Montag, 1. September 2014

[Rezension] Jennifer L. Armentrout - Dark Elements #1

Band 1: Steinerne Schwingen

DARKISS
Taschenbuch (11.8.14): KLICK - 12,99 € - 448 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Paranormal

Die Autorin:
Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten.






Inhalt:
Laylas Leben ist ihr viel zu kompliziert. Aufgewachsen bei den Gargoyles, den Wächtern, deren Hauptaufgabe es ist, Dämonen unschädlich zu machen, gehört sie dennoch nicht richtig dazu. Denn nicht nur, dass sie nur zu Hälfte Gargoyle ist, ist sie zur Hälfte auch noch selbst ein Dämon. Daher trauen ihr viele nicht über den Weg. Dadurch darf sie allerdings im Gegensatz zu einem echten Gargoyle eine öffentliche Schule besuchen. Doch während ihre Freundinnen nur Jungs und Sex im Kopf haben, kämpft sie mit ihrem Verlagen, die Seelen ihrer Mitschüler nicht aufzusaugen. Und dazu gehört leider auch, dass sie keinen Jungen küssen darf, denn damit wäre sein Schicksal besiegelt. Der der Junge, zu dem sich Layla hingezogen fühlt, sieht sie sowieso mehr wie ihre Schwester. Doch auch Zayne wäre bei ihr in Gefahr und so bewundert sie ihn nur heimlich. Doch dann trifft sie auf den Dämon Roth, der ihr zu allem Überfluss noch das Leben rettet. Trotz ihrer tiefen Abneigung kann sie ihn trotzdem nicht an die Wächter verraten. Und dann offenbart er ihr auch noch ein großes Geheimnis, das ihre Herkunft betrifft. Und Layla ist hin- und hergerissen, zu welcher Seite sie nun eigentlich gehört.

Meine Meinung:
Ich kenne bereits Bücher der Autorin und kann nur immer wieder sagen, dass ich ihren Schreibstil einfach toll finde. Sie hat schöne, frische Ideen, so wie hier in diesem Buch. Die Spezies der Gargoyle, die hier als Wächter den Dämonen gegenüber stehen ist vielleicht keine ganz neue Idee, aber auf jeden Fall keine, die bereits ausgereizt wäre. Und obwohl ich nach wie vor kein großer Freund von Dämonen bin .. warum weiß ich eigentlich gar nicht genau, vielleicht weil mich das Thema Hölle langweilt? ... war ich von diesem Buch sehr begeistert. Denn die Idee gepaart mit dem schönen, mitreißenden Schreibstil machte das Buch zu einem richtigen Pageturner. Ehe ich mich versah, war ich auch schon am Ende und ich hoffe, dass ich es sehr richtig interpretiere, dass es der Beginn einer Reihe ist, denn hier gibt es zwar ein Ende, aber trotzdem einen sehr großen Cliffhanger, der mich doch arg hibbelig zurück lässt.

Die Charaktere in diesem Buch sind recht vielseitig. Zum einen haben wir da die Gargoyles. Allen voran Zayne, dem Layla ihr Herz geschenkt hat und seinen Vater, der sie einst in die Familie aufnahm. In diesem Haushalt leben erwartungsgemäß einige Gargoyles und obwohl sie alle den Wächter gemeinsam haben, könnten sie dennoch unterschiedlicher nicht sein. Es sind Krieger, Kämpfer, allerdings waren mir die wenigsten wirklich sympathisch.

Auf der anderen Seite haben wir die Dämonen. Stinkender, gefräßiger Abschaum in den unterschiedlichsten Arten .. Sucher, Blender und was nicht noch alles. Diese Vielzahl brachte allein sehr viel Abwechslung. Roth, der Laylas Leben rettet, ist natürlich auch kein ganz normaler Dämon, doch was er ist, das müsst Ihr selbst herausfinden. Ich jedenfalls war von Anfang an von ihm gefangen, denn seine flapsige, oft leicht unverschämte und sehr unverblümte Art brachte mich nicht selten zum Lachen. Und sein "Haustier" Bambi imponierte mir genau so, wie seine anderen Haustiere. Aber  auch dieses Geheimnis müsst Ihr bitte selbst ergründen, es war jedenfalls eine tolle Nebengeschichte, die mir persönlich besonders gut gefallen hat.

Die dritte Seite sind die Menschen in dieser Geschichte. Laylas Freunde und Schulkameraden. Menschen, die vor ein paar Jahren alle erfahren haben, dass es Dämonen und Wächter gibt. Die aber weder das eine noch das andere von sich aus erkennen können. Und so wissen sie zwar, dass Layla bei den Wächtern lebt, nicht aber, was sie wirklich ist. Ganz besonders gut hat mir auch Stacey, Laylas beste Freundin gefallen, die alles tut, damit Layla endlich auch mal eine Romanze hat .. schließlich weiß sie nicht, dass das für den Kerl das Ende bedeuten könnte ;-)

Fazit:
Ein toller Auftakt einer Reihe, bei dem ich am liebsten direkt zum nächsten Buch gegriffen hätte. Gargoyles, Dämonen und eine Menge dazwischen bringen frischen Wind in diese paranormale Story, die sich zum richtigen Pageturner entwickelte. Das Buch brachte aber nicht nur Spannung, sondern auch eine kleine Prise guten Humor mit sich und hat ein sich geschlossenes Ende - und trotzdem einen großen Cliffhanger. Sehr empfehlenswert für Freunde des Genre!

Meine Wertung:


[Blogtour] Rainer Wekwert - Das Labyrinth ist ohne Gnade

Ich freue mich, diesmal die Blogtour eröffnen zu dürfen:



Hier sind noch einmal die drei Bücher, um die es bei der Labyrinth-Trilogie von Rainer Wekwerth ging. Alle drei sind zu meinen Rezensionen verlinkt, falls Ihr mehr lesen möchtet. Hierbei aber ACHTUNG! .. da enthält die Rezension zu Band 2 Spoiler zu Teil 1 und die Rezension zu Band 3 enthält Spoiler zu Teil 1 und 2!! Lest also bitte nur dann, wenn Euch die Bücher bekannt sind oder Euch Spoiler nichts machen!


       


Nun aber zu dem heutigen Beitrag. Ich möchte Euch einen Überblick über alle drei Bände geben .. keine Angst, keine Zusammenfassung, also keine Spoiler. Vielmehr über den Inhalt generell, die Protagonisten, über die Bedeutung, über die Werte ... Ihr werdet sehen...



DAS LABYRINTH

Worum geht es eigentlich generell in diesen drei Büchern?

Stellt Euch vor, Ihr "erwacht" ohne jegliche Vorwarnung an einem Ort, den Ihr nicht kennt. Ihr seid allein, in Eurer Nähe ist nichts, was Euch bekannt vorkommt, keine Menschen, keine Städte. Und Ihr habt zusätzlich auch noch keinerlei Erinnerungen, warum Ihr hier seid, wo Ihr her kommt, wer Ihr überhaupt seid.

Könnt Ihr Euch das vorstellen? Nein? .. so ging es mir auch .. und so geht es auch den Protagonisten in diesem Buch.

Sieben Jugendliche wachen auf in einer ihnen völlig fremden Welt. Keiner erinnert sich mehr, was war. Doch einer von ihnen weiß, er muss sie alle zusammen bringen, denn nur gemeinsam können sie etwas schaffen, dessen Umfang sie sich in dem Moment nicht einmal vorstellen können.

Die sieben Jugendlichen sind Jeb, Jenna, Mischa, Kathy, Leon, Tian und Mary. Sieben, die unterschiedlicher nicht sein können, denn hier ist wirklich eine Vielfalt geboten, die man so erstmal finden muss.

Ich versuche Euch mal einen kleinen Einblick zu geben, wie sie sind, wenn Ihr sie kennen lernt .. 

Jeb: Er ist der ruhige, der besonnene, der scheinbar geborene Anfänger, jedoch nicht ohne jeden Fehler. Auch er kann wütend werden und dennoch behält er eher immer den Überblick. Er ist der, der die Anweisung erhält, die anderen zu suchen und welche Aufgabe sie haben.

Jenna: Sie ist der fröhliche Part in der Runde. Sie ist ausgeglichen und lacht gern, und fühlt sich von Anfang zu Jeb hingezogen.

Mischa: Scheint einer dieser geborenen Helden zu sein. Gutaussehend mit dem Herz auf genau dem rechten Fleck. Bereit, für seine Freunde alles zugeben - und seine eigenen Interessen zurückzustecken.

Kathy: Sie erfüllt perfekt den Anspruch: Eine Zicke braucht jedes Buch. Ein Mädchen, das niemand wirklich mag, die man erdulden muss und die es auch jedem schwer macht, überhaupt etwas nettes an ihr zu finden. Die ihre Interessen über die aller anderen stellt.

Leon: Er ist mein Favorit - vom Anfang bis zum Ende. Er ist dieser typische Charakter, der mir liegt. Vom Leben hart gemacht, unnahbar, aggressiv auftretend, bei dem man jedoch von Anfang an weiß, hofft, glaubt, es verbirgt sich viel mehr hinter seiner harten Fassade. Und genau so ist es auch.

Tian: Er wirkt fröhlich, wenn ich es auch nicht immer als echt empfand. Er ist offen und doch kann ich ihn irgendwie nie so recht ernst nehmen und übersehe ihn zudem gerne auch das ein oder andere mal. Er bildet jedoch einen guten Teil im Team und arbeitet für die Gemeinschaft. Für mich blieb er immer ein bisschen blass.

Mary: Sie war für mich noch schneller übersehbar als Tian, wenn das möglich war. Sie ist ein bisschen wie ein Schatten - oft unsichtbar, ruhig, aber dennoch da. Und man sollte sie nicht unterschätzen, wie so oft bei den stillen Wassern...

Soviel zu den Protagonisten - aber was ist ihre Geschichte, was führt sie durch das Buch? Hier ein kleiner Anriss:

Jeb erhält ja die Anweisung, alle zusammen zu bringen. Aber er erfährt auch, dass sie sich in der ersten Welt des Labyrinths befinden. Sie müssen das Tor zur nächsten Welt finden, aber nur 6 von Ihnen dürfen in die nächste Welt ... um dort das nächste Tor in die nächste Welt zu suchen, durch das wieder einer weniger darf. Und sie wissen alle nicht, was sie in den Welten erwarten wird.

Aber was ist das Besondere ... 

Die Welten sind hart, brutal, unerwartet und bringen die Sieben an ihre Grenzen - immer wieder und unerbittlich. Und genau das ist es aber auch, was die Sieben im Laufe der Zeit immer mehr verwandeln lässt. Sie werden reifer, es entwickeln sich Freundschaften, sie verändern sich mehr und mehr. 

Es wird immer klarer, dass es wichtig ist, dass sie zusammen arbeiten. Genau so wird aber immer klarer, wer dazu in der Lage ist und wer nicht. Und genau so klarer, dass man nicht immer auf den ersten Blick urteilen sollte.

So wie sich die Protagonisten immer besser kennenlernen - die anderen, aber auch sich selbst. Wie sie Fragmente ihres bisherigen Lebens erfahren und versuchen, sie zu greifen, zu verarbeiten. Wie sie versuchen einen Sinn in dem Ganzen zu finden, zu erfahren, wo ihre Stärken und ihre Schwächen sind, genau so erlebt dies alles auch der Leser mit. Er kann verfolgen, wie sich die Sieben verändern. Und tatsächlich kann es vorkommen, dass man einige total verkannt hat. Im positiven aber auch im negativen. Man beginnt selbst zu hinterfragen, erlebt gemeinsam mit ihnen, was war, was ist und was kommt. Und immer wenn man meint, jetzt weiß man es, wird man wieder eines besseren belehrt.

Selten habe ich eine Trilogie erlebt, die mich so gefesselt hat. In jedem Band. Deren Verlauf mich nicht selten geschockt hat oder zum Nachdenken brachte. Bei der ich auf keiner Seite, bei keinem Satz auch je nur auf die Idee gekommen wäre, das Buch zur Seite zu legen. Die mir gezeigt hat, das alles sein kann und doch nichts ist, wie es scheint. Bei dem ich so oft nicht einverstanden war, was der Autor geschehen ließ und wo ich trotzdem immer wieder zustimmen musste, dass es scheinbar nicht anders kommen konnte. Bei dem ich gelacht und geweint habe und auch Gänsehauten hatte. Und dessen Ende mich dann so sprachlos zurückließ, dass ich vor und zurück blätterte ... und bis jetzt nicht weiß, ist es genial oder einfach nur unglaublich.

Diese Trilogie ist sehr schwer in ihrer Komplexität so wiederzugeben, dass man nichts verrät aber dennoch so viel erzählt, dass man gar nicht anders kann, als sich dafür zu interessieren. Ich kann es jedem nur empfehlen, denn es ist für mich so anders, so genial, so einzigartig, dass man wirklich etwas verpasst, wenn man es nicht liest.

Und damit möchte ich auch enden ..

Und hoffe, ich konnte diejenigen überzeugen, die sich bislang noch gescheut haben, die Reihe zu beginnen ... 

Und nun darf ich noch ein Exemplar des dritten Teiles an Euch verlosen - natürlich für Euch signiert. Um es zu gewinnen beachtet bitte folgendes:

Bitte kommentiert diesen Beitrag und beantwortet mir folgende Frage:

Bitte verratet mir einfach, kennt Ihr schon einen oder mehrere Teile der Trilogie und warum wollt Ihr das Buch hier unbedingt gewinnen. Bitte gebt keine Spoiler ab, sonst lösche ich Euren Kommentare zum Schutz für die anderen!!

Der Gewinner wird ausgelost. Bitte sorgt dafür, dass ich eine Emailadresse habe, unter der ich Euch erreichen kann, falls Ihr gewinnt. Wer seine Email nicht öffentlich zeigen möchte, darf sie mir gerne per Mail fabella (at) fabella (punkt) de zukommen lassen - aber bitte nur dann. 

Ihr habt Zeit bis zum 7.9.2014 / 13.00 Uhr, Euren Kommentar abzugeben, danach werde ich einen Sieger ermitteln, der am 8.9. bekannt gegeben wird!

Morgen geht es dann hier weiter:



Samstag, 30. August 2014

[Blogtour] Rainer Wekwerth - Das Labyrinth ist ohne Gnade - Ankündigung

Es ist soweit - der dritte und letzte Teil von Rainer Wekwerths Labyrinth ist veröffentlicht:




Und auch diesmal wollen wir wieder eine Blogtour dazu machen:



Wir haben uns wieder - wie wir finden - tolle Sachen ausgedacht, mit denen wir Euch das Buch, seine Protagonisten, aber auch den Autor noch ein bisschen näher vorstellen wollen - natürlich alles ohne wichtiges über den Inhalt oder gar das Ende zu verraten für die, die erst noch mit der Reihe anfangen möchten, das versprechen wir Euch!

Bitte schaut doch vorbei:

1.9. = BuchZeiten (also hier bei mir)
2.9. = BücherKaffee
3.9. = his & her books
4.9. = Claudias Bücherregal
5.9. = lost pages

Und natürlich wird es auch wieder etwas tolles zu gewinnen geben :-)

Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] Charles Sheehan-Miles - Ein Song für Julia

Thompson-Sisters #1

ebook (31.8.14): KLICK - 3,99 € - 400 Seiten
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Genre: Drama / Romance


Der Autor:
C. Sheehan-Miles war Soldat, Computerprogrammierer, Koch in einem Schnellrestaurant und Vorsitzender von Non-Profit-Gesellschaften. Er ist der Autor von mehreren Romanen und Sachbüchern, darunter der Nr. 1 Amazon Bestseller in der Kategorie Liebesromane "Vergiss Nicht zu atmen" Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.sheehanmiles.com
Außerdem sind Sie eingeladen, der Remember to Breathe-Gruppe auf Facebook beizutreten: htps://www.facebook.com/groups/remembertobreathe/



Die Übersetzerin:
Dimitra Fleissner ist eigentlich selbst nur Fan der Bücher des Autors. Sie übersetzt sie für uns ins Deutsche, damit auch wir diese tollen Bücher lesen können .. sie ist keine Übersetzerin! Aber ich finde es großartig, dass sie das macht, denn ich liebe Charles Bücher! Danke Dimitra!


Inhalt:
Julia hat sich den perfekten Panzer gebastelt. Der sie schützt. Damit sie niemals wieder so verletzt wird wie von Harry. Oder von ihrer Mutter. Sie ist erfolgreich in ihrem letzten Harvard Jahr und alles scheint bestens zu laufen. Zumindest äußerlich. Bis sie auf Crank trifft - der nicht nur so heißt, sondern es scheinbar auch ist. Der Punk, der mit seiner bislang ziemlich unbekannten Band seine Wut über sein Leben auslässt. Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als sie sich treffen, bekommt Julias Panzer Risse und ihre Vergangenheit holt sie ein - so massiv, dass es fast nicht zu ertragen ist. Doch nicht nur das erschwert die Annäherung, sondern auch die Ereignisse, die tagtäglich auf die Beiden treffen.

Meine Meinung:
Zunächst war ich sehr irritiert. Dies ist das dritte Buch des Autors, das übersetzt wird und das ich lese. Aber es ist in der Reihe der Thompson-Sisters eigentlich das Erste. Es spielt vor den beiden anderen. Mich persönlich irritiert so etwas auch bei Filmen immer wieder. Auch wenn man alle Bücher unabhängig lesen kann .. ich mag nun mal die Einhaltung von Reihenfolgen.

Allerdings muss ich sagen, dass es der Autor wieder so schnell schafft, mich einzufangen, dass ich darüber vielleicht grad mal 10 Seiten lang nachdenke und mich dann wieder bedingungslos ins Buch fallen lasse.

Wieder bin ich absolut begeistert über den Schreibstil des Autors. Ohne Kitsch, hier und da in fast sachlichen Tönen bringt er so viel Gefühl, so viel echtes Gefühl rüber, dass mir immer wieder Tränen in den Augen standen. Er hat es nicht nötig, dramatische Erlebnisse mit schweren Worten zu umschreiben. Durch seine manchmal fast neutralen Beschreibungen bekommt hier alles irgendwie eine noch viel größere Tiefe und Gewichtung. Das ist sehr schwer zu beschreiben, denn es liest sich auf keinen Fall nüchtern oder sachlich. Es ist nur ein, wie ich finde, ganz eigener Schreibstil. Und immer wieder bin ich fasziniert davon, dass ein Mann hinter diesen Gefühlen steckt. Es ist einfach nur großartig zu lesen, Ihr müsst das unbedingt einmal selbst ausprobieren!

Diese Geschichte hier hat auch wieder ganz besondere Seiten. Viele kleine Geschichten, die zusammen eine sehr große ergeben. Auf der einen Seite der verbitterte Crank, der zwar seinen Bruder heiß und innig liebt, aber durch oder für ihn immer zurück stecken musste. Den seine Mutter verließ, der sich nur streitend mit seinem Vater unterhält. Er will nichts als schreiben und seine Wut in seiner Musik ausleben. Und ausgerechnet er trifft auf eine Harvard-Studentin. Zurückhaltend, abweisend, ihr ganzes Leben im Voraus geplant und scheinbar unnahbar. Ein Ding der Unmöglichkeit, dass die zwei sich näher miteinander beschäftigen. Denkt man. Nicht aber für Charles Sheehan-Miles, der hier zwei Welten miteinander verbindet, die unterschiedlicher nicht sein könnten und zwei Menschen, die beide so verletzt sind, dass sie eigentlich für Gefühle nicht mehr zu gebrauchen sind. Umwebt von politischen Ereignissen, die immer einen Hauch von bedrückender Realität mit sich bringen.

Fazit:
Der dritte veröffentlichte Roman der Reihe, der eigentlich der erste ist - und dennoch auch in dieser Reihenfolge dramatischer nicht sein könnte. Es ist toll mitzuerleben, wie die Figuren in dem Buch sich verändern, wie sie lernen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen, egal wie schwer es auch gewesen sein mag. Wieder ein Buch des Autors, das mitten ins Herz trifft, auf leise unaufdringliche Art und beim lesen immer wieder die Augen feucht werden lässt.

Meine Wertung:




Mittwoch, 27. August 2014

[Rezension] Patrycja Spychalski - Bevor die Nacht geht

cbt

Taschenbuch (28.7.14): KLICK - 14,99 € - 285 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Roman / Jugendbuch

Die Autorin:
Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman Ich würde dich so gerne küssen verfasste.





Inhalt:
Was wäre wenn .. Du einfach mal jemand wildfremden ansprechen und 24 Stunden mit ihm verbringen würdest, um dann einfach wieder zu gehen. Was würdest du tun, kannst Du Dir das vorstellen? Kim ist schon immer ein bisschen anders. Sie lächelt die Menschen an, sie sieht sie, nimmt sie wahr und sie mag die Menschen. Als ihr an diesem Samstag Morgen im Zug ein Junge gegenüber sitzt, der nicht in seinem Smartphone rumspielt, nimmt sie sich ein Herz und spricht ihn an, lockt ihn aus dem Zug und aus einer spontanen Idee werden unvergessliche Stunden und ein langer Abschied, denn Jacob wird am nächsten Tag die Stadt für lange Zeit verlassen. Doch heute wollen sie nur den Tag genießen, nicht wissend, wohin er sie führen wird.

Meine Meinung:
Es ist ein Buch, das mich zum lächeln bringt. Ganz ehrlich, das beginnt mit dem wunderschönen Cover und endet auch nicht, als ich das Buch schon lange zugeschlagen habe. Immer wieder frage ich mich .. gibt es so was, sind wir einfach nur nicht mutig genug? Sollten wir nicht wirklich einfach mal über unsere Schatten springen und einen Menschen ansprechen, der uns warum auch immer spontan berührt? So wie Kim es hier mit Jacob macht. Ohne zu wissen, woher er kommt, wohin  er geht und wer er ist.

Ich fand es toll, die zwei bei ihren so ganz harmlosen alltäglichen Dingen zu begleiten und zu sehen, wie 24 Stunden vorbeirauschen können. Dass die Zeit einfach nicht anhält, egal wie sehr man es möchte. Zu erleben, wie man sich näher kommt, ohne dass man etwas konkretes dafür tut, wie man Abgründe überbrücken kann und es egal ist, wer man ist, oder was man hat.

Ich fand Kims Art einfach unglaublich liebenswert und erfrischend. Ihre Art, die Dinge anzupacken, auszusprechen. Ihren Mut, immer offen und freundlich auf alle Menschen zuzugehen, egal ob sie alt oder jung sind, arm oder reich. Ihre Ideen, das, was sie an kleinen Dingen so schön fand und wie sie es schaffte, davon nicht nur Jacob, sondern auch mich als Leser zu überzeugen.

Ich war erst einmal in Berlin und ich mag Berlin nicht .. das ist halt so, entweder man mag etwas oder nicht, ohne das konkret beschreiben zu können. Doch ich glaube, gäbe es Kim wirklich, ich würde versuchen mit ihr einen Tag in Berlin zu verbringen um die Stadt mit ihren Augen zu sehen ... wer weiß, wie ich danach darüber denken würde.

Aber auch Jacob mochte ich wirklich gern. Seine sanfte, ruhige Art. Seine Freude, die er durch Kims ganze Art hat .. und seine wirklich menschlichen Regungen in bestimmten Situationen, die mich ebenfalls zum schmunzeln brachten.

Mir gefiel es ausgesprochen gut, dass das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von Kim und Jacob geschrieben ist. So ist man viel näher dran, sieht und versteht viel mehr ... und Jacobs Gedanken sind oft so schön .. wie das hier:

"... Dort riecht es sehr intensiv. Nach was eigentlich? Ich kann es schwer beschreiben. Nach Kim eben. Nach Sonne wahrscheinlich und nach Pfirsich und Seife und nach noch etwas, das ich nicht einordnen kann. Unglaublich. ..."

Und wenn Ihr glaubt, ein Buch, dessen Ende Ihr scheinbar schon im Vorfeld durch den Klappentext kennt, nicht lesen zu wollen, so glaubt mir, das spielt keine Rolle. Hier ist nicht Anfang und Ende wichtig, sondern das dazwischen ... das ist es, was einen berührt auf ganz leise, sanfte Art und zum lächeln bringt.

Fazit:
Ich kann Euch dieses Buch nur ans Herz legen. Auf leise, sanfte Art zeigt es einem, wie leicht es sein kann, durch einen einzigen Schritt, alles zu verändern. Es zeigt, dass es egal ist, wer man ist und was man hat, solange man nur die Augen aufmacht und sieht ... möglichst mit dem Herzen ... dann kann man nicht anders, als das Buch mit einem Lächeln zu beginnen und es damit auch enden zu lassen.

Meine Wertung:



Sonntag, 24. August 2014

[Rezension] Michael Northrop - Räudiges Pack

Loewe 

Taschenbuch (11.8.14): KLICK - 8,95 € - 272 Seiten
Altersangabe: 13-16 Jahre
Genre: Jugendbuch

Der Autor:
Michael Northrop wuchs in einer kleinen Stadt in den Berkshire Mountains auf. Viele Jahre später zog er nach New York, dem er seitdem treu geblieben ist. Dort arbeitete er als Stand-up-Comedian und Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften, bis er 2009 seinen ersten Jugendroman veröffentlichte, der auf der Stelle zum Erfolg wurde. Seither heimst er eine Auszeichnung nach der anderen ein und hat das Schreiben zum Beruf gemacht.





Inhalt:
Ein Jugendlicher mit krimineller Vorgeschichte und ein "Kampfhund" mit Vorgeschichte. Wenn diese beiden Welten aufeinandertreffen, kann sich hieraus eine Freundschaft entwickeln? Schafft es einer von beiden den Schritt zu wagen, um dem anderen zu vertrauen? Als Jimmer nach einem langen Sommer nach Hause kommt, hat ein Hund sein Zuhause erobert. Johnny Rotten. Er ist groß, furchterregend und ein absoluter Feigling. Jimmer weiß nicht so recht, wie er auf den Hund reagieren soll und nähert sich nur vorsichtig an. Gleichzeitig versucht er, bei seinen Freunden zu verheimlichen, was er den Sommer über getrieben hat. Um von sich abzulenken, stellt er Johnny in den Mittelpunkt, doch die Geschichte geht nach hinten los, als Johnny einen seiner Freunde beißt und seine Eltern die große Kohle wittern. Denn Johnny soll eingeschläfert werden, doch Jimmer tut alles, um das zu verhindern.


Meine Meinung:
Dass der Autor einen recht eigenen Schreibstil hat, konnte man schon bei Kälte merken. Und auch hier muss ich mich erst wieder damit anfreunden. Ohne große Vorreden werde ich in eine Geschichte geschmissen, in der ich mich erst einmal zurecht finden muss. Für mein Empfinden greift er hier zwar ein sehr heikles Thema auf, durch seine aber eher neutrale Art zu schreiben, wird es nicht zu emotional. Ich finde seinen Schreibstil auf der einen Seite sehr sachlich, auf der anderen aber auch sehr jugendlich. Denn er lässt die Charaktere so reden, wie man es von Jugendlichen erwartet, die zudem auch noch ein bisschen auf der schiefen Bahn sind oder in nicht so tollen Verhältnissen aufwachsen. Nicht übertrieben, so dass es nervig würde, aber sehr passend. Das macht das Ganze zu einem etwas anderen Buch, was sehr interessant zu lesen ist.

In diesem Buch sieht man mal wieder, wie Menschen mit Tieren umgehen ... unverantwortlich, nachlässig, nicht so, als würden sie mit einem Lebewesen umgehen. Und man sieht, wie Menschen mit Vorurteilen gefüllt sind und im Notfall die Grenzen gerne mal übertreten, um sie zu bestätigen.

Trotzdem hätte ich mir gern etwas mehr Tiefgang bei dem Buch gewünscht. Hätte gern mehr über Johnnys Vorgeschichte bekommen, aber auch über Jimmers. So wurde man irgendwie nicht richtig warm mit den Hauptpersonen des Buches. Das brachte dann wahrscheinlich auch mit sich, dass man nicht wirklich emotional an dem beteiligt war, was man hier las. Es war eher ein oberflächlicher Unterhaltungsroman mit traurigem Inhalt. Schwer zu erklären.

Trotzdem ließ sich das Buch leicht lesen, schnell kam man vorwärts und als man einmal in der Geschichte drin war, mochte man das Buch auch nicht mehr zur Seite legen. Ich denke, das nicht so tiefe Eindringen in die Vorgeschichten ist ausgelegt auf die Zielgruppe, für die das Buch sein soll. Und insofern passt es dann auch dazu.

Fazit:
Ein gutes Buch, das zeigt, wie schnell sich Vorurteile in Tatsachen umwandeln können und dass es immer Menschen gibt, die bereit sind, auch über das Leid von Tieren zu Geld zu kommen. Es lässt sich gut lesen und verbirgt auch noch die Botschaft in sich, nicht jedes Vorurteil hinzunehmen, sondern mal hinter die Fassaden zu schauen.

Meine Wertung:





Dienstag, 19. August 2014

Kajsa Arnold - Kieran - Der Duft von Leidenschaft

Oldigor

Taschenbuch (29.8.14): KLICK - 7,99 € - 140 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Geboren wurde Kajsa Arnold im Ruhrgebiet. Nach mehr als 11 beruflich bedingten Umzügen lebt sie wieder in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt Unterhaltungsromane unter diesen Pseudonym und »Reservierung for Lucky One« war ihre erste Publikation. Unter anderem Namen hat sie schon mehrere Romane veröffentlicht.





Herzlichen Dank Kajsa, dass ich auch dies Buch wieder lesen durfte!



Inhalt:
Salome hat schon oft von ihrem Onkel eine Einladung nach Neuseeland erhalten und nie angenommen, doch instinktiv ahnt sie, dass es diesmal etwas anderes ist, etwas wichtiges. Völlig erschlagen kommt sie an und wird an das Bett ihres sterbenden Onkels geführt, der sie bittet, sein Geschäft weiterzuführen. Doch, eine bitte ist es schon gar nicht mehr. Sal bleibt, doch mit ungutem Gefühl, denn sie ist sich nicht sicher, wie sie dem Geschäftspartner ihres Onkels gegenüber steht .. Kieran, für den Frauen scheinbar nur Spielzeug sind. Doch ausgerechnet mit ihm muss sie sich arrangieren, wenn sie den letzten Willen ihres Onkels erfüllen will.


Meine Meinung:
Huuh was ein Kitsch .. nein ich korrigiere, was ein herrlicher Kitsch. Ernsthaft, man muss so was mögen und ich mag es. Es ist vorhersehbar und trotzdem immer wieder schön und ich hab es mit einem wusch verschlungen. Klar, bei der geringen Seitenzahl natürlich auch keine große Kunst. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt, wie die Autorin es schafft, mich trotz all dem vorhersehbaren nicht zu langweilen. Es sind einfach kleine Geschichten, in die man mühelos abtauchen kann, mal für eine Stunde die Umwelt abschalten kann, um dann mit einem hach daraus wieder aufzutauchen und sich der Realität zu stellen .. in der es wohl nie so tolle Helden geben wird ;-)


Natürlich kommt hier auch eine große Portion Erotik ins Programm, auch das sollte man im Vorfeld wissen .. aber schön formuliert und nicht in übertriebenen Dosen, so dass es perfekt abrundet. Obwohl die Story so vorhersehbar war, hat mich die Autorin an einer Stelle dann doch noch überrascht, aber dazu verrate ich jetzt hier nichts .. ich musste jedenfalls über mich selbst schmunzeln, weil ich einfach keine Überraschung erwartet hätte.


Viel kann ich zu der Geschichte sonst nicht sagen, außer, dass mir sowohl die beiden Hauptcharaktere, aber auch einige der Nebendarsteller sehr gut gefallen haben. Es war eine harmonische Mischung, die Abwechslung brachte.


Fazit:
Eine vorhersehbare und dennoch wirklich schön zu lesende Geschichte. Kit, aber herrlicher Kitsch, der einem eine Stunde Abtauchen aus der Realität ermöglichte! Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, kann man perfekt genießen!







Sonntag, 17. August 2014

[Rezension] Kirsty Wark - Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

KNAUR

Taschenbuch (2.5.14): KLICK - 9,99 € - 448 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Hörbuch: KLICK - 18,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin und gehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" ist ihr erster Roman.







Dies ist eine Gast-Rezension von Petra Molitor. Die nachfolgende Rezension spiegelt daher ihre Meinung wider!


Klappentext: 

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Überraschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran gemacht.  


Mein Leseeindruck:  
Der obige Klappentext weckte mein Interesse an diesem Buch. Seit meiner Kindheit bin ich ein glühender Schottland-Fan und verschlinge alles, was es an Literatur, Filmen, Fotografien etc. über dieses atemberaubend schöne Land zu bekommen gibt. Mittlerweile war ich ca. 7 Wochen quer in meinem Traumland unterwegs und werde nie müde zu betonen, dass es - nicht nur für mich - das schönste Land der Welt ist. Kirsty Wark schildert in zwei Handlungssträngen Leben und Charaktere der beiden Hauptfiguren, Elizabeth Pringle und Martha Morrison - Pringles in der Vergangenheit, denn sie ist am Anfang des Buches bereits verstorben, Marthas in der Gegenwart. 

Erscheint die Beziehung der beiden Frauen am Anfang eher aus einem Zufall geschuldet, ergeben sich im Verlauf des Buches einige gemeinsame Berührungspunkte. Elizabeth berichtet in einer Art Tagebuch von ihrem Leben. Ihre Geburtsinsel Arran hat sie nie wirklich verlassen. Nach einer Kindheit, die nach dem Verlust des eigenen Grund und Bodens und dem folgenden Soldatentod ihres Vaters, jegliche Unbeschwertheit und Unbekümmertheit verliert, lebt Elizabeth alleine mit ihrer Mutter in dem kleinen Cottage, das zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung wird. Das Zusammenleben ist nicht nur von Freude geprägt, denn Isabel Pringle konnte ihrem Mann nie verzeihen, dass er sich freiwillig in den Krieg gemeldet und sie und ihre kleine Tochter in ihren Augen im Stich gelassen hat. Nachdem auch die Mutter stirbt, opfert Elizabeth aus Heimatverbundenheit ihre große Liebe, es ist ihr nicht möglich, mit ihm in Australien, fernab von Schottland, ein neues Leben zu führen. Sie arbeitet als Lehrerin, dieser Beruf gibt ihr Kraft und Freude und lenkt sie ab vom großen Geheimnis ihres Lebens, an dem sie schwer zu tragen hat. Als sie merkt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, bringt ein guter Freund sie dazu, sich allen Kummer von der Seele zu schreiben. Sie entschließt sich zum Umzug in ein Pflegeheim und vererbt ihr Cottage an die Mutter von Martha Morrison, einer Arran-Touristin, die einmal Interesse an dem Haus gezeigt hatte.  

Anna Morrison kann das Erbe leider nicht mehr selbst antreten, sie leidet an fortschreitender Demenz und verliert sich immer mehr im Niemandsland der Erinnerungen. Sie hat bei den ersten Anzeichen der Erkrankung einer ihrer beiden Töchter, Martha, die Handlungsvollmacht übertragen - so wird Martha legitime Eigentümerin von Homlea. Da diese eine schwere Zeit durchmacht: die Sorgen um die Mutter und die Trennung von ihrem Ex-Freund, flüchtet sie in die schottische Idylle. Sie lernt Land und Leute kennen und lieben, findet Freunde und einen Mann, der in ihr ungeahnte Gefühle weckt. Sie erkundet Elizabeths Leben und findet dadurch auch immer mehr zu sich selbst. 


Leider kann das Buch meine Erwartungen nur in beschränktem Maße erfüllen. Die Geschichte ist leicht zu lesen, ohne immense Höhen und Tiefen in der Handlung. Personen und Landschaft sind gut beschrieben, man kann sich selbst gedanklich nach Arran versetzen. Oder kann nur ich das, weil ich Schottland schon mehrfach besucht habe? Ich habe mir definitiv mehr versprochen. Schlussendlich ist das Buch ein schöner Sommerroman und unterhaltsame Frauenlektüre, aber nicht mehr. 

Das Cover finde ich wunderbar gestaltet, der maritime Einschlag gefällt mir sehr gut.








Donnerstag, 14. August 2014

[Rezension] Elvira Zeissler - Stern der Macht 2 - Salomons Fluch

Achtung: Band 2 der Reihe Stern der Macht

Taschenbuch (13.8.14): KLICK - 8,91 € - 288 Seiten

ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: ? ab 16 Jahren
Genre: Paranormal / Fantasy

Die Autorin:

Elvira Zeißler (Jahrgang 1980) hat nach dem Abitur BWL an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Copenhagen Business School studiert. Derzeit wohnt sie mit ihrer Familie im malerischen Bergischen Land und schreibt vor allem Fantasy und Mystery Romance, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Lassen Sie sich verzaubern von fantastischen Geschichten voll Abenteuer, Spannung, Gefühl und Magie. 





Vielen Dank Elvira, dass ich auch diesen Teil lesen durfte!




Inhalt:
Daniel geht es immer schlechter. Verzweifelt machen er und Erin sich auf die Suche nach dem Amulett der Heilung, in der Hoffnung den Fluch damit brechen zu können. Ihre Reise führt sie nach Wales, wo der angeblich letzte Besitzer des Amuletts vor Jahrzehnten verschwunden ist. Doch so sehr sich Erin und Daniel bemühen, sie kommen in ihrer Suche einfach nicht voran. Gareth, ein junger Student hilft ihnen, ahnungslos, worum es überhaupt geht. Doch je mehr sich Erin auf seine Hilfe einlässt, desto mehr zieht sich Daniel zurück. Immer öfter kommt es zu Auseinandersetzungen. Und dabei ist das nicht mal die Größte Gefahr, die sie bedroht, denn ihre Verfolger sind ihnen auf der Spur.

Meine Meinung:
Zuerst zögerte ich doch sehr, das Buch in die Hand zu nehmen, weil mir so viel aus dem ersten Teil entfallen war.  Nicht das wesentlich, aber viele der Details, rund um die Amulette, ihre besonderen Kräfte und die Prophezeiungen. Doch direkt am Anfang nimm einen die Autorin an die Hand, erklärt kurz noch einmal die wichtigsten Details, so dass es überhaupt kein Problem war, in den zweiten Teil der Geschichte einzusteigen. Vielen Dank dafür, das war wirklich toll.

Es ist eine spannende Reise, auf die sich die zwei begeben. Die Rätsel, denen sie folgen, die sie zum Teil lösen können, nehmen den Leser in seinen Bann und führen ihn Seite um Seite vorwärts in dem Bestreben, den Ausgang zu erfahren. Man leidet mit den Beiden, mit Erin um den Verlust den sie spürt, wenn Daniel immer unnahbarer wird und mit Daniel in seinem Bemühen, immer wieder auf die Füße zu kommen und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Aus Gareth, der hier eine nicht unwesentliche Rolle spielt, bin ich zunächst nicht schlau geworden. Ich wusste einfach nicht, wie ich den jungen Mann, der sich selbst als Barde bezeichnet, einordnen soll .. wir leben schließlich in der Neuzeit, wie passt denn das dort hin, bitte? Doch er trägt alles so mühelos, so leicht irgendwie, dass es nach und nach selbstverständlich wird und ganz natürlich. Auch, als er von seiner Familie berichtet, die im weiteren Verlauf dann auch noch eine Rolle spielt .. doch mehr möchte ich hier nicht verraten.

Es ist wieder eine  Mischung aus Realität und etwas, das sein könnte, an das wir eigentlich nicht glauben, das wir aber nicht nicht  wirklich widerlegen können. Und so macht es einfach Spaß, dem Geschehen zu folgen.
Auch wenn das Buch gut zu lesen war, für mich fühlte es sich hier und da wie ein Bindeglied zwischen Anfangsband und Endband an. Es gab hier und da Stellen, da dachte ich, dass die Suche nun aber langsam mal zu ihrem Ende kommen könnte. Es waren keine großen Momente, aber ich war dann doch froh, als es zum Schluss ging, auch wenn es wieder mit einem großen Cliffhanger endete, aus dem eigentlich alles werden kann und der einen in keine konkrete Richtung weist.

Was ich gerne noch erwähnen möchte, sind die tollen Beschreibungen der Autorin über die Landschaft. Nicht zu viel, aber genug, um mich so neugierig zu machen, dass ich zwischenzeitlich tatsächlich nach dem ein oder anderen im Internet suchte – mit mehr oder weniger Erfolg .. aber das erzählt die Autorin dann sogar selbst in einem Nachwort ;-)

Fazit:
Ein durchaus spannender zweiter Teil, der wieder Realität mit Fantasie vereint, so dass man nicht weiß, wo das eine beginnt und das andere endet. Mit Rätseln die gelöst werden und welchen, die offen bleiben und mit einem ziemlichen Cliffhanger, der den Wunsch weckt, sofort den nächsten Band lesen zu wollen – hoffen wir, wir müssen nicht allzu lang warten!


Meine Wertung:





ACHTUNG: Zur Veröffentlichung des 2. Teiles gibt es eine Sonderaktion der Autorin:


Jeder, der seine Freunde zu dieser Veranstaltung einlädt und es hier kommentiert, nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil:
1. Preis: 10€ Amazon-Gutschein
2.+3. Preis: ein „Stern der Macht“-BookCharm
Also teilt, ladet fleißig ein und kommentiert  !!!
Teilnahme möglich bis 16.08. 21:00Uhr, ausgelost wird am 18.08.


HIER kommt Ihr zur Veranstaltung: KLICK



Montag, 11. August 2014

[Rezension] Stephanie Madea - Auge um Auge - Moonbow #1

bookshouse

broschiert (20.12.13): KLICK - 13,99 € - 323 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ? - Ab 16 Jahre
Genre: Paranormal, Romance

Die Autorin:
Stephanie Madea erblickte 1977 in Norddeutschland das Licht der Welt.
Nach drei staatlichen Abschlüssen, mehrjähriger und vielfältiger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und erfüllte sich damit ihren lang gehegten Traum.
Neben ihrem Hauptberuf arbeitet sie als freie Schriftstellerin und lebt mit ihrem Siberian Husky, ihrem Pointer-Mix und ihren vier Katzen in einem kleinen Dorf in den Bergen Zyperns. Stephanie Madea schreibt mit Herzblut Paranormal Romance und Romantic Thrill-Romane.
Mehr unter: www.stephanie-madea.com und www.stephaniemadea.blogspot.com




Liebe Stephanie, danke, dass Du mir Dein Buch gegeben hast, es hat mir richtig gut gefallen und ich war erstaunt über tolle neue Ideen!


Inhalt:
Stell Dir vor, Du weißt, dass ein Blick in Deine Augen die Menschen erblinden lässt. Wirst du dann nicht alles machen, um diesen Fluch zu heilen? Und wenn Du dafür gefangen in einem Labor sitzt. In der Hoffnung, dass irgendwann etwas Dir helfen wird und Du wieder sehen darfst. Bis dahin schützt Du alle um Dich herum, in dem Du in Isolation und Dunkelheit lebst. Doch was machst Du, wenn Dir jemand die Hand reicht und die Sterne verspricht. Gehst Du mit ihm? Nur, um für einen Augenblick zu vergessen und wieder etwas von der Schönheit der Welt zu sehen. Dann geht es Dir wie View. Und obwohl sie ihn nicht kennt, vertraut sie Zac vom ersten Moment und folgt ihm. Doch kann sie wirklich glauben, was er ihr versucht zu erklären? Zu tief sitzt das, was View in den letzten vier Jahren im Labor eingetrichtert bekam. Und nach wie vor kann sie nicht vergessen, dass durch ihre Schuld ein Mensch erblindete. Doch nach und nach erfährt sie von dem, was in der Welt geschieht, während sie geschützt hinter Mauern ihr Leben verbringt. Mehr und mehr Menschen erblinden - soll das alles Views Schuld sein? Zu gerne würde sie Zac ganz vertrauen, doch instinktiv spürt sie, dass er etwas vor ihr verbirgt - doch noch weiß sie nicht, wie alles entscheidend dieses Geheimnis ist. Bis es zu spät ist.

Meine Meinung:
Das war mal wieder etwas völlig neues. Eine Geschichte, die man nicht direkt auf den ersten Seiten zu packen bekommt. Die nicht direkt offenbahrt, was ihr Geheimnis ist. Und so bleibt einem als Leser nichts weiter übrig, als zu vertrauen und Stück für Stück die Protagonisten zu begleiten.

View möchte man Anfangs wirklich des öfteren schütteln. Wie naiv und gutgläubig sie ist. Der Leser weiß, irgendwas kann hier nicht stimmen. Und obwohl er nicht weiß, was es ist, erahnt er es instinktiv. Im Gegensatz zu View. Bei der man irgendwie das Gefühl hat, eigentlich weiß sie gar nichts.

Und irgendwie ist es genau so mit Zac .. er weiß von sich, doch er teilt es nicht. Nicht mit View und auch nicht mit dem Leser. Nur stückchenweise, nach und nach bekommt man eine Ahnung, was ihn ausmacht, was hinter seinem Geheimnis stecken könnte. Doch als man es dann letztendlich erfährt, hätte man so nie damit gerechnet. Die Autorin schaffte es wirklich, mich bis zu diesem Punkt völlig übers Glatteis zu führen. Und so etwa mag ich wirklich gern. Wenn ich nicht weiß, was dahinter steckt.

Die Erzählweise ist für mich ein wenig ungewöhnlich gewesen. Dadurch, dass man eigentlich nicht so richtig weiß, worum es geht und erst mit den Protagonisten gemeinsam dahinter kommt, fehlt einem am Anfang der Sog, der einen mitreißt. Es ist eher so, als würde man vorsichtig beobachtend Stück für Stück einen Weg begehen und nie wissen, ob einem das, was hinter der nächsten Kurve ist, gefällt. Doch Stück für Stück wird es offener und damit auch immer mitreißender, bis ich am Ende tatsächlich das Buch zumachte und dachte .. öhhh, ich möchte jetzt sofort weiterlesen!! .. nun wie gut, dass der zweite Teil schon veröffentlicht ist, er wird wohl ganz schnell und weit oben auf meiner Leseliste landen.

Die Idee, was hinter den Protagonisten wirklich steckt, wird auch bis zum Ende nicht verraten. Das, was sie können ja, aber nicht, warum sie es haben und wofür es wirklich sein wird. Und es wird klar, View und Zac sind nicht die Einzigen ihrer Art. Übrigens hat auch Zac noch einen zweiten Namen, der seine Fähigkeit preisgibt (so wie View auch einen richtigen Namen hat), aber den sollt Ihr lieber beim Lesen erfahren ;)

Fazit:
Ihr mögt das Außergewöhnliche, das Paranormale, das nicht direkt Greifbare? Nun, dann solltet Ihr definitiv zu diesem Buch greifen. Es ist eine tolle Geschichte, die mal wieder einen ganz anderen Inhalt bringt, als man derzeit so oft antrifft. Ungewöhnliche Charaktere mit tieferer Bedeutung, Glaube, Vertrauen und Freundschaft spielen eine wichtige Rolle. Und im Verlauf des Buches wird die Geschichte mehr und mehr zu einem Pageturner!

Meine Wertung:






Es gibt übrigens auch einen tollen Trailer: