbstlosigkeit, von dem vielen Guten, das in ihr steckt und wie allein sie eigentlich ist.

Nathaniel mag ich sehr gern, er ist halt sanft und gütig, seine Beschreibung allein lässt ihn in einem Licht erstrahlen und seine Art mit Victoria umzugehen kann einem nur ein Lächeln entlocken. Auch wenn er wirklich böse werden kann, mir persönlich ist er einen touch zu soft .... ich mag glaube ich Ramiel da doch etwas lieber, auch wenn ich nicht viel von ihm weiß. Trotzdem machte es viel Spaß, Nathaniel zu begleiten und seine Gefühle berührten mich oft, weil sie so tief, so rein scheinen.

Tief beeindruckt war ich auch von ... tja .. nein, das ginge jetzt zu weit, das müsst Ihr dann wohl selbst lesen :-)

Am Ende des Buches - ja es hat ein Ende, aber auch gleichzeitig wieder nicht, wurde mir schlagartig klar, ähm, das ist nicht das Ende .. och ne, schon wieder ein Mehrteiler ... und wie ich grade gesehen habe sogar mindestens schon 5 Teile *seufz* .. und obwohl mein SUB meterhoch ist, werde ich mir jetzt erstmal direkt Teil 2 kaufen und weiterlesen ... mal sehen, ob mich Teil 2 auch so überzeugen kann ;)

Fazit:
Auch wenn es leider mal wieder der erste Teil einer Reihe ist, ist er einfach empfehlenswert. Er hat ich direkt von der ersten Seite begeistert, da sowohl die Protagonisten als auch die Geschichte und der schöne Schreibstil der Autorin überzeugen. Ein Kampf mit Gut und Böse und tollen Ideen, die dahinter stecken!

Meine Wertung:





Samstag, 25. Oktober 2014

[Rezension] Samantha Young - Das Erbe des Flammenmädchens - #2

Achtung, dies ist Band 2!

Verlag: DARKISS
Broschiert (10.9.14): KLICK - 12,99 € - 400 Seiten
ebook: gibt es nicht
Altersangabe: 14-16 Jahre
Genre: paranormal (Dshinns, Magier, Menschen)

Die Autorin:
Samantha Young wurde 1986 in Stirlingshire, Schottland, geboren. Seit ihrem Abschluss an der University of Edinburgh arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits mehrere Jugendbuchserien geschrieben. Seit der Veröffentlichung von Dublin Street und London Road, ihren ersten beiden Romanen für Erwachsene, stürmt sie die internationalen Bestsellerlisten.






Inhalt:
Aris Leben scheint nur noch aus Chaos zu bestehen. Jemand will sie entführen und geht dabei über Leichen. Sie weiß nicht, wem sie trauen kann. Ihre Freundschaft zu Charlie und Jai hängt nur noch an dünnen Fäden. Völlig aus allem gerissen, was sie kennt und liebt flüchtet sie mit den beiden Jungs, in der Hoffnung, ihre Verfolger abschütteln zu können. Doch es gibt einige in ihrem Umfeld, die scheinbar ein falsches Spiel mit ihr spielen und so lauern ihr die Verfolger immer wieder auf. Während sich ihre Gefühle für Jai immer mehr vertiefen, scheint sich dieser immer weiter zurückzuziehen. Und Charlie immer offener für die dunkle Seite zu werden. Doch auch neue Freundschaften stellen sich ein und es sind immer welche da, die an ihrer Seite kämpfen. Doch ob sie letztendlich den Kampf gewinnen können?


Meine Meinung:
Auch dieser zweite Teil konnte mich wieder absolut vom Schreibstil der Autorin und von der Geschichte überzeugen. Spannung, hier und da auch mit Humor gemischt, ein bisschen was fürs Herz - aber nicht zu viel - vereint sich zu einem Pageturner und man mag das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Man kommt den Protagonisten in diesem Band deutlich näher, erfährt einiges über ihre Vergangenheiten und so entsteht ein komplexeres Bild, warum manche Handlungen so sind, wie sie sind.

Ari tut mir hier am meisten leid, da sie so dringend etwas konstantes in ihrem Leben bräuchte, doch sie wird immer nur von einem in den nächsten Schlamassel gezogen. Dafür bleibt sie meiner Meinung nach wirklich beneidenswert sie selbst, lässt sich nicht unterkriegen und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Jai tut mir auch leid, denn in diesem Buch erfährt man viel über ihn, was sein Verhalten erklärt, er ist gefangen in seinen Gefühlen und kommt nicht raus - eine verzwickte Situation, die ihn stark beschäftigt. Charlie lässt mich zweigeteilt zurück, ich weiß einfach nicht, ob ich ihn mag oder nicht ... das wechselt ständig.

Es gab Stellen im Buch, da fand ich es schwierig zu folgen .. wenn z.B. auf einmal eine ganze Gilde hinzukommt .. viele Personen mit absolut außergewöhnlichen Namen, die dann mal eben aufgezählt werden, da stockte ich wirklich. Ich hab es dann einfach hingenommen und wurde belohnt, in dem die, die wichtig sind, später noch einmal aufgegriffen wurden. Sicherlich eine Situation, die nicht umgangen werden kann, es aber schwer machen zu folgen.

Leider endet natürlich auch dieser Teil mit einem Cliffhanger, der einen zum Teil erfreut zurücklässt, weil die tolle Geschichte weitergehen wird, jedoch auch betrübt, weil man nun wieder warten muss.

Was mir an dieser Reihe noch ganz besonders gefällt, sind die tollen Überschriften der Kapitel ... oft hielt ich inne, um sie noch einmal zu lesen ... wie zum Beispiel dieses hier:

"Nimm mein Herz, wenn Deines nicht mehr schlägt"

Die tollen Cover könnt Ihr ja selbst sehen ... wie immer bei Darkis absolute Hingucker, oder?!

Fazit:
Ein sehr spannender zweiter Teil, der sich auf keinen Fall wie ein Lückenfüller liest. Die Hintergründe der Protagonisten werden weiter ausgeführt, man erfährt vieles interessantes. Verfolgungen, Kämpfe, Verluste aber auch Gefühle verbinden sich zu einer tollen Geschichte, die ich nur empfehlen kann!

Meine Wertung:






Hier noch einmal die ersten beiden Teile:


Donnerstag, 23. Oktober 2014

[Rezension] Antje Szillat - Nimm das Glück in beide Hände

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Taschenbuch (6.10.14): KLICK - 8,99 € - 270 Seiten
ebook: KLICK - 6,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit / Unterhaltung

Die Autorin:
Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen.
"Nimm das Glück in beide Hände" ist ihr erster Frauenroman, indem es ähnlich turbulent bis heiter wie in ihren erfolgreichen Kinderbüchern zugeht. Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen "kleinen" Großfamilie gehören Pferde, Hunde, Goldfische und natürlich viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover. Besuchen Sie die Autorin auch auf ihrer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pages/Autorin-Antje-Szillat/251925324824376 Oder auf ihrer Webside: www.antjeszillat.de


Inhalt:
Zwei Kinder, ein Haus, ein Hund, ein Garten und einen Mann, der beruflich ständig weg ist ... während andere darüber nur jammern würden, überlegt Clara, dass sie neue Herausforderungen braucht ... Doch während sie noch Pläne schmiedet, schmiedet das Schicksal ganz anders. Ihr Mann muss seine Abwesenheit verlängern und schickt ihr dafür das so innig geliebte Schwiegermonster, ihre beste Freundin und Arbeitgeberin krempelt ihr Leben auf Links und dreht dabei völlig durch  und Claras ständige Übelkeit kündigt schon den nächsten Stolperstein an ... Doch glücklicherweise hat sie auch Freundinnen, die ihr zeigen, was in ihr steckt und dass man manchmal auch über kleine Steine springen muss, um die dahinterliegenden Herausforderungen anzunehmen.

Meine Meinung:
Meine erste Reaktion als ich das Buch zuklappte .. ich will soooofort Tee trinken. Jetzt auf der Stelle. Gut, für die, die mich nicht kennen .. ja ab und an trinke ich Tee ... Beutel in Tasse und Wasser drauf ;) .. jetzt aber möchte ich gerne was ganz anders und davon ganz viel. Und das ist Clara Schuld. Oder vielleicht auch die Autorin mit ihrer Geschichte über Clara - oder eine Mischung aus beidem ;)

Die Geschichte von Clara, nun vielleicht mag sie manchen Leuten etwas überspitzt vorkommen, denn Clara schafft so viel, kämpft für das, was sie möchte und lässt sich auch von Rückschlägen nicht aufhalten. Bestimmt gibt es nicht viele Frauen, die so etwas zustande bringen, aber wenn ich mir so ein paar Frauen anschaue, die ich kenne, dann habe ich an Clara überhaupt keinen Zweifel, dass sie alles das schafft, was sie sich vornimmt. Sprich, ich halte es für wirklich reell und gar nicht weit hergeholt.

Wenn man so viel Power in eine Geschichte verpackt und dann noch so viel warmherzigen Humor dafür benutzt, bringt man Menschen wie mich dazu, nach Feierabend alles liegen zu lassen und sich statt dessen lieber gemütlich auf Sofa mit einer Tasse Tee und dem Buch zu kuscheln ... schließlich möchte man wissen, wie es mit Clara so weiter geht.

Sehr oft habe ich beim Lesen ein Lächeln im Gesicht gehabt. Sei es, weil Claras zwei kleine Mädchen so herrliche Wörter wie Matschkuh oder knallschön verwendeten, oder Clara gedanklich die herrlichsten Antworten an das nur schwer zu ertragende Schwiegermonster gab. Schallend gelacht habe dann aber auch  mehrmals, ein Beispiel möchte ich Euch zeigen. Clara ist zur Zeit ja ziemlich nah am Wasser gebaut und erzählt ...

"Gestern Abend habe ich mit den Mädchen ihre Lieblings-Sesamstraße-DVD angeguckt und bin glatt in Tränen ausgebrochen, weil Grobi dem Krümelmonster die Kekse weggenommen hat."

Herrlich. Bei mir schaltet so etwas immer sofort das Kopfkino an!

"Nimm das Glück in beide Hände" ist Antje Szillats erster Frauenroman und ich kann nur sagen: Es wurde aber auch Zeit und bitte bitte noch viele weitere davon. Denn das Buch bot alles, was eine gute Geschichte ausmacht: Ein bisschen was fürs Herz, bezaubernder Humor, zu meisternde Hindernisse und eine Idee, die im Buch nach und nach reift und am Ende zu etwas wird, was der Leser am liebsten selbst sofort haben möchte. Clara zeigt uns einfach, was passiert, wenn man es anpackt statt nur davon zu träumen!

Sehr schön finde ich auch die so toll zusammengstellten Zitate, die den Anfang eines jeden Kapitels zieren und auch die "Rezepte" am Ende des Buches. Ich mag solche Kleinigkeiten. Zusammen mit dem tollen Cover sind das die Details, die ein Buch zu etwas Besonderem machen!

Liebe Antje, danke, dass ich  Clara schon vor so langer Zeit kennenlernen durfte - wenn auch nur ihre Anfänge und mich die Warterei wahnsinnig gemacht hat *lach*. Sie ist noch viel besser geworden, als ich es anfangs dachte ... Die Mischung aus Humor, Leichtigkeit, Gefühl, Freundschaft und Mut verleiht Clara und dem Buch wirklich etwas ganz besonderes! Bitte bitte weiter so!

Fazit:
Ich empfehle eine Couch, eine Decke, einen herrlich duftenden Tee und dann alles abschalten und einfach in der zauberhaften Geschichte von Clara verlieren, die einem zeigt, was möglich wäre, wenn wir es anpacken und nicht nur träumen. Die uns klar macht, das Leben bietet so viel und man muss nicht auf das eine verzichten, nur um das andere erreichen zu können. Kombiniert mit zauberhaftem Humor verliert man das Lächeln auch nicht, wenn man das Buch am Ende zuklappt, sondern nimmt noch ein ganzes Stück davon mit!

Meine Wertung:




Dienstag, 21. Oktober 2014

[Rezension] Dr. Dr. Michael Despheghel - 2 Tage Diät sind genug

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broschierte Ausgabe (14.8.13): KLICK - 9,99 € - 202 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Sachbuch / Diätratgeber

Der Autor:
Dr. Dr. Michael Despeghel hat seit rund 25 Jahren Erfahrung als Referent. Er hält europaweit Vorträge zu Fitness-, Präventions- und Gesundheitsthemen und ist Autor zahlreicher Bücher zu diesen Themen.
Der Sportwissenschaftler und Gesundheitsexperte ist Spezialist für nachhaltige Lebensstiländerung und gesunde Lebensführung.
Er doziert er an der Justus Liebig Universität Gießen im Fachbereich Sportmedizin. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für präventive Männermedizin e. V. 2006 und 2008 wurde Dr. Dr. Michael Despeghel mit dem Award Speaker of the Year ausgezeichnet.
Dr. Dr. Michael Despeghel ist bekannt durch eine FOCUS-Serie und  Fernsehauftritte. Den Erfolg seiner Konzepte weisen wissenschaftliche Studien der Sporthochschule Köln und der Universität Gießen nach.


Inhalt:
Dieses Buch ist eigentlich weder eine strenge Diät, noch eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Vielmehr zeigt es Menschen, die weder das eine noch das andere dauerhaft schaffen, eine Alternative, sein Gewicht trotzdem zu reduzieren. Und zwar ohne den massiven Stress, den beide Formen mit sich bringen können.


Meine Meinung:
Mal vorab, dies ist wirklich wie es dort steht - Meine Meinung. Ob sie richtig oder falsch ist, will ich hier nicht diskutieren und ich möchte auch keine Belehrungen. Es ist einfach meine Meinung. Jeder darf sich gern seine eigene bilden und auch selbstständig eine Bewertung abgeben, dies muss er nicht in einem Kommentar zu meiner Rezension tun! - Danke :)

In diesem Buch führt der Autor Sachen auf, die den meisten diäterprobten  Menschen nicht unbekannt sind. Dass Radikaldiäten immer nur so lange wirken, wie sie angewendet werden, dann meist ein Jojo-Effekt folgt, dass theoretisch nur lebenslange vernünftige Ernährungsumstellungen etwas bringen - UND .. das die meisten das einfach nicht schaffen. Danke. Bingo .. genau so ist es. Theoretisch bin ich perfekt und müsste auch die perfekte Ernährung leben ... praktisch versage ich auch immer wieder, es gibt einfach zu viel, was lecker ist und in größeren Dosen einfach nicht mehr ernährungsbewusst ist. Ich weiß das .. aber ... :)

Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Grob umrissen empfiehlt der Autor in unserer Überflussgesellschaft einfach, eine etwas andere Routine in seine Essgewohnheiten zu bringen. Dem Körper Ruhephasen zu geben, um den Überfluss verarbeiten zu können und gibt einem ein Prinzip an die Hand, was auf Dauer vielleicht leichter durchzuhalten ist, als 100%iger Verzicht. Doch auch hier spielt natürlich der Wille eine große Rolle. Was will ich wirklich ... will ich weiter das fortführen, was ich derzeit habe - das ständige Gefühl mir etwas zu verkneifen und ständig doch zu versagen und dadurch immer etwas zuviel mitzuschleppen, oder mich an 2 von 7 Tagen zusammen zu reißen - um dann 5 Tage frei von Zwängen zu sein ...

Diese 2 Tage sind nicht, wie ich im Vorfeld dachte - Fastentage. Es gibt schon etwas zu essen, aber sehr sehr reduziert. Dafür aber gibt es im Buch sehr viele Rezeptvorschläge, so dass es gar nicht schwer ist, das einzuhalten. Mit etwas Routine denke ich, sehr einfach auch in den Alltag einzubauen. Denn an diesen 2 Tagen gibt es nur eine Mahlzeit - und ob die Mittags oder Abends eingenommen wird, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, aus was sie besteht und wieviele Kalorien sie hat. An den anderen 5 Tagen kann man ganz normal essen ... auch wenn hier 5 Tage Sahnetorte garantiert kontraproduktiv sind, verboten wäre sie jedenfalls nicht. Aber mal ehrlich, wer macht das schon... ich denke, die wenigsten. Aber an den 5 Tagen muss man weder auf Kohlehydrate verzichten, noch auf Fett oder auf Süßes, sich nicht an bestimmte Zusammenstellungen der Mahlzeiten halten oder irgendwas zählen. Wir könnten also 5 von 7 Tagen ohne Zwänge leben, die es ja eigentlich sind, die uns stressen. Ich finde, das klingt auf Dauer umsetzbar. Es ist auch egal, ob man die 2 Tage Verzicht hintereinander oder auseinander gelegt macht - aber .. sie sollten immer am gleichen Tag sein. Warum, das erläutert der Autor in seinem Buch sehr glaubhaft, ich denke, er könnte damit gar nicht so unrecht haben.

Aber er vermittelt im Buch noch vieles mehr, was ich teilweise sehr interessant fand, was für mich teilweise aber auch nur Wiederholungen darstellte, da ich in dem Bereich halt schon vieles gelesen habe - aber, zur Umsetzung seines Prinzips muss man denke ich auch nicht zwangsläufig alles lesen, sofern man das Wichtige sieht.

Achso .. ja .. und er empfiehlt natürlich auch wieder etwas Bewegung, allerdings auch in Maßen und auch nicht zwanghaft! ... sehr nett, wenn die Entscheidung bei mir bleibt. Danke.

Ob diese Diät etwas bringt - weiß ich nicht. Bislang hab ich sie nur theoretisch verinnerlicht. Aber ich werde sie nach dem Urlaub starten und sehen, ob ich es wirklich so mühelos in den Alltag integrieren kann, wie es sich anhört und vor allem, ob es was bringt. Der Autor verspricht im Prinzip pro Woche ein halbes Kilo Gewichtsverlust, je nachdem, was man an den 5 Tagen anstellt. Also eine langsame, aber stetige Reduktion, die langfristig - wie man ja weiß - die Beste ist.

Sollte ich durchhalten, werde ich ein Update geben... vielleicht im Monatsrhythmus .. mal sehen ..

Es gibt übrigens auch noch ein Rezeptbuch, aber in diesem Buch hier sind für den Anfang so viele leckere Rezepte enthalten, dass ich zu Beginn davon abraten würde - bei Durchhalten sicherlich ergänzend ganz toll!

Fazit: 
Wer (mal wieder wie ich) nach etwas sucht, das langfristig das Gewicht reduziert, dem könnte es mit diesem Buch gelingen. Zumindest theoretisch klingt es für mich umsetzbar. Es vermittelt viel interessantes, für diäterprobte sicherlich nichts bahnbrechend neues, dennoch gut zusammengestellt und für den kleinen Preis durchaus ein Ratgeber, den ich empfehlen möchte. Ob es wirkt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gern ergänzen .. wenn ich es denn durchhalte ;)

Meine Wertung:


Sonntag, 19. Oktober 2014

[Rezension] Nicholas Sparks - Kein Ort ohne Dich

Heyne
gebunden (25.11.13): KLICK - 19,99 € - 544 Seiten
ebook: KLICK - 15,99 €
Hörbuch (gekürzte Ausgabe): KLICK - 19,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Der Autor:
Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt zusammen mit seiner Frau und den gemeinsamen fünf Kindern in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 47 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt „Kein Ort ohne dich”.






Inhalt:
Dies ist die Geschichte zweier Paare, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen die von Ira und seiner Frau Ruth. Ira lässt am Ende seines Lebens angekommen noch einmal sein Leben Revue passieren, während Ruth aufpasst, dass er nichts vergisst zu erzählen. Zum anderen haben wir da Sophia und Luke, eine Studentin und ein Rodeo-Reiter. Zwei Welten, die eigentlich nicht passen und dennoch fühlen sich die Beiden zueinander hingezogen. Doch Luke verschweigt Sophia etwas ganz entscheidendes und als sie es erfährt, ist nichts mehr, wie es war. Doch so unterschiedlich die beiden Geschichten sein mögen, sie haben dennoch etwas gemeinsam und etwas, das sie zusammen führt.

Meine Meinung:
Es ist lange her, dass ich mein letztes Sparks Buch gelesen habe. Und beim Lesen musste ich mich dann ernsthaft fragen, warum eigentlich. Wer das Genre mag, der muss diesen Autor einfach lieben. Denn er hat eine Art, Gefühle der Protagonisten zu beschreiben, die so voller greifbarer Emotionen ist, dass man das knistern förmlich spürt. Ich habe selten einen männlichen Autor gelesen, der so wundervoll spüren lässt, was Liebe ist. Und in meinen Augen schafft er das auch völlig kitschfrei und auch ohne sich ständig wiederholenden Klischees zu bedienen.

Wie bereits in der Inhaltsangabe zu lesen, geht es hier eigentlich um zwei Geschichten. Und man weiß nicht wirklich, welche einem besser gefällt, denn sie sind so völlig unterschiedlich. Ira, der Kriege erlebte, der als Jude auch die Judenverfolgung miterlebte, hat ein schweres und dennoch erfülltes Leben hinter sich, denn er ist bereits 93 Jahre alt, als er beginnt zu erzählen. Und dies birgt natürlich eine ganz andere Geschichte, als die von Sophia und Luke - die übrigens zusätzlich noch wechselnd aus den Perspektiven der Beiden geschildert wird.

Jedes Mal, wenn die Geschichte wieder zur anderen wechselt, denkt man, nein, ich will dort weiterlesen .. um gleich darauf wieder versunken in die andere Geschichte zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass man so mühelos zwischen so unterschiedlichen Geschichten wechseln kann.

Wer jetzt Angst hat, dass Iras Geschichte nur vom Krieg handelt, den kann ich beruhigen, es streift die Geschichte nur am Rande. Vielmehr erinnert sich Ira an ein Leben mit Ruth, voller Liebe und Hingabe. Es ist so schön, wie tief Iras Gefühle sind .. fast unbeschreiblich.

Lange Zeit hab ich mich gefragt, warum diese zwei Geschichten so erzählt werden, konnte nicht verstehen, was sie miteinander zu tun haben und wurde so am Ende relativ überrascht, aber auch im positiven Sinne.

Es wäre kein echter Sparks, wäre man nicht wenigstens einmal zu Tränen gerührt, mich erwischte es mehrfach ..

Fazit:
Wer den Autor kennt und mag, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Hier vereinigt Sparks direkt 2 wundervolle Liebesgeschichten in einer und ich kann nur hoffen, dass auch dieses Buch eines Tages verfilmt wird.

Meine Wertung:



Mittwoch, 15. Oktober 2014

[Rezension] Jennifer Benkau - Marmorkuss

script5

gebundene Ausgabe (14.10.14): KLICK - 18,95 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Fantasy

Die Autorin:
Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und zwei Hunden im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr.








Inhalt:
Jarno träumt nur von einem, einen, Job, eine Lehrstelle, bei der er das machen kann, was er liebt: Fotografieren. Jetzt ist er nur ein Foto von diesem Traum entfernt. Ein Foto, das alles zeigen muss, was in ihm steckt, das besondere. Doch nichts ist gut genug, er ist rastlos, verzweifelt und als ihm dann auch noch das wichtigste genommen wird, hat er eigentlich schon aufgegeben. Doch dann sieht er sie, aus weißem Marmor, sie berührt ihn, ohne dass er weiß warum. Magisch zu ihr hingezogen gibt er ihr das einzige, was ihm richtig erscheint .. einen Kuss .. und erweckt sie damit zum Leben. Auch wenn er das anfangs nicht wirklich glauben mag. Doch wer ist sie, die so anders ist, als alles, was er kennt. Die seine Welt nicht kennt und mit großen, erschrockenen Augen ihre neue Realität betrachtet. Und noch viel wichtiger, wie wurde sie zu dem, was sie war und ist eine Gefahr jemals vorbei?

Meine Meinung:
Ich gebe zu, Anfangs war ich absolut verwirrt von dem Buch, wusste gar nicht so recht, was mir hier eigentlich erzählt wird. Ob es daran lag, dass es mitten in der Nacht war, als ich mit dem Buch begann und ich schon müde war, oder ob ich mich nicht genug darauf einließ, ich weiß es nicht. Als es mir später klar wurde, war es so logisch, dass ich mir am liebsten vor den Kopf gehauen hätte.

Die Autorin benutzt in diesem Buch eine sehr schöne Art der Geschichtenerzählung. Ständig wechselnde Perspektiven von zwei Charakteren - oder auch der beiden Protagonisten. In dem ein Erzählstrang mitten im Satz übergeht zu dem anderen .. sehr ungewöhnlich, aber sehr toll, wenn man ihn mal durchblickt hat. Für mich war es anfangs nämlich eher so, als hätte man eine neue Realität, vermischt aus Vergangenheit und Zukunft *lach* .. was es natürlich überhaupt nicht war.

Der Erzählstrang, der von Klara handelt, wird aus der Ich-Perspektive erzählt, der von Jarno nicht. Trotzdem hatte ich das Gefühl, es ist seine Geschichte. Er war mir immer näher als sie, die so unwirklich scheint. Für mich blieb sie immer irgendwie eine Erscheinung, auch wenn sie völlig real war, blieb sie für mich eine Art Illlusion.

Die Geschichte ist irgendwie so neu, so schön, dass es einem sehr schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen. Es beschäftigte einen danach weiter, weil man wissen wollte, was war, was ist und was sein wird. Und so dauerte es nicht lang, bis ich es ein zweites und letztes Mal in die Hand nahm. Es ist wirklich eine tolle Geschichte, die ich bestimmt auch nicht so leicht vergessen werde, weil sie anders war. Und dennoch hab ich immer das Gefühl gehabt, das letzte i-tüpfelchen fehlt mir, ohne dass ich beschreiben könnte, was es war. Vielleicht, weil ich das Gefühl hatte, nur als Zuschauer am Rande dabei zu sein, aber wirklich sicher bin ich mir nicht.

Und ich habe tatsächlich noch etwas gelernt aus dem Buch, was ich vorher gar nicht kannte. Das sogenannte Lehrerinnenzölibat. Ich bin immer wieder erstaunt, was es alles so gab. Und ich fand es toll, wie die Autorin dieses Thema, aber auch brisante Themen der Neuzeit mit in das Buch einfließen ließ, so dass es trotz seiner ganzen Märchen-Magie real war. Ohne, dass man das Gefühl hatte, man wird belehrt. Das war sehr informativ, verpackt in einer zauberhaften Hülle.

Fazit:
Eine ungewöhnliche Geschichte, verpackt in eine ungewöhnliche Art des Erzählens. Und genau das macht es zu etwas besonderem. Zwei Charaktere, die ich beide mochte, doch  mich nicht von der Autorin leiten ließ, was die Nähe zu ihnen angeht. Ein Buch, was man sicherlich nicht so schnell vergessen wird.

Meine Wertung:








Samstag, 4. Oktober 2014

[Rezension] Christoph Zachariae - Öldland #1 - Der Keller

Dies ist der erste Band der Reihe

ebook (16.12.13): KLICK - 2,99 € - 257 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Dystopie

Der Autor:
Christoph Zachariae wird 1972 als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Lehrerin in Bremen geboren. Vom Vater übernimmt er die Begeisterung für Technik und Raumfahrt, von der Mutter die für Kunst und Museen. Im Alter von 12 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte. Ab 1993 studiert er Filmwissenschaften und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und realisiert Fotoausstellungen. Aus eigenen Drehbüchern entstehen Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals laufen. 1996 wechselt er an die Filmakademie Ludwigsburg und schließt ein Regiestudium ab.
Seine Leidenschaft gehört der Phantastik und der dunklen Seite der menschlichen Seele. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Hier entstehen u.a. die Hörbücher für die mehrfach preisgekrönte Thriller-Serie DARKSIDE PARK. Neben Drehbüchern für Kinofilme schreibt Christoph Zachariae für deutsche TV-Serien und produziert eigene Kurzfilme.
Webseite: KLICK 


Herzlichen Dank, Christoph, dass Du mir Dein Buch anvertraut hast, auch wenn es  mich hier und da leider verwirrt zurück ließ ...


Inhalt:
Vierzig Jahre ist es her, seit die Welt unterging. Die wenigen Überlebenden leben versteckt voreinander in Enklaven. Hunger und Entbehrungen zeichnen ihren Alltag - genau so wie der Krieg um die letzten Nahrungsmittel und Waffen. In einer Enklave, im Keller, lebt Mega. Sie kam zu ihnen, als sie sechs war. Niemand weiß woher, doch niemand traut ihr hundertprozentig. Doch Mega selbst weiß auch nicht, was davor war. Doch sie weiß, sie will raus aus dem Keller. Und als sich ihr die Gelegenheit bietet, greift sie zu. Doch das, was sie im Ödland erwartet, ist nicht das, was sie sich ersehnte.

Meine Meinung:
Ich bin ein bisschen zweigeteilt. Auf der einen Seite haben wir eine dystopische Geschichte, die wirklich düster und hoffnungslos ist. Sie reißt einen mit, in ihren Erzählungen. Leicht sind sich Leute und Gegebenheiten vorzustellen. Fast kann man das aussichtslose Gefühl greifen, fühlt die Enge des Kellers, versteht Megas Sehnsucht nach außen und fürchtet sich gleichzeitig davor.

Auf der anderen Seite gibt es da noch eine zweite Geschichte. Die von Hagen. Ein Kämpfer, ein Führer, ein Mörder. Skrupellos führt er seine Truppen. Tod und Angst verbreitend holen sie sich alles, was sie haben wollen. Dieser Teil der Geschichte gefällt mir nicht so gut, zu brutal ist mir, was sie anstellen, zu gewissenlos. Hier geht es nicht ums Überleben, diese Menschen sind einfach von Grund auf schlecht. Das an sich wäre aber noch nicht mal das schlimme gewesen.

Viel irritierender ist, dass man den Zusammenhang zwischen den Geschichten erst nach und nach versteht .. oder zumindest erahnt. Lange dauert es, bis ich begreife, dass Hagens Geschichte lange vor der aktuellen von Mega spielt und dennoch mit ihr zusammenhängt, verstehe aber nicht die Erinnerungen von Mega jetzt an ihre Zeit, seit sie im Keller ist und das was davor geschah. Es bleibt mir auch bis zum Ende ein Rätsel. Dafür braucht es wahrscheinlich den nächsten Teil. Doch bin ich mir nicht sicher, ob ich den wirklich lesen möchte. Was, wenn ich es dann immer noch nicht verstehe? Wenn ich auch noch den dritten und vierten Teil brauche, nur um zu verstehen, in welcher Reihenfolge hier was erzählt wird ...

Megas Reise an sich finde ich mitreißend und spannend .. und dennoch gibt es Teile, die mir nicht gefallen. Muss ich als Leser wirklich jeden einzelnen Handgriff wissen, den es braucht, um ein Gefährt zu zerlegen? Dass Mega es wissen muss ist klar, aber ich als Leser? Das sind Momente wo ich abschweife ... genau wie, wenn ich wieder mal bei Hagen bin. Ich mag Hagen nicht und seine Leute noch viel weniger. Ich mag die Folterungen nicht, die er vollzieht und kann seine bruchstückhaften Erinnerungen an Mega nicht verstehen ... es ist und bleibt verwirrend für mich.

Trotzdem lese ich immer weiter in der Hoffnung, Klarheit zu bekommen, dass sich etwas wandelt. Ich mag Mega und begleite sie gern. Auch wenn es Situationen gibt, wo ich auch sie nicht wirklich verstehe, wo auch hier eine Erklärung fehlt, die vielleicht noch folgt, vielleicht auch nicht.

Doch obwohl es so viel verwirrendes gab, gefiel mir der Schreibstil des Autors ausgesprochen gut. Er ließ mich nicht los, ich wollte immer wissen, wie es weiter ging. Doch meiner Meinung nach hätte es hier und da vielleicht etwas weniger mysteriös besser getan, damit man wirklich überzeugt ist, nun zum zweiten Teil greifen zu wollen. Derzeit bin ich ehrlich gesagt unschlüssig und warte, ob ich neugierig genug bin, es zu tun, oder ob sich das Quentchen Neugier in der Zeit verliert ..

Fazit:
Eine düstere Atmosphäre, die wirklich mal eine abwechslungsreiche Dystopie bringt. Eine mitreißende Geschichte einer Protagonistin. Leider vermischt mit einer zweiten Geschichte, die mir persönlich oft zu wirr war und zu grausam. Das lässt mich etwas gespalten zurück, ob mir das Buch gefällt oder nicht. Ich würde aufgrund des mitreißenden Schreibstils des Autors zu 3,5 tendieren - muss jedoch runden - für 4 reicht es mir einfach nicht, daher vergebe ich nur eine 3.


Es gibt auch einen tollen Trailer, der mich überhaupt dazu brachte, das Buch zu lesen:




Meine Wertung:



Freitag, 3. Oktober 2014

[Rezension] Kajsa Arnold - Jaden - Kissing the real love - #4

Achtung: Teil 4 der Reihe (und letzter)

Verlag: Oldigor
Taschenbuch (12.9.14): KLICK - 9,90 € - 150 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Geboren wurde Kajsa Arnold im Ruhrgebiet. Nach mehr als 11 beruflich bedingten Umzügen lebt sie wieder in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt Unterhaltungsromane unter diesen Pseudonym und »Reservierung for Lucky One« ist ihre erste Publikation. Unter anderem Namen hat sie schon mehrere Romane veröffentlicht.








Herzlichen Dank Kajsa, dass ich auch den letzten Teil lesen durfte!




ACHTUNG: Spoiler zu den bisherigen Teilen!!


Inhalt:
Avas Gefühle scheinen eingefroren zu sein, ihr ganzes Handeln und Denken drehen sich um ihren Sohn, der im Koma liegt. Und so ist die zarte Verbindung zu Jaden dem Untergang geweiht, denn mehr als Streitgespräche und Schuldzuweisungen scheint es nicht zu geben, zu schwer wiegt die Sorge um Jace. Doch Jaden ist nicht bereit aufzugeben, nicht noch einmal …


Meine Meinung:
Ich bin ein bisschen zweigeteilt, wenn ich ehrlich bin. Zum einen wurde diese Geschichte abgeschlossen und ja, mir gefällt das Ende. Doch ehrlich gesagt, fand ich diesen vierten Teil etwas dürftig für einen alleinstehenden Teil.


Es gab ein paar Sachen, die mich im Lauf der Geschichte gestört haben. Da war zum einen das, was Ava mit ihren Lesern erlebt. Wenn man so ein Thema aufgreift, hätte es gut ausführlicher sein können. Hier war immer nur etwas angerissen, was als wirklich schwerwiegend dargestellt wurde, was so nur Fragen aufwarf. Andeutungen und Verläufe, die der Fantasie des Lesers überlassen werden, passen einfach nicht zu  dieser Geschichte. Auch der Auftritt einer Leserin war für mich eher verwirrend als spannend.


Ein bisschen Probleme hatte ich allerdings auch mit Avas Ausbruch aus der Krankenhausroutine… sicherlich ist es schwer, wenn sein Kind im Koma liegt – aber verlässt man es dann wirklich für Tage? Ich war noch nie in der Situation und möchte hier auf keinen Fall urteilen – aber für mich klang es sehr unrealistisch .. auch das,  was dann weiter geschah .. sorry, da hätte ich wohl keinen Kopf für gehabt.


Trotzdem kam auch in diesem Buch wieder ein bisschen Gefühl rüber, das, was man am Schreibstil der Autorin so liebt .. und was man an Jaden auch so liebt. Ich hätte mir nur für diesen Abschluss, auf den wir so lange hingefiebert haben, ein bisschen mehr gewünscht. Ein Ende, das einen noch länger festgehalten hätte.


Fazit:
Ein rundes Ende mit kleinen Höhen und Tiefen. Mit einer Randgeschichte, die für mich entweder hätte nicht sein müssen, oder ausführlicher, um zu berühren. Und leider alles in allem viel zu kurz, das hätte gut noch in den dritten Teil gepasst. Meine Wertung liegt zwischen 3 und 4 .. es war sehr schwer, doch ich entscheide mich aufgrund der aufgeführten Punkte für 3.


Meine Wertung: