Dienstag, 9. Februar 2016

[Rezension] Kristina Günak - Eine Hexe zum Verlieben

Band 1 der Reihe

Taschenbuch: KLICK - 10,00 € - 368 Seiten
ebook: KLICK - 3,99€
Altersempfehlung:
Genre: Magic Chick

Die Autorin:
Kristina Günak schreibt Chick-Lit Romane für Egmont LYX und unter ihrem Pseudonym Kristina Steffan Frauenromane für den Diana Verlag. Als Kristina Günak reizt sie immer wieder das Magische, Außergewöhnliche und Sonderbare. Sie kann einfach nicht die Finger von der Tastatur lassen. So entstand die Serie „Eine Hexe zum Verlieben“, die mit dieser Neuauflage in einem neuen Gewand daherkommt und endlich den heiß ersehnten vierten Band mit sich bringt. Mehr Informationen findet der zusätzlich Interessierte hier: www. kristina-guenak.de




Inhalt:
Elionore Brevent ist eine Hexe. Tagsüber geht sie ihrem Beruf als Immobilienmaklerin nach, denn schließlich muss man ja von irgendwas leben. Die Nächte dagegen widmet sie der Magie, was nicht selten dazu führt, dass sie zu wenig Schlaf bekommt. Bei einem Besichtigungstermin fallen ihr in einem Garten ungewöhnlich starke magische Linien auf. Als sie diesem Phänomen nachts nachgeht, stößt sie auf den Besitzer des Hauses - der Vampir Nicolas. Hexen und Vampire können sich eigentlich nicht ausstehen, doch die zwei müssen sich zusammenraufen, denn sie verbindet etwas, dass sie nie für möglich gehalten hätten. Schnell wird klar, die magischen Linien gehören zu Elfen, die nach Jahrhunderten zurückkehrten, um etwas verlorenes zurückzuholen. Ausgerechnet Eli soll ihnen dabei helfen und muss mit Nicolas zusammen arbeiten. Doch nicht nur die Spannungen zwischen den Beiden stellen den Erfolg in Frage, sondern auch der Werjaguar Vincent, der auch eine große Rolle spielt. Zusammen begeben sie sich auf ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung:
Ein Buch, das ich schon ewig auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher liegen habe. Doch nun wollte ich unbedingt ein Buch der Autorin lesen und griff zu diesem und wurde mit einer sehr unterhaltsamen Geschichte belohnt. Die Autorin selbst nennt das Genre Magic Chick und das trifft es wirklich sehr gut. Zum einen haben wir eine lockere lustige Protagonistin, die mit ihrer Geschichte wunderbar ins Chicklit passen würde, zum anderen ist hier aber so eine gehörige Portion Paranormales zu finden, dass man einfach darauf hinweisen muss.

Zusätzlich dazu hat dieses Buch in meinen Augen eine ganz gehörige Portion Leichtigkeit und Humor, dafür nicht wirklich was fürs Herz. Das fand ich schade, gerade im Zusammenhang mit Gestaltwandlern und Vampiren hatte ich hier mit einer wirklich zauberhaften Liebesgeschichte gehofft .. die so nicht eintrat. Zwar wird das Thema nicht ausgeschlossen, aber für mich persönlich war dieser Teil zu nebensächlich. Aber gut, Geschmäcker sind ja verschieden.

Was man klar sagen muss ist, dass die Geschichte sich sehr leicht lesen lässt und einen hohen Unterhaltungswert hat und so kam ich viel schneller ans Ende, als ich eigentlich wollte. Die Seiten sind nur so verflogen. Und genau so klar ist, ich muss unbedingt die nächsten Teile lesen.

Die Charaktere fand ich sehr interessant. Während Eli für mich leicht chaotisch und durch ihre chronische Übermüdung schusselig vorkommt, ist es gerade das, was sie sehr liebenswert macht. Die kleinen Anekdoten aus ihrem Büro lassen den Leser des öfteren lachen. Nicolas soll hier wohl den etwas düsteren Helden spielen, jedoch passend zum Genre gelingt ihm das nicht wirklich. Für mich wirkte er irgendwie öfter ein bisschen wie ein kleiner Junge, der von den anderen vom Spielen ausgeschlossen wird... und eigentlich ist er das ja auch, was ihm wiederum Sympathien aus Mitleid zufliegen lässt. Am besten gefiel mir Vincent, der geheimnisvolle Werjaguar, der mich mit seinen Katzenmanieren das ein oder andere mal doch herzhaft zum lachen brachte. Von ihm möchte ich gerne noch viel viel mehr erleben.

Doch auch die kleineren Nebenrollen sind interessant und ich bin gespannt, was uns in den Folgebänden noch alles erwarten wird.

Fazit:
Eine sehr unterhaltsame Mischung aus Chicklit und Paranormalem - von der Autorin sehr treffend mit Magic Chick bezeichnet. Eine Hexe, ein Vampir und ein Werjaguar - und noch vieles mehr sorgt mit Humor und Magie zu einer wundervollen Geschichte, die sich leicht und unterhaltsam lesen lässt. Und nach Beenden des Buches den Wunsch weckt, direkt die nächsten Teile zu kaufen :)

Meine Wertung:



Sonntag, 7. Februar 2016

[Rezension] Julie Leuze - Der Geschmack von Sommerregen

Verlag: INK Egmont
gebunden (11.7.13): KLICK - 14,99 € - 320 Seiten
Taschenbuch: KLICK - 9,99 €
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch

Die Autorin:
Julie Leuze, geboren 1974, studierte Politikwissenschaften und Neuere Geschichte in Konstanz und Tübingen, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen für Erwachsene und Jugendliche. Ihr Buch "Der Geschmack von Sommerregen" wurde als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres 2013 mit dem "DeLiA-Award 2014" ausgezeichnet.
 Julie Leuze lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Stuttgart. Mehr zur Autorin: www.julieleuze.de





Inhalt:
Sophie versucht mit allen Mitteln zu verheimlichen, was eigentlich ihr Leben ausmacht. Sie sieht Gefühle in Farben. Schon lange versuchen ihre Eltern ihr das auszureden. Versuchen ihr zu erklären, dass sie damit aufhören soll, dass sie sonst so verrückt wird wie  ihre Großmutter, die in der Psychatrie sitzt. Doch Sophie kann es nicht abstellen und so verheimlicht sie es. Vor ihrer besten Freundin Lena und auch vor Mattis, dem Neuen in ihrer Klasse, hinter dem alle hinterher sind, der aber scheinbar nicht in ihrer Liga spielt. Doch bald schon kommt Sophie ihm näher und nach und nach erfährt sie, warum er sich absondert und so zurückhaltend ist. Doch auch als sie sich ineinander verlieben, traut sie sich nicht, ihm zu erzählen, was sie ausmacht. Und zerstört damit beinahe alles.

Meine Meinung:
Das Buch ist etwas ganz anderes, als ich erwartet hatte. Erwartet hatte ich einen leichten Sommerroman fürs Herz. Bekommen habe ich so viel mehr. Dachte ich zunächst, das Farben sehen wäre mehr eine Metapher, Sophies Art ihre Gefühle auszudrücken. Doch schnell wird hier klar, zumindest Sophie erlebt sie wirklich. Die Schilderungen, wann etwas welche Farbe annimmt, von ihr umhüllt wird, übergossen wird, hat mich sehr in den Bann dieser Geschichte gezogen. Ich fand es absolut faszinierend und bald schon wurde klar, das ist keine Fantasie, sondern so etwas soll es wirklich geben. Sicherlich schwer zu glauben, wenn man selbst so etwas nicht kennt, dennoch ist das Internet voll davon, sucht mal nach "Synästhesie".

Ich kannte das bisher gar nicht und das war es wohl auch, was mich so faszinierte. Das, aber auch der wundervolle Schreibstil der Autorin, die hier das ein oder andere mal so beschaulich mit den Farben spielte, dass man sich ganz leicht vorstellen konnte, was Sophie immer sieht.

Doch auch Mattis hat mich sehr fasziniert - er und seine Geschichte. Und nein, natürlich hat er nicht auch Synästhesie, das wäre ja viel zu einfach und banal. Doch seine Geschichte konnte ich persönlich sehr sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich auch hier nicht wusste, dass es so was gibt. Das zeigt mir, ich weiß einfach viel zu wenig von dem Leben, das uns umgibt :) Und sicherlich werde ich hier noch etwas mehr nachlesen.

Doch obwohl hier soviel Wahrheit, so viel nicht bekanntes in der Geschichte steckt, hatte ich nicht das Gefühl, mir würde hier was beigebracht werden oder so. Vielmehr unterhielt mich die schöne Geschichte und ihre auf und abs. Sophie mochte ich sehr gern und ich kann ihre Verunsicherung sehr gut verstehen. Nicht verstehen konnte ich dagegen ihre Mutter. Ja auch wenn man am Ende weiß, warum sie ist, wie sie ist, finde ich es nicht korrekt, wie sie diesen so wichtigen Teil ihrer Tochter einfach zum Tabuthema macht und damit ihr Kind doch auch so sehr leiden lässt. Gerade ihre eigene Vorgeschichte hätte sie doch besseres lehren können.

Viel zu schnell war dieses Buch durchgelesen, ich hätte noch lange weiterlesen können und weiß, dass das definitiv nicht das letzte Buch der Autorin war, das ich gelesen habe! Schade, dass ich es so lange ungelesen im Schrank liegen hatte!

Fazit:
Ein wundervoll gefühlvolles Buch, das einem zeigt, dass hinter dem was wir sehen noch viel mehr stecken kann. Dass Menschen wundervolle Begabungen haben und wie schlimm es ist, wenn man diese Sachen als etwas schlechtes hinstellt, sie verbietet. Nur, weil wir selbst etwas nicht sehen oder erleben, heißt es doch nicht, dass es nicht wahr sein kann. Mich hat dieses Buch fasziniert, weil es mir etwas für mich bislang ganz unbekanntes zeigte. Verpackt in eine wundervolle Liebesgeschichte.

Meine Wertung:


Freitag, 5. Februar 2016

[Rezension] Carolin Wunsch - Ausgerechnet Soufflè

Bei dem Buch handelt es sich um eine Neuauflage des unter gleichem Titel bereits 2012 erschienenen Buches!

ebook: KLICK - 2,99 € - 263 Seiten
Taschenbuch alte Ausgabe - KLICK - 11,95€
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Carolin Wunsch ist das Pseudonym der Schriftstellerin Claudia Winter, unter dem sie ihre frühen Werke im Selbstverlag veröffentlicht.
Der Name Carolin Wunsch steht für freche Frauenromane, die dem Chick-Lit-Genre zuzuordnen sind und sich an all die Leserinnen und Leser richten, die gerne in unverblümtem Plauderstil unterhalten werden möchten.
http://www.c-winter.de/deutsch/carolin-wunsch/






Inhalt:
Eine Kündigung im Job ist eine Katastrophe - sollte man meinen. Eigentlich aber kommt es nur darauf an, was man daraus macht. Und so startet Katta  wagemutig den Schritt in die lang ersehnte Selbständigkeit - sie eröffnet einen Kochbuchladen mit Bistro und Kochschule. Bald hat sie auch schon Stammgäste, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch auch im neuen Aufgabenfeld geht einiges schief und endet bald darauf in einer Katastrophe. Ob sich Katta auch diesmal wieder aufrappeln kann?

Meine Meinung:
Wer eine leichte, lustige Unterhaltung mit Herz sucht, der wird bei diesem Buch wohl auf seine Kosten kommen. Die Hauptperson in diesem Buch ist ganz klar Katta. Doch spielen noch so viele weitere Menschen eine wichtige Rolle, dass man fast den Überblick verlieren könnte - doch irgendwie schafft es die Autorin, alle Charaktere so zu integrieren, dass es sich eher wie eine große Familie anfühlt. Und die Charaktere sind wirklich so was von verschieden, dass es eine große Freude war, ihnen meine Zeit zu schenken. Da gab es den "kleinen Mann" - einen Penner der doch noch so vieles mehr war und Katta im Verlauf der Geschichte einiges über das Leben lehrt, dann gibt es Sascha, der sich vom vermeintlichen Dieb zu einer wichtigen Stütze mausert, da gibt es das Mauerblümchen  Julia, die in sich wächst und im Laufe des Buches ihre Persönlichkeit um 180  Grad wendet, da gibt es eine alte Dame, die ständig etwas notiert und noch so viele mehr .. das müsst Ihr einfach selbst lesen!

Der Verlauf der Geschichte gefiel mir überwiegend sehr gut, auch wenn es für mich in der Mitte mal einen kleinen Einknick gab. Es hat etwas mit der Katastrophe zu tun und was danach geschieht .. allerdings wendet es sich dann wieder und führte mich für den Rest des Buches wieder mit viel Freude durch die Geschichte.

Gelacht hab ich des öfteren, denn der Humor in diesem Buch ist wohl dosiert und nicht selten mit einem Hauch Ironie gewürzt, das mag ich persönlich sehr gern.

Was ich auch ganz toll fand ist, dass am Ende des Buches ganz viele Rezepte enthalten sind, die alle im Buch eine Rolle spielten. Ich finde so etwas großartig, weil man bei manchen Schilderungen wirklich dachte, ohhh das möchte ich probieren oder hmmm wie mag das schmecken. So bekommt man dann Gelegenheit dazu.

Ob der Verlauf der Geschichte in der Realität so immer standhalten könnte, wage ich zu bezweifeln, aber schließlich ist es ein Roman und da ist ja bekanntlich alles erlaubt :)

Fazit:
Wundervolle Unterhaltung für Herz und Magen ... denn nicht nur dass es um Kochbücher, ein Bistro und eine Kochschule geht. Nein, wer möchte kann die kulinarischen Erzählungen sogar anhand der am Ende enthaltenen Rezepte nachkochen ... oder vielleicht sollte man erst kochen und sich beim Essen in die Geschichte vertiefen? Garantiert ist auf jedenfall eine köstliche Unterhaltung :)

Das Buch ist in sich geschlossen, trotzdem bin ich  gespannt auf den zweiten Teil

Meine Wertung:






Montag, 1. Februar 2016

[Rezension] Sina Müller - Lena in Love 1 - Tanz mit mir

Band 1 einer neuen Reihe

Taschenbuch (9.11.15): KLICK - 11,90 € - 304 Seiten
ebook: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Genre: Romance

Die Autorin:
Sina Müller: Viele Autoren fingen früh zu schreiben an. So auch Sina Müller, die mit Vorliebe Spickzettel schrieb und kurze Nachrichte an ihre Freundinnen im Unterricht hin und her schickte. Mit dem belletristischen Schreiben sollte es aber erst später losgehen. Während ihrer Arbeit im Marketing, entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Doch die Werbetexterei bietet nur beschränkt Raum für all die Geschichten, die erzählt werden wollen. Neben der Familie, dem Arbeiten und dem Leben als Autorin, verschlingt sie Bücher, tanzt leidenschaftlich gerne auf Konzerten, klettert und genießt das Leben in vollen Zügen. An der Schule des Schreibens eignete sie sich das nötige Handwerkszeug an und traute sich 2012 schließlich an die Öffentlichkeit. Beim Panem-Schreibwettbewerb von triboox und dem Oetinger-Verlag sicherte sie sich unter rund 400 Einsendern auf Anhieb den dritten Platz im Expertenpreis. "Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe" ist das Debüt der Freiburger Autorin und der erste Band des Zweiteilers rund um die Liebe zwischen Joshua und Emma. Mitte März 2015 erschien der zweite und abschließende Band "Josh & Emma - Portrait einer Liebe". Lena in love - Tanz mit mir" ist der erste Band der neuen Young-Adult-Reihe von Sina Müller. Mehr über Sina Müller erfahrt Ihr unter https://www.sina-mueller.eu und https://www.facebook.com/sinamuellerautorin. Sina Müller ist Mitglied des Autorenkollektivs "Das Autorensofa"



Inhalt:
Tanzen ist Lenas große Leidenschaft. Mit all ihrem Herzblut bereitet sie sich auf ihren größten Traum vor, eine Aufnahme an der Motion  Dance Academy. In der Liebe sieht es dagegen eher trist aus, nachdem ihre Beziehung zu Ben in die Brüche ging. Doch dann lernt sie unverhofft Noah kennen. Einen wundervollen Abend verbringt sie mit ihm, doch danach herrscht Funkstille. Lena hat ihr Herz verloren und ist völlig irritiert, als Noah auf einmal wieder vor ihr steht, sie aber nicht kennt. Schnell stellt sich heraus, dass es nicht Noah, sondern Luca ist - sein Zwillingsbruder. Nach und nach lernt sie Luca näher kennen und obwohl ihr Herz eigentlich Noah gehört, hört sie auf ihren Verstand.Noah will sie nicht, also öffnet sie sich Luca. Doch ein Herz kann man einfach nicht ausschalten und bald schon stellt sie ihre Entscheidung in Frage.

Meine Meinung:
Ein wirklich zauberhaftes Buch, auch wenn es hier und da kleine "Macken" hatte. Vielleicht aber war es auch gerade deshalb so liebenswert.

Man merkt Lena einfach an, dass sie erst sechzehn ist. Mich störte es etwas, dass sie sich so schnell in Noah verguckte und ihn dann auch genau so schnell scheinbar wieder ablegte. Doch wenn man dann an seine Jugend denkt, ist das vielleicht gar nicht mehr so abwegig .. und vielleicht muss es auch genau so sein. Wir nehmen alles noch mit einer gewissen Leichtigkeit, versteifen uns nicht in unerreichbares. Doch was man davon hat, wird in diesem Buch schnell klar.

Ich gebe zu, dass meine Sympathien hier ganz klar zu Noah tendieren. Aber ich habe glaube ich auch eine extreme Schwäche für Protagonisten mit Namen Noah *lach*. Hier erfüllt er dazu noch den unnahbareren, schweigsamen Typ, während sein Bruder Luca der Sunnyboy ist und mich damit oft etwas nervt. Genau wie mit seiner scheinbaren Affenliebe zu Lena, die nicht nur den Leser auf die sprichwörtliche Palme bringt. Ich frage mich allerdings wirklich, ist er so, oder will er nicht irgendwo auch Noah eins auswischen, um Rache zu üben.

Und so haben wir eine Dreiecksgeschichte, die eigentlich gar keine ist. Man ist hin- und hergerissen, wie denn die Geschichte weitergehen, bzw. ausgehen soll und doch wählt man irgendwann einen Weg. Doch es muss einem hier ganz klar sein, es ist erst das erste Buch einer Reihe. Somit kommt es, wie es kommen muss .. es gibt zwar natürlich ein Ende, aber ob es das so wirklich ist ... man glaubt nicht so wirklich daran, denn dafür ist doch noch zu vieles ungeklärt.

Mir gefiel trotz des Liebeschaos die Leichtigkeit, die dieses Buch hatte. Nachdem ich von der Autorin Josh & Emma gelesen hatte und dort immer eine zarte Melancholie die Geschichte begleitete, war es für mich sehr interessant, ob es bei der Autorin immer so ist, oder nur der Geschichte geschuldet war. Und tatsächlich. Hier fehlt die Melancholie komplett. Schade, weil es mir sehr gut gefiel, aber gut, damit nicht alles gleich klingt. Diese Geschichte hier war für mich eher ein bisschen wie Brauseblubbern im Bauch .. leicht, schön und spannend, was danach kommt.

Fazit:
Eine schöne leichte Geschichte mit einigem hin- und her, die zeigt, dass man nicht immer dem Verstand trauen sollte. Das Herz scheint doch immer das letzte Wort zu haben und das lässt einmal getroffene Entscheidungen dann bitter schmecken. Da es der Beginn einer Reihe ist, ist schnell klar, dass das Ende nicht wirklich das Ende wird ... sondern auf weitere Teile vorbereitet. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und hoffe, das schnell zu erfahren!

Meine Wertung:




Freitag, 29. Januar 2016

[Rezension] Alexandra Fischer - Der Traum vom Horizont

Taschenbuch (8.12.15): KLICK - 17,99 € - 720 Seiten
ebook: KLICK - 0,99 € - bis Ende Februar 2016
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Historischer Roman

Die Autorin:
Alexandra Fischer, Jahrgang 1974, schreibt bereits seit sie es kann. Aus den ersten Buchstaben wurden Wörter, aus den Wörtern Sätze und aus den Sätzen schließlich Geschichten. Unvollendete, denn in jungen Jahren fand sie es stets spannender eine Geschichte zu beginnen anstatt sie zu beenden. Inzwischen schafft sie aber auch das und recherchiert für ihre historischen Romane gerne stundenlang in alten Texten, um ihren Büchern die Authentizität zu verleihen, die sie verdienen. Ihre schöpferische Kraft holt sie sich im schönen Bayern, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann auf einem ehemaligen Bauernhof in einer Wohngemeinschaft mit Hund, Katzen, Kaninchen, Enten und Hühnern lebt.







Inhalt:
Samoa, Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Kolonie Deutsch-Samoa versucht Karl von Bahlow endlich den Erfolg zu erreichen, damit er in den Augen seines Vaters endlich punkten kann. Während er seinen Bemühungen nachgeht, erlebt seine Frau Rosa mit den drei Töchtern den Umzug in dieses fremde, unbekannte Land viel ungewöhnliches. Das fremde Klima, die fremdartigen Menschen und der Wahn ihres Mannes Erfolg zu erreichen, bringen Rosa an den Rand ihrer Belastbarkeit. Während sie Zuflucht in die Freundschaft mit den Einwohnern sucht, gehen die drei Töchter ihren ganz eigenen Weg. Während die Jahre vergehen, verändert sich die einst friedliche Atmosphäre und auch hier, fernab der Heimat ist der drohende Krieg zu spüren.

Meine Meinung:
Ein schönes Buch, dass einem die Geschichte der deutschen Auswanderer nach Samoa näher bringen kann. Ich gestehe, dass ich mich mal wieder für die Überheblichkeit mancher Deutschen fremdgeschämt habe. Denn auch hier ist es wieder die typische Geschichte, nicht wir gleichen uns dem an, was wir vor Ort vorfinden, sondern versuchen, es nach unseren Vorstellungen zu verbiegen. Wertschätzung der Traditionen oder Menschen vor Ort ein Fremdwort. Gut, dass ich weiß, dass nicht nur die Deutschen so waren ... England war ja nicht viel anders, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenden wir uns also mal der vermeintlichen Politik ab und betrachten das, was eigentlich der Hauptinhalt des Buches ist. Der Versuch von vier Frauen, ihren Weg in diesem fremden Land zu finden und zu gehen. Dabei spielt wieder einmal das Schicksal eine große Rolle, ebenso wie die Verantwortung, die einen manchmal in die falsche Richtung treibt. Und so erleben wir, wie sich die vier Frauen alle in Richtungen entwickeln, die sie so eigentlich nicht gehen wollten.

Und so geht auch die Liebe ihren ganz eigenen Weg und stößt immer wieder an Grenzen, die es gar nicht geben sollte. Und während der Leser ihnen folgt, vergehen die Jahre im Buch und aus der einst so friedlichen Umgebung wächst eine nicht einzustufende Gefahr.

Es ist der Autorin gelungen, die eigentlich vier Geschichten der vier Frauen so zu verbinden, dass einem gar nicht auffällt, wenn man auf einmal eine andere verfolgt. Man sieht, wohin die Wege der Vier treiben, begleitet sie immer wieder ein Stück auf ihrem Weg, verfolgt ihre Bemühungen, in diesem Land ihren Platz zu finden. Und viel zu schnell vergeht die Zeit und man ist am Ende angelangt und stellt fest, dass man mal eben 720 Seiten verschlungen hat :) Und das, ohne dass man einmal das Gefühl einer Langatmigkeit hatte. Das hat mir besonders gut gefallen!

Fazit:
Ein historischer Roman, der einen Einblick in das Leben deutscher Siedler anfangs des 20. Jahrhunderts in der Kolonie Deutsch-Samoa bringt. In das Leben von vier starken Frauen, die entgegen dem vorgegebenen Verhalten versuchen, ihren Platz und ihren Weg zu finden. Eine Geschichte die zeigt, wie falsch Fügsamkeit und falsch interpretierte Verantwortung sein können - und wie doch manchmal unumgänglich. Ein wirklich empfehlenswertes Buch!

Meine Wertung:



Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] Dani Atkins - Die Nacht schreibt uns neu

Verlag: Knaur
Taschenbuch (17.12.15): KLICK - 9,99 € - 448 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Hörbuch: KLICK - 19,95 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance


Die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihrem Romandebüt „Die Achse meiner Welt“, das die Herzen der deutschen Leser im Sturm eroberte, folgt die zweite, wunderschöne Liebesgeschichte "Die Nacht schreibt uns neu".






Inhalt:
Es ist Emmas wichtigster Tag. Ganz für sich allein macht sie sich fertig für diesen großen Tag, blendet die Stimmen der Freunde und Verwandten aus, die durch das Haus schallen. Denkt zurück an den Tag, der ihr Leben veränderte. Lebt noch einmal den Schmerz des Verlustes und Verrats. Durchlebt noch einmal den Unfall, den Tod von Amy und den Wandel ihrer eigenen Gefühle. Geht noch einmal den schweren Weg der heute an diesem Tag, ihrem großen Tag endet.

Meine Meinung:
Wie schon von ihrem ersten Buch, begeistert mich die Autorin auch bei diesem absolut. Es ist der Schreibstil, der einen packt. Eigentlich ruhig, nicht kitschig. Es beginnt leicht und mit einem Hauch Freude an Emmas großem Tag. Während sie sich vorbereitet, neben dem bereitgelegten Kleid sitzt und sich sammelt, schweifen ihre Gedanken zurück zu dem Tag, der ihr Leben von Grund auf änderte.

Nach und nach erfahren wir, was damals passierte. Wie es passierte und was danach kam. Stück für Stück erlebt der Leser, wie Emmas Leben zerbricht - doch nicht sie selbst. Man erlebt, wie sie Schritt für Schritt ein neues Leben für sich sucht. Einen Weg, mit dem was geschah auszukommen.

Hierbei spielen viele Personen eine wichtige Rolle. Sie begleiten Emma durch ihre Geschichte, verlassen sie, kehren zurück, gehen für immer. Es ist keine leichte Geschichte, es gibt mehr Tiefen als Höhen, aber das ist, was die Autorin scheinbar so toll beherrscht. Eine traurige Geschichte, die dennoch nicht "tragisch" oder "kitschig" wirkt.

Das Buch nimmt mehrere Wendungen, die man vielleicht erahnt und dennoch von ihnen überrascht wird. Es zeigt, dass egal wo ein Weg endet, es doch immer einen anderen Weg geht, der weiter geht. Auch wenn man am Ende nicht weiß, wo er endet. Das zeigt, dass man manchmal verlieren muss, um zu gewinnen. Und das wir am Ende doch alle nur Menschen sind. Mit ihren ganz eigenen Fehlern, die mal leichter, mal schwerer zu verzeihen sind.

Wie schon im ersten Buch überrascht mich die Autorin am Ende dann mit einem Schluss, den ich so überhaupt nicht erwartet hätte, der aber für mich perfekt passte!

Ausnahmsweise möchte ich auch mal wieder ein Wort zum Cover verlieren. Ich finde, sowohl das Cover des ersten Buches, aber noch mehr dieses hier, ist unglaublich toll! Die Farben sind so herrlich intensiv und der Titel geprägt .. einfach wundervoll!

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das zeigt, dass das Leben seinen eigenen Weg geht, während wir etwas ganz anderes planen. Das zeigt, dass manchmal ein schlimmes Ereignis für etwas gut sein kann, was wir vorher nicht sahen. Der zeigt, dass man den Schmerz nicht vergiss, dass er aber erträglicher wird und man sich mit ihm arrangieren kann.

Meine Wertung:


Sonntag, 24. Januar 2016

[Rezension] Stella M. Lieran - Risse im Fundament - Hamburg Rain 2084



Achtung: 
Die erste Staffel umfasst 6 Teile, die unabhängig voneinander gelesen werden können.


Verlag: KNAUR 

ebook (7.12.15): KLICK - 3,99 € - 166 Seiten
komplette Staffel (14.12.): KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Future Fiction
Autorin dieses Bandes: Stella M. Lieran
Herausgeber der Reihe: Rainer Wekwerth

Mehr zum eSerial: http://hamburg-rain.de/
FB-Seite: hamburg-rain
kostenfreies Prequell: KLICK




Inhalt:

„Risse im Fundament“ ist ein weiterer Teil der Reihe „Hamburg Rain 2084“ – es ist ein eigenständiger Roman und unabhängig von den anderen Teilen!

Die Erde bebt und bringt damit ganz Hamburg in große Gefahr. Denn ob oben oder unten, wenn hier etwas einbricht, dann erwischt es arm und reich. In einer der vermeintlich untersten Ebenen weiß man der Gefahr und versucht, die Oberen zu warnen. Dafür wird Rasmus auf die gefährliche Reise von unten nach oben geschickt. Doch auch oben ist längst klar, die Ursache muss unten liegen und so entscheidet der Bürgermeister, dass Kor hinabsteigen soll um die Ursache zu finden. Nicht ganz uneigennützig, denn so hat er freie Bahn bei Kors Freundin. Während sich Rasmus auf die Welt oben freut und versucht die ganzen neuen Eindrücke zu verarbeiten, ist ihm klar, dass sein Aufenthalt nicht von Dauer sein wird. Doch dass die Rückkehr so schnell erfolgen muss, das hat er nicht geahnt - doch er geht nicht allein und wieder ist sein Ziel, jemanden zu finden...

Meine Meinung:
Mir gefiel dieser Teil ausgesprochen gut, ich habe ihn nahezu inhaliert. Mir gefiel diese Art der zwei Stränge die irgendwann zusammen laufen. Die Fragen, die sich nach und nach klärten. Und ich mochte die Personen. Endlich mal fühlte man sich ihnen nahe, bekam einen Bezug zu ihnen. Eher ungewöhnlich in dieser Reihe und für mich eine willkommene Abwechslung.

In diesem Buch liegt das Gewicht - neben der Aufklärung des Bebens - für mich hauptsächlich bei den zwischenmenschlichen Beziehungen. Und das wurde ohne Kitsch oder "Gesülze" hier wirklich gut rüber gebracht. Etwas anderes würde ja auch zur Reihe irgendwie nicht passen. Und dabei geht es bei Weitem nicht nur um die Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann, sondern um eine Vielzahl von Beziehungen der unterschiedlichsten Art.

Mit 166 Seiten dürfte das Buch eins der kürzesten sein. Das fand ich eher schon schade. Sehr gern hätte ich hier und da noch ausführlicher was gelesen - und das Ende fand ich dann viel zu abrupt - als wäre es das Ende eines ersten Teils, irgendwie sind zwar die Hauptfragen geklärt, keine Frage, aber alles weitere liegt im Dunkeln. Ich mag solche offenen Enden gar nicht, wenn sie auch zur Art der Geschichte passen.

Wieder war ich überrascht, wie viel Potential in so einer Reihe liegt. Alles hat irgendwie miteinander zu tun und doch gar nichts. Immer neue Ebenen mit immer neuen Eigenheiten tauchen auf. Wobei ich finde, dass die unteren wesentlich interessanter sind als die oberen Ebenen. Was hier auf den unteren Ebenen geschah, fand ich ziemlich beängstigend, denn ich denke, dass das alles nur noch eine Frage der Zeit ist, bevor so etwas in der Realität geschehen wird.

Viel mehr kann man über den Inhalt nicht schreiben, damit nicht zu viel verraten wird. Für mich war es definitiv eins der Besten der Reihe und ich  kann es nur empfehlen!

Fazit:
Für mich eins der Besten der Reihe, da hier ein bisschen mehr zwischenmenschliches hinein kam, ohne direkt kitschig oder rührseelig zu werden. Leider auch eins der kürzesten Bücher, ich hätte sehr gern noch weiter gelesen.


Meine Wertung:







Hier die Teile in ihrer Reihenfolge:

Freitag, 22. Januar 2016

[Rezension] Lynn Raven - Windfire

Verlag: cbt
Taschenbuch (14.12.15): KLICK - 14,99 € - 464 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy

Die Autorin:
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten.








Inhalt:
Wo andere Urlaub machen, versteckt sich Jesse: Mitten in Las Vegas versucht sie, mit einem Job in einem Cafe sich und ihren kleinen Bruder über Wasser zu halten. Versteckt vor ihrer Tante, die ihr den Bruder wegnehmen will. Das Leben ist hart und letztendlich muss sie das wertvollste versetzen, das ihr von ihrer Mutter blieb. Ein Amulett, das sie nie vorher ablegte. Sehr zum leid von Shane Hayden, der genau dieses Amulett braucht, um seine Familie zu retten. Die erste Begegnung der Beiden misslingt dadurch gewaltig, doch ehe sie sich versehen, sind sie mehr aufeinander angewiesen, als sie es jemals geglaubt hätten. Denn sie verbindet etwas, das älter ist als alles, was sie sich vorstellen können.

Meine Meinung:
Ein sehr unterhaltsames Buch, mit vielen neuen Ideen. Das uns in eine Welt der Dschinns, Hexen und vieles mehr bringt. Das jedoch hier und da leider auch etwas sehr schnell durch die Erklärungen rauscht, so dass man Mühe hat, das Ganze zu überblicken, vielleicht auch, weil man hier oder da noch weitere, tiefere Erzählungen gebraucht hätte.

Aber mal von vorn. Am Anfang treffen wir Jesse, die sich in Las Vegas abrackert, ihren täglichen Unterhalt zu verdienen. Dass das gerade in einer Stadt wie Vegas so schwer ist, mag man kaum glauben, erlebt es aber hier. Im Verlauf des Buches erfährt man auch, warum sie das macht, ebenso, wie man näheres über ihren Bruder erfährt, was ich hier nicht vorweg nehmen möchte. Es ist eine schöne Geschichte, die Mitgefühl aber auch Respekt im Leser weckt.

Doch das Buch zeigt nicht nur Jesses Geschichte, sondern auch Shanes. Während es aus Jesses Sicht in der Ich-Form geschrieben ist, wird Shane als dritte Person erzählt. Das ist ein interessanter Wechsel, der dennoch viel Gewicht auf Jesse selbst legt. Dadurch kommt der Leser ihr auch etwas näher als ihm. Seine Geschichte wird zwar auch erzählt, aber für mich war sie nicht in allen Facetten greifbar, was ich sehr schade fand. Vielleicht war sie zu verwinkelt, um alle Einzelheiten zu erzählen, ich weiß es nicht.

Das Buch rast durch eine Geschichte mit viel Spannung und einigen Wendungen, was es zum einen wirklich mitreißend werden lässt, manchmal aber auch einfach zu viel Schwung hat. Hier und da hätte mir ein Ruhepunkt besser gefallen.

Auf jeden Fall hat die Autorin einen tollen Schreibstil, der es leicht macht, sich Orte und Wesen vorzustellen und damit tiefer in die Geschichte einzutauchen. Und so werden auch fantastische Sachen irgendwie zu einem bisschen reellen.

Doch auch wenn mir das Ende gefiel, so hätte ich mir wie schon erwähnt hier und da ein bisschen mehr gewünscht. Etwas mehr über Shanes Familie und die ganzen Umstände drumherum.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit vielen schönen Ideen und einer Menge Fantasie, das für mich hier und da ein bisschen mehr Erklärungen hätte liefern können.

Meine Wertung:




Samstag, 16. Januar 2016

[Hörbuch-Rezension] Carla Buckley - Mondscheinjunge

Verlag: rubikon audioverlag

Hörbuch-CD: KLICK - 19,99€ - 12 Stunden 37 Min
Hörbuch-Download: KLICK - 12,99 €
Taschenbuch: KLICK - 14,99 € - 480 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Thriller

Die Autorin:
Carla Buckley kommt ursprünglich aus Washington, D.C., wo sie unter anderem für einen Senator und das renommierte Smithsonian-Institut arbeitete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Chapel Hill, North Carolina.

Der Sprecher: Mark Bremer entschied nach Volontariat und Schauspielschule, dass auch Sprechen seine Berufung ist und gehört seitdem zu den profiliertesten deutschen Stimmen. Mit Hörbüchern kam er schon Mitte der 90iger Jahre in Kontakt, als dieses Medium in Deutschland noch unbekannt war. Er produzierte die ersten Titel von "der Hörverlag" und "Hoffmann & Campe", bevor er als Sprecher Karriere machte. Die Liebe zum Hörbuch blieb. Die Verlagsgründung ist die Gelegenheit, selbst Einfluß auf Stoffe zu nehmen.



Inhalt:
Taylor leidet an einer extrem seltenen Krankheit, die ihm jeglichen Kontakt zum Sonnenlicht, aber auch zu vielen künstlichen Lichtquellen verbietet.  Seit diese Krankheit bei ihm als Baby festgestellt wurde, lebt er im dunkeln. Nur abends darf er aus seinem speziellen Zimmer heraus. Er ist 14 und weiß nicht, wie Sonnenlicht aussieht, wie es sich anfühlt, wie ein normales Leben ist. Seine Familie und vor allem seine Mutter tut alles für ihn, doch manchmal ist das einfach nicht genug. So schleicht er sich nachts heimlich aus dem Haus, immer in der Gefahr, erwischt zu werden .. von seinen Eltern oder aber von einer Lichtquelle, die tödlich für ihn sein könnte. Als plötzlich ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft verschwindet, gerät seine Welt ins Wanken. Denn seiner Mutter geht der Vorfall näher, als es unter diesen Umständen üblich wäre. Taylor macht sich immer häufiger nachts auf die Suche nach dem Grund - und nach Amy.

Meine Meinung:
Vorab, ich habe das Hörbuch gehört und danach meine Rezension verfasst:

Ich fand dieses Hörbuch einfach nur genial. Denn man wusste bis kurz vor Ende einfach nicht, worauf es hinaus laufen würde. Was hier geschah, welche Rolle die Beteiligten spielten, ob alles mit rechten Dingen zugeht oder hier sogar außergewöhnliches am Werk ist. Für mich war das Ende unglaublich geschickt und gar nicht vorhersehbar - so dass mich das Ende dann noch einmal nach einem spannenden Hörbuch zusätzlich begeistert hat.

Für mich war die Geschichte auch weniger ein Thriller, obwohl ich es so bezeichnen würde. Sehr spannend reißt es einen fast von Beginn an mit. Hier wird nicht klar am Anfang erzählt, was geschah oder weist einen Verdächtigen aus, vielmehr tänzelt es immer wieder um mögliche Geschehen, zieht hier einen Faden, dann dort einen. Manche sind wichtig, manche scheinen nur da zu sein, um den Leser bzw. Hörer auf eine falsche Spur zu bringen. Denn manchmal reichen ein paar Worte, dass man sich etwas erahnt, was scheinbar völlig falsch ist. Das hat mich tatsächlich hier und da auch mal zum Lachen gebracht, da ich aufgrund des Titels und 2-3 Vorkommnissen eigentlich überzeugt war, was mich erwartet ... Nein, nichts von dem traf auch nur irgendwie zu :)

Ich weiß nicht, ob Taylors Krankheit in seinen Ausmaßen wirklich ist ... ich wollte es auch nicht recherchieren, jedoch war allein das sehr spannend zu verfolgen. Mitzuerleben, wo sich überall Lichtquellen befinden, die man so vielleicht gar nicht wahrnimmt. Das Bemühen von Taylors Mutter um ihn aber auch um die Familie. Taylors Schwester, die unter der vielen Aufmerksamkeit für ihren Bruder ständig zurückstecken muss und die ebenfalls ein großes Geheimnis zu hüten scheint. Und die ganze merkwürdige Nachbarschaft, die mehr und mehr in den Fokus gerät, je weiter die Geschichte fortschreitet. Und natürlich Taylors Mutter, die selbst eine ganz wichtige Rolle an dem Geschehen zu spielen scheint.

Obwohl das Hörbuch über 12 Stunden geht, verflog es dennoch extrem schnell und ich muss sagen, dass auch hier wieder die fesselnde Stimme von Mark Bremer sein übriges tut, dass man das Hörbuch nicht abschalten möchte.

Fazit:
Ein Hörbuch, das ich absolut empfehlen kann. Spannung begleitet einen die ganze Zeit. Die Geschichte führt einen immer wieder in kleine Sackgassen, Irrwege, wenn man meint, zu erahnen, was geschehen sein könnte, was noch geschieht. Gebannt kann man der Stimme des Sprechers folgen und trotz langer Laufzeit ist man überrascht, wie schnell das Ende kommt - und vor allem, was es für ein Ende ist.

Meine Wertung:






Montag, 11. Januar 2016

[Rezension] Sina Müller - Josh & Emma 2 - Portrait einer Liebe

ACHTUNG: Dies ist Teil 2!

Verlag: Amrûn
Taschenbuch (März 15): KLICK - 12,90 € - 340 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Romance, Young Adult

Die Autorin:
Viele Autoren fingen früh zu schreiben an. So auch Sina Müller, die mit Vorliebe Spickzettel schrieb und kurze Nachrichte an ihre Freundinnen im Unterricht hin und her schickte. Mit dem belletristischen Schreiben sollte es aber erst später losgehen. Während ihrer Arbeit im Marketing, entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Doch die Werbetexterei bietet nur beschränkt Raum für all die Geschichten, die erzählt werden wollen. Neben der Familie, dem Arbeiten und dem Leben als Autorin, verschlingt sie Bücher, tanzt leidenschaftlich gerne auf Konzerten, klettert und genießt das Leben in vollen Zügen.An der Schule des Schreibens eignete sie sich das nötige Handwerkszeug an und traute sich 2012 schließlich an die Öffentlichkeit. Beim Panem-Schreibwettbewerb von triboox und dem Oetinger-Verlag sicherte sie sich unter rund 400 Einsendern auf Anhieb den dritten Platz im Expertenpreis. "Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe" ist das Debüt der Freiburger Autorin und der erste Band des Zweiteilers rund um die Liebe zwischen Joshua und Emma. Mitte März 2015 erschien der zweite und abschließende Band "Josh & Emma - Portrait einer Liebe".Mit "Lena in love - Tanz mit mir" startet die Autorin im September 2015 eine weitere Young-Adult-Reihe, in deren Zentrum die angehende Tänzerin Lena und ihre Suche nach der großen Liebe steht. Mehr über Sina Müller erfahrt Ihr unter https://www.sina-mueller.eu, https://www.facebook.com/sinamuellerautorin und https://www.amrun-verlag.de/sinamueller



Inhalt:
Das Leben geht weiter. Muss. Irgendwie. Emma hat das Gefühl, dass in ihr nur noch Leere ist. Das einzige Gefühl, das sie kennt ist Schmerz. Doch nach einem Jahr ist sie Meister des Verdrängens geworden. Seit sie Josh verlassen hat. Und dann steht sie ihm wieder gegenüber und es ist, als hätte es das letzte Jahr nicht gegeben. Noch einmal hat sie nicht die Kraft, ihn wegzuschicken. Wagt noch einmal den Schritt diese unendliche Liebe zuzulassen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den Beiden und es geschieht etwas unvorhergesehenes. Und wieder muss sie Abschied von Josh nehmen. Um nicht noch einmal in dieses dunkle Loch zu fallen, versucht sie alles, um abzuschließen. Und findet halt in Leon, ihren kratzbürstigen Vorgesetzten, der es mit seiner Übellaunigkeit tatsächlich schafft, ihr Leben erträglicher zu gestalten. Der in ihr den richtigen Ton trifft ... manchmal. Doch all ihre Bemühungen sind nur zum Teil erfolgreich, denn Joshs Erinnerungen verfolgen sie auf Schritt und Tritt ...

Meine Meinung:
Viel zu lang ist es her, seit ich Teil 1 geschlossen habe. Und so brauchte ich einen Moment, bis mir wieder einfiel, wie Teil 1 endete. Und mit der Erkenntnis kam es auch wieder. Dieses melancholische Gefühl, das mich schon beim ersten Teil die ganze Zeit begleitete. Und auch hier kam es und blieb es und ist jetzt, nach dem Ende des zweiten Teils immer noch da. Dieses Gefühl, wenn irgendwas das Herz umklammert. Wenn man verdrängt, was einen bedrückt und das einen doch immer im Hintergrund erinnert, da ist etwas. Ja auch der zweite Teil war bittersüß und nicht selten hatte ich Tränen in den Augen.

Ja, es mag bestimmt teilweise kitschig sein, aber es ist dieser Kitsch, der einen einfängt und aufseufzen lässt - zumindest, wenn man so etwas mag. Wer es nicht mag, dem würde ich eher abraten. Mich aber hüllt es ein und lässt das Buch zu einem Pageturner werden. Auch wenn ich zugebe, dass ich hier und da an eine andere Geschichte erinnert wurde ... und ich nicht weiß, ob ich es mag, diese Parallelen zu sehen. Aber während es mich einerseits stört, berührt das Buch dadurch auch eine Seite in mir, die fest reserviert ist für diese andere Geschichte, meine Lieblingsgeschichte. Welche - nein, sag ich nicht, aber ich bin sicher, wer beide Bücher kennt, wird es erahnen :)

Am Anfang des Buches war ich irritiert. Dass Josh und Emma so schnell doch wieder zusammen finden. Auch wenn es schön war, fühlte es sich nicht richtig an. Viel besser war es dann, als die Wendung eintrat. So sollte es sein - aber nein, nun störte mich auch das. Ich litt unendlich mit Emma, verfluchte Josh, mochte Leon und bedauerte Tom. Denn alle spielen eine wichtige Rolle in diesem Buch und meine Sympathien schwankten hin und her zwischen "das geht so nicht" und "genau so sollte es sein". Wenn ich mich beim Lesen schon so fühle, wie fühlte sich dann Emma selbst?

Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich in diesem Buch auch Becks, ein durchgeknalltes Mädel, das nach und nach immer wichtiger für Emma wurde ... ihr wäre ich wohl auch gern mal begegnet, es klang einfach nur herzerfrischend und sie war es auch, die dem Buch immer wieder etwas Freude, etwas Leichtigkeit gab. Dass man nicht das Gefühl hatte, im Traurigen zu versinken. Ein sehr schöner Ausgleich!

Fazit:
Eine wundervolle Fortsetzung mit vielen unerwarteten Wendungen. Doch wie schon in Teil 1 ist auch hier die Melancholie ständiger Begleiter und verlässt einen auch nach dem Beenden des Buches nicht. Aber es ist ein bittersüßes Gefühl, das so genau richtig scheint!

Meine Wertung:





Hier noch einmal beide Teile: