Donnerstag, 27. August 2015

[Rezension] Christine Vogeley - Sternschnuppensommer

Verlag: KNAUR

Taschenbuch (Neuauflage 3.8.15): KLICK - 9,99 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Christine Vogeley wurde 1953 im Rheinland geboren. An ihrer Klosterschule lernte sie schon früh, was echte Güte ist und was nicht, wie sich Freundschaft anfühlt und Verrat, wie man Knopflöcher näht und dass Montaigne keine Senfsorte ist. Später studierte sie Kunst und Romanistik, sang Jazz, spielte Kabarett und landete schließlich beim Schreiben. Das Rheinland hat sie längst verlassen, sie ist verheiratet und lebt heute in Berlin und an einem See in Brandenburg.






Inhalt:
Ein Buch, das von einem Sommer erzählt, von Frauen, die eine Flucht aus ihrem Alltag suchen und ihn auf den unterschiedlichsten Wegen finden. Von Claire, die genug hat von ihren Schülern und eine Auszeit sucht und mehr findet als geplant. Von Zilli, die tatsächlich flüchtet und dabei mehr im Gepäck hat als geplant und von ihrer Schwester, die ihr Leben nicht im Griff hat. Von Gertrude, die eher zurück flüchtet um ihrem einstigen Leben ein Stück näher zu kommen und Claire dorthin mitzieht. Von einem Tierarzt mit sehr wankelhaftem Gemüt und einer zickigen Schnepfe die seine Gefährtin darstellt - mit Mutter im Anhang.

Meine Meinung:
Wer sich den Original-Covertext einmal anschaut kann bestimmt verstehen, dass ich hier bei diesem Buch eigentlich eine leichte Sommerromanze erwartete. Was ich bekam, war eine Fülle von den unterschiedlichsten Charakteren und eine Geschichte, die eigentlich mehrere war. Die Fäden der Geschichte oder die unterschiedlichen Stränge hüpften munter hinterher. Mit jedem Kapitel gabs wieder ein Stückchen oder einen Teil von einer Geschichte, so dass es mir unmöglich war, mit wirklicher Spannung zu folgen. Zumal ich selbst als Claire endlich mal auf den Tierarzt stößt, hier etwas ganz anderes vorgesetzt bekam als erwartet.

Ich verstehe einfach nicht, warum man Klappentexte so vom Inhalt abweichend ausführt oder ob derjenige, der das Buch gelesen hat, tatsächlich so empfand. Mir kam es eher so vor, als hätte ich hier eine Fülle von Frauen mit wirklichen Problemen und deren verschiedensten Arten von Flucht. Dabei gab es sehr lange Ausführungen von  Nichtigkeiten, aber das was ich als wichtig empfand war irgendwie eher vernachlässigt.

Dabei möchte ich auch gar nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Nein, aber wenn ich eine Sommerliebesgeschichte erwarte, möchte ich nicht etwas ganz anderes präsentiert bekommen. Wenn ich lese "Eine Sprache wie Champagner - man hört einfach nicht mehr auf zu lesen!" erwarte ich Leichtigkeit, Prickeln und Unbeschwertheit. Leider fand ich davon nicht wirklich etwas.

Und das finde ich sehr schade für das Buch, das bestimmt viele Freunde finden würde, wenn man den Inhalt anders beschrieben hätte. Denn so erwarten Freunde des Inhalts hier wohl auch einen Liebesroman und greifen dann gar nicht erst zu.

Die Charaktere selbst blieben mir alle fremd und blass. Es waren einfach zu viele und bei diesen noch zusätzlich das Drumherum. Viel Überfluss an unwichtigen Informationen, so dass man kaum noch Filtern konnte, was ist hier wirklich wichtig für die Geschichte.

Meine Wertung
Ich habe lange überlegt .. ich würde das Buch so ungefähr bei 2.5 ansetzen. 2 wären mir aber doch zu wenig, daher habe ich auf 3 aufgerundet .. wohlwollend.







Mittwoch, 26. August 2015

[Rezension] Chriz Wagner - Die Gärten von Rom

Band 1 der Reihe "Die Ewigen" - nur als ebook erhältlich!

ebook: KLICK - 2,99 € - 78 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Paranormal

Der Autor:
Chriz Wagner entdeckte mit 33 Jahren das Schreiben für sich und arbeitet seitdem fleißig an seinen Mysteryromanen. Er lebt mit seiner Ehefrau und zwei Töchtern in der Nähe von München. 













Inhalt:

Zitat: „Mein Name ist Simon. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich habe außergewöhnliche Dinge gelernt, auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Simon." 

Diese Geschichte spielt im Jahr 11 n.C. - Simon hat eine Anstellung als Gärtner in Rom gefunden. Im gefällt diese Arbeit gut, auf das Geld kommt es ihm nicht an. Doch dann verlieren sie einen wichtigen Auftrag mitten in der Ausführung an einen neuen Gärtner. Simon ist neugierig und geht diesem Wundergärtner nach und merkt sehr bald, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Zu schnell, zu toll sieht alles aus ... und warum schleicht immer eine Hyäne durch die Gegend? Bald schon kommt er hinter das Geheimnis. Doch wie kann er die Menschen überzeugen, dass sie unter einem Bann stehen?


Meine Meinung:
Als ich Simons Vorstellung las, war ich sehr sehr neugierig. Eine ebook-Reihe über einen Unsterblichen? Der alle Zeiten erlebte und in ihnen Abenteuer, übernatürliches. Das klang wie ein Buch genau für mich. Da der erste Teil auch nur 78 Seiten hat, kann man hier glaube ich nicht viel falsch machen, um zu erkennen, ob einem diese Geschichte liegt oder nicht.

Ich fand es ehrlich gesagt etwas schwer in die Geschichte zu kommen. Das liegt bei mir ganz klar daran, dass ich immer einen Bezug zur Realität brauche. Simon aber ist irgendwie nicht greifbar. Man weiß nicht, was er ist, wieso er so ist und was ihn ausmacht. Er selbst macht immer ein Rätsel aus sich ... auf der Suche nach anderen "seiner Art". Mich persönlich ließ das etwas unbefriedigt zurück. Ich bin auch kein Mensch der denkt, in iiirgendeiner der Folgebände wird es schon aufgelöst werden. Ich brauche trotz meinem Hang zu Mystery und Paranormalem immer etwas greifbares. Und das fehlte mir hier in der Person des Simon sehr.

Die Geschichte an sich fand ich dagegen recht unterhaltsam. Mich erinnerte sie ein bisschen an diese Spuk-Geschichten-Comics, die ich als Kind verschlang, auch wenn es hier natürlich nur Text und keine Bildchen sind. Aber es ist so dieser klassische Stil von damals. Mir persönlich hat das gut gefallen. Gut gefiel mir auch die Art, wie dieser "fremde Gärtner" das erschuf, was die Menschen sahen ... und auch der Aspekt, das nicht immer alles so ist, wie es scheint und man die Dinge manchmal doch hinterfragen sollte.

Fazit:
Alles in allem hat  mich die kleine Geschichte sehr gut unterhalten, auch wenn mir wie gesagt, etwas in der Person des Simon fehlte. Wer mysteriöse Gruselgeschichten (der Gruselfaktor war nicht wirklich hoch) mag, dem kann ich nur zum Kauf raten!

Meine Wertung:






Dienstag, 25. August 2015

[Rezension] Markus Fegers - Juli im Oktober

Verlag: BVK
Taschenbuch: KLICK - 4,90€ - 64 Seiten
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Genre: Jugendbuch

Der Autor:
Markus Fegers arbeitet als Förderschullehrer und ist nebenberuflich als Autor, Illustrator und Musiker tätig.














Inhalt:
Im Oktober Urlaub mit seiner Familie auf einer nassen, holländischen Nordseeinsel machen - nicht gerade das, was sich Freitag so erträumt hat. Doch auch der langweiligste Urlaub wird interessant, wenn man unerwartete Begegnungen hat. Freitag trifft Juli wieder, die er schon im Sommer kennengelernt hat - wobei, die er schon im Sommer gesehen hat, wäre treffender. Doch jetzt lenkt keine Clique ab und so kommen sich die Beiden näher. Doch Kurzurlaube vergehen sehr schnell und schon muss Freitag wieder abreisen - weit weg von Juli.

Meine Meinung:
Was ein ungewöhnliches Buch. Mit seinen 64 Seiten sehr kurz gehalten - und dann auch noch mit vielen Bildern unterlegt, so dass nicht so viel Schrift enthalten ist. Dazu ein sehr ungewöhnlicher, sehr knapp gehaltener Schreibstil. Immer wieder unterlegt mit holländischen Wörtern - denn es geht um eine deutsch-holländische Freundschaft - die aber auch immer wieder mit hübschen kleinen Anmerkungen übersetzt sind. Die Sätze sind alle so kurz gehalten, dass man gar nicht mein, das ganze könnte eine Geschichte ergeben. Tut es aber. Sogar eine sehr nette, wie ich fand. Irgendwie konzentriert sich dieser merkwürdig abgehackte Schreibstil damit auf die wesentlichen Dinge, auf die es hier ankommt.

Ein Beispiel, als Freitag von Juli spricht:

"Und Juli?
  Ich weiß keine Worte, die auf sie passen.
  Die muss ich erst noch finden.
  Aber dafür muss ich Juli anschauen.
  Immer und immer wieder."


Das Buch zeigt also in knappen Worten eine ungewöhnliche und dennoch bestimmt häufig vorkommende Art, wie sich eine Freundschaft aufbauen kann ... Menschen, die vielleicht nie was miteinander zu tun gehabt hätten, hätte sie nicht der ZUfall an einen Ort gebracht, an dem es sonst scheinbar nichts gab.

Fast ist es, als würde man eine Bildergeschichte betrachten, die ja auch mit wenigen Bildern viel aussagen kann. Nur dass hier die Bilder zu Worten wurden - wenigen Worten, die dennoch alles enthalten, was nötig ist, um daraus eine interessante Geschichte zu formen.

Mir hat dieses Buch trotz oder gerade wegen des ungewöhnlichen Schreibstils so gut gefallen und finde, es ist gerade auch ein schönes Geschenk für Junge Leser.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Schreibstil, eine kurze Geschichte mit dennoch viel Inhalt. Gespickt mit Fotos und kleinen holländischen Wörtern - mit Übersetzungen - die es zu etwas besonderem machen. Ein schönes Mitbringsel, gerade auch für Junge Leser.

Meine Wertung:





Donnerstag, 20. August 2015

[Rezension] Plusquam-Perfekt - Zurück zu ihr


ebook mobi: KLICK - 270 Seiten - derzeit nur 0,99 €
ebook epub: KLICK 
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autoren:
Elke Becker, Joleen Carter, Johanna Danninger, Babsy Tom, Greta Milán und Ramona Seidl - Sechs Autorinnen, ein Werk
Besucht sie auf Facebook:  HIER













Inhalt:
„Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe“. So klar diese Inschrift einer Taschenuhr auch ist, so unterschiedlich ist ihre Bedeutung für die, die sie gerade in ihren Händen halten. So unterschiedlich auch wie ihre Geschichten und doch haben sie alle etwas gemeinsam. In den Wirren des 2. Weltkrieges beginnt die Geschichte, die eigentlich sieben Geschichten in einer versammelt .. und doch, sieht man es aus Sicht der Uhr, ist es eine Geschichte, die Geschichte einer Uhr, die auf ihrer Reise durch die Zeit den Menschen Hoffnung, Vertrauen und Liebe schenkt.


Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich habe dieses Buch gelesen, ohne eine Inhaltsangabe zu haben. Und als ich startete, war ich zunächst überzeugt, das Buch ist nichts für mich. Denn es beginnt im zweiten Weltkrieg, ein Thema, das ich inzwischen fast immer meide. Warum spielt hier keine Rolle. Doch da eine meiner Lieblingsautorinnen an diesem Buch mitgeschrieben hat, siegte meine Neugier und ich las weiter. Und bald schon wurde mir klar, dass hier nicht eine komplette Kriegsgeschichte erzählt wird, sondern nur der Beginn einer Geschichte liegt, die man durch den Lauf vieler Jahre begleiten soll. Und so las ich und las und las.


Wie schon erwähnt, beherbergt das Buch eigentlich 7 Geschichten, die sich alle um die Uhr und um Liebe drehen. Jedoch geht es hier nicht um irgendwelche kitschigen Liebesgeschichten, sondern fast mehr um kleine Dramen, wie das Leben sie so oft spielt. Trauer und Verlust spielen hier nicht selten eine große Rolle und dennoch auch immer Hoffnung, Mut und Liebe.


Manche Geschichten sind miteinander verknüpft, manche nicht. Und obwohl wir hier 7 Geschichten begegnen habe ich das Gefühl, nur einen Roman gelesen zu haben. Alle 7 Geschichten sind so toll miteinander verknüpft, dass man gar nicht das Gefühl hat, hier einzelne Geschichten zu lesen.
Und ich muss gestehen, mir haben sie alle gefallen – keine Geschichte war dabei, die mir weniger gefallen hätte. Und das, obwohl die Geschichten ja von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben wurden. Man merkt das auch, der Stil unterscheidet sich hier und da doch ziemlich und trotzdem schaffen es alle gemeinsam, den Geschichten eine Verbundenheit zu geben. Mir gefiel dieser Mix gut .. hier mal eine schwermütigere Geschichte, dort eine moderne, leichte …


Fazit:

Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die aus sieben Einzelnen besteht und dennoch eins ist. Ein mix aus verschiedenen Schreibstilen von unterschiedlichen Autorinnen – und dennoch schaffen sie es, eine Verbundenheit zu präsentieren, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ich wünsche mir, dass es nicht bei einem Einzelprojekt bleibt, ich fand es wirklich großartig.



Meine Wertung:





Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] John Green - Margos Spuren

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Taschenbuch: KLICK - 9,95 € - 336 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 € 
Hörbuch-mp3-CD: KLICK  - 12,99
Altersempfehlung: 14 - 16  Jahren
Genre: Jugendroman

Der Autor:
John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt Eine wie Alaska (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgten die Jugendromane Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. MitDas Schicksal ist ein mieser Verräter gelang ihm sein großer Bestseller, der 2014 verfilmt wurde. Inzwischen wird Green mit Philip Roth und John Updike verglichen. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Indianapolis. 



Inhalt:
Quentin - kurz Q genannt - weiß gar nicht, seit wann er schon in Margo verliebt ist .. war es je anders, seit sie ins Nachbarhaus zogen? Doch Margo beachtet ihn nicht wirklich, lebt ihr eigenes Leben, hat eigene Freunde. Bis zu jener Nacht, als sie in Qs Zimmer kommt und ihn bittet, ihr bei einem Rachefeldzug zu helfen. Eine Nacht, die Qs Leben auf den Kopf stellt. Am nächsten Tag ist Margo verschwunden. Doch sie hat Spuren hinterlassen, damit Q sie finden kann. Doch die Spuren sind so winzig, dass es nahezu unmöglich scheint, etwas klares daraus  zu erkennen. Doch dann trifft Q eine Erkenntnis und plötzlich ist nichts so wichtig, als die Spuren zu entziffern und ihnen zu folgen ... auf eine Reise, deren Ausgang ungewiss ist.

Meine Meinung:
Das Buch ist eigentlich schon älter. Ich wurde darauf aufmerksam durch den Kino-Trailer. Und dieser kleine Moment reichte um mir zu zeigen, auch dieses Buch des Autors möchte ich unbedingt lesen. Und so suchte ich auch fast direkt eine Buchhandlung auf und schnappte mir das Buch - in der Filmcover-Version übrigens, die gefiel mir besser als das Original, zumal ich die Schauspielerin aus einer Werbung kenne, die ich total drollig finde. Das brachte mir dann im Buch natürlich auch ein Gesicht für Margo und Q und ließ alles noch viel lebendiger wirken.

Ich fand das Buch wirklich lesenswert und mochte es auch nicht zur Seite legen. Obwohl einiges passiert habe ich auch hier wieder das Gefühl, dass es ein leises Buch ist .. anders kann ich es schlecht beschreiben. Der Autor hat einen doch sehr eigenen, irgendwie eindringlichen Schreibstil, der trotzdem nicht schwer ist.

Der einfachste Weg, ein Problem zu lösen, war, so zu tun, als gäbe es gar kein Problem, dachte ich. Doch inzwischen war ich davon überzeugt, dass Margo Hinweise auf die Lösung des Problems ausgelegt hatte.

Und so sind zwar eigentlich Margos Spuren das Wesentliche, um das es hier geht, aber eigentlich geht es um Q, um Freundschaft, darum zu verstehen, zuzuhören, sich in andere hineinzuversetzen und darum, dass auch die größte Liebe nicht immer hilft, um zu Leben, um einen gemeinsamen Weg zu gehen. Aber auch ums Erwachsenwerden geht es vor allem in diesem Buch. Seinen Weg zu finden, ihm zu folgen, mal etwas zu riskieren, über die Mauern zu sehen .. und so vieles mehr. Alles kleine Dinge, die eigentlich ganz groß sind und die hier trotz aller Ernsthaftigkeit mit einer Leichtigkeit erzählt werden, dass es wirklich Spaß macht.

Ist es wieder ein tragisches Buch. Tja ... eigentlich nicht, aber eigentlich doch ... eigentlich kann man die Frage weder mit ja noch mit nein beantworten. Aber es ist definitiv wieder ein Geschichte, die sich abhebt. Kein Wunder, dass sie verfilmt wird. Und ich freue mich schon, wenn der Film irgendwann auf DVD erscheint.

Was ich sehr interessant fand war auch das Nachwort des Autors zu einem Ort in diesem Buch, der eine wichtige Rolle spielt. Mir war dieses "Problem" vorher gar nicht bekannt und brachte mich doch arg zum schmunzeln ... ob es das heute zu Zeiten des Internets wohl auch gibt ... wenn Ihr das Buch lest, lest auf jeden Fall auch das Nachwort .. NACH dem Buch bitte ;)

Fazit:
Ein Roman über das Erwachsenwerden. Über die Suche nach dem richtigen Weg, darüber, dass man auch mal etwas ausprobieren, etwas riskieren muss. Über Freundschaft und Liebe und über das Leben allgemein ... wundervoll .. ein Buch, das einem nach dem Zuklappen der letzten Seite nicht so schnell aus dem Kopf geht!

Meine Wertung:





Sonntag, 16. August 2015

[Hörbuch-Rezension] Anna Ruhe - Seeland

Dies ist die Rezension zum Hörbuch!

Hörbuch-Verlag: Rubikon
Buch: KLICK - 12,99 € - 288 Seiten
ebook: KLICK - 10,99 €
Hörbuch-mp3-CD: KLICK - 12,99 €
Hörbuch-mp3-download: KLICK - 9,26 €

Die Autorin:
Anna Ruhe studierte Kommunikationsdesign und arbeitete viele Jahre als Grafikdesignerin für große und kleine Designbüros. Inzwischen schreibt sie Kinderbücher. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Berlin.
www.annaruhe.de


Der Sprecher Mark Bremer: Nach Hörfunkvolontariat, Schauspielschule und Sprecherausbildung machte Mark Bremer seine Berufung zum Beruf. Seitdem ist er mit großem Erfolg im Einsatz. In der Dokumentation fühlt er sich genauso zuhause, wie beim „Bambi“, „Echo“ oder dem „Deutschen Fernsehpreis“. Unzähligen Schauspielern lieh Mark Bremer seine Stimme im Synchron. Außerdem ist er bei Magazin-, Hörspiel-, Hörbuch-, Industriefilm- und Werbeproduktionen zu hören.


Inhalt:
Was kann schon groß passieren, wenn man durch einen Brunnen klettert? Nun man könnte wie Max und Emma in einer Welt landen, die so ganz anders ist, als alles was man kennt. Und so erwartet die Beiden in Seeland ein Abentuer, das seinesgleichen sucht. Unbekannte Wesen, Dinge mit merkwürdigen Namen, verdrehte Vorstellungen und eine Suche nach etwas, was eigentlich unmöglich ist ...  Max Vater, der vor Jahren verschwand.

Meine Meinung:
Ach was ein schönes Abenteuer für Kinder. Unglaublich fantasievoll, so dass es mir als Erwachsenem teilweise schon schwerfiel, aufmerksam zu lauschen. Das meiste findet in direkten Dialogen statt, so dass es teilweise ein rasantes Erlebnis ist. Man darf hier eigentlich keine Sekunde seinen Gedanken freien Lauf lassen und dabei etwas überhören, denn schon hat man den Anschluss verloren, weil wieder tausend Dinge auf einmal geschahen. Das aber fesselt einen auch ungemein an die Geschichte.

Es ist eine sehr unterhaltsame Geschichte, die mich anfänglich an Alice im Wunderland denken ließ, als die Kinder durch den Brunnen "fallen" ... allerdings war es das dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten und es geht in eine ganz andere Richtung.

Die Fantasie der Autorin kennt hier auch keine Grenzen. Allein die Schilderungen der Städte und Bauten, der so ganz unterschiedlichen Wesen mit ihren vielen Eigenarten war so detailreich, dass es wirklich toll ist. Ich kann mir gut vorstellen, wie gerade kleine Leser hier mit großen, leuchtenden Augen der Geschichte folgen und ihre Fantasie Flügel bekommt.

Was mir auch super gut gefiel war der gewählte Sprecher, den ich schon aus anderen Geschichten kenne. Seine recht tiefe, ruhige Stimme nimmt einen gefangen und trägt durch die Erzählung. dabei vermittelt sie einem zwar Ruhe, ist aber auf keinen Fall langweilig oder einschläfernd. Man kann ihr wunderbar Lauschen, findet keine Misstöne, die einen nerven. Und das ist bei der Länge der Geschichte ja wirklich wichtig.

Fazit:
Ein Hörvergnügen für kleine aber auch große Lauscher. Die Kombination aus Anna Ruhes fantasievoller Geschichte voller Abenteuer in einer unbekannten Welt voller zauberhafter Wesen und der schönen ruhigen, aber dennoch mitreißenden Stimme von Sprecher Mark Bremer bereitet stundenlanges Hörvergnügen, dass ich absolut empfehlen kann!

Meine Wertung:




Dienstag, 11. August 2015

[Rezension] Gabriella Engelmann - Sturmgeflüster

Verlag Buch: Arena
Verlag Hörbuch: Rubikon
Taschenbuch (5.6.15): KLICK - 8,99 € - 200 Seiten
ebook: KLICK  - 8,99 €
Hörbuch-CD: KLICK - 12,99 €
Hörbuch-Download: KLICK - 8,33 €
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Genre: Jugendbuch

Die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.
Besuchen Sie Gabriella Engelmann auf ihrer Website www.gabriella-engelmann.de, oder auf der Seite "Gabriella Engelmann - Autorin" auf Facebook




Inhalt:
Tinka "muss" die Sommerferien bei ihren Großeltern auf Sylt verbringen. Was sie zunächst als langweiligen Urlaub abstempelt, wird schon bald zu einem spannenden aber auch beängstigendem Aufenthalt.  Denn als sie Sven sieht und kennenlernt, freut sie sich auf einmal über ihren langen Aufenthalt. Das ändert sich aber schnell, als sie merkt, dass etwas nicht stimmt. Warum schauen die Menschen sie so entsetzt an? Welches Geheimnis umgibt Sven? Und bald schon hat Tinka das Gefühl, dass sie beobachtet wird. Als dann auch noch gefährliche Sachen geschehen, würde sie am liebsten von der Insel flüchten, doch etwas hält sie zurück.

Meine Meinung:
Ich kann es nur immer wieder betonen, ich liebe einfach die Bücher dieser Autorin. Sie haben etwas ganz eigenes, das einem immer wieder das Gefühl gibt, zu Hause zu sein. Ob das ihre Liebe zu ihren Figuren ist, die immer so wundervoll herausgearbeitet sind oder die vielen kleinen Details, die jede Beschreibung, jeden Ort und jede Person zu etwas besonderem werden lassen, ich weiß es nicht. Inzwischen setze ich wirklich hohe Erwartungen an die Bücher und bin sicher, sie werden mir gefallen und auch bei diesem wurde ich nicht enttäuscht.

Das Buch beginnt - wie schon ein paar Bücher - mit einem Personenregister der wichtigsten Figuren. Ich finde das einfach genial, denn so kann ich mir Einzelheiten immer wieder ins Gedächtnis bringen. Da in diesem Buch viele für die Ecke typische Namen gebraucht werden, brauche ich immer einen Moment, um diese Namen auseinander halten zu können. Das vereinfacht die Autorin mit ihrem Personenregister ungemein.

Die Geschichte dann gefiel mir auch ausgesprochen gut. Sie ist eine richtig schöne, runde Jugendgeschichte mit Herz, etwas Spannung, einem Hauch Magie und guten Gefühlen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Gerade Tinka mit ihrer liebenswert fröhlichen Art, die sich nicht unterkriegen lässt und immer das Gute in allen sucht ohne dabei naiv zu werden, möchte ich besonders gern. Aber auch Sven ist als Charakter sehr schön herausgebildet mit seiner Art Mischung aus Sunny- und Bad-Boy, bei dem man nie ganz sicher ist, mag man ihn oder nicht - so wie es Tinka eben auch geht. Überhaupt gibt es viele Charakter, die einem sehr sympathisch sind, aber auch welche, die man am liebsten aus dem Buch herausschubsen möchte - eine gute Mischung also.

Die Geschichte ist leicht rätselhaft, schnell jedoch bekommt man ein Gefühl dafür, was dahinter stecken könntel. Als es dann auch genau so eintraf lächelte ich siegessicher .. und meinte, auch ein anderes Rätsel gelöst zu haben - und wurde am Ende dann doch eines besseren belehrt. Jaja, man sollte nicht immer glauben, man weiß alles :)

Ich hatte das große Glück und konnte sowohl das  Hörbuch hören, als auch die Geschichte lesen. Und so kam ich auch wieder in den Genuss, der Sprecherin Uta Dänekamp zu lauschen, die ich schon aus anderen Geschichten kannte. Ich muss wieder sagen, dass sie eine wirklich angenehme, abwechslungsreiche Stimme hat, der man gut folgen kann. Sie schafft es, dass man aufmerksam bleibt und die Gedanken nicht abschweifen, wie es mir bei manch anderen Sprechern geht, die mich durch monotones Sprechen immer wieder den Faden verlieren lassen. Uta Dänekamp jedoch trifft - für mich - immer die richtigen Töne hier. Und insofern kann ich auch wirklich beides empfehlen - Buch und Hörbuch!

Oh .. und Fans der Autorin können sich freuen .. denn es gibt auch ein kleines Wiedersehen mit bekannten Figuren - es ist aber kein Muss andere Bücher der Autorin zu kennen, um dieses hier zu genießen!


Fazit:
Eine wundervolle Jugendgeschichte, die einen erinnert an die eigene Jugend und Ferienlieben. An Sonne und Meer und den Geschmack von Salz auf der Zunge. Die aber auch Spannung und ein wenig Magie mit sich bringt. Das alles ist verpackt in den so wundervoll typischen Schreibstil der Autorin, die einen mit liebevollen Details von Personen, Orten und Dingen verzaubert.

Meine Wertung:





Sonntag, 9. August 2015

[Rezension] Sophie Kinsella - Schau mir in die Augen, Audrey

Verlag: cbj
Taschenbuch (20.7.15): KLICK - 14,99 € - 378 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Jugendbuch

Die Autorin:
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Mit »Schau mir in die Augen, Audrey« gibt die Mutter von vier Söhnen und einer Tochter ihr Debüt im Jugendbuch. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.







Inhalt:
Was verbirgt sich hinter Audreys großer Sonnenbrille, die sie nie abnimmt? Keineswegs ein modischer Gag, den sie sich da ausgedacht hat, sondern vielmehr ihr Versuch, möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen zu haben - vor allem kein Blickkontakt. Hier im abgedunkelten ihrer Brille lebt es sich besser, seit des schlimmen Vorfalls. Um mit ihren Panikattacken besser klar zu kommen, muss Audrey anfangen, einen Film über ihre doch etwas durchgeknallte Familie zu drehen ... über ihren Bruder und seinem massiven Hang zum Computer, ihrer Mutter, die nach den Grundsätzen einer Klatschzeitung lebt und weiteren Familienangehörigen, die man nur mit viel Humor lieben kann. Eigentlich eine vertraute Blase für Audrey, doch dann taucht immer öfter inus auf - ein Freund ihres Bruders .. und er versucht, die Mauer, die Audrey errichtet hat zu überwinden. Und Stück für Stück kommt er ihr näher ...

Meine Meinung:
Ein sehr ungewöhnliches Buch, wie ich finde. Aufgrund der Inhaltsangabe auf dem Cover erwartete ich eigentlich einen lockeren, leichten, flappsigen Teenie-Roman. Doch irgendwie war es das überhaupt nicht. Das Buch hat zwar viel Humor, der Tenor ist aber eigentlich ein sehr ernster.

Audrey ist etwas schlimmes zugestoßen. Was eigentlich genau erfährt man nicht, denn darum geht es eigentlich nicht. Vielmehr geht es darum, wie Audrey mit ihrer massiven Angstörung nach dem Trauma umgeht. Wie sie versucht, ins normale Leben zurück zu kehren und mit was für Problemen sie dabei kämpfen muss. Ich gebe zu, es war für mich nicht immer leicht, der Geschichte zu glauben. Zunächst einmal fand ich es sehr schwierig überhaupt zu begreifen, warum Audrey so verstört ist, ohne die Hintergründe zu kennen.. man kann immer nur vermuten und raten. Sicherlich mag das nicht das Hauptthema sein, also was passierte, aber das dagegen ankämpfen zu verstehen ohne den Grund zu kennen fand ich hier und da schwierig. Aber sei es drum. Ich habe versucht es einfach so hinzunehmen.

Doch damit stieß ich trotzdem auf weiteres Unverständnis, wo ich mich frage .. ob so ein Verlauf wirklich möglich ist? Ich bin da sehr unsicher, für mich war manches - so schwer es auch dargestellt wird - dann doch zu einfach. Aber ich bin kein Psychologe, daher versuchte ich, auch das möglichst so hinzunehmen und habe es einfach als Geschichte ohne wahren Hintergrund abgehakt.

Ich bin auch unsicher, ob dieses Buch wirklich schon ab 12  geeignet ist. Denn am Ende gehts hier um ein sehr ernstes Thema mit den Angstzuständen, Therapien und allem was dazu gehört - und dem "so einfachen herausfinden" .. ich weiß nicht, ob sich Jugendliche da nicht ein falsches Bild von solchen Erkrankungen machen könnten ..

Trotzdem aber muss ich sagen war es ein Buch, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Mir gefiel die Familie, so nervig es hier und da auch gewesen sein mag. Die Charaktere waren so unterschiedlich und so toll ausgearbeitet. Ich habe trotz des ernsten Themas oft geschmunzelt und ab und auch sehr gelacht. Ich fand die Idee des "Film drehens" super und auch wie das Buch hierbei dann geschrieben wurde. Das machte es unglaublich unterhaltsam und kurzweilig und die Seiten verflogen nur so und ehe ich mich versah, hatte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Auch das Cover finde ich unglaublich schön mit seinen Zeichnungen und den Farben!

Fazit:
Ein nicht immer lockerer Jugendroman, der eine sehr ernste Note hat, die jedoch mit viel Humor und Charme zu einem wahren Pageturner wurde. Eine Geschichte, bei der man trotz des schweren Themas im Hintergrund oft Anlass zum lachen hatte. Ich kann Euch das Buch nur wärmstens empfehlen ... auch wenn nicht unbdingt ab 12 Jahren.

Meine Wertung:





Mittwoch, 5. August 2015

[Rezension] Elke Becker - Wenn Amor nicht zuhört

derzeit nur als ebook:

ebook Kindle: KLICK - 3,99 € - 270 Seiten
ebook mobi: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Elke Becker: Geboren wurde die Autorin im schwäbischen Ulm. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Südamerika und der Karibik zog es die Autorin wieder nach Europa. Auf Mallorca lebt sie seit 2005. Unter dem Namen J. J. Bidell veröffentlicht sie Fantasy-Romane. Wie sie dazu kam eine Fantasy-Reihe zu schreiben? Eigentlich durch ihre Nichten; und ihre schwarze Katze. Bisher erschienen: Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen - Die Fährte - Das Erbe Unter dem Namen Elke Becker veröffentlicht sie Romane ohne Fantasy-Elemente. Bisher erschienen: Das Mallorca Kartell Mallorca Schattengeschichten Ticket ins Glück Yoga ist auch keine Lösung Der Mann in Nachbars Garten One Night in Bangkok Hot Dogs zum Frühstück Autorenseite: www.elke-becker.com FB-Fanpage: www.facebook.com/AutorinElkeBecker www.facebook.com/JJBidell





Inhalt:
Laura träumt davon, die Welt zu verbessern. Die Klippe zwischen Arm und Reich ein bisschen weicher zu formen und verwöhnten reichen Kids zu zeigen, wie es ist, wenn man kein Geld in die Wiege gelegt bekommt. Ihr Plan, an einer elitären Schule als Lehrerin zu arbeiten scheitert, als jemand anders die Stelle bekommt. Und so kommt das Jobangebot aus New York als private Erzieherin zweier Kinder wie gerufen. New York ist eine Welt für sich und Laura muss sehr schnell erkennen, dass es nicht so leicht ist, jemandem die Augen zu öffnen, der praktisch blind durchs Leben geht. Während sie noch versucht, die Kinder für sich zu gewinnen, kämpft sie gleichzeitig mit ihren Gefühlen für Adrian. Der überaus gutaussende Geiger ist genau einer von den Menschen, denen sie lieber aus dem Weg geht – egoistisch, versnobt, über Leichen gehend .. doch sein Geigenspiel verzaubert sie so sehr, dass sie ein Experiment wagt.


Meine Meinung:
Ein wirklich schönes Buch, das einen wundervoll unterhält. Ich war wie gefangen, was zuletzt sicherlich auch daran liegt, dass es viele Erinnerungen an New York in mir wach rief. Laura mochte ich sofort, auch wenn ich nicht wusste, ob ich sie für ihre Bemühungen auslachen oder beneiden sollte. Sich das Ziel zu setzen, etwas zu verändern ist wirklich toll, doch auf der anderen Seite fast so aussichtslos, dass man eigentlich schon vorher aufgibt.

Die Autorin schafft es hier wirklich, einige Themen zusammen  zu führen, die so abwechslungsreich sind, dass es sehr viel Freude machte, der Geschichte zu folgen. Natürlich hat das Herz hier wieder einen hohen Stellenwert. Doch auch Themen wie arm und reich, oder auch nur, dass wir einfach oft blind durch die Gegend laufen, so festgehalten in der Hektik des Alltags, dass wir die kleinen Freuden um uns herum gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Figuren gefielen mir auch hier wieder sehr gut, weil viele unterschiedliche Persönlichkeiten vertreten sind. Während Laura offenherzig und mitfühlend auf ihre Umwelt reagiert und jedes Hindernis zu meistern versucht, ist Adrian völlig anders. Erfolg, ein größes Talent und Geld haben ihn empfindungslos gemacht. Das … und noch ein bisschen mehr. Lauras Chefin, die Mutter der zwei Kinder für die Laura nach New York geholt wird, blieb mir bis zum Ende ein Rätsel … auch sie hat diese typisch versnobten Züge, die sie auch nicht sehr sympathisch erscheinen lassen .. für Leute aus der normalen Bevölkerungsschicht eher sehr fremd. Verstehen kann ich dieses Verhalten nicht.

Und es gibt auch ein Wiedersehen mit früheren Figuren aus den Büchern der Autorin – die zwar nur Nebenrollen spielen, dennoch ist es immer wieder schön, auf vertraute Figuren zu treffen. Gerade das machen die Bücher auch so liebenswert.

Fazit:

Ein Buch zum Träumen, zum genießen, aber auch zum Umdenken. Vielleicht hilft es uns, mal wieder einen Schritt langsamer zu treten und bewusst wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Für Freunde von New York (wie mich) ein zusätzliches Bonbon, da Erinnerungen aufgefrischt werden und einem die Geschichte noch ein Stück näher bringt. Wie immer sehr empfehlenswert!


Meine Wertung:


Montag, 3. August 2015

[Rezension] Rainer Wekwerth - Hamburg Rain 2084 - Der schwarze Regen

Dies ist das Prequel zur ebook-Serie Hamburg Rain 2084, die im Oktober 2015 startet. Das Prequel ist kostenfrei und von dem Herausgeber Rainer Wekwerth geschrieben

Verlag: KNAUR
ebook (3.8.15): KLICK - kostenlos!
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: FutureFiction / Dystopie

Der Herausgeber:
Rainer Wekwerth, Jahrgang 1959, hat zahlreiche Bücher, teilweise unter Pseudonym veröffentlicht und dafür Preise gewonnen.
Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart.
Mehr Infos unter www.wekwerth.com







Inhalt:
„Der schwarze Regen“ ist das Prequel zu der ab Oktober erscheinenden ebook-Serie Hamburg Rain 2084. Ein Prequel ist sozusagen ein zusätzlicher Teil der der eigentlichen Geschichte vorangestellt wird. „Der Schwarze Regen“ bringt uns einen kleinen Einblick, was uns erwarten wird, bzw. worum es eigentlich geht. Denn wir betreten hier mit Hamburg Rain 2084 eine ganz eigene Welt, in der man sich erst einmal zurecht finden muss. Nicht nur was geschah und was es bewirkte ist ungewöhnlich, sondern auch, mit wem wir es hier so zu tun haben werden. Aber das ist nunmal das Recht einer FutureFiction – niemand weiß, was uns eines Tages erwarten wird und so ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Das beweist uns bereits dieser kleine Ausblick.
 
Meine Meinung:
Ok, ich werde hier also in eine Welt geworfen, die man sich mit ihren Dimensionen erst einmal vorstellen muss. Doch die Erklärungen – nur so kurz wie es an dieser Stelle hier nötig – sind ausreichend, um ein Bild vor meinem Auge entstehen zu lassen. Hat man sich mit den räumlichen Gegebenheiten angefreundet, werden einem bereits weitere ungewöhnliche Sachen aufgezeigt .. denn wir haben es hier nicht mehr nur noch mit Menschen zu tun, sondern begegnen noch anderen hmmm Formen (der Begriff Lebewesen wäre hier sicherlich irreführend) des Daseins, mit denen wir uns zunächst einmal arrangieren müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich auch noch überhaupt nicht erahnen, was der Inhalt dieser Geschichte im Einzelnen für Gewichtigkeit haben wird, doch hat es mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht.
 
Sehr viel kann man über diese paar Seiten hier nicht erzählen, denn es ist wirklich sinnvoller, wenn Ihr dies direkt lest, um Euch selbst ein Bild zu machen. Ich kann es Euch nur empfehlen, denn ich bin jetzt sehr gespannt auf den ersten Teil und was mich dort erwartet.
 
Fazit:
Ein sehr interessanter Auftakt einer Reihe, bei der jeder Folgeband von einem anderen Autor sein wird, doch alle zusammen eine Geschichte sind. Mit Hamburg Rain 2084 begeben wir uns in eine Art Dystopie / Future-Fiction  Reihe, die sicherlich viel spannendes für uns bereit halten wird.
 
Meine Wertung: