Samstag, 28. Februar 2015

[Rezension] Charles Sheehan-Miles - Mädchen der Lüge

Ein Thompson Sisters Roman (das 5. Buch - Reihenfolge sollte eingehalten werden)

ebook (19.2.15): KLICK - 2,99 € - 311 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Thriller

Der Autor:
C. Sheehan-Miles war Soldat, Computerprogrammierer, Koch in einem Schnellrestaurant und Vorsitzender von Non-Profit-Gesellschaften. Er ist der Autor von mehreren Romanen und Sachbüchern, darunter der Nr. 1 Amazon Bestseller in der Kategorie Liebesromane "Vergiss Nicht zu atmen"
Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.sheehanmiles.com
Außerdem sind Sie eingeladen, der Remember to Breathe-Gruppe auf Facebook beizutreten: ttps://www.facebook.com/groups/remembertobreathe/





Mein Dank geht wieder an Dimitra Fleissner, die diese Romane für sich und uns übersetzt und ohne die wir nie in den Genuss kommen würden!


Inhalt:
Andrea Thompson ist die Schwester, die seit langem schon bei ihrer Großmutter in Spanien lebt. Weit weg von ihren Schwestern und vor allem weit weg von ihren Eltern, die sie nicht lieben. Warum, ist ihr ein Rätsel, doch sie hat diese Tatsache verarbeitet und es stört sie nicht mehr so wie früher. Doch nun ist sie gezwungen zurückzukehren, denn Carrie braucht ihre Hilfe. Doch schon auf dem Weg setzt sich ein Stein ins Rollen, der nicht mehr aufzuhalten ist. Andreas Entführung ist dabei nur der Anfang. Denn hinter allem stecken politische Ereignisse, die um jeden Preis gewahrt werden müssen. Notfalls auch, wenn hierfür Menschen sterben müssen.

Meine Meinung:
Puh, das ist der erste Band der Reihe, der mir nicht so 100%ig lag. Denn weite Teile sind wirklich sehr politisch, sehr Thriller-mäßig, was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht mag. Wenn ich Seitenweise nur über CIA, irgendwelche Kriege bzw. Kriegslisten, politische Verwicklungen etc lesen muss, schweifen meine Gedanken ab, ich überspringe Zeilen und das hat zur Folge, dass ich manche Zusammenhänge dann nicht wirklich verstehe. Aber ehrlich gesagt auch gar nicht möchte. Denn Politik und Geheimdienste sind einfach nicht meins.

Trotzdem habe ich tapfer das ganze Buch durchgehalten, denn ich suchte so verzweifelt nach dem, was diese Bücher des Autors sonst für mich so lesenswert, so einzigartig machten. Das leise, unaufdringlich zwischenmenschliche. Die tiefen Gefühle, die er in wenigen Worten und Gesten übermitteln kann. Leider habe ich sie nur ganz am Rande entdeckt - fast schon am Ende des Buches. Für mich ein wesentlicher Teil, der mir fehlte in diesem Buch.

Neben den ganzen politischen Sachen trifft man hier in diesem Buch auf alle bisherigen Charaktere. Daher finde ich, ist es auf jeden Fall auch ein Teil, der nach allen bisherigen gelesen werden sollte. Sonst versteht man Carries tiefe Trauer nicht, Alexandras Hilflosigkeit gegenüber Crank nicht, Sarahs Hass auf alles und ihre hilflosen Versuche trotzdem klar zu kommen. Diese Minuten mit den Personen, die ich so ins Herz geschlossen habe, waren es, die mich immer weiter lesen ließen.

Ich mag die Eltern der Schwestern dagegen überhaupt nicht. Und um diese Beiden dreht es sich leider hauptsächlich. Wobei ich den Vater nach diesem Buch noch viel mieser finde als bisher. Die Mutter - ja gut, langsam verstehe ich und langsam ändert sich meine Sicht. Doch da dieses Buch scheinbar nur ein erster Teil ist, möchte ich mein Urteil dazu erst am Ende fällen. Und dass ich weiter lese, auch wenn mir dieser Teil nicht so gut gefallen hat, ist für mich glasklar .. ich werde mich nicht von den Thompson-Sisters trennen :) .. zumal ich sagen muss, dass die letzten 20 % des Buches mich dann doch auch wieder fesseln konnten. Es passierte mehr in der Gegenwart, als politisch im theoretischen oder vergangenem ...

Das Cover gefällt mir bei diesem Teil leider überhaupt nicht ... ich hoffe, Charles ändert es wieder.

Fazit:
Nach meinem Geschmack der mich bislang am wenigsten ansprechende Teil der Reihe. Ich würde mich hier für 3,5 Wertungspunkte entscheiden - da es die nicht gibt, hab ich auf 4 aufgerundet.
Grund hierfür ist, dass er sich mehr wie ein Politthriller liest, was mir überhaupt nicht liegt. Doch er gehört zur Reihe dazu .. er ist wichtig, Vergangenes zu begreifen - zumindest in Ansätzen, denn es scheint ein erster Teil zu sein und das Ende ist noch lange nicht das Ende ...

Meine Wertung:





Hier noch einmal die Bände in der Reihenfolge der Geschichte (nicht der Erscheinung):



Donnerstag, 26. Februar 2015

[Rezension] Hubert Wiest - Dennis & Guntram 2 - Zaubern für Fortgeschrittene

Achtung, dies ist der zweite Teil!

Verlag: Lomoco
ebook (28.2.15): KLICK - 3,99 € - 121 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Genre: Kinderbuch / Fantasie


Der Autor:
Hubert Wiest, geboren 1964, erfindet und schreibt Geschichten für Kinder und Teenager. Zusammen mit Nina von Stebut produziert er Hörbücher und den Podcast Radio Lomoco. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann, dem Besuch der Bayerischen Akademie der Werbung und einigen Semestern BWL-Studium gründete Hubert Wiest in den neunziger Jahren die Internetagentur FREIRAUM Multimedia. Er führte sie durch die stürmische New-Economy der Jahrtausendwende. Später arbeitete er als Marketing- und Vertriebsleiter für internationale Unternehmen. Nach drei Jahren in Hongkong lebt er seit 2011 mit Nina von Stebut, drei Kindern, sowie den Hunden Pepsi und Cola in Sydney.


Inhalt:
Dennis und Guntram sind inzwischen richtig dicke Freunde. Nur Kalle und seine Haifischgang nerven sie nach wie vor. Immer wieder ärgern sie die drei und selbst Guntram kommt mit seinen Zauberkünsten kaum noch nach. Doch dann geschieht etwas, was die Situation verändert. Können sie vielleicht doch noch in Frieden leben mit der Gang?


Meine Meinung:
Ich liebe die Geschichten von Dennis und Guntram ... ich liebe die Zaubereien, auch wenn sie meiner Meinung nach in diesem Band fast zu kurz gekommen sind. Aber wenn, dann waren es immer sehr praktische Zaubereien - man merkt, dass Guntram mehr und mehr lernt, die Zauberei unter Kontrolle zu halten - auch wenn immer noch ein Hauch Rosa in der Luft liegt :).

Wie schon im ersten Band ist auch dieser hier wieder in schöne kleine Kapitel unterteilt, die sich einzeln hervorragend zum Vorlesen eignen und viele kleine Abenteuer der zwei so unterschiedlichen Freunde erzählen.

Jetzt sind es nicht mehr die Anfangsschwierigkeiten in der Freundschaft der Beiden, dafür gewinnen Kalle und seine Bande einen höheren Stellenwert. Denn immer wieder prallen die Fünf aufeinander und so kommt es zu reichlich Ärger. Der natürlich seinen Höhepunkt erreicht, als Dennis gezwungenermaßen bei Kalle übernachten soll. Die Situation eskaliert, doch auch aus Schlechtem kann etwas Gutes entstehen, und so kann man gespannt mitverfolgen, wie die Geschichte sich entwickelt.

Das Buch führt uns vom Herbst über den Winter bis hin zur Badesaison und bringt die typischen Erlebnisse der jeweiligen mit sich. Das sorgt für Abwechslung. Die schönen Beschreibungen des Autors lassen das Kopfkino dabei laufen und man kann sich ganz in die Abenteuer der Beiden fallen lassen.

Viel zu schnell verfliegt auch wieder dieser Teil und man ist am Ende angekommen. Gut, dass zwei weitere noch dieses Jahr folgen!

Fazit:
Die Geschichte der zwei so unterschiedlichen Freunde Dennis und Guntram geht weiter. Kleine Geschichten vom täglichen Allerlei und den Streitereien mit der Haifischbande unterhalten nicht nur die Kleinen Leser bestens. Ob man es nun vorliest oder selbst liest - ich kann es nur empfehlen!


Meine Wertung:


Hier noch einmal beide Teile:



Montag, 23. Februar 2015

[Rezension] Susann Kaye Quinn - Closed Hearts - Mindjack #2

Achtung, dies ist Band 2!!

ebook (Jan 15): KLICK - 3,49 € - 283 Seiten
Genre: Science Fiction / Fantasy
Altersempfehlung: ? - ab 16 Jahren

Die Autorin:
Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA und NCAR. Jetzt wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarte "Autorin und Raketenwissenschaftlerin" und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln.





Inhalt:
Seit Kira klar ist, dass sie anders ist, läuft ihr Leben nicht mehr so, wie sie es sich gewünscht hat. Seit der Veröffentlichung, dass es Mindjacker gibt, die die Gedanken anderer steuern können, fürchten sie die Leser und hassen sie die Jacker. Sie versteckt sich mit ihrer Familie, trennt sich scheinbar von Raf um ihn zu schützen, doch die wirklich Mächtigen kann sie nicht austricksen. Und so dauert es nicht lange und Raf ist in tödlicher Gefahr und Kira tut alles, um ihn aus den Fängen des FBI wieder herauszuholen. Auch wenn sie dafür mit den Jackern gemeinsame Sache machen muss.



Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches sehr schwer getan und dann das Buch für ein paar Tage zur Seite gelegt.

Ich fand es recht langwierig, die ganzen Verschwörungen, das Planen eines Einbruchs um Raf zu befreien, dann das, was sich innerhalb abspielte nahm so viele Seiten in Anspruch, war aber für mich überhaupt nicht fesselnd.

Als ich das Buch dann wieder zur Hand nahm, veränderte sich die Handlung ein wenig und ab der Hälfte konnte es mich dann doch wieder fangen und mitreißen. Jedoch weit weniger als der erste Teil.

Es ist schwer für mich zu erklären, warum das so war. Ich fand es zu strategisch, zu wissenschaftlich. Ohne großartige Emotionen - zumindest keine, die mich berührten, dafür mit viel hin und her.

Was mir aber sehr gefiel, war Kira selbst. Sie entwickelt sich in diesem Buch. Lernt, versteht, akzeptiert und macht damit eine ziemliche Wendung mit. Trotzdem bleibt sie sich immer noch selbst treu. Überhaupt mag ich sie sehr gern, denn sie steht zu denen, die sie liebt. Egal, was andere darüber denken und dazu sagen. Doch sie merkt auch, wann sie einen Schlussstrich ziehen muss, wann es einfach zu gefährlich wird. aber es ist nicht immer einfach, seinen Weg zu gehen, wenn alle Umstände dagegen sprechen.

Raf tritt in diesem Buch, wie ich finde, in den Hintergrund. Nach wie vor halte ich ihn für einen tollen Charakter. Doch meiner Meinung nach passt er leider überhaupt nicht mehr in Kiras aktuelles Leben. Dafür tritt Julian stärker hervor. Doch obwohl ich ihn mag und sehr interessant finde, könnte ich jetzt nicht sagen, ob er nach meinem Gefühl zu Kira passen würde .. für mich steht er noch etwas über den Dingen. Ich weiß nicht ganz, wo ich ihn einordnen soll.

Und so kommt es, dass allein durch ein paar Personen, mich das Buch trotzdem festhält. Ich muss es einfach zu Ende lesen und wie schon gesagt, wurde ich ab der Hälfte dann auch wieder für mein Durchhalten belohnt. Ich freue mich auf den finalen dritten Teil und hoffe, dass er mich dann wieder von Anfang an begeistern kann.

Fazit:
Der zweite Teil beginnt für mich sehr langatmig und kann mich nicht packen. Nach einer Pause nehme ich die zweite Hälfte in Angriff und werde dann doch wieder mit Spannung belohnt. Allein die Charaktere sind es, die mich wieder zurückkehren lassen und die es mir auch bestätigen, sie sind es einfach wert, nicht ignoriert zu werden und ich freue mich auf den dritten Teil! Meine Wertung würde bei 3.5 liegen. Da mir 3 aber zu wenig wären, habe ich mich für 4 entschieden.

Meine Wertung:




Hier noch einmal beide Teile:





Samstag, 21. Februar 2015

Gewinnt einen Platz zur Wohnzimmerlesung bei Susanna Ernst





Habt ihr schon mal etwas von den tollen Wohnzimmerlesungen bei der Autorin Susanna Ernst gehört? Wolltet ihr schon immer mal dabeisein? Hier und jetzt habt ihr die Chance euch einen Platz bei der dritten Lesung in Susannas Wohnzimmer zu ergattern. Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur sagen, diese Lesungen sind etwas ganz, ganz besonders.





Sie beginnen am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und vielen Plaudereien. Danach gibt es etwas auf die Ohren. Susanna liest aber nicht nur aus ihren tollen Büchern, sondern hat auch immer noch eine Gastautorin da, die ebenfalls etwas zu lesen mitbringt. Und wenn die Ohren gesättigt sind, dann gibt es auch noch was in den Magen. Ich hatte die große Ehre bis jetzt jedesmal dabei sein zu dürfen und es war immer so richtig schön und unvergesslich.












Na, wer möchte dabei sein und nicht nur der Lesung lauschen, sondern die Autorin in ihrem ganz persönlichen Umfeld kennenlernen? Das ist übrigens das erste Mal, dass es einen Platz zu gewinnen gibt. Bewerbt euch einfach mit einem Kommentar hier in diesem Blogbeitrag. Erzählt warum ausgerechnet ihr diesen Platz ergattern wollt und vielleicht auch noch ein bisschen was über euch persönlich. Kennt ihr Susanna schon, welche Bücher von ihr habt ihr schon gelesen. Geht ihr öfter auf Lesungen? Wart ihr schon mal auf einer Wohnzimmerlesung?









Die Lesung findet am Lesung am Samstag, den 14.03.2015 statt. Susanna wohnt in der Nähe von Bonn.

Bitte seid so fair und bewerbt euch nur, wenn ihr auch wirklich kommen könnt. Der "Eintritt" ist natürlich frei, aber eure Reisekosten müsst ihr selbst tragen.

Also, jetzt bin ich gespannt, wen von euch ich dort treffen werde!

Ach ja, kommentieren solltet ihr bis spätestens Sonntag, den 1. März 2015 um 15.00 h.

Ihr könnt Euch sowohl bei mir, als auch bei Buch-Plaudereien bewerben, es gibt insgesamt aber nur einen Platz!

Freitag, 20. Februar 2015

[Rezension] Gabriella Engelmann - Jolanda Ahoi! - Großer Zeh ins kalte Wasser

Verlag: Magellan
Gebundene Ausgabe (20.1.15): KLICK - 12,95 € - 160 Seiten
Leseprobe: KLICK
Genre: Kinder/Jugendbuch
Altersempfehlung: 9-11 Jahre .. und auch älter :)

Die Autorin:
Gabriella Engelmann ist gebürtige Münchnerin, doch inzwischen fühlt sie sich im hohen Norden pudelwohl. Sie lebt und arbeitet direkt an einem Kanal in Hamburg, liebt nordfriesische Inseln und alles, was mit Wasser zu tun hat. Nachdem sie sich einen Namen als Belletristik-Autorin gemacht hat, wagt sie sich jetzt auf neues Terrain – Jolanda ahoi! ist ihr erstes Kinderbuch.


Die Illustratorin:
Antje David, geboren 1982, studierte Illustration an der HAW Hamburg und ist seit 2011 diplomierte Designerin. Schon früh fand sie heraus, dass es mehr Spaß bringt, unter dem Schultisch Figuren zu erfinden, als auf dem Schultisch Matheaufgaben zu lösen. Sie lebt mit ihrer kleinen Familie und vielen Pinseln in ihrer Heimatstadt Hamburg.



Inhalt:
Na super. Schlimm genug, dass sich Jolandas Eltern treffen, doch nun muss sie auch noch von ihrem geliebten Bayern nach Hamburg ziehen. Zu den Fischköppen. Und schlimmer geht immer - auch noch auf ein Hausboot. Wo Jolanda doch Wasser hasst. Und eine neue Schule findet sie auch doof, zumal es dort auch Jungen gibt. Jolanda ist tief unglücklich und auch der erste Schultag erfüllt alle Ängste, die sie zuvor hatte - und dann kommt nachts auch noch ein Einbrecher. Doch .. ist es wirklich ein Einbrecher?


Meine Meinung:
Wenn Gabriella etwas anpackt scheint es, als könne es nur toll werden. Das beweist sie wieder einmal bei diesem Kinderbuch - ihrem ersten Kinderbuch. Und so finden wir hinter einem wirklich schönen Einband eine super niedliche Geschichte, die begeistert durch Charme und Spannung. Um es mal mit dem Ausdruck eines bekannten Mädchens zu sagen "ein donnerknispel Erlebnis" :)

Fangen wir zunächst mit Namen an ... sie sind wie schon in der Märchenreihe meiner Meinung nach super klasse. Ob es nun Herr Tannenzweig, Frau Lerche oder auch Omalonas vollständiger Name. Oder auch Jolandas lustige Aussprüche hier und da, wie ihre "IRCKS!" Reaktion auf Spinnen :) .. mir zauberte es ein Lächeln ins Gesicht, das auch anhielt.

Aber auch der Inhalt der Geschichte an sich, gefällt mir super gut. Zum einen ist das Buch  in schöne Kapitel aufgeteilt, die sich toll zum Vorlesen eignen. Nicht zu kurz - nicht zu lang und mit Überschriften, die einen auf das Kapitel neugierig machen.  Zum anderen zeigt uns das Buch Schritt für Schritt, dass alles, was  schlimm ist, auch immer etwas gutes haben kann. Und das nicht immer alles so schlimm ist, wie es scheint. Man muss sich nur ein Herz nehmen und es zulassen.

Schön fand ich auch, dass man in dem Buch auf spielende Weise auch ein bisschen was lernen kann, ohne dass es einem so vor kommt. Ich finde das immer eine sehr schöne Ergänzung und gerade in einem Kinderbuch könnte es nicht besser sein. So kann man etwas Wissen aufnehmen, während man einer spannenden Geschichte lauscht oder folgt.

Die tolle Geschichte wird von wirklich super süßen Zeichnungen ergänzt.  So sieht man Jolanda beim packen, das Hausboot, auf das sie ziehen, aber auch die "IRCKS!" Spinne ... wobei, würden Spinnen immer so niedlich aussehen, würde sich wohl keiner mehr davor ekeln *schmunzel* Und auch in den Bildern sind es gerade die Details, die einen bezaubern .. man muss nur darauf achten.

Übrigens gibt es viele Personen in dem Buch, die alle für sich etwas besonderes haben. Sei es die "hexende" Großmutter, das Cowgirl Polly, oder auch Jolandas Geschwister Max und Leni ... letztere übrigens wirklich knuffelig ;)

Viel zu schnell war das Buch vorbei - der Nachteil an einem Kinderbuch - wenig Seiten, Zeichnungen und größere Schrift. Dabei hatte ich schon extra langsam gelesen, um es zu genießen. Aber glücklicherweise ist ja ein weiterer Band angedacht .. oder auch zwei .. oder .. na mal sehen. Für mich ist es auf jeden Fall ein must-have!

Fazit:
Ein wundervolles Kinderbuch, nicht nur für die Kleinen. Die Autorin schafft es auch mir als überzeugten Bayern-Fan Hamburg schmackhaft zu machen. Gemeinsam mit Jolanda erlebt man einen nicht gewollten Umzug und kann sehen, nicht alles ist immer so schlimm, wie es scheint - oder alles schlechte hat auch immer was gutes. Ich kann Euch dieses Buch nur ans Herz legen!

Meine Wertung:





Freitag, 13. Februar 2015

[Rezension] Michaela Grünig - Küsse niemals einen Filmstar



Aus der Reihe "Liebe nach Drehschluss"

ebook (12.2.15): KLICK - 1,49 € 235 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Gerne: Romance

Die Autorin:
Was wäre wenn ... frau anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen Polospieler durchgebrannt wäre, anstatt den ehetauglicheren Steuerberater zu wählen? Oder "einfach mal so" ein One-way-Ticket nach LA gelöst hätte? Würde besagte Frau dann jetzt als George Clooneys Freundin zur Oscar Verleihung marschieren? Oder als neurotische Schnapsdrossel auf dem Highway to Hell? Solche Gedankenspiele beschäftigen mich in meinen Tagträumen. Und da ich leider - wie übrigens die meisten Menschen - nur ein Leben zur Verfügung habe, lasse ich meine Romanfiguren all diese verrückten Dinge für mich ausprobieren! Um die Sache zu vereinfachen, teilen die meisten von ihnen meine Charaktereigenschaften und zwar die guten wie die miesen! Die besten Ideen dafür kommen mir immer, wenn ich mit meinen drei Hunden durch den Wald ziehe. Die Links zu kostenlosen Leseproben meiner Bücher und neuen Manuskripte findet man auf www.michaelagruenig.com! Ich freue mich auch sehr über Besuch auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/MichaelaGrunigAutorin


Vielen Dank, Michaela, dass Du mir Dein Buch wieder anvertraut hast!

Inhalt:
Sam und Claire versuchen beide auf ihre Art, ihre Vergangenheit zu vergessen. Als Claire dabei zu tief ins Glas schaut, landet sie in einer Entzugsklinik, um direkt danach von ihrem Vater unter die Aufsicht von Sam zu stellen. Ein ehemaliger Stuntman, der alles macht, um nur nicht wieder in seinem alten Beruf zu landen. Claire aber sieht gar nicht ein, dass sie einen Babysitter benötigt und macht Sam das Leben schwer. Doch bei einem öffentlichen Auftritt kommt es zu einem unschönen Ereignis und Sam greift ein, um sie vor einer weiteren Blamage zu schützen. Doch die Methode, die er verwendet, ist für beide gefährlich. Für Sam, der nicht noch einmal sein Herz verschenken will und für Claire, die nicht weiß, ob sie sich zu ihm hingezogen fühlt oder ob sie vor Panik weglaufen soll. Doch ausgerechnet dieser Auftritt scheint Claires kaputten Ruf in der Filmwelt wieder etwas zu  kitten und so gehen beide einen Handel ein, der Claire helfen soll und der sie dennoch beide auf gefährliches Terrain bringt. Denn die Vergangenheit holt sie immer wieder gnadenlos ein und lässt sie daran fast zerbrechen.


Meine Meinung:
Wow. Was ein schönes Buch. Bittersüß und melancholisch und doch gleichzeitig so schön und märchenhaft, dass es einen lächeln lässt. Ich habe während des Lesens glatt die Zeit vergessen und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Zunächst einmal, ja es ist bestimmt ein bisschen in die Richtung Kitsch zu schieben - schöner Kitsch, den ich mag. Keine schwere Kost, sondern leichte. Aber dennoch ist es nicht platt und oberflächlich und hat mich wiederholt zu Tränen gerührt, immer wieder. Doch auch amüsiert hat es mich ganz oft, so dass ich lächeln oder auch mal lachen musste. Denn Claire und Sam geben sich wirklich nichts in ihrer sturen, dickköpfigen Art, hinter der dennoch so viel Gefühl und Traurigkeit liegt, dass es fast weh tut.

Es ist das dritte Buch der Autorin und ich kann nur sagen, ich finde, dass die Bücher von Buch zu Buch mir besser gefallen, mich noch mehr berühren, mich einfangen und festhalten. Und dabei war ich vom zweiten Buch schon völlig überzeugt. Doch dies hier ist noch ein bisschen besser.

Die Themen, die die Autorin aufgreift sind sicherlich für die Beteiligten nicht einfach. Im Rampenlicht stehend, immer präsent, jeder wartet nur auf einen Fehler. Gleichzeitig hinter den Kulissen ein ebenso großer Kampf um Anerkennung, Liebe und Respekt. Dass diese Menschen teilweise an ihren Aufgaben zu zerbrechen drohen, ist gar nicht weiter verwunderlich. Doch dass manchmal noch etwas viel tieferes dahinter steckt, wird uns hier gezeigt. Welchen Preis man manchmal bereit sein muss, für das zu zahlen, was man erstrebt. Oder wo man, wie in diesem Fall hier, reingedrängt wird.

Doch nicht nur die Hauptthemen machen das Buch so interessant, für mich waren es auch die kleinen Details dahinter. Endlich mal ein Buch in dem nicht immer nur die sogenannten Blockbuster zum Vergleich herangezogen werden, sondern auch mal mehr spezielle Serien, die nicht überall zitiert werden. Mit ihrem "Jack Bauer" Vergleich hat sie mich als einen Fan noch ein Stück mehr überzeugt :)

Doch auch die öffentlichen Auftritte von Claire, bzw. die "Kollegen", die sie dort trifft, haben mich oft zum schmunzeln gebracht. Es war einfach mal erfrischend, nicht immer nur die gleiche "Vergleichspampe" serviert zu bekommen und dennoch auf bekanntes zu stoßen. Danke für diese schöne Abwechslung!

Fazit:
Ein Buch, das in meinen Augen alles abdeckt, um maximal empfehlenswert zu sein. Liebe, Tragik, Drama, Traurigkeit, Humor, Spannung und natürlich auch ein Hauch von Kitsch. Einfach etwas, was ich persönlich sehr gerne mag. Und wer dies auch  mag, dem möchte ich das Buch einfach dringend ans Herz legen!

Meine Wertung:




Nochmal beide Bücher der Reihe


Donnerstag, 12. Februar 2015

[Rezension] E.M. Tippetts - Break it up

Nicht mein Märchen 2.5

Taschenbuch (Sep.2014): KLICK - 8,03 € - 258 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: ? - mein Tipp ab 16 Jahren
Genre: Romance / Drama / Rockstars

Die Autorin:
Emily Mah Tippetts schreibt Liebesromane als E.M. Tippetts und Science Fiction und Fantasy als Emily Mah. Sie ist ehemalige Anwältin mit Universitäts-Abschlüssen in Philosophie, Politik und Wirtschaft an der Oxford University und einem Abschluss in Wirtschaftsrecht an der University of California, Los Angeles. Ursprünglich aus New Mexiko, lebt sie mittlerweile mit ihrer Familie in London. Sie ist hingebungsvolles Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und bindet deshalb oft mormonische Charaktere in ihre Geschichten ein. Wenn sie nicht gerade schreibt oder ihren kleinen Kindern hinterher jagt, designt sie handgemachten Schmuck für Etsy. Für mehr Informationen oder um mehr über Updates und zukünftige Buchveröffentlichungen zu erfahren, besuchen Sie sie gerne unter www.emtippetts.com und www.emilymah.com .




Inhalt:
Einst war Kyra leicht zu haben. Doch jetzt versucht die 23jährige, ihr Leben drastisch zu ändern. Kein Techtelmechtel, sondern ein guter Job, möglichst als Fotojournalistin, ist ihr Ziel. Blöd  nur, dass sie ihre Chance ausgerechnet bei der erfolgreichen PopBand erhält, in deren Sänger sie schon seit Jahren verliebt ist. Sie versteht sich auf Anhieb mit Zach, auch wenn es ihr fast unheimlich ist, dass dieser wunderschöne und viel umschwärmte Mann ausgerechnet sie als "gute Freundin" auswählt. Da sich Kyra nie mehr Chancen ausmalen würde, versucht sie, mit dieser Rolle zufrieden zu sein. Doch sie ist sich sicher, wenn Zach mehr über ihre Vergangenheit erfährt, wird er die Freundschaft lösen. Und während sie noch versucht, dieses Problem zu lösen, werden ihr von einem anderen Bandmitglied Avancen gemacht, die sich bis zur Erpressung steigern.


Meine Meinung.
Ein neues Buch der Autorin und wieder haben wir einen ähnlichen Inhalt. Die bunte Glitzerwelt der Promis und ihr aufeinander treffen mit "normal Sterblichen". Und auch wenn wieder dieser Inhalt die Geschichte bestimmt, schafft es die Autorin dennoch, eine völlig eigene Geschichte daraus zu entwickeln, die mir wirklich super gut gefiel.

Es ist ein leichter, schöner Stoff, den man so aufsaugt. Die Höhen und Tiefen mit der Protagonistin erleidet und sich einfach für ein paar Stunden fallen lassen kann. Und wie immer nimmt mich die Autorin direkt auf der ersten Seite an die Hand und ehe ich mich versehe, ist das Buch auch schon wieder zu Ende. Sehr schade, ich hätte noch viel viel weiter lesen können. Dennoch bleiben keine Fragen offen, die Sache endet nach meinem Geschmack.

Bei Kyra war ich mir nicht so sicher anfangs, ob ich sie mag oder nicht ... ihre Vorgeschichte wird nur angerissen. Für mich kein Grund, jemanden zu verurteilen, dennoch hätte ich gerne etwas mehr erfahren. Warum es so kam und warum sie es veränderte. Es wird zwar umrissen, doch ich hätte mir hier vielleicht ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. Allerdings ist es auf keinen Fall eine Voraussetzung um das Buch lesen zu können und so habe ich es hingenommen, wie es ist.

Sehr gefallen hat mir Kyras Familie und wie sie mit all dem umgeht, was war und was gerade geschieht. Und natürlich treffen wir hier alte Bekannte aus den vorherigen Büchern wieder. So ist dieses Buch zwar eigenständig, aber man kann nur empfehlen, sie der Reihe nach zu lesen, einfach um Zusammenhänge zu erkennen. Ich persönlich mag so etwas gerne. Es sind keine Fortsetzungen, wo man möglichst viele Details noch wissen muss, sondern die Geschichten berühren die vorherigen, ohne dass es eine Notwendigkeit ist, sie zu  kennen.

Zach war für mich derjenige, der in diesem Buch eindeutig erwachsen werden musste und es auch tat. An ihm konnte ich die größte Veränderung erkennen. Aber dies war durch seine Vorgeschichte auch zwingend notwendig. Schön nur, wenn man solche Veränderungen auch erkennen kann.

Fazit:
Wer die Reihe schon kennt, der sollte dieses Buch unbedingt auch noch lesen. Und wer sie nicht kennt, dem kann ich sie nur ans Herz legen. Die Autorin hat einfach eine schöne, leichte Art zu schreiben, die einem wundervolle Unterhaltung bietet.

Meine Wertung:







Hier noch einmal alle drei Bücher in der richtigen Reihenfolge:



Montag, 9. Februar 2015

[Rezension] Nichola Reilly - Herrscher der Gezeiten

Verlag: Darkiss
gebundene Ausgabe (12.1.15): KLICK - 14,99 € - 352 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Altersempfehlung: 12-16 Jahre
Genre: Dystopie / Fantasy

Die Autorin:
Nichola Reilly wuchs an der Küste von New Jersey auf. Von dem Erlös für ihren ersten Roman kaufte sie sich eine Schaukel, ganz für sich selbst. Nichola liebt alles, was mit Disney zu tun hat, aber auch Zombie-Geschichten – und Schokolade. Mehr über Nichola unter www.nicholareilly.com oder auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/nicholareillybooks.







Inhalt:
Ihr Leben ist bestimmt von den Gezeiten. Wer sie vergisst, zahlt mit dem Leben. Denn zur Flut müssen alle auf einer kleinen Insel sein. Der einzige Ort, wo das Wasser nicht hinkommt. Jeder hat seinen zugewiesenen Platz. Je weiter man außen steht, um so gefährlicher ist es, denn im Wasser lauern die Gefahren. Derzeit gibt es noch 496 Plätze .. doch immer wieder brechen einige ab. Noch ist Coes Platz in der Mitte, neben Tiam. Denn dort dürfen die Kinder stehen. Doch bald schon bekommt sie ihren Platz nach ihrer Arbeit zugewiesen und als Krüppel kann sie nicht viel tun. Coe leidet unter dem Hass, den ihr die anderen entgegen bringen, einzig Tiam ist ihr Freund. Doch dann wird Coe ins Schloss gerufen. Dem einzigen Ort ausserhalb der Insel, wo man überleben kann. Hier wird ein Geheimnis gehütet, das den Hütern im ganzen Umfang nicht einmal selbst bekannt ist. Gemeinsam mit Tiam macht sich Coe auf die Suche. Denn sie ist sich sicher, es muss einen Weg aus der Katastrophe heraus geben. Was sie entdeckt ist unfassbar.


Meine Meinung:
Das war wirklich ein tolles Buch, eine tolle Geschichte. Mitreißend, spannend, geheimnisvoll, irgendwie magisch. Ein bisschen hat es mich an Maggie Stiefvaters "Rot wie das Meer" erinnert. Nicht vom Inhalt, aber vom Schreibstil. Auch der Schreibstil von Nichola Reilly ist leicht blumig, nicht ganz greifbar, immer ein bisschen geheimnisvoll und verworren und dennoch packend und spannend. Und so war es mir auch nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Ein Zitat habe ich Euch mitgebracht:

"... aber was wirklich das Ende der Zivilisation wäre, ist, die Fähigkeit zum Lieben zu verlernen. Wenn wir aufhören, die anderen zu mögen, das ist das Ende."

Ich muss gestehen, es gibt so zwei-drei Sachen, die mir bis zum Schluss nicht ganz klar sind ... zum Beispiel wollte es mir bis zum Ende einfach nicht gelingen, mir diese bösen "Kritzler" wirklich bildlich vor Augen zu rufen ... das fand ich sehr schade. Aber vielleicht stoße ich da einfach an die Grenzen meiner Fantasie :)

Mir ist auch nicht ganz klar, ob dieses Buch ein Einzelband ist, oder ob es Fortsetzungen geben soll. Als Einzelband muss ich sagen, gefiel mir das Ende nicht so 100%ig, weil doch einiges offen blieb. Und ich mag es einfach nicht, wenn das Ende mir überlassen wird. Also meiner Vorstellung, wie es nun weiter geht. Wenn es allerdings Fortsetzungen geht, so finde ich, handelt es sich um einen echt fiesen Cliffhanger ... nunja, die Zeit wird wohl eine Antwort mit sich bringen.

Ich fand, dass die Hintergründe dieser Geschichte mal wieder absolut typisch sind. Ich meine, eine vom aussterben bedrohte Bevölkerung .. es gibt insgesamt noch 501 Menschen .. und trotzdem hakt der eine dem anderen ein Auge aus - bildlich gesprochen. Der einzige Besitztum, den die Menschen noch haben, ist ihr zugewiesener Platz auf der Insel. Doch selbst dafür schrecken manche nicht zurück, einen Mord zu begehen ... also selbst, wenn alle gleich sind, ist immer noch Neid und Missgunst vorhanden. Aber gerade dieser Aspekt, macht das Buch, das ja eigentlich reine Fiktion ist, wieder so real. Was wiederum für mich immer eine gute Ausgangsposition ist, um mich in ein Buch fallen zu lassen.

Noch ein Wort zu den Haupt-Charakteren. Ich mochte Coe absolut. Trotz ihrer Verluste, ihrer so schlechten Stellung kämpft sie für das, was ihr etwas wert ist. Versucht mit den geringen Mitteln, die ihr zu Verfügung stehen die zu schützen, die sie liebt. Auch wenn ihr gar nicht wirklich bewusst ist, was Liebe ist. Und dabei ist sie so selbstlos, dass man gar nicht anders kann, als sie zu mögen. Aber auch Tiam mochte ich gerne, auch wenn er immer ein bisschen über den Dingen "schwebte", seine eigene Welt hatte, seine eigenen Ideen. Aber das machte ihn gerade so einzigartig. Und auch Fern mochte ich super gern .. aber sie und ihre Rolle müsst Ihr selbst erleben :)

Fazit:
Eine schöne, außergewöhnliche Geschichte, die mich packte und nicht losließ. Dystopie und Fantasy vereint und trotzdem wirkte die Geschichte sehr real. Wer diese Genre mag, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen! Wäre das Ende für mich nicht teilweise so offen gewesen, hätte ich hier Goldwertung vergeben!

Meine Wertung





Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Kat Kruger - Die Nacht hat Krallen

Band 1 einer Trilogie

Verlag: cbt
Taschenbuch (13.10.14): KLICK - 8,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Genre: Paranormal / Werwölfe / Jugendbuch

Die Autorin:
Seit ihrem Studium an der Mount Saint Vincent University in Halifax arbeitet Kat Kruger freiberuflich als PR-Beraterin und Autorin. Ihr Debütroman DIE NACHT HAT KRALLEN wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Kanada.







Inhalt:
In sein Austauschjahr in Paris legt Connor alle Hoffnungen. Endlich einmal nicht der Außenseiter zu sein, ist sein größter Wunsch. Doch schon bald wünscht er sich, SO nicht dazuzugehören. Aufgenommen von seinen Gasteltern, die sich als Werwölfe entpuppen, gerät er in ein Netz von Kreaturen, die große Konflikte mit sich herum tragen.  Denn Werwolf ist nicht gleich Werwolf. Hier scheint es einen ganz erheblichen Unterschied zu geben, zwischen so geboren und verwandelt. Doch eigentlich möchte Connor gar nicht wirklich was davon wissen, denn schließlich ist es nicht sein Konflikt. Doch dann gerät er in die Hände eines durchgeknallten Forschers, dessen Hauptziel es ist, die Wölfe zu vernichten. Und Connor soll ihm unbewusst dabei helfen.

Meine Meinung:
Hmm, ja ... ok. Ich bin mal wieder etwas zweigeteilt. Erhofft hatte ich mir mal wieder einen wirklich tollen Roman über paranormale Wesen mit ihrer einzigartigen Faszination.

Statt dessen bekam ich als Hauptpersonen drei Jugendliche, die voll mit Problemen waren. Probleme der Pubertät, auf dem Weg sich selbst zu finden - oder eben nicht. Ungeklärte Beziehungen und Dramen. Zickige Verhaltensweisen - die, vielleicht geheimnisvoll wirken sollten, mich aber eher nervten. Eifersüchteleien und Connor, aus dem man eh nie ganz schlau wurde. Gewürzt mit 2 Gasteltern, die mir auch nicht wirklich sympathisch waren und deren Rolle sich erst nach und nach herausstellte, wenn auch nur teilweise.

Was mich persönlich am meisten störte war eigentlich das viele Geschwafel über diese und jene Wölfe, wie sie entstanden sind, wie hier mit Genen gearbeitet wurde. Immer in meinen Augen nichts halbes und nichts ganzes. Viele Sachen waren für mich einfach nur umrissen .. wie z.B. ein Ausflug in die Unterwelt. Meiner Meinung nach hätte man das viel mehr ausschmücken sollen. Die Hintergründe, die Schilderungen ausweiten, um dem Ganzen das Gewicht zu verleihen, das es augenscheinlich hatte. Doch was für mich hier mit einer der wichtigsten Momente in der Geschichte zu sein scheint, scheint für die Autorin nicht so wichtig zu sein, als von Hü nach Hott zu hüpfen, hier mal etwas Vergangenheit - natürlich nur in einem Absatz umrissen - dann wieder in der Gegenwart eine Zickerei von Madison, dann mal wieder einen Ausflug in die Gefühlswelt der Gasteltern. Aber alles immer nur Häppchenweise. Dafür andere Sachen dann so ausführlich, dass es zum Gähnen animierte.

Die Hauptperson ist ganz klar Connor, jedoch sind Madison und Josh, seine vermeintlichen Freunde und auch seine Gasteltern so präsent, dass eigentlich alle 5 die Hauptrollen spielen. Warm geworden bin ich eigentlich mit keiner. Gemocht hab ich ehrlich gesagt auch keinen wirklich. Sie machten es einem allerdings auch schwer.

Die Autorin hat, wie ich lesen konnte, bereits mehrfach Auszeichungen erhalten .. ich frage mich allerdings wofür. Ich schätze, es ist einfach mal wieder ein Buch, das mir persönlich nicht liegt, in dem andere aber was auch immer sehen, das für Auszeichnungen reicht. Versteht mich nicht falsch. Es war jetzt nicht massiv schlecht, es plätscherte mit Unwichtigem etwas vor sich hin, wichtiges wurde nur angerissen - wahrscheinlich soll hier die Spannung für die nächsten zwei Teile erhöht werden. Dennoch konnte man es bis zum Ende lesen. Allerdings .. die nächsten Teile werde ich definitiv nicht lesen. Für mich endet die Reihe hier.

Ich hätte am liebsten 2,5 Punkte gegeben .. geht nicht, daher 3, denn für 2 wars dann doch nicht schlecht genug für mich.


Fazit:
Ein Auftakt einer Reihe, die mich leider nicht überzeugen konnte. Nichtssagende Protagonisten mit für mich zu viel pubertären Problemen und zu viel zu kurz angerissene Erklärungen, gepaart mit viel zu ausführlichen, langweiligen Verhaltensweisen der Jugendlichen. Das Buch konnte mich einfach nicht fesseln und die Fortsetzungen werde ich nicht lesen.


Meine Wertung:





Mittwoch, 4. Februar 2015

[Rezension] Lois Lowray - Hüter der Erinnerung

Verlag: dtv
gebundene Ausgabe: KLICK - 11,90 €
Taschenbuch Filmcover: KLICK - 9,95 € - 270 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Hörbuch (ohne Abo): KLICK - 10,19 €
DVD (erscheint 5.2.15): KLICK - 13,99 €


Die Autorin:
Lois Lowry wurde 1937 in Honolulu, Hawaii, geboren. Sie hat u.a. in Pennsylvania und Japan gelebt und wohnt heute in Cambridge, Massachusetts. Lois Lowry ist verheiratet und hat mittlerweile vier erwachsene Kinder. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Newbery Medal. Bekannt gemacht haben sie vor allem ihre spritzigen Alltagsgeschichten um das Mädchen Anastasia Krupnik, aber auch ihre psychologisch durchdachten und meisterhaft geschriebenen Jugendbücher, wie z.B. ›Hüter der Erinnerung‹.




Inhalt:
Es ist eine Welt, in der alles gesteuert ist. In der nichts Platz hat als Gleichheit und Einigkeit. Jeder Weg wird vorherbestimmt. Beim Aufwachsen erhalten die Kinder jedes Jahr eine weitere Zugabe .. ein Fahrrad, einen Haarschnitt und am Ende einen Beruf. Die Berufe werden fast immer passend zu den Personen gewählt. Jeder scheint zufrieden. Auch Jonas steuert auf diesen Part zu - doch entgegen aller anderen erhält er keinen Beruf, sondern eine Bestimmung, von der er bislang nicht einmal was kannte. Er soll der Hüter der Erinnerung werden. Denn nicht immer war alles so gleichmäßig, wie es jetzt ist. Jonas muss lernen mit Gefühlen, Erfahrungen, Leid, Schmerz, Freude umzugehen. Und er ist nicht sicher, ob er diese Last wirklich tragen kann. Denn selbst wenn er darüber reden dürfte, verstehen würde ihn niemand. Denn allen anderen fehlen diese Erinnerungen. Er fügt sich seinem Schicksal, doch dann erfährt er etwas, dass diese Last unerträglich macht und er beginnt, einen Weg zu suchen, aus diesem Schicksal auszubrechen.

Meine Meinung:
Ganz klar ein tolles Buch. Erschreckend in seinen Schilderungen, die erst nach und nach immer deutlicher werden, was es heißt, in Gleichheit und bestimmt zu leben. Eigentlich sind es keine Menschen mehr, sondern Marionetten. Doch da sie es nicht anders kennen, da ihnen Gefühle fehlen, Emotionen und vor allem das Wissen, dass es eigentlich anders sein müsste, sind sie völlig zu frieden. Nichts von dem, was sie tun oder tun müssen, stellen sie in Frage. Freuen sich über die einzelnen Lebensabschnitte - jedoch völlig emotionslos. Menschen sind austauschbar, geht einer, kommt ein Neuer. So ist es und so ist es völlig ok.

Sicherlich, wenn man es nicht anders kennt, ist es gut. Vor allem, wenn man scheinbar gar nicht in der Lage ist, es in Frage zu stellen. Doch wenn man es als Aussenstehender liest, nach und nach begreift, wie unendlich grausam die Hintergründe sind und wie unmenschlich das eigentlich alles ist, dann stellen sich einem regelrecht die Nackenhaare hoch.

Bei vielen Sachen bildeten sich sofort Bilder vor meinem Auge, oder ich meinte Bilder zu sehen, denn ich konnte es mir so überhaupt nicht vorstellen, weil ich so etwas natürlich nie erlebt hatte.

Das ursprüngliche Buch ist schon über 20 Jahre alt. Ich wurde erst jetzt durch Freunde darauf aufmerksam und die, weil es neu aufgelegt wurde, weil die Verfilmung anstand. Somit war es eine Dystopie, die ihrer Zeit voraus war und jetzt erst die Aufmerksamkeit erhält, die man Dystopien vor 20 Jahren einfach nicht gab. Damals war das alles mehr Science Fiction, nur von einer begrenzten Anzahl von Lesern beachtet. Schade eigentlich. Aber es scheint für alles eine Zeit zu geben und so freut es mich, dass die Autorin, die zwischenzeitlich bereits 78 Jahre alt ist, dies noch erlebt. Denn ich finde, es ist sehr verdient. Eine tolle Geschichte, toll erzählt.

Mich persönlich stört das Ende. Mir ist es viel zu offen.Vieles unbeantwortet, der Fantasie überlassen. Ich persönlich mag so etwas nicht und daher gibt es für mich auch einen Punkt Abzug. Aber ganz klar für mich ist, die DVD zieht sofort bei Erscheinen bei mir ein, darauf bin ich sehr neugierig, ich liebe Buchverfilmungen!

Fazit:
Eine tolle Dystopie, die einem zeigt, dass Gleichheit und Harmonie nicht immer gut ist. Dass überall da, wo etwas schlechtes vor Menschen verborgen wird, auch immer etwas gutes darunter leiden muss. Für Freunde von Dystopien absolut empfehlenswert, auch wenn mir persönlich das Ende leider nicht zusagte.

Meine Wertung: