Dienstag, 27. Januar 2015

[Rezension] Anna Winter - Lucys Wunsch


Taschenbuch (5.12.14): KLICK - 9,99€ - 324 Seiten
ebook: KLICK - 3,99€
Altersempfehlung: ? - Erwachsene
Genre: Romance / Paranormal

Die Autorin:
Anna Winter schreibt Fantasy Liebesromane mit Vampiren, Werwölfen, Hexen und Geistern. Fantasyfreie Liebesromane der Autorin erscheinen seit Kurzem unter Anna Faye.
Anna Winter wurde 1982 geboren und lebt mit ihrem Mann und einer kleinen Tochter in Süddeutschland. Schon als junges Mädchen war sie von Märchen und anderen Geschichten gefesselt, illustrierte Erzählbände für ihre Familie und begann mit acht Jahren, auf einer alten Schreibmaschine zu schreiben. Sie hat unzählige Bücher gelesen und die Faszination für Worte nie verloren.  Später schrieb sie Romane für ihre Freundinnen und veröffentlichte im August 2013 ihr erstes Buch, das binnen kürzester Zeit auf Platz 1 der Amazon Bestseller in der Kategorie Fantasy schoss. Es stellte sich heraus, dass nicht nur ihre Freundinnen das Buch lesen wollten. Inzwischen schreibt sie für ein breites Publikum. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht, in denen es immer um die Liebe geht. 
Homepage von Anna Winter unter: http://annawinter.de - Besuchen Sie die Seite von Anna Winter bei Facebook: https://www.facebook.com/Anna.Winterromane

Inhalt:
Seit Lucy in ihrer Kindheit vor dem Ertrinken gerettet wurde, gibt es für sie nur ein Ziel. Ihren Retter mit den silbernen Augen finden. Denn sie ist sich sicher, er ist ein Vampir. Immer wieder zeichnet sie seine Augen, denn an viel mehr kann sie sich nicht erinnern. Durch ihre fast schon fanatische Suche, nimmt sie die Dinge nicht wahr, die um sie herum geschehen, und gibt auch den Männern keine Chance. Sie ist zufrieden als Single mit ihren Freunden. Doch dann tritt Adam in ihr Leben und bringt ihre Überzeugung ins Wanken. Soll sie ihre Suche aufgeben?

Meine Meinung:
Das war ein wirklich nettes Buch. Eine Geschichte, die sich toll lesen ließ, so dass ich gar nicht merkte, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Aber natürlich ist das Thema des Buches auch ein besonderes, finde ich. Ich meine, wieviele wünschen sich, gerade seit Twilight, dass es Vampire doch geben würde. Wenn man dann wie Lucy auch noch in der Kindheit eine Begegnung mit einem hatte, kann man den Wahn wirklich verstehen, dem sie verfällt. Ganz lustig finde ich hierbei, dass sie zusammen mit drei weiteren Mädchen eine Art Clique bildet, die alle schon solche Begegnungen hatten, wenn auch nicht alle mit einem Vampir. Mir persönlich gefällt die Vorstellung allein sehr gut und das schon machte die Geschichte für mich lesenswert.

Auch gefiel mir der sehr schöne Schreibstil der Autorin, der locker, aber nicht oberflächlich ist und einen direkt am Anfang an die Hand nimmt und durch das Buch hindurchführt. Es gab wirklich schöne Momente. Sätze, die einem ein *hach* entlockten. Sätze, die einen zum lachen brachten. Und auch Sätze, die einen am Verstand der Protagonistin zweifeln lassen .. ich sage nur Lennox *schmunzel*

Was mir ein bisschen gefehlt hat, war mehr Hintergrund über Adam. Er blieb irgendwie immer ein bisschen ein Rätsel, was ich sehr schade fand. Bei mir taten sich viele Fragen auf, die nicht wirklich beantwortet wurden - allerdings war es auch nicht zwingend notwendig für die Geschichte. Überhaupt finde ich, hätten einige der Charaktere noch etwas ausführlicher behandelt werden können, einige Szenen intensiver sein können. Es waren immer nur Fünkchen, die fehlten, aber sie fehlten mir zur Höchstwertung.

Was mir auch ganz gut gefiel, waren die vielen wirklich realen Einflüsse in diesem Buch, wie z.B. die Streitereien von Lucys Eltern. Mal endlich nicht alles Friede, Freude ... und das machte auch die Geschichte realer, bzw. brachte Normalität hinein.

Am Ende des Buches (also im "Abspann") kann man lesen, dass es zwei weitere Bücher geben wird. Keine direkten Fortsetzungen, sie beschäftigen sich mit anderen Personen aus diesem Buch. Ich habe mich darüber gefreut, denn ich würde gern mehr erfahren über diese Schicksale... Leider wird es noch länger dauern, bis sie erscheinen.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die das widerspiegelt, was sich viele wünschen, dass an der Vampirgeschichte doch ein Fünkchen Wahrheit haftet ... Sehr unterhaltsam mit schönem Schreibstil, romantischen Momenten und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich kann es nur empfehlen!

Meine Wertung:




Sonntag, 25. Januar 2015

[Rezension] Kajsa Arnold - 1 Farbe Violett

Dies ist der 5. und letzte Teil der Reihe "Rhys by night". Die Reihenfolge muss eingehalten werden!

Verlag: Oldigor
Taschenbuch (22.1.15): KLICK - 12,90 € - 230 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Geboren wurde Kajsa Arnold im Ruhrgebiet. Nach mehr als 11 beruflich bedingten Umzügen lebt sie wieder in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt Unterhaltungsromane aus den Bereichen Erotik, Fantasy und Young Adults. Sie ging mehr als 25 Jahre einer kaufmännischen Tätigkeit nach, bevor sie sich nur noch dem Schreiben widmet. Ihr großes Hobby ist die Fotografie. Zu ihren größten Erfolgen gehört die 5-teilige Serie "Rhys by night" ( deren Teile 1-3 "5 Farben Blau/4 Farben Platin/3 Farben Purpur" in 2015 beim Droemer/ Knaur Verlag als Taschenbuch erscheinen werden) und die abgeschlossene "Jaden"-Reihe. Mehr zu ihren Büchern erfahren Sie auf ihrer Homepage: kajsaarnold.com



Herzlichen Dank an die liebe Kajsa, die mir auch dieses Buch wieder zukommen ließ! ... ein bisschen wehmütig bin ich schon, dass ich Rhys jetzt verlassen muss.


Inhalt:
Rhys und Jaz kommen einfach nicht zur Ruhe. Nach der grausamen Explosion in Hunters Haus hoffen die Beiden, endlich Frieden zu finden. Doch sie werden schnell eines besseren belehrt. Wieder einmal sind alle Freunde zur Hilfe gebracht, um endlich zu Ende zu bringen, was schon lange nötig war. Doch die Situation eskaliert und wieder einmal muss Rhys um Jazs Leben bangen.


Meine Meinung:
Es war ein guter Abschluss der Reihe, doch es war auch gut, dass sie nun beendet ist. Auch wenn mir dieser Teil wirklich gut gefallen hat, fand ich jedoch, dass es ein bisschen viel des Guten war. Noch einmal wird es brenzlig, die Situationen sind mir persönlich teilweise jedoch zu knapp gewesen, so als müsste man schnell fertig werden. Und überhaupt fand ich es doch zu viel, dass Jaz schon wieder in Gefahr war. Mir geraten die Hauptpersonen hier einfach zu oft in zu ähnliche Situationen, die das ganze schon arg unglaubwürdig machen. Dennoch gehörte der Teil dazu und es hat trotzdem Spaß gemacht, ihn zu lesen.

In diesem Buch wird sehr viel beendet, viele bislang lockere Fäden werden gespannt. Doch auch hier hatte ich so ein bisschen Realitätsprobleme ... mir war es fast zuviel Friede, Freude .. na Ihr wisst schon. Alles passte sich perfekt zusammen. Ja, ich weiß, solche Bücher sind eh realitätsfern, doch trotzdem störte es mich hier und da.

Der Zauber, der einen in den ersten Teilen gefangen hielt, fehlt mir hier ein bisschen. Doch ab und an blitzte er hervor und zeigte, warum man der Reihe so treu bleibt. Und dies liegt in meinen Augen wirklich an Rhys, der einfach bezaubert.

Ich möchte über den Inhalt nicht allzuviel verraten, deshalb ist eine längere Rezension nicht möglich gewesen, denn ich möchte den Lesern nicht die Freude am letzten Teil verderben. Und ich kann wirklich empfehlen, lest ihn. Denn er rundet die Geschichte ab und lässt die Fäden zusammenlaufen.

Fazit:
Ein guter fünfter und damit letzter Teil der Reihe mit Stärken und Schwächen. Die Geschichte wird beendet, doch der Weg dahin war mir persönlich hier und da zu knapp gehalten. Trotzdem möchte ich Euch das Buch empfehlen, denn es gehört einfach zu dieser Reihe dazu.

Meine Wertung:
Eigentlich würde ich 3,5 geben ... 3 sind zu wenig und 4 zuviel ..  Im Hinblick auf die gesamte Geschichte jedoch runde ich auf 4 auf




Hier noch einmal alle Teile als Taschenbücher (ebooks gibt es auch):






Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] Any Cherubim - You & Me - Der Zauber am Ende des Tages

Dies ist der zweite Teil der Reihe, jedoch eigenständig lesbar!

Taschenbuch (15.12.14): KLICK - 10 € - 348 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance


Die Autorin:
Any Cherubim wurde im Mai 1975 in Freiburg geboren. 
Schon früh hat sie mit dem Schreiben begonnen und ihre 
Leidenschaft für Geschichten entdeckt. Als 11 jährige sparte
sie sich ihr Taschengeld zusammen, um eine elektrische 
Schreibmaschine zu kaufen. Zum Leidwesen ihrer Eltern, die durch das laute Tippgeräusch am Sonntagmorgen schon frühgeweckt wurden. Im Februar 2013 wurde endlich ihr Kindheitstraum wahr und sie konnte mit ihrem ersten Roman "Half Moon Bay" ihr Debüt feiern.





Liebe Any, vielen Dank, dass ich auch das zweite Buch lesen durfte. Eine wirklich schöne Reihe, ich freue mich schon auf den nächsten Teil!



Inhalt:
Das Leben geht manchmal eigenartige Wege. Das müssen auch Matt und Lu feststellen, als sie gegen ihren Willen in eine Hochzeit gezwungen werden, obwohl sie einander gar nicht kennen. Denken sie zumindest. Denn als wäre eine Heirat nicht schlimm genug, müssen sie feststellen, dass sie sich sehr wohl kennen. Aus Kinderzeiten. Und eine Freundschaft war es nicht, denn Matt hat Lu bloßgestellt, da sie dick und unansehlich war - nicht umsonst trug sie den Namen Pummelelfe. Doch nun müssen sie miteinander auskommen. Doch getreu dem Motto "schlimmer geht immer" ist Lu zusätzlich noch rebellisch, hat einen absoluten Sturkopf und hüpft von einer Gefahr zur nächsten, so dass Matt befürchtet, noch vor Ende der Flitterwochen graue Haare zu bekommen.

Meine Meinung:
Also ich fand das Buch mehr als unterhaltsam. Lu mochte ich auf Anhieb. Sie geht ihren Weg, komme was wolle, ist stur, aber trotzdem liebenswert. Ihr Herz gehört den Tieren und das zeigt sie in Taten und nicht in Worten. So etwas imponiert mir sowieso.

Ihr Verhältnis zu Matt konnte ich zwar hier und da nicht so ganz nachvollziehen, doch es war sehr schön, Zeit mit den Beiden zu verbringen. Was genau ich meine, kann ich nicht schreiben, da ich nicht spoilern möchte. Trotzdem wollte ich es nicht unerwähnt lassen, dass ich hier und da doch Zweifel hätte, ob eine reale Person mit der Vergangenheit so gehandelt hätte.

Matt .. ihn mochte ich auch. Trotz der Vergangenheit. Denn ich konnte zumindest seine Erklärung verstehen, warum es damals so lief. Ich habe mich im Verlauf des Buches sehr über ihn und seine Panik vor manchen Sachen, wie z.B. Morton, amüsiert. Es war einfach zu niedlich, wie hilflos er war. Trotzdem war er kein Weichei. Mir gefiel die Mischung sehr gut.

Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gern. Er ist leicht, aber nicht oberflächlich. Sie hat immer wieder neue Ideen, die zwar eine große Rolle im Buch spielen, aber einen nicht erschlagen. Ihre Charaktere sind frisch, liebenswert, haben aber wie im realen Leben auch ihre Macken. Das macht sie authentisch und deshalb macht es besonders viel Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen.

In diesem Buch spielt Tierschutz eine Rolle. Doch keine Angst, hier gibt es keine Belehrungen oder ausschweifende Exkursionen. Vielmehr habe ich tatsächlich auch etwas gelernt, dass mir bislang unbekannt war und das mir zeigt, dass man sich manchmal doch mehr mit einem Thema beschäftigen sollte.

Fazit:
Ein toller zweiter Teil, der zwar eigenständig gelesen werden kann, ich rate jedoch die Reihenfolge einzuhalten. Zwei sympathische Charaktere mit amüsanten Eigenarten, was eine spannende Geschichte ergab. Ich kann dieses Buch nur empfehlen!

Meine Wertung:



Hier noch einmal beide Teile (die Taschenbücher - es gibt beide auch als ebook):


Dienstag, 6. Januar 2015

Die AGDSD Challenge - Die Gewinner


Sandra und ich haben euch die Endergebnisse ja schon bekanntgegeben, aber es stehen noch ein zwei Auslosungen aus - und natürlich sollt ihr auch erfahren, wer die Gewinner sind.



Auch wenn wir das schon mal erwähnt haben,



die komplette Challenge gewonnen hat ULLA mit 41 gelesenen Büchern!



Du darfst dir aus jedem unser drei teilnehmenden Verlage ein Wunschbuch aussuchen. Bitte melde dich bei mir oder Sandra per Mail.

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In den Lostopf fürs 4. Quartal haben es PETRA, ULLA und TANJA geschafft. Wir haben mit einem Zufallsgenerator ausgelost.

Ein Buch aus dem Hause Darkiss geht an TANJA!

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In die Verlosung für 2 zusätzliche Bücher kommen alle Teilnehmer, die im Laufe des Jahres mindestens 12 Lose gesammelt haben. Das sind:



SILKE (24 Lose), PETRA (37 Lose), ULLA (61 Lose), TANJA (22 Lose) und JANA (36 Lose)





Ein Buch aus dem Hause Oldigor geht an JANA!



Ein Buch aus dem Hause dotbooks geht an PETRA!






Herzlichen Glückwunsch euch allen!



Tanja, Jana und Petra, bitte meldet euch per Mail bei Sandra oder mir. Am besten schickt ihr gleich eine Liste der von euch (aus eurem Gewinnerverlag) bereits gelesenen Büchern damit ihr nichts bekommt, was ihr schon kennt.

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An dieser Stelle noch einmal vielen Dank, dass ihr durchgehalten habt. Aber ein ganz dickes Danke geht auch an die Verlage und deren Mitarbeiter, mit denen wir während der Challenge wirklich super zusammengearbeitet haben.

Danke Andrea, Susann und Julius!!!

Sonntag, 4. Januar 2015

[Rezension] Veronica Roth - Die Bestimmung - Fours Geschichte

Zusatzband zur Trilogie "Die Bestimmung" - sollte nach der Trilogie gelesen werden!

Verlag: cbt
Softcover (24.11.14): KLICK - 14,99 € - 320 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy / Dystopie

Die Autorin:
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie macht. Nun hat ihr Buchhit auch die Leinwand erobert. In der Verfilmung des preisgekrönten ersten Romans begeistern die Nachwuchsstars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four.




Inhalt:
In diesem Buch schildert uns die Autorin Ausschnitte aus Fours Leben. Gegliedert ist das ganze in 3 große und 3 kleine Abschnitte, die uns ganz unterschiedliche Sachen vermitteln. So erleben wir nicht nur, wie Four auf Tris trifft, sondern erfahren endlich auch mehr aus seiner Vergangenheit.


Meine Meinung:
Four ist meine absolute Lieblingsfigur der tollen Trilogie - wie wahrscheinlich von den meisten anderen auch. Bereits während ich die Trilogie las, hätte ich gern so viel mehr über ihn erfahren, wobei, dann wäre er vielleicht nicht so interessant gewesen, wie er es war. Jetzt im Nachhinein seine Geschichte zu erfahren, oder mehr darüber, macht ihn nicht uninteressanter. Und eigentlich war auch dieses Buch viel zu kurz und ich hätte gern noch viel viel mehr über ihn gelesen.

Wie schon erwähnt ist das Buch in 6 Episoden aus Fours Leben gegliedert. Die ersten drei fand ich ganz besonders gut. Sie sind alle sehr lang (57, 130 und 85 Seiten). Sie erzählen zunächst, wie Four gelebt hat und schildern die Ereignisse, kurz vor und während des Eignungstests. Wie er sich fühlte, was geschah, was er erlebte. Dann nach seinem Fraktionswechsel. Wie seine Zeit als Initiant war, welche Prüfungen auf ihn zukamen, womit er zu kämpfen hatte, was er entdeckte. Und dann als er endgültig aufgenommen war, seine erste Zeit und wie er seinen Platz in der Fraktion fand und was geschah, als Tris dazu kam, wie er sich veränderte.

Danach folgen drei recht kurze Episoden (4, 8 und 2 Seiten), die für mich persönlich an dieser Stelle nicht mehr viel Sinn machten, denn es sind Augenblicke, die Four mit Tris erlebte, die aber eigentlich innerhalb der dritten längeren Geschichte liegen - man hätte sie meiner Meinung nach integrieren sollen. So wird der Leser nur noch 3 mal kurz durch die verschiedenen Zeiten geschüttelt. Ob sie dem Inhalt mehr Wert geben sollen, weil sie einzeln stehen? Für mich wars mehr ein Überfliegen am Ende. Es gehörte dazu, ja. Aber in die dritte Episode.

Ich fand es wirklich schön, noch einmal in diese Geschichte einzutauchen, noch einmal andere Blickwinkel zu sehen. Zu spüren, was Four erlebte, wie er Situationen sah, die wir bislang nur aus Tris Sicht kannten. Aber auch, um viel mehr über ihn zu erfahren.

Fazit:
Wer die Trilogie wie ich mochte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Denn sie zeigt uns, warum Four dort war, warum er so geworden ist, was passierte vor und während seiner Entscheidung, die Fraktion zu wechseln und es zeigt uns, wie er Tris sah, was er fühlte. Und das gefiel mir besonders gut.

Meine Wertung:




Hier noch einmal alle Teile in ihrer Reihenfolge:





Übrigens gibts die ersten drei jetzt als Schmuckschuber mit Bonusmaterial:


Und die Verfilmung des ersten Teils gibts bereits als DVD / BluRay ... ich habe sie gerade gesehen .. woooow .. hammer finde ich. Ich kann es gar nicht erwarten, bis die nächsten Teile kommen!



Samstag, 3. Januar 2015

[Rezension] Tanja Bern - Distant Shore

Verlag: Oldigor
ebook (16.11.14): KLICK - 0,99€ - 63 Seiten
Altersangabe: Erwachsene
Genre: Novelle / Romance

Die Autorin:
Tanja Bern wurde in Herten geboren und ist dem Ruhrgebiet immer treu geblieben. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie und drei Katzen in Gelsenkirchen. Durch eine starke Verbundenheit zur Natur und die Liebe für mystische Geschichten entstand bei ihr schon früh, das Bedürfnis zu schreiben. Im Frühling 2008 erschien Tanja Berns erste Publikation, der Auftaktroman der Fantasy-Buchreihe "Die Sídhe des Kristalls". Bisher sind fünf Bände veröffentlicht. Außerdem ist die Autorin in diversen Anthologien vertreten und veröffentlichte schon mehrere Kurzgeschichten auf dem Literaturportal LITERRA. Tanja Bern hält regelmäßig Lesungen, oft kombiniert mit passender Musik, da sie auch Sängerin ist. Zurzeit arbeitet sie an verschiedenen Romanen und Kurzgeschichten unterschiedlichen Genres. Seit Juli 2011 wird Tanja Bern von der Agentur Ashera betreut. Im Oldigor Verlag erschien bereits ihr mystischer Regiokrimi „Ruf der Geister“ und der Fantasyroman "Der silberne Flügel".




Liebe Tanja, vielen Dank, dass Du mir auch diese Geschichte wieder anvertraut hast!



Inhalt:
Seine Schwester an den Krebs zu verlieren ist schwer, seine Zwillingsschwester zu verlieren noch schwerer. Ben zieht es buchstäblichen den Boden unter den Füßen weg. Doch seine Schwester hat ihm etwas hinterlassen. Eine Reise in das Land, das sie so geliebt hat: Irland. Und obwohl ihn überhaupt nichts dahin zieht, tritt er diese Reise an und verfällt selbst dem Zauber des Landes und der Leute. Bald schon verliert er auch sein Herz an eine junge Frau, Hanna. Doch sie hat ein Geheimnis, das sie nicht teilen möchte .. un ddann verschwindet sie.


Meine Meinung:
Ich mag keine Novellen. Es ist einfach schlimm, kaum hat man angefangen, ists schon wieder zu Ende. Und das fand ich hier wieder einmal besonders schade. Denn wie gern hätte ich noch mehr über dieses Land gelesen, was nicht nur Bens Schwester, sondern auch die Autorin so fasziniert. Und das liest man mit jedem Wort, dass dieses Land beschreibt.

Es ist eine sehr schöne Geschichte, die ich allerdings ins typische Herz-Schmerz-Genre legen würde. Das ist nicht abwertend gemeint, ich lese so etwas wirklich gern. Man sollte nur vorgewarnt sein, falls man es nicht mag.

Ich jedenfalls litt mit dem Protagonisten Ben über den Tod seiner Schwester mit, verfolgte mit Spannung seine Reise in das unbekannte Land. Mochte die Treffen mit Hanna und natürlich war mir bereits vor Ben klar, wovor Hanna weglief, doch das konnte ich ihm ja leider nicht sagen .... also verfolgte ich auch das weitere Geschehen mit Herzklopfen.

Viel kann man leider über eine so kurze Geschichte nicht schreiben, ohne allzuviel wichtiges zu verraten, daher bleibt mir nur übrig, Euch diese kleine Geschichte ans Herz zu legen.

Fazit:
Eine wirklich schöne Novelle die einem ein bisschen den Zauber von Irland vermittelt, verpackt in eine romantische Geschichte fürs Herz. Perfekt für eine gemütliche Stunde zum Träumen.

Meine Wertung:






Freitag, 2. Januar 2015

[Rezension] Sebastian Fitzek - Passagier 23

Verlag: Droemer
gebundene Ausgabe (30.10.14): KLICK - 19,99 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Hörbuch-CD: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Psychothriller

Der Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.


Inhalt:
Fünf Jahre ist es her, seit Polizeipsychologe Martin Schwartz seine Frau und seinen Sohn verlor - auf einem Kreuzfahrtschiff, während er seinen letzten Job antreten wollte. Selbstmord. Von Martin nie ganz geglaubt, letztendlich doch akzeptiert, machte es aus ihm einen knallharten Menschen, dem das eigene Leben nicht viel Wert ist. Lange versuchte er, den damaligen Kapitän haftbar zu machen, ohne Erfolg. Martin schwor sich, nie wieder in seinem Leben wollte er einen Fuß auf ein Kreuzfahrtschiff setzen. Doch jetzt ist alles anders, denn jemand lockt ihn. Mit Hinweisen auf das Verschwinden seiner Frau und mit einer Hoffnung, an die er nicht einmal zu denken wagt. Doch bevor er überhaupt nachdenken kann, wird er in einen Strudel von Ereignissen gezogen, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Denn nach und nach wird klar. Wieviele Menschen verschwinden .. manche gerade in diesem Moment, doch Martin weiß nicht, wie er eingreifen kann in etwas, das nicht sichtbar ist.

Meine Meinung:
Ich bin kein Fan von Psychothrillern. Aber es gibt so 2-3 Autoren, da kann ich einfach nicht nein sagen. Fitzek ist einer davon und so war ich mehr als neugierig auf sein neustes Werk und wurde auch nicht enttäuscht.

Die ganze Geschichte hat - wie ich finde - etwas leicht mystisches. Ich meine, überlegen wir mal, wohin verschwinden all die Passagiere. Warum überhaupt verschwinden so viele auf Kreuzfahrten. Sind es Selbstmörder, werden sie beseitigt oder steckt noch viel mehr dahinter? Viele Fragen, die man wohl nie ganz beantworten wird. Aus diesen Fragen heraus hat Fitzek eine Geschichte gesponnen, die mich direkt auf der ersten Seite packte und nicht wieder los ließ.

Der Protagonist Martin kann einem wirklich leid tun, auch wenn er selbst anderer Meinung ist. Er ist hart, zu allem bereit, doch man merkt ihm einfach an, dass er die Freude am Leben verloren hat. Kunststück. Aber gerade das macht ihn zu einem Ermittler, der sich für nichts zu schade ist und jeden Schritt geht, der gerade notwendig ist. Ab und an ein wenig erschreckend, jedoch sehr erfolgreich.

Auch die weiteren, wichtigen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Denn sie alle sind sehr verschieden und bringen damit sehr viel Spannung und Abwechslung ins Buch. Sei es die schrullige alte Dame, die auf dem Kreuzfahrtschiff wohnt und einen Roman schreibt oder der Kapitän, der selbst gerne die mysteriösen Verschwinden aufklären würde, als auch die hübsche Bordärztin, aus der man nicht ganz schlau wird. Und natürlich die Opfer selbst ...

Die Geschichte hinter der Geschichte, also warum etwas passiert, das hier passiert, mochte ich dagegen überhaupt nicht. Ich frage ich, ob dies gerade ein Trend in den Büchern wird. Wer das Buch liest, wird wissen, was ich meine. Für alle anderen möchte ich hier einfach nicht spoilern, jedoch war das etwas, was mich davon abhielt, dem Buch die Höchstwertung zu geben, aber das ist ja nur ein persönlicher Geschmack.

Ansonsten muss ich sagen, dass mich der Autor trotz allem eher noch neugieriger auf eine Kreuzfahrt gemacht hat :) .. wobei ich die Geheimnisse eines solchen Schiffes wohl auch nie entdecken werde ;) ...

Fazit:
Sehr spannend von Beginn bis zum Ende. Ein toller Verlauf, der mitreißt. Ein Protagonist, der sehr sympathisch rüberkommt, auch wenn er hart und unnahbar ist. Ein Buch, das definitiv die Fantasie anregt und hier und da eine Gänsehaut bereitet. Sehr empfehlenswert.

Meine Wertung:



Dienstag, 30. Dezember 2014

[Rezension] Lisa Desrochers - A little too far

dtv

Taschenbuch (1.12.14): KLICK - 9,95 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: 16-17 Jahre
Genre: Young Adult

Die Autorin:
Lisa Desrochers lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Nach einer Fantasy-Trilogie ist ›A little too far‹ ihr erster realistischer Roman für junge Erwachsene, mit dem sie es auf die Bestsellerliste von ›USA Today‹ schaff te. Mehr über die Autorin unter www.lisadwrites.com.







Inhalt:
Niemand steht ihr näher, als ihr Stiefbruder Trent. Ihm kann sie alles erzählen, er fängt sie auf, wenn sie fällt, er ist ihre Schulter zum anlehnen. Doch bald schon wird Lexi im Ausland studieren und ihr graut jetzt schon davor. Doch vor ihrer Abreise passiert etwas, was nicht hätte passieren dürfen. Und Lexi ist froh, nach Italien flüchten zu können, doch auch der größte Abstand lässt sie nicht zur Ruhe kommen und ihre Gedanken kreisen ununterbrochen um Trent. So kommt ihr Reverend Alessandro ganz recht, dem sie recht schnell ihr Herz öffnet und der zumindest ein bisschen Klarheit in ihre Gedanken bringt. Doch ohne es zu wollen, kommt er ihr näher und näher und Lexi fällt in das nächste Loch.


Meine Meinung:
Ich bin etwas zweigeteilt. Zum einen haben wir hier eine Geschichte, die an sich sehr viel Potential hat, mir gefällt die Thematik. Zum anderen aber ist da eine Protagonistin, die ich einfach nicht mochte. Weder am Anfang, noch in der Mitte, noch am Ende.

Wie man eigentlich schon im Vorfeld erahnen kann, geht es hier um Gefühle, die Lexi zum Verzweifeln bringen. Denn sie liebt ihren Stiefbruder. Ihren angeheirateten Stiefbruder. Und das ist etwas, was ich das ganze Buch durch nicht verstehen konnte. Die Beiden stehen in keinem verwandschaftlichen Verhältnis. Ich frage mich auch nach Beenden des Buches ernsthaft, wo hier überhaupt das ganze Problem ist. Aber lassen wir es mal so dahingestellt, jeder Mensch tickt ja anders, und für Lexi ist es nun mal ein riesiges Problem, vor dem sie flüchtet.

Was mir noch weniger gefiel war aber Lexis Gedankenmuster. Auf der einen Seite so prüde wegen Gefühlen gegenüber ihrem angeheirateten Stiefbruder, auf der anderen Seite hat sie nur Sex im Kopf. Wäre Lexi ein Mann gewesen, ich hätte gesagt, ganz klar schw...gesteuert. Und mich persönlich nervte das enorm. Denn eigentlich war man sich nie sicher, ob Lexi wirklich Gefühle oder lediglich Triebe hat. Das setzt sich dann noch fort, als sie Alessandro, einen angehenden Reverend, trifft. Auch er ist sehr nett und zuvorkommend - ich frage mich, was die alle an Lexi finden - doch ganz klar ein Mann, der sich Gott versprochen hat. Aber auch hier hört Lexis Gedankenkarussell einfach nicht auf.

Überhaupt fand ich den Wechsel immer wieder sehr extrem. Auf der einen Seite Lexis Liebe zur Kunst, besonders zu Michelangelo. Die Beschreibungen seiner Werke, Lexis Besessenheit zu ihm, die für mich eigentlich schon von Charakter und gutem Geschmack zeugte. Dann wieder nur Lexis Gedanken, die sich um Sex drehten. Genau so merkwürdig fand ich die Barbesucher und die alte Frau im Hause, die ständig erwähnt wurden, aber letztendlich keinerlei Rollen spielten und klanglos verschwanden. Es war immer, als hätte man hier oder da eine Idee aufgegriffen, ins Buch genommen und dann für nebensächlich betrachtet.

Ein paar Sachen im Buch waren mir auch zu oberflächlich. Ich hätte gerne etwas ausführlicher über Alessandros Vergangenheit und Gegenwart gelesen, vor allem über seine Mutter, die ja doch eine Rolle spielte, aber zu einer kümmerlichen Nebenrolle abgetan wurde. Aber auch Trents Vergangenheit oder auch Lexis. Sicherlich spielen sie keine Rolle, doch es hätte vielleicht ein bisschen was über die Beziehung der Beiden ausgesagt.

Dennoch fand ich die Idee der Geschichte sehr schön und das machte es mir trotz der Kritik relativ einfach, das Buch durchzulesen. Ich hatte auch immer noch Hoffnung, Lexi irgendwann zu mögen, leider blieb mir das verwehrt. Das Ende war vorhersehbar, dennoch hat es mir sehr gut gefallen, wenn mir hier auch noch ein bisschen was gefehlt hat.

Fazit:
Ein nettes Buch, bei dem mir leider die Protagonistin bis zum Schluss recht unsympathisch blieb. Das brachte mit sich, dass man ihr Verhalten oft nicht so toll fand. Dennoch war die Geschichte nett und das Buch ließ sich leicht bis zum Ende lesen. Für mich eigentlich eine 3,5 .. da es die nicht gibt, habe ich hier abgerundet, denn für 4 Sterne gefiel es mir auf keinen Fall gut genug. Schade, denn ich mochte die Fantasy-Reihe der Autorin sehr gern und auch ihren Schreibstil.

Meine Wertung:


Sonntag, 28. Dezember 2014

[Rezension] Anita Howard - Dark Wonderland 1

cbt
gebunden (24.11.14): KLICK - 17,99 € - 464 Seiten
ebook: KLICK - 13,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy

Die Autorin:
A.G. Howard wurde durch ihre Arbeit in einer Schulbibliothek zu "Dark Wonderland" inspiriert. Sie hatte sich schon immer gefragt, was wohl passiert wäre, wenn die gruselige Stimmung in Alice im Wunderland deutlicher zutage getreten wäre. "Dark Wonderland" ist ihr Tribut an Lewis Carroll. Wenn A.G. Howard nicht schreibt, liest sie, fährt Rollerblades, gärtnert und macht Urlaub mit ihre Familie - inklusive Ausflügen zu uralten Friedhöfen und von Geistern heimgesuchten alten Schulen, die ihr als weitere Inspiration dienen.







Inhalt:
Alyssas Vorfahrin Alice Liddel war berühmt, denn sie inspirierte Lewis Carol seinerzeit zu der wundersamen Geschichte der Alice im Wunderland. Doch Alyssa ist klar, es kann nicht alles Fantasie gewesen sein, denn sie selbst hört Blumen und Insekten sprechen. Eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Als sich der Zustand ihrer Mutter noch weiter verschlechtert erfährt Alyssa, dass ein Fluch gebrochen werden muss, doch dafür muss sie durch die Spiegel in ein Land, das so viel düsterer und bizarrer ist, als es je in Büchern zu lesen war. Ihre heimliche Liebe Jeb, ihr Freund aus Kindertagen wird mit in die Sache gezogen, doch auf der anderen Seite wartet schon Morpheus und Alyssa weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann.

Meine Meinung:
Ok, Ich war jetzt nie ein riesiger Freund von Alice im Wunderland. Ja, ich fand die Geschichte interessant und ein Buch, das verspricht düsterer zu werden, reizte mich ungemein. Doch ehrlich gesagt, fand ich dies Buch noch verwirrender, als ich Alice je fand. Es war sehr schwer, einen Zugang zu der Geschichte zu finden, ehrlich gesagt fehlte sie mir am Ende immer noch. Und auch mit den Charakteren konnte ich nicht ganz so viel anfangen.

Zunächst einmal haben wir da die Geschichte um Alyssas Mutter, die den Verstand verlor - für alle offensichtlich, für Alyssa wandelte sich das aber durch das, was ihr geschieht. Für mich blieb die Mutter allerdings ein Rätsel. Ihre Brabbeleien über Dinge, für die sie nichts kann, mögen zwar den Charakter der Verstandlosen unterstreichen, waren für mich aber irgenwie zu gewollt, weil sie in ihren wahllosen Erzählungen immer praktische Tipps an Alyssa gab. Überhaupt fand ich, war die Art wie sie mit der Mutter umgingen irgendwie 50er Jahre Klischee der Nervenheilanstalt oder zumindest kam es bei mir so an. Über Alyssas Vater will ich mich gar nicht erst äußern, ihn fand ich tatsächlich noch schlimmer.

Aber auch Alyssas Verhalten zu Jeb, ihrer großen Liebe, der diese nicht erwidert, verwirrte mich. Man wurde anfangs so überhaupt nicht schlau, mag er sie oder nicht, zum einen scheint er hingezogen, zum anderen behandelt er sie ab und an so was von herablassend, dass ich ihn gern aus dem Fenster geworfen hätte.

Alyssa selbst - auch zu ihr bekam ich keinen Zugang, ich verstand sie einfach nicht, mal tough, mal wimmerndes Kleinkind - aber im großen und ganzen wenigstens erträglich.

Ich fand weite Strecken des Buches recht fad, in die Länge gezogen oder nicht wirklich wichtig. Wichtige Details dann wurden manchmal heruntergerasselt oder gar nicht lang beschrieben, wo ich mir mehr Informationen erhofft hätte.

Alles in allem denke ich einfach, dass ich einfach keinen Zugang zum Schreibstil der Autorin hatte. Das habe ich jetzt schon mehrfach festgestellt, es ist wie mit Menschen, die man trifft, mit den einen kann man sofort stundenlang reden, mit anderen nicht mal nach dem fünften Treffen. Und so ist es mit Schreibstilen. Manche gehen einem sofort unter die Haut, treffen einen Nerv, ziehen dich mit und begeistert und andere .. nun, die treffen diese Nerven bei anderen, aber nicht bei Dir. Deswegen muss nichts schlecht oder mies sein, es passt einfach nicht zu mir.

Fazit:
Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei diesem Buch auch ganz begeisterte Stimmen geben wird, von mir kommt leider keine. Ich fand es ganz nett, eine andere Interpretation des schon recht makaberen Märchen, leider oft zu langatmig oder auch zu konfus. Ich denke, mir persönlich lag einfach der Schreibstil der Autorin nicht, das hat man ja manchmal, ich werde die Fortsetzungen wohl auch nicht lesen, die noch kommen sollen. Dennoch würde ich empfehlen, sich hier auf jeden Fall eine eigene Meinung zu bilden.

Meine Wertung:


Mittwoch, 24. Dezember 2014

[Rezension] Elke Becker - Hotdogs zum Frühstück


ebook (24.12.14): KLICK - derzeit 0,99 € - 236 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman / Roadtrip

Die Autorin:
Geboren wurde die Autorin im schwäbischen Ulm. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Südamerika und der Karibik zog es die Autorin wieder nach Europa. Auf Mallorca lebt sie seit 2005.

Unter dem Namen J. J. Bidell veröffentlicht sie Fantasy-Romane.
Wie sie dazu kam eine Fantasy-Reihe zu schreiben? Eigentlich durch ihre Nichten; und ihre schwarze Katze.










Liebe Elke, vielen Dank für Dein Vertrauen. Dass ich auch dies Buch wieder lesen durfte und meine Meinung für Dich zählt!


Inhalt:
Romana ist geschockt, als ihr Ehemann eine Auszeit der Ehe verlangt. Kurzentschlossen gibt sie ihm die erwünschte Pause und flüchtet in die USA zu ihrer Freundin Caro, um von dort aus die Route 66 entlangzufahren. Mit einer Kontaktanzeige findet sie zwei weitere Frauen, die sich ihr anschließen und so finden sich die drei kurze Zeit später auf ihrer Fahrt ins Ungewisse. Romana weiß nicht, was sie nach der Reise erwartet. Die extrovertierte Hanna ist auf der Flucht vor ihrer Familie, die alle meinen zu wissen, was für sie das richtige ist und die flippige Damaris scheint ihr ganz eigenes Geheimnis zu haben. Bunter hätte der Haufen nicht sein können, als sich sogar noch ein weiterer Fahrgast dazugesellt, den man liebevoll als schrullig bezeichnen könnte. Obwohl sich die Frauen eine männerfreie Zeit vorgestellt haben, treffen sie schneller als gewollt auf unangenehme Typen, harte Rocker und die Erkenntnis, dass vieles anders ist, als es scheint.

Meine Meinung:
Ein wirklich tolles Buch. Eine Geschichte, die einem ein bisschen was vom Wind der Freiheit um die Nase weht, wenn man mit den Frauen gemeinsam die Route 66 entlangfährt. Etwas, was mich bisher nie gereizt hat und das ich mir jetzt - in so einer netten Runde - durchaus als sehr schön vorstellen könnte - wenn man denn den Mut hätte.

Eine wirkliche Hauptperson gibt es in dieser Geschichte nicht. Vielmehr teilen sich hier vier Frauen und vier ganz unterschiedliche Schicksale das Buch. Das hat zwar den Nachteil, dass man sich nicht in eine Person und deren Geschichte fallen lassen kann. Dafür hat man irgendwie das Gefühl, als fünfte Person mit im Auto zu sitzen - wenn auch als stiller Beobachter. Und das war sehr unterhaltsam, weil eine gelungene Abwechslung zu den meisten Geschichten.

Auch wenn ich keiner der Charaktere sehr nah kam, hab ich sie dennoch mehr oder minder schnell in mein Herz geschlossen .. die eine früher, die andere später. Das lag aber an ihren ganz eigenen Charakteren und vor allem an ihrem Verhalten. Doch sympathisch kamen sie alle herüber.

Die Geschichte brachte mich oft zum schmunzeln über Aussprüche, die fielen. Über Taten der vier Frauen, die mich hier und da doch sehr überraschten, aber die Geschichte erst zu dem machten was sie ist. Genau so könnte es verlaufen, wenn sich vier unterschiedliche Charaktere zusammentun und eigentlich alle ein bisschen auf der Flucht sind.

Doch nicht nur zum Lachen ist die Geschichte, denn sie brachte mich tatsächlich auch zum Nachdenken und ließ mir auch Tränen in die Augen steigen - doch warum, das müsst Ihr schon selbst herausfinden.

Ich finde dieses Buch der Autorin Elke Becker recht abweichend von ihren bisherigen Geschichten. Auch wenn es gefühlt anfangs eine Leichtigkeit von Freiheit und Abenteuerlust vermittelt, so ist doch unterschwellig immer das Gefühl von Ernsthaftigkeit da. Verluste, die ganz unterschiedlich sind, bewegen die Vier, so dass eine leichte Melancholie zu spüren ist. Denn man merkt, wie vergänglich und schnelllebig alles ist.

Fazit:
Eine tolle Geschichte über vier ganz unterschiedliche Frauen, die sich gemeinsam auf eine Reise machen um die unterschiedlichsten Probleme zu verarbeiten und merken, was im Leben wirklich zählt.

Meine Wertung: