Dienstag, 19. Mai 2015

[Nähbuch] Cassie Barden - Taschen, Täschchen und noch mehr

Verlag: Knaur

Flex-Cover (2.3.15): KLICK - 16,99 € - 112 Seiten
Genre: Nähbuch

Die Autorin:
Cassie Barden ist ihr ganzes Leben lang künstlerisch tätig: Sie hat Cartoons gezeichnet, gemalt, illustriert, Mode entworfen und natürlich genäht. Seit ihrer Zeit auf dem College entwirft sie eigene Muster und Modelle, wobei sie sich von zeitgenössischer Kunst, aber auch traditionellen Handarbeiten inspirieren lässt, wie man an ihren erfolgreichen Titeln "Jelly Babies" und "Sew your own gift" sehen kann. Dies ist ihr zweites auf Deutsch erschienenes Buch nach "Taschen, Täschchen und mehr", das sie zusammen mit Adrienne Smitke veröffentlicht hat.





Inhalt:
Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung einiger Taschen und Täschchen mit den entsprechend benötigten Nähanleitungen. Die meisten Schnittmuster werden als Maßangaben und nicht mit Schnittmusterbögen vorgegeben. Ein paar sehr wenige Ausnahmen sind im Buch selbst abgedruckt. 23 verschiedene Anleitungen für große Taschen, kleine Täschchen, aber auch für Handy- oder Tablet-Hüllen, Topflappen oder gar ein Schal sind zu finden.

Meine Meinung:
Dieses Buch erschien bereits 2008 im Original. Und genau das merkt man auch bei einigen der Anleitungen schnell, wie z.B. bei einer Handy-Tasche, auf der ein kleines klappbares Handy zu sehen ist. Andererseits gibt es aber auch sehr viele Ideen, die zeitlos sind.

Wer sich bereits im Internet viel nach Schnittmustern umgeschaut hat, der wird hier definitiv nichts neues entdecken. Vielmehr aber find ich, ist es eine schöne Sammlung von kleinen Nähprojekten, die man schnell und simpel nachnähen kann. Kleinigkeiten, die sich gut als Geschenke machen lassen oder auch nützliches, wie große Einkaufstaschen. Wer einfach mal gerne ein Buch zu Hand nehmen möchte, der ist mit dieser Sammlung bestimmt zufrieden.

Mir persönlich geht es wie mit den meisten Büchern - ein paar Sachen sprechen mich wirklich an, ein paar interessieren mich gar nicht. Das ist aber gut und richtig so, schließlich soll es ja möglichst vielen Menschen gefallen. Das sehe ich bei Rezeptbüchern ganz genau so, schließlich schmeckt einem auch nicht jedes Rezept.

Was mir z.B. nicht so gut gefällt sind Anleitungen für Taschen, bei denen man ganz bestimmte Griffe (Holzgriffe) benötigt. Ich hasse es, für eine Taschenanleitung erstmal noch lange nach den nötigen Zubehörteilen suchen zu müssen ... ich zähle nicht zu den Leuten, die tausende solcher Griffe zu Hause liegen haben - mal abgesehen davon, dass ich sie überhaupt nicht mag. Hier hätte mich ein Alternativvorschlag für einen anderen Griff ... z.B. selbstgenäht sehr gefreut. Wer versiert ist beim Taschen nähen, kann dies bestimmt selbst umsetzen, ich finde aber, ein Buch sollte so etwas nicht unbedingt voraussetzen.


Bei allen Anleitungen steht direkt am Anfang, welchen Schwierigkeitsgrad die Anleitung hat. Nirgendwo aber steht, nach welchen Richtlinien diese Schwierigkeitsgrade gemessen werden. Insofern hilft es also nicht weiter, außer dass man vielleicht weiß, als Anfänger nicht grad mit Schwierigkeitsstufe 5 anzufangen ..

Überhaupt werden Anfänger bestimmt ein bisschen überfordert sein, mit den oft nur wagen Angaben. So taucht z.B. in den Materiallisten "Volumenvlies" auf... nirgendwo aber gibt es eine nähere Bezeichnung oder Erklärung dazu. Für Menschen, die schon mit solchen Materialien gearbeitet haben - kein Problem. Für Anfänger bedeutet es wohl weitere Nachforschungen, die nicht in diesem Buch vorgenommen werden können.

Ich habe mir aus dem Buch zunächst die Messenger-Tasche herausgepickt, die die Angabe Schwierigkeitsgrad 3 hat. Da ich schon viele Taschen genäht habe, machte ich mir über den Schwierigkeitsgrad keine Gedanken. Bei dieser Anleitung stand übrigens auch mal bei, was für Bügeleinlagen es denn sein sollten.

Bereits bei der Anleitung zum Zuschneiden gab die Autorin den Tipp, sich die Teile zu beschriften, das war auch wirklich gut, da zwischen Zuschneiden und Nähen bei mir unerwartet 14 Tage lagen und ich überhaupt keinen Durchblick mehr hatte.

Dann wird aus Stoff 1 - 4 erklärt, wie groß die Stücke sein sollen - zusätzlich Bügeleinlage. Bei 2 Stoffstücken wird sogar ein Zuschneideschema aufgezeichnet, damit man möglichst verschwendungsfrei arbeiten kann. Das fand ich sehr gut, nutze mir bei meinem Muster aber leider nicht viel weiter.

Zusätzlich zu den nun folgenden Arbeitsschritten gibt es auch immer kleinere Zeichnungen, die einem behilflich sein sollen. In der Anleitung gibt es auch immer Hinweise, wenn es eine passende Zeichnung gibt.

Bei einigen Schritten habe ich persönlich die Anleitung nicht ganz verstanden. Jedoch war ich aufgrund meiner Erfahrungen nie hilflos und konnte zügig durchnähen. Es ist halt sehr schwer, manche Sachen nur in Worten zu beschreiben, da alle Menschen ja nun einmal unerschiedliche Denkstrukturen haben .. bestimmt wären diese Sachen anderen total verständlich gewesen.

In der mir vorliegenden Auflage ist übrigens auch bei dieser Anleitung ein Fehler in den Maßen eines Vlies-Teiles, jedoch war das nicht gravierend und fiel beim Aufbügeln auf und ließ sich entsprechend verkürzen.

Wenn man das Prinzip der Tasche verstanden hat, ist es eine schnell zu nähende kleine Tasche, die dennoch ein ziemliches Raumwunder ist. ich finde sie genial, wenn man mal nur ein paar Sachen mitnehmen möchte. Mit ihrer geräumigen Innentasche und den insgesamt 3-4 zusätzlichen Taschen passt sie perfekt. Ich habe z.B. eine seitliche Außentasche einfach weggelassen, weil ich diese eh nie nutzen würde. Die weiteren Taschen sind unter der Klappe versteckt und damit für mich sinnvoller. Den Träger habe ich statt aus dem angegebenen Stoff einfach aus Gurtband gefertigt, weil ich diesen lieber mag. Insgesamt hat mich die Tasche wohl so ungefähr 4-5 Stunden Arbeit gekostet .. ich denke, die nächste nach diesem Schnitt dürfte sogar locker in 2-3 Stunden zu schaffen sein!

Ich habe auch noch weitere Projekte, die ich unbedingt nachnähen möchte, für mich hat sich dieses Buch also absolut gelohnt!

Meine Wertung:
Ich vergebe nur 4 Sterne, weil ich finde, dass ein paar der Anleitungen zu unflexibel sind für Anfänger und vielleicht auch einen zu alten Touch haben. Ansonsten aber kann ich das Buch absolut empfehlen!



Hier ist meine Tasche:






Sonntag, 17. Mai 2015

[Gast-Rezension] Ankündigung Veränderungen bei BuchZeiten

Hallo Ihr Lieben,

heute komme ich mit etwas ungewöhnlichem. Ich habe mich entschlossen zukünftig mein Ein-Frau-Team zu erweitern. Durch einen Zufall bin ich zu einer Gast-Rezensentin gekommen, deren Rezension mir so gut gefiel, dass ich sie gefragt habe, ob sie nicht vielleicht öfter etwas bei BuchZeiten veröffentlichen möchte. Da sie selbst keinen eigenen Blog hat, hat sie sich über das Angebot sehr gefreut.


Ich habe Vanessa gebeten, sich selbst einmal vorzustellen für Euch:


Mein Name ist Vanessa, bin 23 Jahre alt und wohne hinter den sieben Bergen bei den .. 
nein, natürlich Quatsch ;-) Ich wohne im wunderschönen Sauerland.

Ein wirkliches Lieblingsgenre habe ich nicht, lese alles was mich anspricht. Aber meistens lande ich dann doch wieder bei Liebesromanen, Krimis oder auch gerne mal Jugendromanen. Dabei spielt es auch keinerlei Rolle, ob es ein gedrucktes Buch oder ein eBook ist. Aber mal unter uns: Gibt es etwas Schöneres als den Geruch eines neuen Buches? Oder den Anblick der ganzen Schätze im Regal? Hach, manchmal stehe ich einfach vor meinem Regal und bewundere meine Bücher.. 

Aber sonst geht’s mir gut, ja *lach*

Rezensionen habe ich bisher nur auf Amazon veröffentlicht – erwartet daher nicht allzu viel von mir.

Vanessas Rezensionen bei Amazon: KLICK

Jedoch freue ich mich umso mehr, auf diesem wunderschönen Blog meine Rezensionen veröffentlichen zu können! Danke an Fabella für diese einmalige Chance und ich hoffe, dass wir zusammen viel Spaß haben werden und viele Bücher für euch lesen und rezensieren können!


Liebe Grüße


Damit es für Euch direkt erkennbar ist, werden Rezensionen von Vanessa das folgende Logo erhalten:




Oben im Menue gibt es einen eigenen Punkt .. dort findet Ihr ihre Rezensionen dann gesammelt: KLICK

Ich hoffe, Ihr werdet Vanessas Rezensionen auch so mögen wie ich und ihr liebe Kommentare hinterlassen!

Samstag, 16. Mai 2015

[Gastrezension] Mhairi McFarlane - Vielleicht mag ich Dich morgen

Verlag: KNAUR
Taschenbuch (4.5.2015): KLICK - 9,99 € - 496 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin:
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton – Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Ihr erster Roman Wir in drei Worten eroberte sofort die Bestsellerlisten, darauf folgte Vielleicht mag ich dich morgen.














Inhalt:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.


Meine Meinung:
Vielleicht mag ich dich morgen ist ein Roman, mit dem man es leicht aushält. Macht man es sich dann noch ein bisschen gemütlich, ist Unterhaltung für ein paar Stunden garantiert. Allzu spannend wird es hier allerdings nicht, geht es ja auch hauptsächlich um Freundschaft, Gefühle und Minderwertigkeitskomplexe.

Aureliana Alessi, seit ihrem Lebenswandel Anna genannt, hatte es in der Schule alles andere als leicht - dick, unbändige Haare, selbstgenähte Kleidung im Ausmaß von Zirkuszelten. Bei der Abschlussfeier dann der Supergau. Ausgerechnet James Fraser, ihr, wohl doch nicht ganz so geheimer, Schwarm führt sie vor versammelter Schülerschaft vor. Wie man sich da fühlt? Aureliana fühlt sich ungeliebt, ungewollt und unbegehrt, was dazu führt, dass sie drastisch an Gewicht verliert und vom sprichwörtlichen hässlichen Entlein zum schönen Schwan mutiert.

Beim Klassentreffen nach 16 Jahren trifft sie natürlich ausgerechnet auf James und seinen stetigen Anhang Laurence. Beide sind gleichermaßen fasziniert und angetan von Anna, und keiner der beiden erkennt in ihr die hässliche Aureliana aus ihrer Schulzeit. Was nun folgt ist fast ein Wettbewerb der „besten“ Freunde James und Laurence um Anna, die natürlich nicht weiß wie schön sie ist und gerne mal im Selbstmitleid versinkt.

Aufgelockert wird das ganze durch Annas Freunde Michelle, Patrick, Daniel und Aggy, ihrer kleinen Schwester. Keiner der vier ist um einen, auch durchaus mal frechen, Spruch verlegen und zusammen sind sie schon so was wie die dre…nein, fünf Musketiere.

Ich fand die Geschichte von und um Anna durchaus amüsant und musste so manches Mal doch ein Wenig schmunzeln.

„Das war das absolute Knackarschfiasko. Ihr ganz persönliches Arschghanistan.“

Die Charaktere sind fast durchweg interessant und sympathisch, wenn auch gewisse Kleinigkeiten ein Wenig stören. Annas ständige Selbstzweifel und Komplexe gingen mir manchmal doch auf die Nerven.


Fazit:

Ein durchaus lesenswertes Buch für leichte Unterhaltung. Wer eine Geschichte sucht, die doch vorhersehbar ist, aber an sich sehr süß und witzig, der macht mich Vielleicht mag ich dich morgen definitiv nichts falsch.  Die Wertung liegt bei 3,5 von 5 Herzen!



Montag, 11. Mai 2015

[Geschenkspiel] [Autoren-Homestory] Gabriella Engelmann - Die zwei Glücklichen

So, hier kommt der bestimmt schon erwartete Beitrag, wer denn nun eins der tollen Bücher von Gabriella erwischt hat ...

Erst einmal ganz herzlichen Dank für Eure zahlreichen Kommentare - die ich selbst hier und da kommentiert habe :)

Ich habe mir gerade die Mühe gemacht und Zettelchen geschrieben. Eine Teilnehmerin musste ich leider herauslassen, weil ich keine Kontaktdaten hatte .. und ein paar, die das Buch schon kannten. Danke, dass Ihr trotzdem so liebe Kommentare hinterlassen habt!



Danach gefaltet ...



Und dann hab ich Männe zwei Zettel ziehen lassen (der super erfreut war, dass ich ihn wegen so einen Quatsch von seiner grad soooo wichtigen Beschäftigung *hüstel* weggeholt hab) .. aber ich wollts unbedingt gaaaanz neutral entscheiden lassen :)



Herzlichen Glückwunsch an Nazurka und Karin!! .. bittet schickt mir Eure Adressen und falls Ihr eine besondere Signatur wünscht an fabella (at) fabella (punkt) de  - ich leite es an Gabriella weiter


Freitag, 8. Mai 2015

[Autoren-Homestory] Gabriella Engelmann

Herzlich willkommen zu einer neuen Homestory. Heute ist bei mir zu Gast:



Sicherlich kennt Ihr die Autorin schon, habt vielleicht schon etwas von ihr gelesen? Gerade ist ihr neues Buch erschienen:


Ich kann ihn Euch nur wärmstens empfehlen, meine Rezension dazu könnt Ihr HIER lesen.

Weitere Bücher von Gabriella findet Ihr HIER ... sie hat ganz viele unterschiedliche Bücher schon geschrieben und ich persönlich liebe sie alle .. ob nun Kinder,- Jugend- oder Erwachsenenbuch.


Heute aber darf ich Euch ein paar Seiten von Gabriella zeigen und erzählen, die Ihr vielleicht noch nicht so kennt .. und am Ende haben wir auch noch ein Geschenk, dass Ihr ergattern könnt :)


********************************************************************************


Ich überlasse einfach mal Gabriella das Wort ... 






Wenn ich nicht gerade schreibe, verbringe ich meine knappe freie Zeit gern mit Tanzen und Singen. Ich tanze seit sechs Jahren Ballett und bin natürlich alles andere als perfekt darin. In diesem Studio vergesse ich aber alles um mich herum und schaffe es, endlich mal an gar nichts zu denken. Dort muss ich mich nur darauf konzentrieren, dass ich die Balance halte und nicht umfalle wie ein Plumpsack ;-)











Kochen hat für mich etwas Meditatives und Sinnliches. Daher versuche ich, so viel wie möglich selbst zuzubereiten, gern auch mit frischen Kräutern und Lebensmitteln vom Gemüsemann um die Ecke. 










Am meisten macht es mir aber Spaß für andere zu kochen. Um dabei nicht in Stress zu geraten, lade ich Freunde meist zu Gerichten ein, die ich entspannt vorbereiten kann und die nicht á la minute gekocht werden müssen.

Wie zum Beispiel dieser Kartoffel-Tomaten-Zucchini-Gratin.






Da ich schöne Dinge liebe und meine Wohnung immer mal wieder umgestalte, durchstöbere ich gern und regelmäßig die kleinen Lädchen, von denen es in Eimsbüttel zum Glück immer noch viele gibt. 











Ob Antiquitätenladen oder Edel-Second-Hand, hier findet man (*Seufz*) immer etwas. 














Da ich zuhause arbeite, streiche ich häufig meine Wände neu, oder verändere sonstige Details, damit es um mich herum immer wieder neue Impulse gibt. Nach der romantisch-verspielten Phase mag ich es zurzeit eher ein bisschen puristisch – aber das kann sich ganz schnell wieder ändern ;-)












Im Leben läuft ja leider nicht immer alles nach Plan, sodass man häufig eine Kursänderung vornehmen, oder sich von gewissen Wünschen und Träumen verabschieden muss. Dieses Schild erinnert mich daran, dass meist etwas Gutes aus dem entsteht, von dem ich zunächst dachte, es sei eine Katastrophe. Klappt zwar leider nicht immer, daran zu glauben – aber immer öfter ;-)
















Wenn ich die Seele baumeln lassen und den Kopf freibekommen will, muss ich unbedingt ans Wasser. Sollte die Zeit nicht für einen Urlaub auf einer meiner geliebten nordfriesischen Inseln reichen, fahre ich an die Elbe. Los geht’s bei den Landungsbrücken, dann weiter mit der Fähre bis nach Övelgönne.














Falls ich es mir zwischendrin anders überlege, setze ich – ebenfalls mit der Fähre – nach Finkenwerder über ins Alte Land. Die Apfelblüte ...

















... oder die Erntezeit sind echte Erlebnisse, die ich genieße und am allerliebsten mit guten Freundinnen teile. Da ich allergisch gegen Äpfel bin, war ich sehr erfreut beim Äpfel-Selber-Pflücken zu erfahren, dass es die Sorte Finkenwerder Herbstprinz gibt. Absolut yummy und bestens verträglich.












Mein Herz schlägt seit meinem Umzug von München nach Hamburg für die Inseln Sylt, Föhr und Amrum. Hier genieße ich die Weite, das Meer, den endlosen Horizont, die gute Luft und die netten Menschen. 

















Ich mag die Friesen mit ihrem trockenen Humor und fühle mich dort – insbesondere auf Föhr – seit den Recherchen zu meinem Roman SOMMERWIND schon richtig heimisch 














Mein Traum wäre es, in einem echten Friesenhaus zu wohnen. Eine klitzekleine Dachkammer würde mir schon genügen – und ich wäre der glücklichste Mensch der Welt.  












********************************************************************************

Das wars leider schon wieder ... aber falls Ihr jetzt auch ein bisschen Fernweh bekommen habt, möchte ich Euch gerne noch das schöne Interview zum Buch empfehlen:






Und da das Buch im "Alten Land" spielt (mir war das vorher gar kein Begriff *rotwerd*) hier noch ein paar weitere tolle Infos: KLICK


Donnerstag, 7. Mai 2015

[Rezension] Gabriella Engelmann - Apfelblütenzauber

Verlag: Knaur
Broschierte Ausgabe (1.4.15): KLICK - 9,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman



Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin Gabriella Engelmann entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Sie arbeitete als Buchhändlerin und Verlagsleiterin, genießt aber heute die berufliche Freiheit als Autorin von Romanen für Erwachse, Kinder und Jugendliche. Schon seit ihrem ersten Nordseeurlaub, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem wilden Garten und knorrigen Apfelbäumen. Weitere Informationen zur Autorin finden Sie unter: www.gabriella-engelmann.de und auf facebook unter: Gabriella Engelmann – Autorin.



Inhalt:
Eigentlich könnte es besser nicht laufen für Leonie. Sie liebt ihren Job im La Luna, die Hausgemeinschaft mit ihren beiden Freundinnen Stella und Nina ist harmonisch und für einen Mann wäre eh keine Zeit. Leonie liebt ihr Leben in Hamburg und möchte es nicht mehr aufgeben. Doch dann ist sie gezwungen, für ein paar Tage zurück in ihre Heimat, das alte Land, zu fahren, um ihren Eltern zu helfen. Dort merkt sie, dass sie doch tiefer verwurzelt ist, als sie dachte. Trotzdem ist es für sie eher ein Besuch, bis das Leben anders entscheidet. Leonie muss sich sowohl nach einem neuen Job, als auch  nach einer neuen Bleibe umsehen und so stellt sich für sie die Frage, ob ihre Heimat nicht doch lauter ruft, als sie einst dachte. Und dann treibt sie auch noch ihr Herz in diese Richtung. Doch ob das reicht?


Meine Meinung:
Immer wenn man eins von Gabriella Engelmanns Büchern aufschlägt, ist es ein klein bisschen, als würde man sich den Urlaub ins Haus holen. Man schaltet ab, erlebt wundervolle Beschreibungen von Gegenden die förmlich nach Urlaub rufen und versinkt in einer Welt voller Freundschaft, Alltagsproblemen, Humor, Mitgefühl und Herz. Sozusagen ein kleiner Urlaub im Taschenbuchformat. Und genau so war es auch bei Apfelblütenzauber für mich.


Der Roman spielt teils in Hamburg, teils im „Alten Land“ .. ehrlich? Kannte ich nicht. Und noch ehrlicher .. eigentlich peinlich. Durch das Buch jedenfalls bekam ich einige Einblicke, die wirklich zauberhaft klangen. Und so habe ich danach tatsächlich noch einiges im Internet nachgeschaut, und dabei viel Schönes gesehen und gelernt. Kann ich Euch nur auch empfehlen.
Nun aber zum Buch selbst. Leonie kennen wir ja bereits aus „Eine Villa zum Verlieben“. Trotzdem ist dies hier eine eigene, abgeschlossene Geschichte. Für mich ist Leonie ein zwar lebensbejahender Mensch, dennoch etwas melancholisch angehaucht. Sie vermittelt dem Leser das, was er dann auch in der Geschichte erlebt … ihre Zerrissenheit. Ihr fehlt irgendwie ein wirklicher Anker im Leben. Doch sie sucht danach und findet ihn auch und ihr Weg dahin ist der, den wir begleiten. Trotz allem ist sie ein humorvoller und liebenswerter Charakter und es hat viel Spaß beim Lesen gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten.


Die schon bekannten Figuren Stella und Nina spielen hierbei auch eine Rolle, wobei mir persönlich Nina etwas auf den Geist ging. Ich fand sie in ihrem Verhalten – ob nun begründet oder nicht – etwas anstrengend kindisch. Trotzdem scheint gerade sie auch wichtig zu sein für Leonies Entscheidungen. Und auch in diesem Buch wird wieder klar, wie wichtig und wertvoll Freundschaften sind. Das man sich immer auffängt und zueinander steht, egal, wie sich derjenige vielleicht gerade verhält. Das ist wohl das, was Freundschaft auszeichnet und was auch in diesem Buch wieder so viel wundervolles vermittelt.


Ein bisschen hat mich die Autorin aber auch im Verlauf an der Nase herumgeführt, ich hätte da zu einem anderen Ende anfangs tendiert, um so schöner fand ich, das ich hier doch überrascht wurde mit Wendungen. Ich mag es sehr gern, wenn Bücher nicht zu vorhersehbar sind, selbst wenn sie eine Richtung vorgeben.


Wer die Autorin kennt, also ihren Schreibstil, weiß, dass dieser meist sehr locker und positiv ist. Er hat eine ganz eigene Leichtigkeit. In diesem Buch empfand ich es, als wäre die Autorin reifer geworden. Nein, nicht an Jahren .. sondern eher am Schreibstil. Er ist nicht mehr ganz so leicht, nicht mehr ganz so fröhlich. Eher ein bisschen nachdenklicher, zurückhaltender, ernster. Aber ohne deshalb schwer oder negativ zu sein. Ich empfand alles eher ein wenig ruhiger, in sich gekehrter. Und das ist definitiv positiv gemeint, denn das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe!

Aber auch der schöne Humor kam trotz allem nicht zu kurz und einen Absatz hab ich Euch mitgebracht, über den ich herzhaft gelacht habe, weil mein Kopfkino sich nicht mehr abschalten ließ:

"Ich saß zu  mitternächtlicher Stunde einer Frau in einem Frosch-Pyjama gegenüber und redete wirres Zeug, nur weil ein Mann mir mal ein bisschen Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Wie alt war ich? Neun?" ... herrlich oder?

Und noch ein Satz zum Cover .. wunderschön! Die Vorder- und Rückseite lassen sich aufklappen, passende Bilder und ein schöner Spruch ziert die Innenseiten. Das Cover selbst ist wie geriffelt, der Titel hervorgehoben. Das verführt zum ständigen Streicheln :)

Fazit:
Eine wundervolle Geschichte, in der man erleben kann, dass scheinbar doch jeder einen Anker braucht und ihn auch findet, wenn er den Mut hat, sich auf die Suche zu begeben und auch mal etwas zu riskieren. Eine Geschichte über Freundschaft, Familie und ein wundervolles Stück Erde. Sehr empfehlenswert!

Es gibt übrigens auch ein wundervolles Interview mit der Autorin, passend zum Buch .. schaut unbedingt mal rein:






Meine Wertung:




Mittwoch, 29. April 2015

[Rezension] Samantha Young - Die Entscheidung des Flammenmädchens

ACHTUNG: Dies ist der 3. Teil der Reihe! Spoiler in der Rezension!

Verlag: DARKISS
Taschenbuch (10.3.15): KLICK - 12,99 € - 304 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Genre: Paranormal / Fantasy

Die Autorin:
Die New York Times-Bestsellerautorin Samantha Young ist Schottin und hat in Edinburgh Geschichte studiert – viele gute Romanideen hatte sie während der Vorlesungen. „Ich nehme gern Fakten aus Geschichte und Mythologie und lass sie in meine Romane einfließen“, sagt sie.






Inhalt:
Die Jagd auf Ari geht weiter und sie wird immer schlimmer. Denn immer mehr erfahren, dass Ari das Siegel ist. Doch nicht nur in der Realität wird Ari gejagt, sondern auch in ihren Träumen. Und je mehr Ari unter Druck gerät, umso weniger kann sie der Macht des Siegels entkommen. Immer mehr gerät sie in seine Gewalt. Und auch ihre Sorgen um Charlie machen das Ganze immer schlimmer. Erst schwebt er in Lebensgefahr, dann wird er immer süchtiger nach der schwarzen Magie. Wenigstens bekennt sich Jai immer mehr zu seinen Gefühlen zu ihr. Doch gleichzeitig wird auch das zur immer größeren Gefahr. Denn durch ihre Liebe sind sie verwundbarer als sie zunächst glauben. Doch Ari kämpft.

Meine Meinung:
Hmm, also ich muss ehrlich sagen, dass sich die Reihe mehr und mehr zu etwas entwickelt, was mir persönlich nicht so gut gefällt. War ich anfangs so begeistert von der Idee, von den Wesen, von dem, was geschah, desto weniger gefiel mir dieser Teil. Ja sicher, Ari trägt große Macht in sich und diese Macht wollen die Bösen haben. Klar. Aber immer mehr vermischt sich Gut und Böse, immer weniger weiß man, wer nun Freund ist, wer Feind, wer zu einem steht. Das könnte es ja eigentlich spannend machen, ich fand es aber eher etwas nervig. Ganz besonders schlimm finde ich es aber auch, dass alles nur noch ein einziger Kampf ist. Es gibt kaum noch positives, nur noch negatives. Verbitterung, Hass, Kampf, Abhängigkeit ... die wenigen schönen Momente zwischen Jai und Ari fallen gar nicht mehr ins Gewicht.

Ich persönlich würde keine Bücher lesen, wenn mir von Anfang an klar ist, dass es nur noch um einen Kampf geht. Und genau dorthin entwickelt sich die Reihe. Das ist bestimmt für manch anderen total spannend und interessant, passt für mich jedoch nicht zum Anfang der Reihe. Hier wurde eine Reihe begonnen, die sich im Verlauf zu etwas ganz anderem entwickelt - und dadurch meine Interessen nicht mehr widerspiegelt.

Nach wie vor finde ich zwar, dass die Autorin einen schönen Schreibstil hat. Es ist sehr leicht, das Kopfkino anzuschalten, sich Orte und Wesen vorzustellen, doch für mich hat sie sich jetzt etwas verrannt. Ich bin nicht ganz sicher, ob es weitere Bände geben soll, das Ende dieses Buches jedenfalls sieht sehr danach aus. Für mich aber wird die Reihe hier enden mit diesem Band.

Absolut genial fand ich übrigens wieder dieses Cover - die Cover der ganzen Reihe sind ein totaler Hingucker. Auch hier überzeugen wieder Farben und Aufmachung!

Fazit:
Meiner Meinung nach versteift sich die Autorin bei dieser Reihe inzwischen viel zu sehr auf Macht, Kampf, Gier, Hass und ähnliche Bereiche. Dadurch entgleitet das Buch meiner Aufmerksamkeit und langweilt mich - zumal es beim Anfang der Geschichte für mich um mehr ging. Wer diese Attribute an Büchern mag, dem wird dieser Teil hier ganz bestimmt gefallen - für mich war es leider eher langweilig und ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Meine Wertung:





Hier noch einmal alle drei Teile:



Donnerstag, 23. April 2015

[Rezension] - Nicholas Sparks - The best of me - Mein Weg zu Dir

Verlag: Heyne
Taschenbuch Filmcover (10.11.14): KLICK - 9,99 € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
DVD (Mai 15!): KLICK - 13,99 €
Hörbuch Audio CD: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Der Autor:
Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 47 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt „Kein Ort ohne dich”.







Inhalt:
Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch vereint sie eins: Die Liebe. Amanda und Dawson sind siebzehn, als sie ein Paar werden. Doch das ist nicht gern gesehen von Amandas Eltern. Denn die möchten ihre "Tochter aus gutem Haus" nicht mit einem Versager, einem Spross einer Familie voller Verbrecher zusammen sehen. Amanda setzt sich über alle Grenzen hinweg, doch Dawson weiß, er kann auf Dauer nicht gegen diese Familie ankommen und so trennen sich die Beiden. Doch vergessen können sie sich nie. Fünfundzwanzig Jahre später führt sie das Schicksal zusammen. Ihre Liebe ist immer noch da, doch scheint sie heute noch mehr zu trennen als je zuvor.


Meine Meinung:
Ich bin bereits ein bekennender Leser des Autors, seit ich damals sein erstes Werk in die Hände bekam. Damals noch total unbekannt, fand ich Gefallen an diesem Schreibstil, der immer Drama und Liebe, Glück und Leid so geschickt vereint, dass das eine ohne das andere undenkbar wäre. Bei dem man nie weiß, wie die Bücher enden, ob glücklich oder nicht. Und bei dem man manchmal sogar nicht einmal weiß, wenn das Buch nicht glücklich endet, ob es nicht doch trotzdem ein "Happy End" ist ... ich finde, das kann er so gut, dass er seinesgleichen sucht.

Auch in diesem Buch berührt er wieder Themen, die so dramatisch und doch so banal, so real sind, dass man gar nicht in Frage stellen will, ob es wirklich so war. Wo man manchmal vergisst, dass man "nur" ein Buch liest. Auch bei diesem Buch ist wieder das Herz ganz groß dabei, nicht selten hält man den Atem an, nicht selten hat man Tränen in den Augen. Immer vorausgesetz, man mag diese Art von Romanen.

Es ist immer wieder die gleiche Geschichte zwischen arm und reich, zwischen guter Familie und den Versagern der Stadt. Und doch ist es immer wieder auch eine eigene Geschichte. Hier erhält sie meiner Meinung nach ganz viel Gewicht durch Tuck. Dem guten Geist der Geschichte. Ein Freund sowohl von Amanda als auch von Dawson - wenn auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Und auch von seiner ganz eigenen Geschichte erfährt man, die ebenso schön wie traurig und auch ein bisschen magisch ist.

Amanda tat mir leid, dass sie diesen ganzen Weg ging, der im Moment des Beschreitens richtig war, bei dem am Ende aber nie ganz klar war, ob es doch der Beste war. Der durch so viele Tiefen und so wenige Höhen führte und dennoch ganz klar ihr Leben war.  Und Dawson berührte mich durch seine so schlichte Art so tief zu fühlen, dass man es direkt greifen konnte. So endgültig, so unerschütterlich.

Etwas ganz entscheidendes hat mir die Geschichte mal wieder vor Augen geführt. Man sollte immer den Tag leben. Das Heute. Entscheidungen nicht immer mit dem Kopf, sondern auch mal mit dem Herz, mit dem Gefühl fällen und einfach Leben. Denn wer weiß, ob es morgen nicht bereits zu spät ist.

Fazit:
Freunden des Autors kann ich auch dieses Buch wieder nur empfehlen. Es war für mich wieder einmal eine Geschichte, die einen einfängt und nicht so schnell los lässt. Die traurig macht, aber auch Hoffnung gibt. Die zeigt, dass man jede Gelegenheit nutzen soll und auch mal dem Herz folgen sollte. Und die wieder einmal zeigt, wie tief Liebe sein kann.

Meine Wertung:




Dienstag, 21. April 2015

[Rezension] Jana Seidel - Mein zauberhaftes Cafe

Verlag: Goldmann
Taschenbuch (19.5.14): KLICK - 8,99 € - 256 Seiten
ebook: KLICK - 7.99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman mit Magie

Die Autorin:
Jana Seidel wurde 1977 in Hannover geboren. Nach ihrem Studium in Kiel volontierte sie bei einer Tageszeitung. Anschließend schrieb Jana Seidel zwei Jahre als freie Journalistin für diverse Medien. Mittlerweile lebt sie in Hamburg und arbeitet in einer Zeitschriftenredaktion.








Inhalt:
Eigentlich läuft alles bestens in Alexandras Leben. Doch dann ändert sich von heute auf morgen scheinbar alles, so dass Alexandra fast den Boden unter den Füßen verliert. Sie verliert ihren Job als Steuerberaterin, erwischt ihren Verlobten in flagranti und erbt dann auch noch das Haus ihrer Tante Effie - mitten im Harz, weit weg von Hamburg. Dort betrieb die ihr fast völlig unbekannte Effie ein Cafe und aus einer sponanten Idee heraus beschließt Alexandra, alle Brücken hinter sich zu lassen und das Cafe zu übernehmen. Doch bald schon wird ihr klar, dass die tollsten Pläne und Statistiken nichts nutzen, wenn das Herz fehlt. Doch Alexandra ist ein Kopfmensch, mit dem Herzen zu agieren ist ihr fremd. Gut, dass Effie als guter Geist des Hauses geblieben ist, um ihr den rechten Weg zu zeigen .. und der liegt voller Steine, die beseitigt werden wollen.


Meine Meinung:
Ein wirklich schöner, sehr unterhaltsamer Roman um Träume, Vergangenheit, Mut und ein bisschen Magie ...

Eigentlich beginnt der Roman wie so viele andere. Das scheinbar perfekte Leben von Alexandra wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt und nichts ist mehr, wie es war. Sehr praktisch, dass direkt scheinbar ein Ausweg präsentiert wird, die Erbschaft eines Hauses und eines Cafes. Aber gut, wäre das Leben perfekt geblieben, Alex hätte wohl Haus und Cafe auf drängen ihrer Mutter verkauft und schon würde sich keine Geschichte mehr lohnen. So hat man das schöne Gefühl, das Schicksal zieht hier im Hintergrund sehr fleissig seine Fäden und alles passt scheinbar perfekt zusammen.

Perfekt ist allerdings bestimmt nicht das Wort, das Alex benutzen würde, wenn es um ihre Backfähigkeiten geht ... denn die sind alles andere als perfekt. Schnell wird hier klar... egal wie perfekt man auch plant, Leben ist das, was geschieht, während man noch plant .. um mal ganz frei zu zitieren. Und nun tritt dann auch die Magie in den Vordergrund, in Gestalt des Geistes von Tante Effie, die ihr nicht nur beibringt, wie man Kuchen herstellt, sondern ihr nach und nach auch vermittelt, das notwendige "Herz" dafür aufzubringen.

Unterstützt wird Alex übrigens von einem Geschwisterpärchen, das auch Effie schon kannte und das Abwechslung und Schwung in die Geschichte bringt und auch eine nötige Portion Humor und Quirligkeit. Denn gerade Carlie, der weibliche Teil des Geschwisterpaares ist durchgeknallt und erinnert manchmal ein bisschen an eine durchgeknallte Elfe .. liebenswert aber etwas unberechenbar.

Fazit:
Mir gefiel diese Mischung aus Chick-lit und Magie, gepaart mit etwas Liebe und Drama sehr gut, denn es wurde auf keiner Seite langweilig, und ehe ich mich versah, war ich leider schon am Ende. Ich persönlich hätte mir hier und da vielleicht etwas mehr Tiefgang zu den Personen gewünscht - allerdings war es so auch völlig ok, es war halt schöne, verspielte Unterhaltung für ein paar vergnügliche Stunden. Sehr empfehlenswert!

Meine Wertung:


Samstag, 18. April 2015

[Rezension] Carlos Benede - Kommissar mit Herz

Verlag: KNAUR
gebunden (1.4.15) - KLICK - 19,99 € - 233 Seiten
ebook - KLICK - 17,99 €
Altersempfehlung - ohne
Genre: Dokumentation / Biografie

Zu Carlos Benede:
Carlos Benede-Aquayo wuchs in einem katholischen Kinderheim auf. Er studierte Sozialpädagogik und begann bei der Polizei in München als Kripobeamter....

Zu Heike Gronemeier:
Heike Gronemeier arbeitete zehn Jahre lang bei verschiedenen Verlagen in München und Berlin, zuletzt als leitende Lektorin. 2009 gründete sie die Agentur "text & bild" und ist seitdem freiberuflich als Ghostwriterin und Lektorin tätig.




Inhalt:
Geschildert wird hier das Leben des Kommissar Carlos Benede. Selbst ein Heimkind und dennoch behütet und geliebt aufgewachsen, dauert es eine Zeit, bis er seinen Weg zur Polizei und dort speziell zu einer Einheit findet, die sich mit den Opfern häuslicher Gewalt befassen. Mit den Opfern, nicht den Tätern. Hier betreut er vor allem Kinder und Jugendliche und versucht ihnen einen Halt auf ihrem Weg der Verarbeitung und des Erwachsenwerdens zu geben. Manche betreut er nur kurze Zeit, andere begleiten ihn über Jahre - eine Entwicklung, die er nicht geplant hat, die das Leben aber so geschehen ließ.


Meine Meinung:
Als ich das Cover sah und den Inhalt des Buches las, wusste ich, ich möchte über diesen - wie ich finde - außergewöhnlichen Mann mehr erfahren. Das Buch hat mich - sehr positiv - überrascht.

Wer hier vielleicht reißerische Geschichten über die Verbrechen der Täter erwartet, dem kann ich empfehlen, sucht Sensationen wo anders. Denn hier findet sich - genau wie erwartet - nicht das, was passierte, sondern mehr, was danach passierte. An das danach, an das so viele nie denken, wenn sie von schlimmen Geschichten hören. Wie gehen die Opfer damit um, wie finden sie ihren Weg.

Genau diese Frage stellte sich auch Carlos Benede während er zunächst Pädagoge, dann Polizist wurde. Normalerweise haben Polizisten ja eher mit den Tätern zu tun, dennoch sind sie die ersten, die am Tatort eintreffen. Müssen auch die Opfer betreuen, ihnen eine erste Hilfe gewähren - und das nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Bereits hier kann ein falscher Schritt viel Auslösen.

Carlos Benede ist ein Mensch, der auch nach Dienstschluss nicht einfach abschaltet und zum Alltag übergehen kann. Oft sucht er Gespräche mit Kollegen oder guten Freunden. Doch normalerweise ist sein Zuhause tabu. Sein Rückzugsreich. Das ändert sich schlagartig, als er dem elfjährigen Alex begegnet. Der Kommissar begleitet ihn ein ganzes Stück seines Weges und daraus entwickelt sich eine Freundschaft, die tiefer geht und in dem Jungen den Wunsch weckt, für immer bei Carlos bleiben zu können. Dies stellt einen sehr großen Wendepunkt in Carlos Leben dar, ein Schritt, der vieles mit sich bringt. Doch der Kommissar stellt sich dem, was kommt und bringt damit nicht nur für Alex viel Gutes in das Leben vieler betroffener Kinder.

Aber es ist nicht nur ein Bericht, der hier erzählt wird. Einige der Beteiligten kommen hier immer wieder selbst zu Wort. Carlos, Alex, aber auch Menschen aus Carlos Vergangenheit. Man erfährt, wie Carlos selbst aufwuchs und ihn zu dem machte, was er heute ist. Wer seinen Weg prägte und warum.

Er selbst findet sich gar nicht außergewöhnlich, es sei einfach sein Leben... ich finde es sehr bemerkenswert und hoffe, dass viele Menschen sich diesem Werk öffnen werden.

Fazit:
Ein Bericht von und über einen Mann, der nicht seinem Beruf nachgeht, sondern seine Berufung gefunden hat. Der von sich selbst glaubt, er sei nichts besonderes, das sei einfach nur sein Leben. Der aber damit so vielen Kindern und Jugendlichen eine Hand gibt, die Halt und Vertrauen verspricht. Und damit ein kleines bisschen Hoffnung bringt.

Meine Wertung: